„Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut: Einführung in den Kurs“, Lehrerleitfaden für das Institut, 2025
„Einführung in den Kurs“, Lehrerleitfaden für das Institut
Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut
(REL 211, 212, CFM-NT)
Einführung in den Kurs
Das Ziel von Seminar und Institut
„Unser Ziel ist es, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen dabei zu helfen, ihre Bekehrung zu Jesus Christus und seinem wiederhergestellten Evangelium zu vertiefen, sich für die Segnungen des Tempels würdig zu machen und sich selbst, ihre Familie und andere auf das ewige Leben beim Vater im Himmel vorzubereiten.“ (Das Ziel von Seminar und Institut, Archiv Kirchenliteratur.)
Wie trägt dieser Kurs dazu bei, das Ziel von Seminar und Institut zu erfüllen?
Dieser Kurs kann den Schülern dabei helfen, durch das Studium des Neuen Testaments ihren Glauben an Jesus Christus und ihre Bekehrung zu ihm zu vertiefen. Das Lehrermaterial soll den Lehrern helfen, Lernerfahrungen zu schaffen, die auf Christus ausgerichtet sind, auf den heiligen Schriften basieren und sich an den Schülern orientieren. Lehrer und Schüler können gemeinsam eine geistige Atmosphäre schaffen, in der sie dazu angeregt werden, Fragen zu stellen, Gedanken auszutauschen und das Gelernte in die Tat umzusetzen.
Was erwartet die Schüler in diesem Kurs?
Dieser Kurs soll den Schülern helfen, dem Vater im Himmel und Jesus Christus näherzukommen, indem sie dazu ermuntert werden:
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täglich in den heiligen Schriften zu lesen
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ihr Verständnis von den Wahrheiten im Neuen Testament zu vertiefen
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Fertigkeiten zu üben, mit denen sie die heiligen Schriften besser verstehen können
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Fragen zu den heiligen Schriften zu stellen und davon zu erzählen, was sie herausgefunden haben
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nach den Evangeliumsgrundsätzen zu handeln, die sie den heiligen Schriften entnehmen
Wie ist der Kurs aufgebaut?
Dieser Kurs unterstützt die jungen Erwachsenen bei ihrem Studium des Neuen Testaments. Das Lehrermaterial 1.) hilft den Lehrern, das persönliche Studium zu fördern, 2.) sieht Zeit für die Schüler vor, um Fragen zu stellen und von Erkenntnissen aus ihrem Schriftstudium zu berichten, 3.) umfasst Kompetenzen für das Schriftstudium, mit denen die Schüler mehr Eigenständigkeit beim Lernen des Evangeliums entwickeln können, und 4.) enthält Vorschläge für passende Lernaufgaben, mit denen man auf die Bedürfnisse der Schüler eingehen kann. Das Lehrermaterial unterstützt die Schüler dabei, das Tempo, den Fluss und den Schwerpunkt ihres Lernens mitzubestimmen.
Das Lehrermaterial ist auf den Lehrplan Komm und folge mir nach! abgestimmt. Es gibt 51 Lektionen – eine für jede Woche des Jahres, mit Ausnahme der Wochen um Ostern und Weihnachten. So können Beginn und Ende der Kurse an der zeitlichen Planung und den Bedürfnissen vor Ort ausgerichtet werden. Das Material eignet sich auch für den herkömmlichen Ablauf eines 14-wöchigen Semesters der Religionskurse 211 und 212. Die Unterrichtspläne für die Religionskurse 211 und 212 finden sich am Ende dieser Einführung. Die Lehrer können auch mehrere Lektionen aus diesem Leitfaden kombinieren, um den Unterricht zu kürzen und komprimierter zu gestalten. Die Lektionen zum Buch Offenbarung können beispielsweise in einem fünf- bis siebenwöchigen Workshop verwendet werden.
