„Joseph Smith – Matthäus 1; Matthäus 24 und 25; Markus 12 und 13; Lukas 21“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025
Der Herr kehrt zurück, um zu herrschen und zu walten, Darstellung von Mary Sauer
Joseph Smith – Matthäus 1; Matthäus 24 und 25; Markus 12 und 13; Lukas 21
In der letzten Woche seines irdischen Wirkens beantwortet der Erretter die Fragen seiner Jünger zu seinem Zweiten Kommen. Er erklärt außerdem, wie man sich auf seine Wiederkehr vorbereiten kann, und erzählt das Gleichnis von den zehn Jungfrauen, das Gleichnis von den Talenten und das von den Schafen und den Böcken. Nachdem er beobachtet hat, wie eine Witwe zwei kleine Münzen in den Opferkasten warf, vermittelt er eine wichtige Lektion darüber, dass wir alles geben sollen, was wir geben können.
Zusatzmaterial
Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament, „Joseph Smith – Matthäus 1; Matthäus 24 und 25; Markus 12 und 13; Lukas 21“
Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.
Das persönliche Studium fördern
Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:
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Was hütest du wie einen Schatz? Lies Joseph Smith – Matthäus 1:36-40 und denke darüber nach, was es bedeutet, Gottes Wort wie einen Schatz zu hüten. Wie kann es uns auf das Zweite Kommen Jesu Christi vorbereiten, wenn wir Gottes Wort wie einen Schatz hüten?
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Wie kannst du dich auf das Zweite Kommen des Erretters vorbereiten? Achte beim Lesen der drei Gleichnisse in Matthäus 25 darauf, wie du dich nach dem Willen des Herrn vorbereiten sollst. Du kannst dir auch das Video „Die zehn Jungfrauen“ (1:45) ansehen.
1:40 -
Was kann dir helfen, wenn du das Gefühl hast, dem Herrn nicht viel geben zu können? Lies zuerst Markus 12:41-44 und sieh dir dann das Video „The Widow’s Mite“ (1:57; in englischer Sprache) an. Darin sprechen einige Kinder darüber, was sie aus dieser Geschichte lernen.
1:57
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Joseph Smith – Matthäus 1, Matthäus 24 und 25, Markus 12 und 13 sowie Lukas 21 entdeckt haben.
Fertigkeiten üben
Bei Joseph Smith – Matthäus 1 lässt sich gut die Kompetenz „Anhand der Schriften der Wiederherstellung die Bibel besser verstehen“ anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium).
Aufgabenauswahl
Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.
Joseph Smith – Matthäus 1:22,23,27-33,37-40
Was ist, wenn ich mich vor den Zeichen des Zweiten Kommens des Erretters fürchte?
Sie könnten eines oder mehrere der folgenden Bilder vom Zweiten Kommen des Erretters zeigen. Bitten Sie die Schüler, sich vorzustellen, wie es wohl sein wird, ihn wiederkehren zu sehen, und sich dann darüber auszutauschen. Lassen Sie die Schüler sodann alle Fragen und Sorgen aufschreiben, die sie in Bezug auf das Zweite Kommen haben.
Der Herr kehrt zurück, um zu herrschen und zu walten, Darstellung von Mary Sauer
Darstellung von Kevin Keele
Das Zweite Kommen, Darstellung von Harry Anderson
Erklären Sie, dass die Apostel in der letzten Lebenswoche des Erretters Fragen zu seiner Rückkehr auf die Erde hatten (siehe Joseph Smith – Matthäus 1:4). Wenn sich die Schüler mit der Antwort des Erretters an seine Apostel befassen, sollen sie dabei auch auf mögliche Antworten auf ihre eigenen Fragen und Sorgen achten.
Hinweis: Bei Joseph Smith – Matthäus in der Köstlichen Perle handelt es sich um Joseph Smiths inspirierte Übersetzung oder Überarbeitung von Matthäus 24. Es kann hilfreich sein, an dieser Stelle den Abschnitt „Was können wir aus Joseph Smith – Matthäus lernen?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament zu lesen, damit die Schüler verstehen, inwiefern die Joseph-Smith-Übersetzung Matthäus 24 klarer macht. (Siehe die Kompetenz „Anhand der Schriften der Wiederherstellung die Bibel besser verstehen“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium.)
