Kurse zu den heiligen Schriften
Apostelgeschichte 6 bis 9


„Apostelgeschichte 6 bis 9“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025

Saulus kniet vor der Gegenwart Gottes

Apostelgeschichte 6 bis 9

Die Apostel berufen sieben Männer, die sie im Werk des Herrn unterstützen sollen. Stephanus, einer dieser sieben Männer, wird getötet, und zwar wegen seines Zeugnisses für Jesus Christus. Petrus, Johannes und Philippus dienen, predigen und vollbringen Wunder. Saulus verfolgt die Kirche. Jesus erscheint Saulus, und dieser wird ein treuer Jünger und unermüdlicher Missionar.

Zusatzmaterial

Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament, „Apostelgeschichte 6 bis 9“

In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Lies das Erlebnis des Stephanus (siehe Apostelgeschichte 7:51-60) und denke darüber nach, wie du auf die Worte von Führern der Kirche reagiert hast, die zu hören für dich nicht leicht war.

  • Hast du manchmal das Gefühl, dass dich frühere Fehler nicht loslassen? Denk darüber nach, was du aus dem Erlebnis des Paulus auf dem Weg nach Damaskus in Apostelgeschichte 9:1-22 darüber lernen kannst, wie von früheren Fehlern frei werden kann.

  • Wie kannst du vermehrt Zugang zur Macht Gottes haben? Befasse dich mit Apostelgeschichte 8:9-24,27-40; 9:32-43 und denke dabei über das Gelernte nach.

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und sich über Erkenntnisse und Wahrheiten auszutauschen, die sie beim persönlichen Studium von Apostelgeschichte 6 bis 9 entdeckt haben.

Icon „Schulung“
Fertigkeiten üben

Bei Apostelgeschichte 6:8-15; 7:51-60 lässt sich die Kompetenz „Die heiligen Schriften im Kontext verstehen“ gut anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium).

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Apostelgeschichte 6 und 7

Wie kann ich empfänglicher für den Einfluss des Heiligen Geistes sein?

Bitten Sie die Schüler, an eine Botschaft des Propheten zu denken, bei der es ihnen anfangs schwerfiel, sie anzunehmen. Zeigen Sie die folgenden Sätze und bitten Sie die Schüler, denjenigen auszuwählen, der am besten zu ihrem damaligen Empfinden passt.

  • Ich war für die Botschaft offen.

  • Ich empfand Zurückhaltung in Bezug auf die Botschaft.

  • Ich verspürte Wut und Widerstand gegen die Botschaft.

Erklären Sie, dass es in Apostelgeschichte 6 und 7 um einen Führer der Kirche namens Stephanus geht. Er hielt eine Predigt, die einigen jüdischen Führern nicht gefiel. Während sich die Schüler mit diesem Bericht befassen, sollen sie darüber nachdenken, was sie von Stephanus und den jüdischen Führern lernen können.

Zeigen Sie die nachstehenden Fragen und Hilfsmittel. Bitten Sie die Schüler, sich mit den Schriftstellen zu befassen, damit sie den Kontext und den Inhalt der Botschaft des Stephanus besser verstehen (siehe die Fertigkeit „Die heiligen Schriften im Zusammenhang verstehen“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium).

  1. Was wissen wir über die Berufung des Stephanus in der Kirche? (Lesen Sie Apostelgeschichte 6:1-8.)

  2. Was wissen wir über die Menschen, die Stephanus unterwies? (Lesen Sie Apostelgeschichte 6:9-15.)

  3. Lies „Apostelgeschichte 7:1-53. Wie hat Stephanus die biblische Geschichte zu seiner Verteidigung eingesetzt?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament.

Nachdem die Schüler genügend Zeit zum Lesen hatten, fragen Sie sie, was sie über Stephanus, seine Zuhörer und seine Botschaft gelernt haben.

