Kurse zu den heiligen Schriften
Genesis 18 bis 23


„Genesis 18 bis 23“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2026

Abraham umarmt Isaak

Jehovah Jireh, Darstellung von Eva Koleva Timothy

Genesis 18 bis 23

Mit der Geburt Isaaks erfüllte Gott seine Verheißung, dass Abraham und Sara Nachkommen haben würden. Der Herr warnte Lot und seine Familie: Sie sollten aus dem Land Sodom fliehen, bevor es zerstört werden würde. Lots Frau blickte zurück und wurde zu einer Salzsäule. Um Abrahams Glauben zu prüfen, gebot ihm der Herr, er solle Isaak als Opfer darbringen. Als Abraham seine Glaubenstreue unter Beweis stellte, verschonte der Herr Isaak und stellte stattdessen ein Opfertier bereit.

Zusatzmaterial

Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament, „Genesis 18 bis 23“

Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern eine oder mehrere der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Was macht ihr, wenn das Leben nicht so läuft, wie ihr es geplant habt? Denkt darüber nach, während ihr euch mit den Erlebnissen Abrahams und Saras in Genesis 18:1-15 und 21:1-3 befasst.

  • Lest in Genesis 19:1-29 die Geschichte von Lots Familie, die aus Sodom floh. Denkt dabei darüber nach, warum der Herr möchte, dass wir nicht auf schädliche Einflüsse in unserem Leben „zurückblicken“.

  • Denkt beim Lesen von Genesis 22:1-19 über eure Gefühle für den Vater im Himmel und Jesus Christus nach. Welche Symbole findet ihr in diesem Bericht, die euch an sie erinnern?

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und sich über Erkenntnisse und Wahrheiten auszutauschen, die sie beim persönlichen Studium von Genesis 18 bis 23 entdeckt haben.

Icon „Fertigkeiten üben“
Fertigkeiten üben

Bei Genesis 22:1-19 lässt sich die Kompetenz „Symbolik in den heiligen Schriften verstehen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut anwenden.

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Das Lehren und Lernen verbessern

Den Lernenden helfen, ihre Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus zu stärken. Dass es beim Lehren und Lernen um Jesus Christus geht, erfüllt den Zweck, es jedem Menschen zu ermöglichen, dem Erretter und dem Vater im Himmel näherzukommen. Helfen Sie denjenigen, die Sie unterweisen, dieses Ziel nie aus den Augen zu verlieren. Spornen Sie sie an, ihre Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus zu stärken, indem sie die heiligen Schriften studieren, beständig umkehren, im Gebet mit dem Vater sprechen und Zeugnis für den Vater und den Sohn geben (siehe Auf die Weise des Erretters lehrenS. 9).

Genesis 18:1-15; 21:1-3

Wie kann ich mein Vertrauen in den Herrn und seinen Zeitplan stärken?

Sie können das folgende Fallbeispiel vorstellen oder sich ein anderes ausdenken, das den Bedürfnissen Ihrer Schüler besser gerecht wird:

Miguels Leben sieht nicht so aus, wie er es sich immer vorgestellt hatte. Seine Freunde und Angehörigen erreichen Meilensteine in ihrem Leben – sie machen einen Hochschulabschluss, starten eine Berufslaufbahn, heiraten und bekommen Kinder. Obwohl Miguel in seinem Patriarchalischen Segen vieles verheißen wurde, sind bis jetzt noch nicht viele dieser verheißenen Segnungen in Erfüllung gegangen. So langsam ist Miguel frustriert. Er bemüht sich zwar, das Richtige zu tun, aber er fragt sich, ob die Segnungen jemals eintreten werden.

Sie könnten die Schüler bitten, darüber nachzudenken, ob sie selbst oder jemand, den sie kennen, sich schon einmal so wie Miguel gefühlt hat. Sie könnten die Schüler auch bitten, eine Segnung vom Herrn aufzuschreiben, auf die sie noch warten (Eheschließung, Familie, Ausbildung, Antworten auf Fragen, Befreiung von einer Prüfung, Chancen und dergleichen).

  • Warum ist es manchmal schwierig, darauf zu warten, dass sich verheißene Segnungen erfüllen?

Erinnern Sie die Schüler daran, dass ein Teil von Gottes Bund mit Abraham die Verheißung war, dass er und Sara eine große Nachkommenschaft haben würden (siehe Genesis 13:16; 15:5 und 17:15-19). Als Abraham und Sara schon sehr alt waren, hatten sie immer noch keine Kinder. Sie könnten fragen:

  • Welche Gedanken oder Fragen hättet ihr wohl, wenn ihr an Abrahams und Saras Stelle wärt?

Erklären Sie, dass der Herr drei Boten zu Abraham und Sara sandte. Bitten Sie die Schüler, sich mit dem Verhalten von Abraham, Sara und den Boten des Herrn in Genesis 18:9-14 sowie mit den späteren Ereignissen in Genesis 21:1-3 zu befassen.