Bitten Sie die Schüler, Joseph Smith – Matthäus 1:22,23,27-33 allein oder zu zweit zu lesen. Sie sollen dabei auf vom Erretter erwähnte Zeichen, achten, die seinem Zweiten Kommen vorausgehen. Nachdem die Schüler die Verse gelesen haben, sollen sie die Zeichen nennen, die sie gefunden haben. Sie können diese Zeichen dann an der Tafel auflisten und die folgenden Fragen dazu stellen:
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Warum könnten einige dieser Zeichen uns Angst machen oder beunruhigen?
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Warum hat der Erretter diese Zeichen wohl genannt? (Bei Bedarf lassen Sie die Schüler Vers 22 und 23 noch einmal lesen, damit sie eine Wahrheit wie diese herausarbeiten können: Der Erretter hat die Zeichen offenbart, die seinem Zweiten Kommen vorausgehen, damit sein Bundesvolk nicht beunruhigt sein würde.) Um mehr darüber zu erfahren, wer die Auserwählten sind, siehe „Joseph Smith – Matthäus 1:22. Wer sind die ‚Auserwählten gemäß dem Bund?‘“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament.
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Was vermittelt dir das Wissen, dass Jesus Christus diese Zeichen lange vor seinem Zweiten Kommen offenbart hat, über ihn?
Bitten Sie die Schüler, in Kleingruppen die folgende Aufgabe zu bearbeiten, damit sie den Ereignissen, die sich vor dem Zweiten Kommen des Erretters ereignen, mit größerem inneren Frieden entgegensehen. Zeigen Sie das Folgende oder teilen Sie es als Arbeitsblatt aus.
Zum Abschluss könnten Sie gemeinsam mit den Schülern die folgende Aussage von Präsident Russell M. Nelson lesen und besprechen:
Meine lieben Brüder und Schwestern: Viel Wunderbares liegt noch vor uns. Die Tage werden kommen, da sich die Macht des Erretters in einer Großartigkeit kundtun wird, wie es die Welt noch nie gesehen hat. Zwischen dem heutigen Tag und der Zeit, da er „mit Macht und großer Herrlichkeit“ [Joseph Smith – Matthäus 1:36] zurückkehren wird, wird der Erretter den Glaubenstreuen unzählige Vorzüge, Segnungen und Wunder erweisen. („Die Welt überwinden und Ruhe finden“, Liahona, November 2022, Seite 95)
Bitten Sie die Schüler, an geistige Eindrücke zu denken, die sie hatten, als sie sich mit diesen Wahrheiten befasst und darüber gesprochen haben. Ermuntern Sie sie, Eingebungen, die sie erhalten, aufzuschreiben und sie auch in die Tat umzusetzen.
Wie kann ich mich auf das Zweite Kommen Jesu Christi vorbereiten?
Sie könnten die Schüler zunächst fragen, was ihrer Meinung nach das Wichtigste in ihrem Leben ist. Zeigen Sie dann dieses Zitat von Elder D. Todd Christofferson:
[Es ist] von überragender Bedeutung …, die Welt auf das Zweite Kommen des Herrn Jesus Christus vorzubereiten. („Vorbereitung auf die Wiederkehr des Herrn“, Liahona, Mai 2019, Seite 81)
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Warum ist es wohl „von überragender Bedeutung“, die Welt auf das Zweite Kommen des Erretters vorzubereiten?
Bitten Sie die Schüler, zu überlegen, wie oft sie sich darüber Gedanken machen, wie sie sich und andere auf das Zweite Kommen des Erretters vorbereiten können. Erklären Sie, dass der Erretter in Matthäus 25 drei Gleichnisse erzählt, aus denen hervorgeht, wie wir uns auf sein Zweites Kommen vorbereiten können.
Sie können dazu auch das Arbeitsblatt „Gleichnisse zur Vorbereitung auf das Zweite Kommen des Erretters“ austeilen und die Klasse in kleine Gruppen einteilen. Weisen Sie dann jeder Gruppe eines der Gleichnisse zu und bitten Sie die Schüler, das Arbeitsblatt gemeinsam zu bearbeiten. Bei Bedarf können Sie eines der Gleichnisse gemeinsam als Klasse durchgehen, um die Arbeitsschritte auf dem Arbeitsblatt vorzuführen.
Das Lehren und Lernen verbessern
Erkennen, wie man Kleingruppengespräche unterstützen kann. Beobachten Sie die Zusammenarbeit der Schüler in den Kleingruppen und stellen Sie fest, wann sie sie dabei unterstützen sollten. Bieten Sie ihnen zum Beispiel Anleitung, Ermutigung und Erkenntnisse an.
