„Matthäus 9 und 10; Markus 5; Lukas 9“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025
Matthäus 9 und 10; Markus 5; Lukas 9
Jesus reagierte oft auf den Glauben anderer, indem er Sünden vergab und Wunder wirkte – er heilte viele, trieb böse Geister aus und erweckte ein Kind wieder zum Leben. Er lehrte seine Apostel auch, was einen wahren Jünger ausmacht. Diese Berichte darüber, wie der Erretter Sünden vergeben und Wunder gewirkt hat, zeigen, dass wir seine Inspiration und Macht in unser Leben holen können, wenn wir im Glauben handeln und ihm nachfolgen.
Zusatzmaterial
Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament, „Matthäus 9 und 10; Markus 5; Lukas 9“
In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.
Das persönliche Studium fördern
Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:
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Lies Matthäus 10:1-8 oder sieh dir das Video „Jesus beruft zwölf Apostel, anderen Menschen zu predigen und sie zu segnen“ (1:38) an. Welche Bedeutung hat es deiner Meinung nach, dass der Herr Apostel und Propheten beruft?
1:25 -
Während du dich mit den Wundern des Erretters in Markus 5 befasst, denke bitte darüber nach, auf welche Weise du schon Hilfe oder Heilung vom Erretter erhalten hast.
5:45 -
Was hast du schon aufgegeben, um Jesus Christus nachzufolgen? Lies Lukas 9:57-62 und überlege, wie du den Erretter an die erste Stelle setzen kannst.
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Einsichten und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Matthäus 9 und 10, Markus 5 und Lukas 9 entdeckt haben.
Fertigkeiten üben
Bei Markus 5:22-43 lässt sich die Kompetenz „Sinnvolle Notizen“ gut anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium).
Aufgabenauswahl
Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.
Matthäus 9:36-38; 10:1-8,19,20,40-42
Warum kann ich den Aposteln des Herrn vertrauen?
Sie könnten ein aktuelles Bild des Kollegiums der Zwölf Apostel zeigen und anschließend folgendes Fallbeispiel vorstellen:
Die Missionare haben Paula gerade vom Kollegium der Zwölf Apostel erzählt. Aufgrund früherer Erfahrungen ist sie gegenüber Autoritätspersonen misstrauisch. Sie fragt die Missionare: „Warum sollte ich diesen Männern und ihren Worten vertrauen? Sie sind einfach nur unvollkommene Menschen. Ich kann Jesus Christus vertrauen, aber nicht ihnen.“
Fragen Sie ein, zwei Schüler, was sie auf Paulas Frage und Bedenken antworten würden.
Sie könnten das Bild zeigen, auf dem zu sehen ist, wie Jesus seine zwölf Apostel ordiniert. Sie könnten erklären, dass das Wort Apostel „Gesandter“ bedeutet (siehe Schriftenführer, Stichwort „Apostel“, Archiv Kirchenliteratur)>. Bitten Sie die Schüler, Matthäus 9:36-38 10:1-8,19,20,40-42 zu lesen und dabei auf die Aufgaben der Apostel zu achten.
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Warum können wir den Aposteln des Herrn vertrauen? (Die Schüler nennen vielleicht eine oder mehrere der folgenden Wahrheiten: Die Apostel des Herrn handeln und sprechen mit seiner Macht.Wenn wir die Apostel des Herrn annehmen, nehmen wir ihn an.Wenn wir den Dienern des Herrn folgen, folgen wir ihm.)
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Wie könntet ihr jemandem helfen, sein Vertrauen in diejenigen zu stärken, die der Herr als seine Apostel berufen hat? (Sie könnten die Schüler bitten, das Fallbeispiel noch einmal durchzugehen.)
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Wann habt ihr schon einmal gespürt, dass neuzeitliche Apostel mit der Macht des Erretters gesprochen oder gehandelt haben?
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu den neuzeitlichen Apostel zu stellen. Ermuntern Sie die Schüler, die Fragen ihrer Mitschüler zu beantworten.
