Kurse zu den heiligen Schriften
Matthäus 11 und 12; Lukas 11


„Matthäus 11 und 12; Lukas 11“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025

Buntglas-Darstellung im Besucherzentrum des Rom-Tempels in Italien von Menschen, die zum Erretter kommen

Matthäus 11 und 12; Lukas 11

Als Jesus in Galiläa lehrte und heilte, bezeugte er, dass Johannes der Täufer gesandt wurde, um ihm den Weg zu bereiten. Der Erretter verhieß all denen Ruhe, die zu ihm kommen, eine Bündnisbeziehung mit ihm eingehen und von ihm lernen. Außerdem widersprach er falschen Lehren der Pharisäer, indem er erklärte, dass ein Reich, das in sich gespalten ist, fallen wird und dass unsere Worte widerspiegeln, was in unserem Herzen vorgeht.

Zusatzmaterial

Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament, „Matthäus 11 und 12; Lukas 11“

In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Lies Matthäus 11:7-10 und denk darüber nach, was Johannes den Täufer zu einem so großen Propheten gemacht hat. Denk darüber nach, welche Rolle der lebende Prophet des Herrn in deinem Leben spielt.

  • Denk an eine Zeit zurück, als du dich nach Ruhe oder mehr Frieden gesehnt hast. Was erfährst du aus Matthäus 11:28-30 darüber, wie du eine solche Segnung erlangen kannst? Du kannst auch nachschlagen, was Führer der Kirche über diese Schriftstelle gesagt haben, und dich darauf vorbereiten, zu erzählen, was du erfahren hast.

  • Lies Matthäus 12:22-30 und denk über diese Worte des Erretters nach: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich.“ (Vers 30.) Was bedeutet es für dich, mit dem Erretter zu sein?

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Matthäus 11 und 12 sowie Lukas 11 entdeckt haben.

Icon „Fertigkeiten üben“
Fertigkeiten üben

Matthäus 11:2-15 und Matthäus 11:28-30 könnten hilfreich sein, um die Kompetenz „Zum besseren Verständnis Lehren von Führern der Kirche hinzuziehen“ einzusetzen (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium.

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Matthäus 11:2-15

Warum sollte ich den Propheten des Herrn Beachtung schenken?

Sie könnten ein Bild von Johannes dem Täufer aus den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament zeigen und erklären, dass seine Anhänger ihn weiterhin als Propheten schätzten, obwohl er von Herodes ins Gefängnis geworfen wurde. Johannes schickte zwei seiner Anhänger zu Jesus, damit sie ihm einige Fragen stellten.

Lesen Sie gemeinsam Matthäus 11:2-6 und achten Sie dabei darauf, was Jesus den Jüngern von Johannes dem Täufer antwortete.

  • Johannes hatte bereits ein Zeugnis davon, wer Jesus war (siehe Matthäus 3:13-17; Lehre und Bündnisse 93:11,15). Warum hat Johannes dann wohl seine Jünger ausgesandt, um zu fragen, ob Jesus der verheißene Messias sei?

  • Was lernen wir aus dem Verhalten des Johannes über die Aufgabe eines Propheten? (Helfen Sie den Schülern, diese Wahrheit zu erkennen: Die Propheten weisen uns auf den Erretter hin.)

  • Was habt ihr von den Propheten des Erretters über ihn gelernt? Wie haben sie euch auf ihn hingewiesen?

Erklären Sie den Schülern, dass Jesus Johannes dem Täufer, nachdem dessen Jünger gegangen waren, mit wunderschönen Worten Anerkennung zollte. Bitten Sie die Schüler, Matthäus 11:7-15 zu lesen und herauszufinden, was Jesus über Johannes gesagt hat.

Weisen Sie bei Bedarf darauf hin, dass Johannes der prophezeite Bote war, der den Weg dafür bereitet hat, dass die Menschen Jesus Christus annehmen können (siehe Vers 10). Sie könnten eine Wahrheit wie diese an die Tafel schreiben: Die Propheten bereiten uns darauf vor, Jesus Christus anzunehmen.)

Sie könnten die folgenden Aussagen von Elder Neil L. Andersen und Carol F. McConkie vorlesen:

Elder Neil L. Andersen

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass mein Glaube an den Herrn Jesus Christus immer zunimmt, wenn ich mich gebeterfüllt mit den Worten des Propheten Gottes befasse und meinen Willen umsichtig und geduldig an seinen inspirierten Worten geistig ausrichte. („Der Prophet Gottes“, Liahona, Mai 2018, Seite 27)

Carol F. McConkie

Alles, was [die Propheten] tun, geschieht im Namen Jesu Christi. In ihren Worten hören wir die Stimme des Herrn und spüren wir die Liebe des Heilands. („Nach den Worten der Propheten leben“, Liahona, November 2014, Seite 77f.)