Die erste Lektion, „Der lebendige Christus“, kann zu einem beliebigen Zeitpunkt durchgenommen werden. Sie könnten sie zum Beispiel als erste Lektion, in der Osterwoche, nach dem Studium der vier Evangelien oder ganz zum Schluss durchnehmen.
Wie sind die Lektionen aufgebaut?
Die folgenden Elemente aus dem Lehrermaterial können Ihnen dabei helfen, eine passende, auf die Schüler ausgerichtete Lernerfahrung zu schaffen:
Das persönliche Studium fördern
Jede Lektion enthält Anregungen dazu, wie man das persönliche Studium fördern kann. Präsident Russell M. Nelson hat erklärt:
Dass wir uns täglich in das Wort Gottes vertiefen, ist für unser geistiges Überleben unverzichtbar, besonders in dieser Zeit zunehmender Umwälzungen. Wenn wir uns täglich an den Worten Christi weiden, werden uns die Worte Christi sagen, wie wir mit Schwierigkeiten umgehen sollen, an die wir niemals gedacht hätten. („Ihn höre!“, Liahona, Mai 2020, Seite 89)
Überlegen Sie, wie Sie die Schüler auffordern, ermuntern und ihnen helfen wollen, sich die ganze Woche über mit den heiligen Schriften zu befassen. Beispielsweise könnten Sie die Schüler mit Textnachrichten daran erinnern, sich mit dem Schriftblock für die Woche zu befassen und sich darauf vorzubereiten, im Unterricht Fragen zu stellen und von Erkenntnissen zu erzählen. Anregungen für solche Nachrichten finden Sie am Anfang jedes Unterrichtskonzepts. Sie entsprechen oft einer der Optionen in der Aufgabenauswahl.
Hier Beispiele für Nachrichten, die Sie den Schülern in Zusammenhang mit Johannes 1 schicken könnten:
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Denkt darüber nach, was ihr aus den Aufgaben und Titeln Jesu Christi, die ihr in Johannes 1:1-14 gefunden habt, über ihn lernen könnt.
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Lest Johannes 1:35-51, um zu erfahren, warum es wichtig ist, andere einzuladen, zu Christus zu kommen. Vielleicht möchtet ihr diese Woche jemanden einladen, mit euch zum Institut zu kommen?
Indem Sie die Schüler bitten, Ihnen Fragen zu dem Schriftblock zu schicken, können Sie außerdem herausfinden, was für Bedürfnisse sie haben. Bei anderen Gelegenheiten könnten Sie die Schüler per Textnachricht bitten, schon vor dem Unterricht mit Mitschülern über ein Thema zu sprechen. Überlegen Sie, wie Sie den Schülern helfen können, ihre Ziele für das Schriftstudium zu erreichen und mehr Wertschätzung für ihr persönliches Schriftstudium zu entwickeln.
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und sich über Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen. Dies kann ihnen helfen, die heiligen Schriften auf ihr Leben zu beziehen. Außerdem können Sie so besser feststellen, was für Bedürfnisse und Wünsche die Schüler haben. Dies könnte auch ein guter Zeitpunkt sein, um auf Aufforderungen und Erfahrungen aus der letzten Unterrichtsstunde einzugehen.
Wenn Sie den Schülern Zeit geben, Fragen zu stellen und über Erkenntnisse zum Schriftblock zu sprechen, ermöglicht das ihnen außerdem, mit zu beeinflussen, in welche Richtung sich das Unterrichtsgespräch entwickelt. Gestalten Sie die Dauer eines solchen Austauschs flexibel. Sie müssen erkennen können, wann es an der Zeit ist, zu einer der Lernaufgaben überzuleiten, die den Schülern helfen kann, das Besprochene anzuwenden.
Um die Schüler anzuregen, Fragen zu stellen und sich auszutauschen, könnten Sie mit der Aufgabe wie folgt beginnen:
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Gehen Sie die Nachrichten durch, die Sie den Schülern während der Woche geschickt haben, oder die Fragen, die sie Ihnen vielleicht gestellt haben.
