„Exodus 7 bis 13“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2026
Das Pascha, Darstellung von W. H. Margetson
Exodus 7 bis 13
Der Herr zeigte dem Pharao anhand einer Reihe von Plagen viele Male seine Macht. Doch der Pharao verhärtete weiterhin sein Herz und lehnte es ab, die Kinder Israel gehen zu lassen. Die letzte Plage – die die Israeliten schließlich befreien sollte – war der Tod aller erstgeborenen Kinder in Ägypten. Der Herr gab Anweisungen, die es ermöglichten, dass die Plage an den Israeliten vorüberging, die gehorsam ihr Vertrauen in ihn setzten. Um die Kinder Israel daran zu erinnern, dass der Herr sie aus Ägypten befreit hatte, führte er das Paschafest ein, das von da an jedes Jahr gefeiert werden sollte.
Zusatzmaterial
Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament, „Exodus 7 bis 13“
Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.
Das persönliche Studium fördern
Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern eine oder mehrere der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:
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Warum ist es manchmal schwierig, sich dem Willen Gottes zu fügen? Denkt beim Lesen von Exodus 7 bis 10 darüber nach, was ihr tun könnt, um zu vermeiden, dass ihr euer Herz gegen den Herrn und seine Propheten verhärtet.
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In den heiligen Schriften werden oft Symbole verwendet, die uns etwas über Gott und seinen Plan vermitteln sollen. Während ihr euch mit dem Bericht über das Pascha und die Befreiung der Israeliten in Exodus 12 und 13 beschäftigt, achtet darauf, was ihr aus den darin enthaltenen Symbolen lernen könnt.
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Achtet beim Lesen von Exodus 12:14-17,24-27 und 13:1-16 auf Ähnlichkeiten zwischen dem Paschafest und dem Abendmahl.
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und sich über Erkenntnisse und Wahrheiten auszutauschen, die sie beim persönlichen Studium von Exodus 7 bis 13 entdeckt haben.
Fertigkeiten üben
Bei der Lernaufgabe für Exodus 12 und 13 lässt sich die Kompetenz „Symbolik in den heiligen Schriften verstehen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut anwenden.
Aufgabenauswahl
Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.
Das Lehren und Lernen verbessern
Auf Symbole achten, die für Jesus Christus Zeugnis ablegen. Die heiligen Schriften sind voller Symbole, die auf Jesus Christus hindeuten. Es kann hilfreich sein, die Schüler häufig zu fragen, was sie bei ihrem Studium über Jesus Christus lernen. Besprechen Sie, was sie aus den gefundenen Symbolen über den Erretter lernen (siehe Auf die Weise des Erretters lehren, S. 7).
Welche Gefahren bringt es mit sich, wenn ich mein Herz gegen Gott verhärte?
Sie könnten das folgende Bild zeigen oder ein ähnliches Bild an die Tafel zeichnen. Beschriften Sie ein Herz mit „hart“ und das andere mit „weich“.
Fragen Sie anschließend:
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Was kennzeichnet ein geistig verhärtetes Herz? Was kennzeichnet ein geistig weiches Herz?
Bitten Sie die Schüler, über den derzeitigen geistigen Zustand ihres eigenen Herzens nachzudenken. Sie können sie bitten, über ein paar Aspekte ihrer Einstellung oder einige ihrer Verhaltensweisen nachzudenken, die auf ein hartes oder ein weiches Herz hindeuten. Bitten Sie sie, beim heutigen Studium darauf zu achten, welche Gefahren es mit sich bringt, wenn man sein Herz gegen Gott verhärtet.
Mose und Aaron am Hof des Pharao, Darstellung von Robert T. Barrett
Sie könnten ein Bild von Mose und Aaron zeigen, auf dem sie vor dem Pharao stehen. Erinnern Sie die Schüler daran, dass Mose und Aaron den Pharao zunächst darum baten, die Israeliten aus der Knechtschaft zu entlassen, der Pharao ihnen diese Bitte jedoch abschlug und den Israeliten noch mehr Last auflud (siehe Exodus 5:1-19). Daraufhin gebot der Herr Mose und Aaron, zum Pharao zurückzukehren und ihn noch einmal aufzufordern, die Israeliten freizulassen (siehe Exodus 7:1,2).