Sie könnten die Kompetenz „Zum besseren Verständnis Lehren von Führern der Kirche hinzuziehen“ üben (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium), indem Sie die Schüler bitten, in einer aktuellen Generalkonferenzansprache ein Beispiel dafür zu finden, wie ein Prophet uns auf Jesus Christus hinweist oder uns darauf vorbereitet, ihn anzunehmen. Danach sollen sich die Schüler in Kleingruppen über die Beispiele austauschen, die sie gefunden haben.

Sie können den Schülern auch Zeit geben, die Worte eines Propheten, auf die sie gestoßen sind, an andere weiterzugeben – per Textnachricht, über soziale Medien, per E-Mail oder mittels einer handschriftlichen Nachricht. Sie können an die Betreffenden weitergeben, inwiefern die Worte eines Propheten ihren Glauben an Jesus Christus gestärkt haben.

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Matthäus 11:28-30

Wie kann der Erretter mir helfen, Ruhe zu finden?

Sie könnten die Schüler bitten, den Begriff „Ruhe“ zu definieren. Sie können sich auch mit dem Eintrag zum Stichwort „Ruhe“ im Schriftenführer befassen, der im Archiv Kirchenliteratur zu finden ist.

Lesen Sie gemeinsam Matthäus 11:28-30. Geben Sie den Schülern anschließend Zeit, diese Verse noch einmal zu lesen und dabei auf die Aufforderungen des Erretters zu achten, die uns ermöglichen, Ruhe zu finden.

Erarbeiten Sie mit den Schülern eine Wahrheit wie diese: Wenn wir zu Jesus Christus kommen, sein Joch auf uns nehmen und von ihm lernen, verschafft er uns Ruhe.

Damit die Schüler ein tieferes Verständnis dieser Wahrheit erlangen, können Sie sie die Kompetenz „Zum besseren Verständnis Lehren von Führern der Kirche hinzuziehen“ üben lassen (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium). Die Schüler könnten in Hilfen wie dem Archiv Kirchenliteratur oder dem Scripture Citation Index auf scriptures.byu.edu (in englischer Sprache) nach Aussagen von Propheten und anderen Führern der Kirche suchen, die sich auf Matthäus 11:28-30 beziehen. Die Schüler könnten in diesen Hilfen auch nach Begriffen und Formulierungen wie „kommt zu mir“, „Joch“, „lernt von mir“, „Güte“ oder „Ruhe“ suchen.

Nachdem die Schüler genügend Zeit hatten, nach Aussagen und Formulierungen zu suchen, sollen sie sich zu zweit, in Kleingruppen oder als Klasse darüber austauschen, was sie herausgefunden haben. Fragen Sie sie, inwiefern sie durch diese Aussagen ein tieferes Verständnis von Matthäus 11:28-30 erlangen. Die Schüler könnten Fragen wie diese besprechen:

  • Wie können wir zum Erretter kommen?

  • Was bedeutet es, sein Joch auf uns zu nehmen? Inwiefern ist das Joch ein Symbol für unsere Bündnisbeziehung zu Jesus Christus? (Bei Bedarf können sich die Schüler das Bild eines Jochs ansehen und die Beschreibung in „Matthäus 11:28-30. Wofür steht ein Joch?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament lesen.)

  • Was bedeutet es, vom Erretter zu lernen? Wie können wir das noch besser umsetzen? Warum erwähnt der Erretter wohl ausdrücklich, dass er „gütig und von Herzen demütig“ ist? (Vers 29.)

Das Lehren und Lernen verbessern

Geben Sie den Lernenden die Gelegenheit, Zeugnis zu geben. Ein aufrichtiges Zeugnis kann eine Lernerfahrung verändern. Ein Zeugnis muss nicht eindrucksvoll formuliert oder ausführlich sein, um Wirkung zu erzielen. Achten Sie bei einer Lernerfahrung auf Momente, in denen die Schüler auf ganz natürliche Weise darüber sprechen können, woran sie glauben, was sie hoffen oder was sie durch die Macht des Heiligen Geistes wissen. Ein Zeugnis kann besonders machtvoll sein, wenn man vor allem auf Jesus Christus und sein Evangelium eingeht.

Geben Sie den Schülern etwas Zeit, um Zeugnis für die in Matthäus 11:28-30 zu findende Wahrheit zu geben. Die Schüler könnten auch davon erzählen, auf welche Weise sie die Ruhe des Erretters schon selbst erfahren haben.