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Zeigen Sie Bilder oder Wörter, die die Ereignisse oder Hauptlehren aus dem Schriftblock veranschaulichen.
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Fragen Sie die Schüler, über welche Fragen oder Erkenntnisse sie gern sprechen würden.
Sie können die Schüler auffordern, gemeinsam als Klasse, in kleinen Gruppen, zu zweit oder auf andere kreative Weise – zum Beispiel über soziale Medien – Fragen zu stellen und Erkenntnisse auszutauschen. Geben Sie den Schülern etwas Zeit, sich (erneut) mit dem Schriftblock zu befassen, bevor sie darüber sprechen.
Anmerkung: Wenn eine bestimmte Frage oder Erkenntnis zu weit vom Thema wegführt, suchen Sie nach Möglichkeiten, das Gespräch auf die grundlegenden Wahrheiten in den heiligen Schriften zurückzulenken. Bei manchen Fragen kann es ratsam sein, erst nach dem Unterricht oder nach weiterem Studium darauf einzugehen. Es ist in Ordnung, zu sagen: „Ich weiß es nicht. Lasst uns doch uns näher damit befassen und sehen, was wir vor der nächsten Unterrichtsstunde herausfinden können.“
Fertigkeiten üben
Denken Sie darüber nach, wie sich das Leben der Schüler wohl verändern mag, wenn sie mehr Eigenständigkeit beim Lernen des Evangeliums entwickeln. Wenn sie in der Lage sind, etwas selbständig herauszufinden, können sie dem Erretter näherkommen. Den Schülern zu helfen, ihre Fähigkeit zum selbständigen Lernen zu verbessern, ist ein zentraler Bestandteil des christlichen Lehrens.
Dieser Kurs hilft den Schülern, Fertigkeiten zu entwickeln, mit denen sie die heiligen Schriften besser verstehen und auch besser darüber sprechen können. In der Regel sind diese Fertigkeiten in die Lernaufgaben integriert, damit der Unterrichtsfluss nicht gestört wird. Weitere Hilfe bei der Anwendung dieser Fertigkeiten finden Lehrer und Schüler im Archiv Kirchenliteratur unter Kompetenzen für das Schriftstudium. Dort wird erklärt, wie man die einzelnen Fertigkeiten definiert, vorführt und übt.
Wenn die Schüler diese Fertigkeiten im Laufe des Kurses immer wieder üben, wächst ihr Vertrauen in ihre Fähigkeit, aus den heiligen Schriften zu lernen. Nehmen Sie sich Zeit, nachzufassen, und bitten Sie die Schüler, von ihren Erfahrungen mit diesen Fertigkeiten zu berichten.
Aufgabenauswahl
Jede Lektion enthält mehrere Optionen für Lernaufgaben. Stellen Sie fest, was die Schüler brauchen, und lassen Sie sich vom Heiligen Geist leiten, damit Sie die Lernaufgaben auswählen, die für sie am besten geeignet sind. Nehmen Sie sich die erforderliche Zeit, um das Verständnis der Schüler zu vertiefen, damit sie spüren, dass das, was sie lernen, wahr und wichtig ist. In der Regel werden mehr Lernaufgaben vorgeschlagen, als in einer Unterrichtsstunde behandelt werden können. Denken Sie also nicht, Sie müssten alle davon durchnehmen.
Die erste Lektion im Lehrermaterial können Sie am ersten Unterrichtstag durchnehmen – ganz gleich, wann im Jahr sie beginnen. Sie kann den Schülern helfen, ein sicheres Lernumfeld zu schaffen, sich Ziele für ihr eigenes Lernen zu setzen und sich fürs Schriftstudium einen Überblick über die Evangelien oder über die Bücher Apostelgeschichte bis Offenbarung zu verschaffen.