Lesen Sie gemeinsam Apostelgeschichte 7:51-60 oder schauen Sie sich das Video „Der Märtyrertod des Stephanus“ (von Minute 3:00 bis 5:40) an. Sie könnten eine oder mehrere der folgenden Fragen stellen:

5:41
  • Was bedeutet es wohl, sich dem Heiligen Geist zu widersetzen?

  • Was geschah mit den Menschen, die sich dem Heiligen Geist widersetzten? (Machen Sie den Schülern verständlich: Wenn wir uns dem Heiligen Geist widersetzen, ist es auch wahrscheinlicher, dass wir den Herrn und seine bevollmächtigten Diener verwerfen.)

  • Was geschah mit Stephanus, als er sein Herz dem Heiligen Geist öffnete? (Machen Sie den Schülern verständlich: Wir kommen Jesus Christus und dem Vater im Himmel näher, wenn wir den Heiligen Geist empfangen.)

  • Welche Beispiele fallen dir dafür ein, wie wir Menschen uns heutzutage dem Heiligen Geist widersetzen?

Bitten Sie die Schüler, an eine Situation zu denken, in der sie versucht waren, sich dem Heiligen Geist zu widersetzen. Sie könnten dieses Erlebnis dann mit einer Situation vergleichen, in der sie dem Heiligen Geist ihr Herz geöffnet haben. Wenn die Schüler ihre Erfahrungen miteinander vergleichen, sollen sie Wörter oder Formulierungen zu den festgestellten Unterschieden aufschreiben. Bitten Sie die Schüler dann, von ihren Erkenntnissen zu berichten. Um das Gespräch anzuregen, könnten Sie das Video „Den Heiligen Geist verspüren“ (3:17) zeigen.

3:16

Zum Abschluss der Lernaufgabe könnten Sie gemeinsam diese Aussage von Elder Ronald A. Rasband lesen:

Elder Ronald A. Rasband

Der Vater im Himmel wusste, dass wir im Erdenleben auf Schwierigkeiten, Beschwernisse und Turbulenzen stoßen würden; er wusste, dass wir mit Fragen, Enttäuschungen, Versuchungen und Schwächen ringen würden. Damit wir auf der Erde Kraft und göttliche Führung erhalten, hat er den Heiligen Geist geschickt.

Der Heilige Geist bindet uns an den Herrn. Auf Gottes Geheiß inspiriert er uns, gibt uns Zeugnis, belehrt uns und gibt uns ein, im Licht des Herrn zu wandeln. („Wenn der Heilge Geist dich führt“, Liahona, Mai 2017, Seite 93)

Geben Sie den Schülern Zeit, darüber nachzudenken und aufzuschreiben, was sie tun können, um für den Einfluss des Heiligen Geistes empfänglicher zu sein.

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Apostelgeschichte 7:58; 8:1-4; 9:1-31

Was sieht der Erretter in mir?

Sie könnten zu Beginn der Aufgabe diese Bilder und Aussagen zeigen:

Eine Frau beim aufrichtigen Gebet

„Wenn ich daran denke, wie ich aufgewachsen bin, bin ich mir nicht sicher, ob ich in der Kirche des Herrn viel beitragen kann.“

Ein Mann sitzt nachdenklich an einem Tisch

„Ich würde gern auf Mission gehen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich mit meiner eigenartigen Persönlichkeit wirklich die Art von Missionar bin, die die Kirche sucht.“

Ein Mann bedeckt sein Gesicht und faltet die Hände zum Gebet

„Ich habe zu viele Jahre lang zu viele Fehler gemacht. Wie könnte Gott mich jemals annehmen?“

  • Welches Problem entdeckst du in all diesen Selbsteinschätzungen?

Fordern Sie die Schüler auf, über diese Aussagen nachzusinnen, während sie mehr über Saulus erfahren.

Bitten Sie die Schüler, Apostelgeschichte 8:1-4; 9:1,2 zu lesen und auf der Grundlage dieser Verse eine kurze Biografie von Saulus zu schreiben. Lassen Sie einige Schüler vorlesen, was sie geschrieben haben.