Bitten Sie die Schüler, Exodus 7:3-5 zu lesen und darauf zu achten, wie der Pharao dem Herrn zufolge auf diese zweite Bitte, die Israeliten ziehen zu lassen, reagieren würde.
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Was hat der Herr verheißen, wie der Pharao reagieren würde? (Achten Sie darauf, dass die Schüler verstehen, dass aus der Joseph-Smith-Übersetzung deutlich hervorgeht, dass der Pharao sein Herz selbst verhärten würde. Ähnliche Klarstellungen werden auch an späteren Stellen vorgenommen.
Weisen Sie darauf hin, dass der Herr in Vers 3 mit „meine Zeichen und Wunder“ die Plagen meinte, die er über Ägypten bringen würde, weil der Pharao sich weigerte, ihm zu gehorchen. Fragen Sie die Schüler, an welche Plagen sie sich erinnern können. Zeigen Sie dann die folgende Liste:
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Die zehn Plagen
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Wasser wird zu Blut (siehe Exodus 7:19-25)
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Frösche (siehe Exodus 7:26 bis 8:11)
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Stechmücken (siehe Exodus 8:12-15)
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Ungeziefer (siehe Exodus 8:16-20,25-28)
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Vieh geht ein (siehe Exodus 9:1-7)
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Geschwüre (siehe Exodus 9:8-12)
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Hagel und Blitze vom Himmel (siehe Exodus 9:22-35)
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Heuschrecken (siehe Exodus 10:12-20)
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Finsternis (siehe Exodus 10:21-27)
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Tod aller Erstgeborenen (siehe Exodus 11:4-10; 12:29-33)
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Geben Sie den Schülern anschließend ein paar Minuten Zeit, um sich mit einigen Versen zu befassen. Bitten Sie sie, darüber nachzudenken, was sie aus der Reaktion des Pharaos auf die Plagen lernen können. Wenn die Schüler mit dem Lesen fertig sind, können Sie die folgenden Fragen zeigen und die Schüler bitten, ihre Antworten zu zweit zu besprechen:
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Was fällt euch an den Handlungen des Pharaos in den Versen, mit denen ihr euch befasst habt, besonders auf?
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Was könnt ihr aus diesem Bericht darüber lernen, welche Folgen es hat, wenn man sein Herz gegen Gott verhärtet?
Lassen Sie einige Schüler berichten, das sie besprochen haben. Vielleicht arbeiten sie eine Wahrheit wie diese heraus: Wenn wir unser Herz gegen Gott verhärten, kann das negative Folgen für uns und andere haben.
Bitten Sie die Schüler, einige der folgenden Schriftstellen zu lesen und auf zusätzliche Erkenntnisse darüber zu achten, wie wir unser Herz verhärten und wie wir es erweichen können:
Mithilfe der folgenden Fragen können Sie die Schüler beim Gespräch unterstützen:
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Was kann bewirken, dass sich unser Herz geistig verhärtet oder erweicht?
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Welche negativen Folgen kann es haben, wenn man sein Herz verhärtet?
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Wie kann Gott uns segnen, wenn wir ein weiches Herz haben? (Einige Schüler könnten an dieser Stelle von eigenen Erfahrungen erzählen.)
Bitten Sie die Schüler zum Abschluss, aufzuschreiben, wie der Geist sie dazu bewegt hat, in Bezug auf Gott ein weiches Herz zu entwickeln oder sich eines zu bewahren. Bitten Sie die Schüler, aufzuschreiben, was sie konkret tun wollen. Bitten Sie einige Schüler, vorzutragen, was ihnen eingefallen ist, sofern es nicht zu persönlich ist.
Was lehren mich die Symbole des Paschafestes über Jesus Christus?
Bitten Sie die Schüler, an ein Symbol zu denken, das in den heiligen Schriften verwendet wird, und davon zu erzählen, was sie anhand dessen über Jesus Christus oder sein Evangelium lernen. Sie können in Zweier- oder Kleingruppen über dieses Symbol sprechen. (Weitere Anregungen dazu, wie Sie das Thema Symbolik einführen können, finden Sie unter „Symbolik in den heiligen Schriften verstehen“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium.)