Wie können die Hilfen für das Schriftstudium die Lernerfahrung bereichern?
Die Hilfen für das Schriftstudium geben einen Einblick in den Kontext der heiligen Schriften (Schauplatz, Kultur, Geschichte, Geografie), verdeutlichen die Bedeutung von Wörtern und Formulierungen und tragen zum Verständnis schwieriger Schriftstellen bei. Viele Lernaufgaben im Lehrermaterial enthalten Links zu den Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament. Sie können den Schülern zeigen, wo im Archiv Kirchenliteratur sie diese Hilfen finden. Greifen Sie im Unterricht auf die Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament zurück, um den Schülern zu helfen, das, womit sie sich befassen, auch zu verstehen. Ermuntern Sie sie, die Hilfen zu verwenden, wenn sie sich im Unterricht und zuhause mit dem Neuen Testament befassen.
Welche weiteren Hilfsmittel können mich dabei unterstützen, mehr wie Christus zu lehren?
Zusätzlich zur Teilnahme an Schulungsveranstaltungen mit Ihrem Koordinator oder den Lehrkräften vor Ort können Sie sich auch mit dem folgenden Material vertraut machen:
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Im Leitfaden Auf die Weise des Erretters lehren: Für die Unterweisung in der Familie und in der Kirche werden Grundsätze vermittelt, die Ihnen helfen, mehr wie der Erretter zu lehren.
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Die Methoden und Fertigkeiten für das Unterrichten für das Seminar und Institut im Archiv Kirchenliteratur können Ihnen dabei helfen, die Anwendung der im Leitfaden Auf die Weise des Erretters lehren enthaltenen Grundsätze zu üben.
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Die unter „Das Lehren und Lernen verbessern“ in den Lektionen enthaltenen Tipps unterstützen Sie dabei, während des Unterrichts bestimmte Fertigkeiten zu üben.
Welche Anforderungen gibt es für den Kursabschluss?
Näheres dazu, wie man Credits für den Institutsabschluss oder zur Anrechnung an Bildungseinrichtungen der Kirche erhalten kann, finden Sie unter InstituteCredit.ChurchofJesusChrist.org .
Wie kann ich die Lektion für einen Schüler mit einer Behinderung anpassen?
Denken Sie bei der Vorbereitung auch an Schüler, die in irgendeiner Hinsicht eingeschränkt sind. Passen Sie die Aufgaben und Lektionen so an, dass sich diese Schüler einbezogen fühlen und der Unterricht für sie ein positives Erlebnis wird. Weitere Hilfsmittel dazu, wie man Menschen mit Behinderungen unterrichtet, finden Sie unter disabilities.ChurchofJesusChrist.org.
Die Unterrichtspläne für die Religionskurse 211 und 212
Passen Sie die folgenden Optionen an die Anforderungen Ihres Programms an:
Religion 211 – Harmonie
Matthäus bis Johannes
|
Woche |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Lektionen |
Flexible Lektion |
|
Woche |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Lektionen |
Matthäus 21 bis 23; Markus 11; Lukas 19 und 20; Johannes 12 JS – M; Matthäus 24 und 25; Markus 12 und 13; Lukas 21 |
Religion 211 – aufeinanderfolgend
Matthäus bis Johannes
Wenn Sie das Material aufeinanderfolgend durchnehmen, wählen Sie bitte Lernaufgaben aus, die zu dem Lernblock der jeweiligen Woche passen. In der 4. Woche können Sie beispielsweise die entsprechenden Lernaufgaben verwenden, die Grundsätze aus dem Lehrermaterial zu Matthäus 19 bis 25 enthalten.
|
Woche |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Block |
|
Woche |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Block |
Religion 212 – aufeinanderfolgend
Apostelgeschichte bis Offenbarung
|
Woche |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Lektionen |
Flexible Lektion |
|
Woche |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
13 |
14 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
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Lektionen |