„Matthäus 4; Lukas 4 und 5“, Neues Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2025
Matthäus 4; Lukas 4 und 5
Jesus Christus widerstand in der Wüste den Versuchungen des Satans. Er kehrte in seine Heimatstadt Nazaret zurück und wurde dort abgelehnt, nachdem er verkündet hatte, dass er der Messias ist. Jesus zog durch Galiläa und predigte und heilte. Mit seinen mitfühlenden Taten befreite der Erretter Menschen von den negativen Auswirkungen böser Geister, von Krankheit und von Sünde.
Zusatzmaterial
Studienhilfen zum Neuen Testament, „Matthäus 4; Lukas 4 und 5“
Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die vier folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.
Das persönliche Studium fördern
Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern mindestens eine der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:
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Wir alle erleben Versuchungen, die uns herausfordern. Lest Matthäus 4:1-11 und denkt darüber nach, was ihr vom Erretter darüber lernen könnt, wie man Versuchungen widerstehen kann.
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Wie fordert der Herr euch auf, ihm nachzufolgen? Lest in Matthäus 4:18-22, wie der Erretter die Menschen auffordert, ihm nachzufolgen, und denkt darüber nach, wie ihr auf seine Aufforderungen reagiert habt.
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Inwiefern braucht ihr die heilende Macht des Herrn in eurem Leben? Lest Lukas 5:17-26 und schaut euch dann gegebenenfalls das Video „The Wounded Soul Shall Be Healed“ (5:46; in englischer Sprache) an. Überlegt anschließend, wie der Erretter euch beim Heilungsprozess helfen kann.
5:45 -
Schreibt euch einen Tag lang Bezeichnungen auf, die ihr verwendet, um euch selbst und andere zu beschreiben. Lest Lukas 5:27-32 und denkt darüber nach, wie bestimmte Bezeichnungen uns vielleicht davon abhalten, dem Erretter näherzukommen.
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und sich über Erkenntnisse und Wahrheiten auszutauschen, die sie beim persönlichen Studium von Matthäus 4 und Lukas 4 und 5 entdeckt haben.
Fertigkeiten üben
Bei Matthäus 4:1-11 lässt sich gut die Fertigkeit „Anhand der Schriften der Wiederherstellung die Bibel besser verstehen“ anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium). Beim Studium von Lukas 4:16-32 lässt sich gut die Fertigkeit „Die Bedeutung von Wörtern und Formulierungen herausfinden“ anwenden (siehe Kompetenzen für das Schriftstudium).
Aufgabenauswahl
Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.
Was kann ich vom Erretter darüber lernen, wie man Versuchung widersteht?
Fordern Sie die Schüler auf, an Versuchungen zu denken, mit denen sie gerade konfrontiert sind. Geben Sie den Schülern dann etwas Zeit, darüber nachzudenken, wie sich diese Versuchungen auf ihr Leben auswirken.
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Weshalb ist es wichtig, dass wir verstehen, dass Jesus Christus ebenfalls solche Versuchungen erlebt hat? (Siehe Hebräer 2:17,18: 4:15,16.)
Erklären Sie, dass wir aus Matthäus 4:1-11 in Verbindung mit der Joseph-Smith-Übersetzung wichtige Lektionen aus dem Leben Jesu darüber lernen können, wie wir Versuchungen widerstehen können. (Zeigen Sie den Schülern bei Bedarf, wie man die Joseph-Smith-Übersetzung von Matthäus 4 in den Studienhilfen im Archiv Kirchenliteratur findet [siehe „Anhand der Schriften der Wiederherstellung die Bibel besser verstehen“, Kompetenzen für das Schriftstudium].)
Bitten Sie die Schüler, Matthäus 4:1-11 und die dazugehörigen Verse in der Joseph-Smith-Übersetzung zu lesen und auf diesen Grundsatz zu achten: Wenn wir dem Beispiel des Erretters folgen, sind wir besser imstande, Versuchungen zu widerstehen. Nachdem Sie den Schülern ausreichend Zeit für das persönliche Studium gegeben haben, könnten Sie die folgenden Fragen zeigen und die Schüler auffordern, diese in kleinen Gruppen zu besprechen:
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Inwiefern erweitert die Joseph-Smith-Übersetzung euer Verständnis dieser Begebenheit?
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Wie wollte der Satan den Erretter versuchen?
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Was hat Jesus getan, um den Versuchungen des Satans zu widerstehen?