Wenn die Schüler genügend Zeit zum Lesen hatten, bitten Sie jede Gruppe, die Wahrheit, die sie herausgearbeitet haben, an die Tafel zu schreiben. Die Schüler könnten zum Beispiel Wahrheiten wie diese herausfinden:
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Ich kann mich auf das Zweite Kommen des Erretters vorbereiten, indem ich beständig danach strebe, mein Zeugnis von Jesus Christus zu festigen und mich zu ihm zu bekehren (siehe Matthäus 25:1-13).
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Ich kann mich auf das Zweite Kommen des Erretters vorbereiten, indem ich die Gaben und Fähigkeiten, die Gott mir gegeben hat, treu nutze (siehe Matthäus 25:14-30).
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Ich kann mich auf das Zweite Kommen des Erretters vorbereiten, indem ich meine Mitmenschen liebe und ihnen diene (siehe Matthäus 25:31-46).
Ermuntern Sie die Schüler, sich darüber auszutauschen, wie wir uns auf das Zweite Kommen des Herrn vorbereiten können, indem wir die von ihnen herausgearbeitete Wahrheit anwenden. Hören Sie aufmerksam zu und überlegen Sie, ob eine der folgenden Fragen zur Vertiefung beitragen könnte:
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Hast du schon einmal miterlebt, wie jemand diesen Grundsatz angewandt hat?
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Inwiefern kann es deinen Wunsch stärken, dass der Erretter wiederkehrt, wenn du nach diesem Grundsatz lebst?
Geben Sie den Schülern dann Zeit, aufzuschreiben, was sie tun wollen, um sich auf die Wiederkehr des Herrn vorzubereiten. Wenn die Zeit es zulässt, können Sie ein paar Schüler bitten, der Klasse vorzustellen, was sie aufgeschrieben haben.
Was kann ich dem Herrn anbieten?
Sie könnten diese Aussage an die Tafel schreiben: Ich habe nicht viel anzubieten.
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Aus welchen Gründen könnten wir uns so fühlen?
Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wann sie sich schon einmal so gefühlt haben. Lassen Sie sie ihre Erfahrungen aufschreiben. Ermuntern Sie die Schüler, alle Eingebungen aufzuschreiben, die sie vom Heiligen Geist erhalten, während sie sich mit der Geschichte vom Opfer der Witwe befassen.
Sie könnten hier das folgende Bild zeigen. Erklären Sie, dass sich zur Zeit des Erretters in einem der Innenhöfe des Tempels Truhen befanden, in die man Geldspenden für den Opferkasten des Tempels werfen konnte. Ein Scherflein war eine kleine Kupfermünze und ein sehr kleiner Geldbetrag (siehe „Markus 12:41-44. Was war ein Scherflein?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament).
Bitten Sie die Schüler, Markus 12:41-44 zu lesen oder das Video „Was Jesus über das Opfer der Witwe sagt“ (1:14) anzusehen. Sie sollen dabei darauf achten, wie der Herr die Opfergabe der Witwe bewertete.
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Was lernen wir hier darüber, wie der Herr unsere Opfergaben betrachtet? (Die Schüler nennen vielleicht einen Grundsatz wie diesen: Der Herr nimmt unsere Opfergaben an und schätzt sie, wenn wir ihm bereitwillig geben, was wir haben.)
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Welche Arten von Opfern können wir dem Herrn darbringen? (Helfen Sie den Schülern, auf Beispiele für Kleines und Einfaches zu kommen.)
Zeigen Sie gegebenenfalls diese Aussage von Elder Dieter F. Uchtdorf:
Mit dieser einfachen Beobachtung [in Bezug auf eine Witwe, zwei kleine Münzen gab] führt uns der Erretter vor Augen, wie in seinem Reich Opfergaben bemessen werden, und das ist ganz anders, als wie wir normalerweise etwas bemessen. Für den Herrn bemisst sich der Wert der Spende nicht an ihrem finanziellen Wert, sondern an der Wirkung, die sie auf das Herz des Spenders hat. („Unser Ganzes von Herzen“, Liahona, Mai 2022, Seite 122)
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Wie kann es sich auf dein Handeln auswirken, wenn du bedenkst, wie der Erretter deine Opfergaben misst?
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Wann hast du schon einmal gespürt, dass der Herr eine Opfergabe, die du ihm dargebracht hast, angenommen hat? Was für eine Wirkung hatte das auf dich?
Bitten Sie die Schüler, sich eine Opfergabe zu überlegen, das sie dem Herrn darbringen könnten. Legen Sie ihnen ans Herz, dabei jede Eingebung zu befolgen, die sie empfangen.