Erinnern Sie die Schüler daran, dass der Herr in der Nacht vor der Befreiung Israels aus Ägypten das Paschafest eingeführt hat. Er gab den Israeliten konkrete Anweisungen, die sie befolgen sollten, damit der Tod an ihren Erstgeborenen vorübergehen würde und diese also nicht zu Schaden kämen. Das Paschafest war voller Symbolik, die den Israeliten etwas über den Herrn und ihre eigenen Erfahrungen vermitteln sollte.
Bitten Sie die Schüler, in Exodus 12:3-15,21-23 nach Symbolen zu suchen. Ermuntern Sie sie, darauf zu achten, was sie aus diesen Versen über Jesus Christus erfahren können. Bei Bedarf könnten Sie zunächst mit der ganzen Klasse ein Symbol heraussuchen und besprechen. Sie können die Schüler auch auf den Eintrag zu Exodus 12:1-15 in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament hinweisen.
Um den Schülern zu helfen, ihre Gedanken zu ordnen, schlagen Sie ihnen bitte vor, eine Tabelle wie diese zu verwenden:
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Symbol und Vers |
Mögliche Bedeutung |
|---|---|
Wenn die Schüler fertig sind, bitten Sie sie, sich darüber auszutauschen, was sie gelernt haben. Sie können auch die folgende Wahrheit an die Tafel schreiben und die Schüler darüber sprechen lassen, inwiefern diese Wahrheit ihrer Meinung nach durch die Symbole des Paschafestes zum Ausdruck kommt: Jesus Christus bietet uns durch sein Blut Befreiung aus der Knechtschaft von Sünde und Tod an.
Um den Schülern zu verdeutlichen, wie sich diese Symbole auf ihr Leben beziehen lassen, können Sie die folgenden Fragen besprechen:
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Inwiefern ähnelt Sünde der Knechtschaft, die die Israeliten erfuhren?
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Was können wir tun, um Zugang zu den Segnungen des Sühnopfers des Erretters zu erhalten?
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Was wisst ihr über den Vater im Himmel und Jesus Christus, was hilfreich sein kann, wenn ihr oder jemand, den ihr kennt, Befreiung benötigt? (Sie können im Rahmen des Unterrichtsgesprächs auch die folgende Aussage von Elder Patrick Kearon vorlesen.)
Mit seinem großen Plan des Glücklichseins beabsichtigt der Vater, dass Sie hier und jetzt und in der Ewigkeit glücklich sind. Es geht nicht darum, Ihr Glück zu verhindern und Ihnen stattdessen Kopfzerbrechen und Angst zu bereiten.
Mit seinem Plan der Erlösung beabsichtigt der Vater tatsächlich Ihre Erlösung – dass Sie durch die Leiden und den Tod Jesu Christi gerettet werden und frei werden von der Gefangenschaft der Sünde und des Todes. Es geht nicht darum, Sie so zu belassen, wie Sie sind. („Gottes Absicht ist es, Sie nach Hause zu bringen“, Liahona, Mai 2024, S. 88)
Geben Sie Zeugnis für die Wahrheiten, die Sie heute besprochen haben, und für die Macht Jesu Christi, uns zu befreien.
Exodus 12:14-17,24-27; 13:1-16
Wie kann das Abendmahl mir helfen, an meine Befreiung durch Jesus Christus zu denken?
Sie könnten an dieser Stelle ein Bild von Jesus Christus zeigen.
Christus und der reiche junge Mann, Darstellung von Heinrich Hofmann (Ausschnitt)
Erinnern Sie die Schüler daran, dass wir jede Woche beim Abendmahl geloben, „immer an [Jesus Christ zu] denken“ (Lehre und Bündnisse 20:77,79). Die Schüler könnten die folgenden Fragen zu zweit besprechen:
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Was hilft euch dabei, an Jesus Christus zu denken?
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Woran sollte man sich in Bezug auf ihn eurer Meinung nach immer erinnern?
Fordern Sie die Schüler auf, sich bei dieser Lektion um Führung durch den Heiligen Geist zu bemühen, damit sie wissen, was sie tun können, um jeden Tag an den Erretter zu denken.
Sie könnten ein Bild zeigen, auf dem das Paschafest dargestellt ist, und die Schüler bitten, zusammenzufassen, an welche Elemente des Wunders des ersten Paschafestes sie sich noch erinnern (bei Bedarf könnten sie dazu Exodus 12:1-13 lesen).