Lassen Sie die Schüler erzählen, zu welchen Erkenntnissen sie in ihren Gruppengesprächen gekommen sind. Sie könnten diese Erkenntnisse an die Tafel schreiben. Fragen wie diese könnten das Gelernte vertiefen:
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Wie nutzt der Satan dieselben Methoden in unserer Zeit?
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Wann seid ihr schon dem Beispiel des Erretters gefolgt und wie hat euch das geholfen, Versuchung zu widerstehen? (Ermuntern Sie die Schüler, Beispiele aus ihrem Leben zu erzählen.)
Sie könnten das Unterrichtsgespräch eventuell mit dem Video „Temptation Fades as We Seek Christ in Every Thought“ (2:57; in englischer Sprache) abschließen.
Fordern Sie die Schüler auf, aufzuschreiben, was sie diese Woche tun können, um Versuchungen besser zu widerstehen.
Zusatzmaterial zum Umgang mit Selbstzweifeln
Wenn manche Schüler mit Selbstzweifeln zu kämpfen haben, können Sie das folgende Material in den Unterricht miteinbeziehen.
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Wie hat der Satan versucht, an der göttlichen Mission des Erretters Zweifel zu wecken? (Siehe Matthäus 4:3,6; siehe auch Matthäus 27:40.)
Vielleicht möchten Sie mit der Klasse diese Aussage von Elder Hugo Montoya lesen:
Der Widersacher versuchte den Erretter, indem er dessen Göttlichkeit in Zweifel zog und sagte: „Wenn du Gottes Sohn bist.“ …
Diese Unterhaltung zwischen Jesus Christus und dem Satan zeigt ganz klar, wie uns der Widersacher versuchen und uns nagende Zweifel in Herz und Sinn pflanzen will. („Die Gefahr des Zweifelns überwinden“, Liahona, September 2017, Seite 44)
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Wie möchte der Satan euch dazu bringen, dass ihr an eurer Identität als Kind Gottes zweifelt?
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Was können wir vom Erretter darüber lernen, wie wir den Bemühungen des Satans, Zweifel in uns zu säen, widerstehen können? Was hat euch am meisten geholfen, der Versuchung des Satans zu widerstehen, an eurer wahren Identität zu zweifeln?
Sie könnten gemeinsam mit den Schülern die folgende Aussage von Präsident Russell M. Nelson lesen und besprechen:
Würde der Herr heute Abend direkt zu euch sprechen, würde er euch, so meine ich, als Erstes vor Augen führen, wer ihr wirklich seid. Liebe Freunde, jeder von euch ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Geistkind Gottes. Seit ihr das Lied „Ich bin ein Kind von Gott“ gelernt habt, singt ihr ja diese Worte. Aber ist euch diese ewige Wahrheit auch ins Herz eingeprägt? Rettet diese Wahrheit euch in der Stunde der Versuchung? („Entscheidungen für die Ewigkeit“, Andacht für junge Erwachsene in aller Welt, 15. Mai 2022, Archiv Kirchenliteratur)
Was muss ich vielleicht opfern, um dem Erretter noch besser nachzufolgen?
Sie könnten kurz darüber sprechen, wie der Vater im Himmel und Jesus Christus uns zu etwas auffordern können. Zeigen Sie dann diese Fragen und bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken:
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Welche Aufforderungen habe ich schon vom Vater im Himmel und von Jesus Christus erhalten?
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Wie habe ich darauf reagiert?
Nachdem die Schüler Zeit hatten, still nachzudenken, sollen sie als Nächstes Matthäus 4:18-22 lesen oder sich das Video „Folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen“ (1:55) anschauen. Fordern Sie sie auf, darauf zu achten, wie Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes auf die Aufforderung des Erretters reagiert haben.
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Warum war es für diese Männer wohl schwierig, ihre Netze zurückzulassen?
Besprechen Sie eventuell diese Aussage von Elder Joseph B. Wirthlin, der darauf hingewiesen hat, dass es sich bei den Netzen der Jünger um eine Metapher handelt:
Die allgemeine Definition von Netz lautet: Gerät, mit dem man etwas fängt. In einem engeren, jedoch wichtigeren Sinne, können wir als Netz all das bezeichnen, was uns bindet oder uns davon abhält, dem Ruf Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes, zu folgen.