Sie könnten die Schüler bitten, im Archiv Kirchenliteratur die letzte Generalkonferenz aufzurufen und sich mit einigen der Ansprachen der Mitglieder der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel zu befassen. Nachdem Sie den Schülern ausreichend Zeit dazu gegeben haben, lassen Sie sie diejenigen Aussagen aus den Ansprachen nennen, die ihnen am wichtigsten sind, und zu erklären, wie diese ihren Glauben an Jesus Christus stärken. Sie können ein, zwei Schüler bitten, Zeugnis für die lebenden Apostel des Herrn zu geben.
Wie kann ich durch den Erretter Hoffnung und Heilung finden?
Sie könnten die folgende Aussage von Schwester Amy A. Wright vorlesen: Sie können sich zuerst den Teil von Schwester Wrights Ansprache „Christus heilt, was zerbrochen ist“ ansehen, in dem sie die Geschichte über den zerbrochenen uralten Blumentopf erzählt (von Minute 0:00 bis Minute 1:15).
Bei jedem gibt es etwas, was zerbrochen ist und ausgebessert, instand gesetzt oder geheilt werden muss. … Ich bezeuge, dass sich nichts im Leben, was zerbrochen ist, jenseits der heilenden, erlösenden und helfenden Macht Jesu Christi befindet. („Christus heilt, was zerbrochen ist“, Liahona, Mai 2022, Seite 84)
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Was für verschiedene Beispiele gibt es dafür, dass wir die heilende Macht des Erretters brauchen? (Machen Sie den Schülern verständlich, dass wir die heilende Macht des Erretters in körperlicher, geistiger oder seelischer Hinsicht brauchen können.)
Bitten Sie die Schüler, über etwas in ihrem Leben nachzudenken, was ausgebessert, instand gesetzt oder geheilt werden muss, und dies aufzuschreiben. Sie könnten die folgenden Wahrheiten zeigen und die Schüler darauf achten lassen, wie diese Wahrheiten in den Schriftstellen auf den beigefügten Arbeitsblättern zum Ausdruck kommen: Wir finden Hoffnung und Heilung, wenn wir uns dem Erretter zuwenden.Wenn wir uns voll Glauben Jesus Christus zuwenden, können wir seine Macht in Anspruch nehmen.
Hinweis: In Vorbereitung auf das Studium der Wunder, die der Erretter während seines Wirkens vollbracht hat, könnte es wichtig sein, mit den Schülern auf die Kompetenz „Ausgewogenheit der Lehre“ einzugehen (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium). Sie könnten ihnen zum Beispiel erklären: Auch wenn sie Glauben ausüben, erleben sie möglicherweise nicht das Wunder, das sie sich wünschen. Sie könnten diese Aussage von Präsident Dallin H. Oaks vorlesen: „Die heilende Macht des Herrn Jesus Christus – ob sie nun die Last von uns nimmt oder uns die Kraft gibt, sie zu ertragen … – kann für jedes irdische Leid in Anspruch genommen werden.“ („Er heilt alle, die schwere Lasten zu tragen haben“, Liahona, November 2006, Seite 8.)
Teilen Sie die Schüler in Zweiergruppen auf und geben Sie jedem Schüler eines der nachstehenden Arbeitsblätter. Fordern Sie sie auf, beim Studium der ihnen zugewiesenen Schriftstellen die Kompetenz „Sinnvolle Notizen“ zu üben (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium). Sie könnten auch die folgenden Anregungen zeigen und die Schüler ermuntern, sie bei ihrem Studium zu nutzen:
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Halte inne und denk über das nach, was du gerade lernst.
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Bete darum, es verstehen und anwenden zu können.
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Schreibe auf, was du lernst, denkst und fühlst (in einem Tagebuch oder Notizbuch, in deinen heiligen Schriften oder online im Archiv Kirchenliteratur).