  • Wenn das alles wäre, was du über Saulus weißt, für was für einen Menschen würdest du ihn dann halten? Wie würdest du dich fühlen, wenn er bei dir zuhause oder in der Abendmahlsversammlung auftauchen würde?

Bitten Sie die Schüler, Apostelgeschichte 9:3-22 zu lesen oder das Video „Die Straße nach Damaskus“ (5:19) anzuschauen und darauf zu achten, was wir aus dieser Begebenheit über Saulus und den Herrn lernen. Nachdem Sie diese Verse gelesen oder sich das Video angesehen haben, können Sie den Schülern Zeit geben, das Gelernte zu besprechen. Sie nennen vielleicht Wahrheiten wie diese: Jesus Christus sieht unser Potenzial, Gutes zu bewirken, und gibt uns Gelegenheiten, uns zu ändern. Trotz unserer Vergangenheit können wir uns dafür entscheiden, uns von Jesus Christus wandeln zu lassen und ein Werkzeug in seiner Hand zu werden.

5:19

Das Lehren und Lernen verbessern

Den Lernenden helfen, die Liebe, Macht und Barmherzigkeit des Herrn in ihrem Leben zu erkennen. Es ist gut, von der Liebe, Macht und Barmherzigkeit des Erretters zu wissen, aber wir müssen sie auch erkennen und erfahren. Achten Sie auf Gelegenheiten, die Schüler an Erlebnisse zu erinnern, bei denen sie die Liebe, Macht und Barmherzigkeit Jesu Christi erfahren haben. Wenn die Schüler das Gefühl haben, dass sie solche Erfahrungen noch nicht gemacht haben, bitten Sie sie, dafür zu beten.

Sie könnten die folgenden Fragen zeigen. Bitten Sie die Schüler, über die für sie interessantesten Fragen nachzudenken und ihre Gedanken dazu aufzuschreiben:

  • Was sieht Jesus Christus vielleicht in dir, was sonst niemand sehen kann? Wie kannst du herausfinden, was er in dir sieht? (Du könntest dir auch das Video „Unser wahres Selbst“ [3:43] anschauen.)

    3:44
  • Inwiefern halten dich deine früheren Fehler oder Sünden vielleicht zurück? Welche Entscheidungen kannst du treffen, damit der Herr dich von deiner Vergangenheit befreien kann?

  • Wem gegenüber hältst du dich vielleicht zurück, weil du nur seine Fehler aus der Vergangenheit siehst? Wie können der Vater im Himmel und Jesus Christus deine Selbstwahrnehmung und deine Wahrnehmung anderer verändern?

Vielleicht möchten Sie mit den Schülern diese Aussage von Elder Kevin S. Hamilton lesen. Bitten Sie die Schüler, von Menschen zu erzählen, die trotz früherer Fehler treue Jünger Jesu Christi geworden sind. Ermuntern Sie die Schüler, an jemanden zu denken, den sie zukünftig klarer und mit den Augen des Erretters sehen möchten. (Das können auch sie selbst sein.) Oder Sie zeigen ihnen das Video „Seine Gnade – Kann ich nicht mehr errettet werden?“ (6:25; in englischer Sprache).

6:25
Elder Kevin S. Hamilton

Der Erretter hat sein unbegrenztes und ewiges Sühnopfer vollendet, damit wir uns tatsächlich ändern, umkehren und besser werden können. … Als Söhne und Töchter eines liebevollen Vaters im Himmel tragen wir die Kraft, uns zu ändern, in uns.

Die heiligen Schriften sind voller Beispiele von Männern und Frauen, die sich geändert haben.

Saulus, ein Pharisäer, der aktiv an der Verfolgung der christlichen Urkirche beteiligt war, wurde zu Paulus, einem Apostel des Herrn Jesus Christus. („Kevin S. Hamilton, „Dann werde ich Schwaches … stark werden lassen“, Liahona, Mai 2022, Seite 52)

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Apostelgeschichte 8:9-24,27-40; 9:32-43

Wie kann ich vermehrt Zugang zur Macht Gottes haben?