Lassen Sie die Schüler auch ihre Eindrücke dazu aufschreiben, wie sie mehr von der Ruhe empfangen können, die Jesus Christus uns schenken kann.

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Matthäus 12:22-30; Lukas 11:14-23

Wie kann ich meine Hingabe an den Erretter und sein Reich vergrößern?

Erinnern Sie die Schüler daran, dass einige Pharisäer versuchten, Jesus in Verruf zu bringen, als er jemanden geheilt hatte, der von einem Dämon besessen war. Sie beschuldigten ihn, das Wunder durch die Macht des Teufels vollbracht zu haben (siehe Matthäus 12:22-24).

Lesen Sie gemeinsam Matthäus 12:25-30 oder Lukas 11:17-23 und lassen Sie die Schüler darauf achten, wie der Erretter auf die Anschuldigung der Pharisäer reagiert. Die Schüler könnten sich auch das Bibelvideo „Jedes Reich, das in sich gespalten ist“ von Minute 0:00 bis Minute 2:28 ansehen.

5:56
  • Welche wichtigen Botschaften entnehmt ihr den Worten des Erretters?

Zeigen Sie die folgende Aussage Jesu aus Matthäus 12:30: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“

  • Was bedeutet es deiner Meinung nach, mit dem Herrn zu sein? Auf welche Weise können wir mit ihm sammeln?

  • Warum sind wir gegen den Erretter, wenn wir nicht mit ihm sind?

Zeigen Sie gegebenenfalls diese Aussage von Elder Gary B. Sabin:

Elder Gary B. Sabin

Bei der Taufe werden wir vollständig untergetaucht – zum Zeichen unseres Versprechens, dem Erretter voll und ganz zu folgen und nicht nur halbherzig. Wenn wir uns voll und ganz verpflichten und mit ganzem Herzen dabei sind, erbebt der Himmel zu unserem Guten [siehe Lehre und Bündnisse 21:6]. Wenn wir lau sind oder uns nur teilweise verpflichten, entgehen uns einige der kostbarsten Segnungen des Himmels [siehe Offenbarung 3:15,16]. („Innerlich immer wieder aufstehen und mit ganzem Herzen dabei sein“, Liahona, Mai 2017, Seite 52)

  • Wie können wir „mit ganzem Herzen dabei“ sein, uns also voll und ganz dem Erretter verschreiben?

  • Welche Beispiele für Menschen, die sich voll und ganz dem Erretter und seinem Werk verschrieben haben, kennst du?

Sie könnten den Schülern Zeit geben, über ihre persönliche Hingabe an den Erretter nachzudenken. Bitten Sie sie, sich eine Möglichkeit zu überlegen, wie sie ihre Hingabe an ihn vergrößern oder vertiefen können.

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Matthäus 12:34-37

Was verraten meine Worte über die Absichten meines Herzens?

Zeigen Sie diese Sätze:

  • „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ (Markus 4:38).

  • „Vater, … nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ (Lukas 22:42.)

  • „Wenn du Gottes Sohn bist, rette dich selbst und steig herab vom Kreuz!“ (Matthäus 27:40.)

  • „Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, steh auf und geh umher.“ (Apostelgeschichte 3:6.)

Bitten Sie die Schüler, in Zweiergruppen zu besprechen, was die Worte in den einzelnen Sätzen über diejenigen aussagen, die sie gesprochen haben. Im Anschluss könnten Sie gemeinsam diese Frage diskutieren:

  • Was habt ihr darüber gelernt, wie wichtig es ist, was für Worte ihr sprecht?

Dann lesen Sie Matthäus 12:34-37 und besprechen, was der Erretter die Pharisäer über die Worte, die wir sprechen, gelehrt hat. (Vielleicht müssen Sie an dieser Stelle erklären: „Wovon das Herz überfließt“ (Vers 34) bedeutet „was das Herz erfüllt“ und mit „unnützes Wort“ (siehe Vers 36) sind in diesem Zusammenhang gedankenlose, nutzlose Worte gemeint sind, die böswillig gesprochen werden oder schädlich sind.)

Im Laufe des Unterrichtsgesprächs könnten die Schüler eine Wahrheit wie diese herausarbeiten: Unsere Worte spiegeln wider, was in unserem Herzen vorgeht.

  • Was entnehmen wir den Worten des Erretters – denen während seines Wirkens und den heutigen – darüber, was in seinem Herzen vorgeht?

  • Wie können wir unsere eigene Ausdrucksweise und unsere Botschaften an uns selbst und andere verbessern?

Vielleicht möchten Sie Zeugnis für die Macht der Worte geben. Bitten Sie ein paar Schüler, ebenfalls Zeugnis zu geben.

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