In diesem Sinne können unsere Arbeit, unsere Hobbys, Vergnügungen und vor allem unsere Versuchungen und Sünden ein Netz darstellen. Kurz gesagt ist ein Netz alles, was uns davon abhält, uns unserem Vater im Himmel und seiner wiederhergestellten Kirche anzuschließen. („‚Folgt mir nach!‘“, Liahona, Juli 2002, Seite 16)
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Was können wir aus dem, was Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes getan haben, darüber lernen, wie man dem Erretter nachfolgen kann? (Helfen Sie den Schülern, eine Wahrheit wie diese zu erkennen: Wir müssen bereit sein, Opfer zu bringen und unsere „Netze“ zurückzulassen, wenn wir dem Erretter nachfolgen möchten.)
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Welche Beispiele für „Netze“ kennt ihr, die wir zurücklassen müssen, um dem Erretter nachzufolgen? Warum kann es schwierig sein, unsere „Netze“ zurückzulassen, wenn der Erretter ruft?
Geben Sie den Schülern Zeit, über ein „Netz“ nachzudenken, von dem der Erretter vielleicht möchte, dass sie es aufgeben, damit sie ihm noch besser nachfolgen können. Sie können eventuell auch das Video „Your Day for a Mission“ (3:31; in englischer Sprache) zeigen, in dem die Geschichte von Sid Going erzählt wird, der etwas ihm Wichtiges aufgegeben hat, um dem Herrn nachzufolgen. Bitten Sie die Schüler dann, darüber nachzudenken, was Sid hinter sich gelassen hat, um auf Mission zu gehen.
Wie kann der Messias mich heilen und mir helfen?
Sie können diesen Teil des Unterrichtsgesprächs damit beginnen, dass Sie die folgenden Fragen zeigen und mit den Schülern besprechen:
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Wie würdet ihr einem siebenjährigen Kind die göttliche Mission des Erretters erklären? Was würdet ihr ihm darüber sagen, warum euch die Mission des Erretters wichtig ist?
An dieser Stelle könnten Sie das Bild in diesem Abschnitt zeigen. Erklären Sie: Als Jesus in seiner Heimatstadt Nazaret in der Synagoge den Juden aus den Worten Jesajas vorlas, verkündete er seine göttliche Mission.
Bitten Sie die Schüler, Lukas 4:16-22 zu lesen oder sich das Video „Jesus verkündet, dass er der Messias ist“ (von Minute 0:00 bis 2:12) anzusehen und darauf zu achten, was man hier über die göttliche Mission des Erretters erfährt.
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Was erfahren wir aus Vers 18 über die göttliche Mission des Herrn? (Die Schüler sollten diese Wahrheit erkennen: Der Vater im Himmel hat Jesus gesalbt, damit er den Armen eine frohe Botschaft bringe, den Gefangenen die Entlassung verkünde, den Blinden das Augenlicht schenke und die Zerschlagenen in Freiheit setze.)
Die Schüler könnten die Wörter oder Formulierungen auswählen, die den Teil der Mission des Herrn beschreiben, der sie am meisten interessiert. Sie könnten dann ein Wörterbuch, die Definier-Funktion im Archiv Kirchenliteratur, Fußnoten, den Schriftenführer oder das Bible Dictionary nutzen, um mehr darüber zu erfahren (Näheres dazu siehe „Die Bedeutung von Wörtern und Formulierungen herausfinden“, Kompetenzen für das Schriftstudium).
Um diese Fertigkeit zu demonstrieren, können Sie mit den Schülern im Schriftenführer den Eintrag „Gesalbte“ lesen, um zu erfahren, inwiefern die Bezeichnung „der Gesalbte“ auf Jesus Christus zutrifft.
Nachdem die Schüler genügend Zeit zum Lesen hatten, sollen sie erzählen, was sie über das Wort oder die Formulierung gelernt haben, die sie ausgewählt haben. Sie können ihre jeweiligen Wörter oder Formulierungen in eine oder mehrere der folgenden Fragen einfügen:
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Wie Jesus in unserer Zeit? (Beispiel: Wie setzt Jesus die Zerschlagenen in unserer Zeit in Freiheit?)
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Wann habt ihr schon miterlebt, dass der Erretter ?
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Wie könnt ihr dadurch gesegnet werden, dass der Erretter kann?
