Kurse zu den heiligen Schriften
Matthäus 5; Lukas 6


„Matthäus 5; Lukas 6“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025

Jesus spricht zu einer Gruppe Menschen

Matthäus 5; Lukas 6

Die Bergpredigt enthält einige der tiefgründigsten Lehren des Erretters. Diejenigen, die die Predigt hörten, waren „voll Staunen über seine Lehre“ (Matthäus 7:28). In Matthäus 5 und Lukas 6:17-49 spricht der Erretter über die Seligpreisungen und das höhere Gesetz des Evangeliums. Diese Lehren sind so wichtig, dass der Erretter sie den Nephiten und Lamaniten gegenüber wiederholte, als er ihnen nach seiner Auferstehung erschien (siehe 3 Nephi 12 bis 15).

Zusatzmaterial

Studienhilfen zum Neuen Testament, „Matthäus 5; Lukas 6“

Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Bin ich ein glücklicher Mensch? Lest Matthäus 5:1-12 und denkt darüber nach, was der Herr euch über Glück und Freude sagen kann.

  • Lest Matthäus 5:13-16 und schaut euch dann gegebenenfalls das Video „Let Your Light So Shine“ (0:42; in englischer Sprache) an. Denkt darüber nach, welchen Einfluss ihr auf andere habt.

    0:43
  • Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, was ihr tun könntet, um mehr wie der Erretter zu sein? Lest Matthäus 5:17-48 und denkt darüber nach, inwiefern Jesus das höhere Gesetz des Evangeliums beispielhaft verkörpert.

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Matthäus 5 und Lukas 6 entdeckt haben.

Icon „Fertigkeiten üben“
Fertigkeiten üben

Bei Matthäus 5:13-16 lässt sich die Fertigkeit „Symbolik verstehen“ gut anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium).

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Matthäus 5:1-12

Wie kann ich glücklicher werden?

Sie könnten das folgende Fallbeispiel vorlesen:

Nachdem die Missionare Jannis die Gebote erklärt haben, fordern sie ihn auf, sich taufen zu lassen. Nach einer langen Pause sagt er: „Nein, ich glaube nicht, dass das das Richtige für mich ist. Da müsste ich ja alles aufgeben, was mich glücklich macht.“

  • Wie schätzt ihr seine Auffassung, was Glücklichsein bedeutet, ein?

Erklären Sie, dass der Erretter in der Bergpredigt zum ersten Mal über neun Lehren spricht, die „Seligpreisungen“ genannt werden. Lassen Sie die Schüler Matthäus 5:3-12 überfliegen und das Wort suchen, mit dem jede Seligpreisung beginnt. Das Wort selig bedeutet „gut, glücklich, erlöst“ (siehe auch „Matthäus 5:3-12. Was sind die Seligpreisungen?“, Studienhilfen zum Neuen Testament).

Sie könnten die folgende Wahrheit zeigen: Wenn wir bestrebt sind, uns die in den Seligpreisungen beschriebenen Eigenschaften anzueignen, können wir zu Christus kommen und große Freude erfahren.

Vielleicht möchten Sie die Schüler bitten, Matthäus 5:3-12 noch einmal durchzulesen und eine Seligpreisung auszuwählen, mit der sie sich eingehender befassen möchten. Teilen Sie dazu das zugehörige Arbeitsblatt aus. (Bei diesem Arbeitsblatt üben sich die Schüler in den Fertigkeiten „Die Bedeutung von Wörtern und Formulierungen herausfinden“ und „Zum besseren Verständnis Lehren von Führern der Kirche hinzuziehen“ aus der Schulung Kompetenzen für das Schriftstudium.)

Arbeitsblatt: Die Seligpreisungen

Die Schüler können sich in kleinen Gruppen oder alle gemeinsam darüber austauschen, was sie über die Seligpreisung, mit der sie sich befasst haben, herausgefunden haben. Ermuntern Sie die Schüler, von eigenen Erfahrungen zu berichten, wie sie dadurch, dass sie Grundsätze aus den Seligpreisungen angewandt haben, zu Christus gekommen sind und größere Freude erlebt haben.

Geben Sie ihnen Zeit, nachzudenken und aufzuschreiben, wie sie sich bewusster darum bemühen können, sich die Eigenschaft anzueignen, mit der sie sich befasst haben.

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Matthäus 5:13-16

Welche Art Einfluss erwartet Jesus Christus von mir in der Welt?

Sie könnten die folgenden Bilder von Salz und Licht zeigen:

Ein Häufchen Salz neben einem offenen, umgekippten Salzstreuer
Jesus Christus entzündet die Öllampe einer Frau

Das Geschenk des Lichts, Darstellung von Eva Timothy

Bitten Sie einen Teil der Schüler, darüber nachzudenken, was der Erretter durch das Symbol des Salzes in Matthäus 5:13 lehrt. Bitten Sie den anderen Teil der Klasse, darüber nachzudenken, was er durch das Symbol des Lichts in Matthäus 5:14-16 lehrt. Sie können die folgenden Fragen zeigen und durchgehen, um den Schülern beim Deuten der Symbole zu helfen (siehe dazu auch „Symbolik verstehen“, Kompetenzen für das Schriftstudium).