Das Paschamahl, Darstellung von Brian Call
Erläutern Sie, dass der Herr seinem Volk gebot, das Paschamahl in den „kommenden Generationen“ (Exodus 12:14) stets zu wiederholen. Bitten Sie die Schüler, die folgenden Verse zu lesen und auf Wörter und Formulierungen zu achten, aus denen hervorgeht, woran die Israeliten sich nach dem Willen des Herrn erinnern und was sie tun sollten.
Stellen Sie den Schülern dann eine Frage wie diese:
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Woran sollten sich die Israeliten in Bezug auf den Herrn erinnern, indem sie das Paschamahl zubereiteten und zu sich nahmen?
Erklären Sie, dass Jesus Christus im Neuen Testament bei einem Paschamahl, das als das Abschiedsmahl bekannt ist, das einführte, was wir heute als das Abendmahl kennen.
Zu meinem Gedächtnis, Darstellung von Walter Rane
Bitten Sie die Schüler, Lukas 22:13-15,19,20 zu lesen. Sprechen Sie dann mit der Klasse darüber und stellen Sie Fragen wie diese:
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Inwiefern gleicht das Abendmahl dem Paschafest? Worin unterscheidet es sich?
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Warum haben der Vater im Himmel und Jesus Christus heilige Handlungen wie das Pascha und das Abendmahl für uns vorgesehen?
Vielleicht arbeiten die Schüler eine Wahrheit wie diese heraus: Der Vater im Himmel und Jesus Christus geben uns heilige Handlungen wie das Pascha und das Abendmahl, um uns zu helfen, an sie zu denken.
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Was kann es bewirken, wenn wir beständig an den Vater im Himmel und an Jesus Christus denken? (Sie können im Rahmen dieses Gesprächs auch die folgende Aussage von Elder Dale G. Renlund vorlesen.)
Unser Vater im Himmel möchte, dass wir an seine Güte und die Güte seines geliebten Sohnes denken, nicht zu ihrer Genugtuung, sondern wegen des Einflusses, den dieses Erinnern auf uns hat. Wenn wir an ihre Güte denken, erweitert das unseren Blick und unser Verständnis. Wenn wir über ihr Mitgefühl nachdenken, werden wir demütiger, gebeterfüllter und standhafter. („Denkt an die Güte und Größe Gottes“, Liahona, Mai 2020, S. 41)
Geben Sie den Schülern Zeit, über die Bedeutung des Abendmahls nachzudenken und darüber, wie die Teilnahme am Abendmahl ihnen helfen kann, dem Vater im Himmel und Jesus Christus näherzukommen. Hier einige Anregungen, die der Klasse im Unterrichtsgespräch und beim Lernen helfen können:
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Lassen Sie die Schüler darüber sprechen, was sie schon getan haben, um dem Abendmahl mehr Bedeutung zu verleihen. Sie könnten auch von Segnungen erzählen, die sie erlangt haben, weil sie beim Abendmahl und unter der Woche an Jesus Christus gedacht haben.
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Singen Sie Abendmahlslieder oder lesen Sie deren Text (zum Beispiel „Wenn Brot und Wasser nehmen wir“ oder „Wie groß die Weisheit und die Lieb“ im Gesangbuch). Die Schüler können Wörter oder Formulierungen nennen, die sie für wichtig halten.
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Lassen Sie die Schüler einige Symbole des Paschafestes herausarbeiten, die in Exodus 12:1-12 erwähnt werden. Sie könnten besprechen, inwiefern diese und andere Symbole ihnen helfen können, beim Abendmahl an den Erretter zu denken.
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Bitten Sie die Schüler, die Abendmahlsgebete in Lehre und Bündnisse 20:77,79 zu lesen. Sie könnten ihre Eindrücke zu den Verheißungen und Segnungen des Bundes, die in den Gebeten genannt werden, aufschreiben.
Die Schüler sollen still darüber nachdenken, was sie bei der heutigen Lektion gelernt und empfunden haben. Bitten Sie sie, auch darüber nachzudenken, wie sie dem Abendmahl eine größere Bedeutung bei ihrer Gottesverehrung einräumen können.