Um hervorzuheben, welche Bedeutung diese Aufgaben des Erretters für uns heute haben, können Sie diese Aussage von Elder Gerrit W. Gong mit den Schülern lesen:
Er lebt – nicht nur damals, sondern auch heute, nicht nur für einige, sondern für alle. Er kam und kommt, um die gebrochenen Herzen zu heilen, die Gefangenen zu befreien, den Blinden das Augenlicht wiederzugeben und die Zerschlagenen in Freiheit zu setzen. [Siehe Lukas 4:18.] Das betrifft jeden von uns. Seine erlösenden Verheißungen sind gültig – ungeachtet unserer Vergangenheit, unserer Gegenwart oder unserer Sorgen um die Zukunft. („Hosanna und Halleluja: Der lebendige Jesus Christus – das Wesentliche an der Wiederherstellung und an Ostern“, Liahona, Mai 2020, Seite 53)
Bitten Sie die Schüler, eine der „erlösenden Verheißungen“ des Erretters auszuwählen, die für sie eine besondere Bedeutung hat. Geben Sie ihnen Zeit, ihre Gedanken und Eindrücke dazu aufzuschreiben.
Kann der Erretter mir wirklich vergeben?
Das Lehren und Lernen verbessern
Medien wirksam einsetzen. Bilder und Videos können den Lernenden helfen, die heiligen Schriften besser zu verstehen und zu wissen, wie sie Evangeliumswahrheiten anwenden können. Medien können Verstand und Herz auf eine andere Weise berühren als das geschriebene Wort – sie können bestimmte Aspekte des Evangeliums greifbarer machen. Achten Sie beim Einsatz von Medien darauf, dass sie das Lernen bereichern und nicht davon ablenken.
Je nach Wissensstand und Verständnis der Schüler können Sie einen der folgenden Vorschläge umsetzen: 1.) Zeigen Sie das Bild zu diesem Abschnitt und lassen Sie einen Schüler die Geschichte von dem Gelähmten zusammenfassen. 2.) Zeigen Sie das Bild und lesen Sie gemeinsam Lukas 5:17-26. 3.) Sehen Sie sich gemeinsam das Video „Jesus vergibt einem Gelähmten seine Sünden und heilt ihn“ (2:57) an.
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In welcher Hinsicht hat der Erretter diesen Mann geheilt? (Helfen Sie den Schülern, eine Wahrheit wie diese zu erkennen: Jesus Christus hat die Macht, uns körperlich zu heilen und uns unsere Sünden zu vergeben.)
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Warum ist es wichtig zu verstehen, dass der Erretter uns sowohl körperlich als auch geistig heilen möchte?
Vielleicht möchten Sie mit den Schülern diese Aussage von Elder Craig A. Cardon lesen:
Der Heiland wusste, dass ihm viele Menschen wegen seiner großen Wunder nachfolgten. …
Doch der Herr hatte beschlossen, anhand dieses Gelähmten sowohl seinen Jüngern als auch seinen Gegnern Zeugnis von seiner besonderen Rolle als Erlöser der Welt zu geben. …
Durch diese wundersame körperliche Heilung bestätigte der Heiland uns allen diese noch viel beeindruckendere geistige Wahrheit: Der Menschensohn vergibt Sünden! („Der Heiland möchte vergeben“, Liahona, Mai 2013, Seite 15)
Bitten Sie die Schüler, Eindrücke aufzuschreiben, die sie erhalten, wenn sie darüber nachdenken, warum die Vergebung der Sünden eine „noch viel beeindruckendere geistige Wahrheit“ ist als selbst die „wundersame körperliche Heilung“ durch den Herrn. Sie könnten auch darüber nachdenken, wie gewiss sie selbst daran glauben, dass der Herr sie heilen und ihnen vergeben kann.
Damit die Schüler diese Wahrheit auf sich beziehen, könnten Sie fragen:
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Was habt ihr über die Macht des Erretters, uns zu heilen und uns zu vergeben, erfahren? (Sie könnten das Video „The Savior Wants to Forgive“ [5:50; in englischer Sprache] ansehen. Es enthält Worte aus der Ansprache von Elder Cardon.)
5:35 -
Was tut ihr oder was könnt ihr tun, um dem Herrn euren Wunsch zu zeigen, die heilende Macht der Vergebung zu erlangen?
Zusätzliche Lernaktivität (optional)
Bitten Sie die Schüler, sich mithilfe des Bildes oder Videos zu Beginn dieses Abschnitts damit zu befassen, welche Rolle die Freunde des Gelähmten gespielt haben. Lesen Sie gemeinsam Lukas 5:18-20 und besprechen Sie dann, was wir anhand ihrer Taten über den Glauben an Christus lernen können.