  1. Welcher Vergleich wird in der Schriftstelle, mit der ihr euch gerade befasst, gezogen?

  2. Welche Hinweise zur Bedeutung des Symbols findet ihr in der Schriftstelle selbst, in den Fußnoten und im Schriftenführer? (Die Schüler, die sich mit dem Vers über Salz befassen, könnten auch den Abschnitt „Matthäus 5:13. Was bedeutet es, das Salz der Erde zu sein?“ in den Studienhilfen zum Neuen Testament lesen.)

  3. Was lehrt der Erlöser durch dieses Symbol?

Nachdem Sie den Schülern genügend Zeit gegeben haben, könnten Sie einige der folgenden Fragen stellen:

  • Auf welche Weise können Jünger Jesu Christi die gleichen Merkmale wie gutes Salz aufweisen? Wie können wir unseren „Geschmack“ oder positiven Einfluss verlieren?

  • Was bedeutet es, sein Licht leuchten zu lassen? (Die Schüler nennen vielleicht eine Wahrheit wie diese: Unser rechtschaffenes Beispiel als Jünger Jesu Christi kann andere dazu anregen, den Vater im Himmel zu verherrlichen.) Sie könnten die Lehre des Erretters in 3 Nephi 18:24,25 lesen und besprechen, wie diese Worte unser Verständnis von Matthäus 5:14-16 erweitern.

  • Denkt an jemanden, den ihr als „Salz der Erde“ oder als „Licht der Welt“ bezeichnen würdet. Wie hat das rechtschaffene Beispiel dieses Menschen euch oder andere zum Guten beeinflusst? (Es kann hilfreich sein, sich das Video „Shine Your Light So Others Can See“ [3:19; in englischer Sprache] anzusehen und zu besprechen.)

    3:20

Ermuntern Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie einen guten Einfluss auf andere ausüben können – auch in den sozialen Medien. Damit es den Schülern leichterfällt, darüber nachzudenken, welchen guten Einfluss sie haben oder haben können, können Sie diese Aussage von Präsidentin Susan H. Porter zeigen und vorlesen:

Präsidentin Susan H. Porter

Wie viel Licht bedarf es, um die Dunkelheit in einem Raum zu durchdringen? Eines kleinen Strahls. Und dieser Lichtstrahl an einem dunklen Ort kann von der Macht Gottes in Ihnen ausgehen.

Auch wenn Sie sich allein fühlen, wenn die Stürme des Lebens toben, können Sie die Dunkelheit erhellen, die Missverständnisse, Verwirrung und Unglauben verursachen. Ihr Licht des Glaubens an Christus kann beständig und zuverlässig leuchten und Ihre Mitmenschen hin zu Sicherheit und Frieden führen. …

Herzen können gewandelt und Segnungen über viele Menschen ausgeschüttet werden, wenn wir eine Prise Salz … und einen Lichtstrahl beisteuern. („Lektionen an Jesu Brunnen“, Liahona, Mai 2022, Seite 61)

Fordern Sie die Schüler auf, sich einen Punkt zu überlegen, was sie tun können oder weiterhin tun wollen, um die Erwartung des Erretters zu erfüllen, dass wir wie Salz und ein Licht für die Welt sind.

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Matthäus 5:17-48; Lukas 6:27-38

Wie kann es mein Leben verändern, wenn ich das höhere Gesetz des Herrn lebe?

Zeigen und besprechen Sie die folgende Aussage von Präsident Dallin H. Oaks:

Präsident Dallin H. Oaks

Im Gegensatz zu den weltlichen Institutionen, die uns lehren, etwas zu wissen, fordert uns das Evangelium Jesu Christi dazu auf, etwas zu werden. („Werden – unsere Herausforderung“, Liahona, Januar 2001, Seite 40)

Weisen Sie darauf hin, dass Jesus Christus in Matthäus 5 ein höheres Gesetz gegeben hat, das über das Gesetz des Mose hinausging. Die Schüler sollen Matthäus 5:17-20,48 lesen und herausfinden, wie wir unser Leben verändern können, wenn wir nach dem höheren Gesetz leben. (Verdeutlichen Sie den Schülern: Wenn wir uns bemühen, nach dem höheren Gesetz zu leben, werden wir mehr wir der Vater im Himmel.)

Sie könnten das beigefügte Arbeitsblatt verwenden, um den Schülern zu helfen, sich mit dem höheren Gesetz des Erretters zu befassen und einander darüber zu unterrichten. Teilen Sie dazu die Klasse in fünf Gruppen, eine für jedes Thema. Jede Gruppe hat dann die Aufgabe, sich vorzubereiten und den Rest der Klasse zu unterrichten. Alternativ können Sie jedem Schüler eines der fünf Themen zuweisen. Die Schüler sollen dann mit denen, die sich mit den anderen Themen befasst haben, eine Gruppe bilden. So können sich die Schüler darauf vorbereiten, den anderen in der Gruppe ihr Thema nahezubringen.

Arbeitsblatt: Das Evangelium Jesu Christi – ein höheres Gesetz

Anstatt die Schüler zu bitten, von ihren Gruppengesprächen zu berichten (oder im Anschluss daran), können Sie sie bitten, einen der Grundsätze auszuwählen, die der Erretter gelehrt hat, und darüber nachzudenken, was sie tun können, um besser nach diesem Grundsatz zu leben.

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