Zeigen Sie die folgenden oder ähnliche Aussagen:

  • „Ich spreche nicht oft über meine Überzeugung, da ich nicht besonders gut darin bin, über meinen Glauben zu reden.“

  • „Ich vermeide es, Priestertumssegen zu geben, weil ich Angst habe, vielleicht nicht das Richtige zu sagen.“

  • „Ich habe eine Berufung abgelehnt, weil ich nicht fand, dass ich der Aufgabe gerecht werden konnte.“

  • Was für andere Beispiele gibt es dafür, dass es uns an Selbstvertrauen mangelt oder wenn wir meinen, wir seien nicht imstande, Gottes Werk zu verrichten?

Zeigen Sie diese Aussage von Präsident Russell M. Nelson oder sehen Sie sich das Video „Vermehrt Zugang auf die Macht Gottes erhalten“ (0:29; in englischer Sprache) an.

0:30
Präsident Russell M. Nelson

Wenn wir demütig vor den Herrn treten und ihn bitten, uns zu unterweisen, dann zeigt er uns, wie wir vermehrt Zugriff auf seine Macht erhalten. („Macht im Priestertum hat ihren Preis“, Liahona, Mai 2016, Seite 69)

Erklären Sie, dass es in Apostelgeschichte 8 und 9 drei Berichte gibt, aus denen hervorgeht, wie wir Zugang zur Macht Gottes erhalten. Bitten Sie die Schüler, einen oder mehrere dieser Berichte zu lesen und auf Grundsätze dazu zu achten, wie man Zugang zur Macht Gottes erhält.

Nachdem die Schüler genügend Zeit für das Studium hatten, fragen Sie sie, welche Wahrheiten sie gefunden haben. Sie könnten Wahrheiten wie diese nennen: Wir können nicht mit weltlichen Mitteln Zugang zur Macht Gottes erhalten.Wir erhalten vermehrt die Macht, Gottes Werk zu verrichten, wenn wir auf die Eingebungen des Heiligen Geistes rasch reagieren. Wir erhalten vermehrt Zugriff auf die Macht Gottes, wenn wir aus den heiligen Schriften über Jesus Christus lehren. Wenn wir in demütigem Gebet vor Gott knien, erhalten wir vermehrt Zugriff auf seine Macht.

Wenn die Schüler von den Wahrheiten erzählen, die sie entdeckt haben, können Sie ihnen weiterführende Fragen dazu stellen. Sie könnten zum Beispiel fragen:

  • Hast du bei dir selbst oder bei jemand anderem schon mal erlebt, wie sich diese Wahrheit als richtig erwiesen hat?

Damit die Schüler spüren, dass das, was sie lernen, wahr und wichtig ist, könnten Sie noch einmal die Aussage von Präsident Nelson zeigen. Fordern Sie die Schüler auf, den Herrn demütig zu fragen, was er ihnen darüber sagen möchte, wie sie vermehrt Zugriff auf seine Macht erhalten können.

Damit die Schüler noch besser anwenden können, was sie lernen und verspüren, können Sie sie überlegen lassen, wie sie den anderen ihre Erkenntnisse vermitteln können. Die Schüler könnten zum Beispiel ein Meme erstellen, von einem persönlichen Erlebnis erzählen, ein passendes Zitat suchen oder eine andere Lehrmethode anwenden. Nachdem die Schüler ausreichend Zeit zur Vorbereitung hatten, bitten Sie sie, einem Mitschüler zu erzählen, was sie darüber gelernt haben, wie sie Zugang zur Macht Gottes erhalten können.

Sie können die Schüler bitten, ihre Botschaft jemandem außerhalb des Unterrichts mitzuteilen, zum Beispiel einem Freund, einem Angehörigen oder jemandem, den sie betreuen. Sie können diese Botschaft persönlich oder in den sozialen Medien weitergeben.

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