Wenn die Schüler genügend Zeit hatten, sich mit den ihnen zugewiesenen Schriftstellen zu befassen, sollen sie ihrem Gruppenpartner erzählen, was sie herausgefunden haben. Geben Sie ihnen Zeit, von den Gedanken, Erfahrungen und Zeugnissen zu erzählen, die sie aufgeschrieben haben. Sie könnten der Klasse auch die folgenden Fragen stellen:
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Welche Botschaften der Hoffnung habt ihr in den Schriftstellen gefunden, mit denen ihr euch befasst habt?
Sie können auch selbst Zeugnis für die Hoffnung und die Heilung geben, die der Glaube an Jesus Christus mit sich bringt. Bestärken Sie die Schüler darin, den Eingebungen zu folgen, die sie erhalten und aufgeschrieben haben.
Wie kann ich Jesus Christus an die erste Stelle setzen?
Sie könnten Folgendes an die Tafel schreiben: Ich will hingehen und alles tun, worum der Herr mich bittet! Fragen Sie die Schüler: Was könnte von jemandem verlangt werden, der bereit ist, alles zu tun, worum der Herr ihn bittet?
Bitten Sie die Schüler, Lukas 9:57-62 zu lesen und darauf zu achten, was der Erretter von denen erwartet, die ihm nachfolgen wollen.
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Was findet ihr an den Erwartungen des Erretters schwierig? (Einige Aussagen des Erretters in diesen Versen könnten den Schülern gefühllos oder extrem vorkommen. Bei diesen Versen könnten daher die Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament nützlich sein.)
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Welchen Grundsatz können wir dem entnehmen, was der Erretter hier diejenigen lehrt, die ihm nachfolgen wollen? (Die Schüler könnten hier eine Wahrheit wie diese herausarbeiten: Wer Jesus Christus nachfolgt, setzt ihn an die erste Stelle.)
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Was meinte der Erretter wohl, als er davor warnte, nochmals zurückzublicken, nachdem man die Hand an den Pflug gelegt hat? (Siehe Vers 62.)
Bitten Sie die Schüler, Beispiele dafür zu nennen, wie der Erretter den Vater im Himmel an die erste Stelle gesetzt hat. Bei Bedarf können Sie die Schüler auf Mose 4:1,2, Johannes 6:38,39 oder Lukas 22:39-44 hinweisen. Die Schüler könnten auch von Menschen aus ihrem Umfeld erzählen, die Gott an die erste Stelle gesetzt haben.
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Warum ist es manchmal schwierig, Gott an die erste Stelle zu setzen?
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Welche Segnungen habt ihr schon erhalten, wenn ihr Gott an die erste Stelle gesetzt habt?
Damit die Schüler spüren, dass dieser Grundsatz wahr und wichtig ist, können Sie die folgende Aussage von Präsident Jeffrey R. Holland vorlesen und besprechen:
Alle, die bei dieser Generalkonferenz sprechen, werden auf die eine oder andere Weise das sagen, was Christus dem reichen jungen Mann sagte: „Komm zu deinem Erretter. Komm mit allem, was dich ausmacht, mit ganzem Herzen. Nimm dein Kreuz auf dich, so schwer es auch sein mag, und folge ihm nach.“ [Siehe Markus 10:21] … [Es gibt da] keine halben Sachen … – kein Aufhören mittendrin, keinen Blick zurück. … Wenn Schwieriges von uns verlangt wird, vielleicht sogar etwas, was unseren innigsten Herzenswünschen zuwiderläuft, sollten wir daran denken, dass wir gelobt haben, der Sache Christi die Treue zu halten, und dass wir in unserem Leben diesem Ziel alles unterordnen müssen. („Das höchste Gut“, Liahona, November 2021, Seite 8f.)
Sie können die folgenden Fragen zeigen und die Schüler dann bitten, gebeterfüllt darüber nachzudenken und ihre Gedanken dazu aufzuschreiben.
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Was könnte euch daran hindern, dem Erretter „mit allem, was [euch] ausmacht, mit ganzem Herzen“ nachzufolgen?
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Wie könnt ihr zeigen, dass ihr den Vater im Himmel und den Erretter an die erste Stelle setzen möchtet?