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Wann hat jemand anders schon mal etwas getan, was euch dem Erretter näher gebracht hat?
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Wem könntet ihr vielleicht dabei helfen, dem Erretter näherzukommen? Wie könntet ihr dabei helfen? (Sie könnten den Schülern Zeit geben, ihre Gedanken festzuhalten und einen Aktionsplan aufzuschreiben.)
Wieso können Bezeichnungen oder Etiketten das verzerren, was ich eigentlich in mir oder anderen sehen sollte?
Weisen Sie darauf hin, dass man sich selbst oder andere oft mit „Etiketten“ und Erkennungsmerkmalen beschreibt. Geben Sie den Schülern das Arbeitsblatt zu Etiketten und bitten Sie sie, es auszufüllen.
Bitten Sie die Schüler, Lukas 5:27-30 zu lesen und auf die dort vorkommenden Bezeichnungen zu achten.
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Was wird durch die Bezeichnung „Zöllner und Sünder“ angedeutet? (Näheres dazu siehe „Lukas 5:27-30. Warum wurden die Zöllner von den Juden verachtet?“ in den Studienhilfen zum Neuen Testament.)
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Wieso kritisierten die Schriftgelehrten und die Pharisäer Jesus dafür, dass er mit Zöllnern und Sündern aß?
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Was wird durch die Bezeichnungen oder Etiketten, die ihr für euch selbst und andere verwendet, angedeutet? (Die Schüler können noch einmal nachlesen, was sie in die Tabelle geschrieben haben.) In welcher Weise könnten sich einige dieser Bezeichnungen negativ auf euch oder die Menschen in eurem Umfeld auswirken? Mit welchen Strategien könntet ihr negative oder irreführende Bezeichnungen aus eurem Leben entfernen? (An dieser Stelle können Sie den Schülern Zeit geben, aufzuschreiben, was sie tun wollen.)
Damit die Schüler eingehender über die Bezeichnungen nachdenken, die sie verwenden, können Sie gemeinsam diese Aussage von Präsident Russell M. Nelson lesen oder den Videoausschnitt ansehen (von Minute 17:33 bis 19:09):
Der Widersacher freut sich an diesen Schubladen, denn sie führen zu Spaltungen und schränken ein, was wir von uns selbst und von anderen halten. Es ist traurig, wenn wir solches Schubladendenken wichtiger nehmen als unseren Nächsten.
Etiketten können zu Verurteilung und Anfeindungen führen. Missachtung und Vorurteile einem anderen gegenüber aufgrund dessen Nationalität, Ethnie, sexueller Orientierung, Geschlecht, Bildung, Kultur oder sonst einem wesentlichen Merkmal sind unserem Schöpfer ein Gräuel! Eine solche schlechte Behandlung führt dazu, dass wir unterhalb unseres Anspruchs als Gottes Bundessöhne und -töchter leben.
Natürlich gibt es so manches Etikett, auf das ihr großen Wert legt. Bitte versteht mich also nicht falsch. Ich behaupte nicht, dass sonstige Bezeichnungen keine Aussagekraft hätten. Ich sage nur, dass keine Bezeichnung diese drei dauerhaften wie „Kind Gottes“, „Kind des Bundes“ und „Jünger Jesu Christi“ verdrängen, ersetzen oder ihnen den Vorrang abspenstig machen sollte. („Entscheidungen für die Ewigkeit“, Archiv Kirchenliteratur)
Sie könnten mit den Schülern Lukas 5:29-32 noch einmal durchlesen und darauf achten, mit welchen Worten der Erretter allen Menschen Hoffnung gibt.
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Wie kann die folgende Wahrheit Menschen helfen, die sich abgestempelt, ausgegrenzt oder unwürdig fühlen? Jesus Christus nimmt sich all derer an, die geheilt werden müssen.
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Warum war diese Wahrheit für die Schriftgelehrten und Pharisäer genauso wichtig wie für Zöllner und Sünder? Welche Bedeutung hat diese Wahrheit für euch? (Bei Bedarf können Sie Römer 3:23 und 1 Johannes 1:8 lesen.)
Zum Abschluss können Sie Zeugnis dafür geben, dass jeder von uns von Jesus Christus, dem „großen Arzt“, geheilt werden muss und seine Hilfe braucht.