Fragen Sie die Schüler anschließend, was sie über den Herrn und seine verheißenen Segnungen gelernt haben. (Die Schüler könnten Wahrheiten wie diese herausarbeiten: Nichts ist für den Herrn zu schwer. Der Herr erfüllt seine Verheißungen an uns zu der von ihm bestimmten Zeit.) Erwägen Sie ein Gespräch über Fragen wie diese:

  • In welchen Situationen würde es euch helfen, euch an diese Wahrheiten zu erinnern? Was könnte das in solchen Situationen bewirken?

  • Welche Erfahrungen haben euch gezeigt, dass für den Herrn nichts zu schwierig ist?

Betonen Sie im Laufe des Unterrichtsgesprächs, dass das Warten auf die verheißenen Segnungen des Herrn manchmal Geduld und Vertrauen in den Zeitplan des Herrn erfordert. Zeigen Sie gegebenenfalls diese Aussage von Elder Gerrit W. Gong:

Elder Gerrit W. Gong

In diesem Leben harren wir manchmal des Herrn. Noch stehen wir vielleicht nicht dort, wo wir es uns für die Zukunft erhoffen und wünschen. Eine tiefgläubige Schwester hat gesagt: „Treu der Segnungen des Herrn zu harren, ist eine heilige Einstellung. Darauf darf man nicht mitleidig, herablassend oder wertend blicken, sondern mit heiliger Ehrerbietung.“ Unterdessen leben wir im Jetzt und warten nicht darauf, bis das Leben anfängt. („Platz in der Herberge“, Liahona, Mai 2021, S. 27)

  • Welchen Nutzen könnte es für uns vielleicht haben, wenn sich Verheißungen des Herrn an uns nicht sofort erfüllen?

  • Wie könnt ihr Elder Gongs Rat, im Jetzt zu leben, befolgen, während ihr darauf wartet, dass sich Gottes Verheißungen erfüllen?

Bitten Sie die Schüler, an die Segnung zu denken, auf die sie warten und die sie zu Beginn dieser Lernaufgabe aufgeschrieben haben. Die Schüler könnten eine Liste mit Möglichkeiten erstellen, wie sie Glauben an den Herrn zeigen können, während sie auf die Segnung warten. Wenn sie nicht zu persönlich sind, könnten einige der Schüler der Klasse ein paar wichtige Gedanken mitteilen, die sie aufgeschrieben haben.

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Genesis 19:1-29

Was muss ich zurücklassen, damit ich dem Erretter besser nachfolgen kann?

Vielleicht möchten Sie die folgende Aussage von Präsident Jeffrey R. Holland vorlesen:

Präsident Jeffrey R. Holland

Die Vergangenheit ist dazu da, dass man aus ihr lernt, nicht aber in ihr lebt. („Das Beste kommt erst noch“, Liahona, Januar 2010, S. 18)

  • Inwiefern kann es uns helfen, uns an die Vergangenheit zu erinnern?

  • Warum ist es wohl wichtig, nicht in der Vergangenheit zu leben?

Während sich die Schüler mit der Geschichte befassen, wie Lot und seine Familie ihr Zuhause in Sodom zurücklassen mussten, könnten sie darüber nachdenken, ob es etwas gibt, das sie nur schwer in der Vergangenheit zurückzulassen können. Bitten Sie die Schüler, ihre Gedanken und Gefühle dazu aufzuschreiben, ob etwas davon sie davon abhält, dem Herrn nachzufolgen.

Geben Sie den Schülern die folgende Erklärung, damit sie den Kontext des Berichts, mit dem sie sich befassen werden, besser verstehen. Sie können auch einen Schüler bitten, die Erklärung vorzulesen.

Lot war Abrahams Neffe. Nachdem Lot und seine Familie mit Abraham von Ägypten nach Kanaan gezogen waren, ließen sie sich in der Jordangegend nieder (siehe Genesis 13:1-11). Lot schlug „seine Zelte bis Sodom hin“ auf (siehe Genesis 13:12), eine Stadt, die als „sehr böse“ galt (siehe Genesis 13:13). Lot und seine Familie ließen sich schließlich in Sodom nieder (siehe Genesis 14:12). In seiner Barmherzigkeit sandte der Herr Boten nach Sodom, um Lot und seine Familie zu warnen, dass sie die Stadt verlassen sollten, da diese vernichtet werden würde (siehe Genesis 19:12,13).

Bitten Sie die Schüler, Genesis 19:14-19,24-26 zu lesen und darauf zu achten, wie Lot und seine Familie auf die Anweisungen des Herrn reagierten, die Stadt schnell zu verlassen. (Um den Schülern die Geschehnisse in diesen Versen verständlich zu machen, könnten Sie „Genesis 19:15-26. Warum wurde Lots Frau zu einer Salzsäule?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament lesen.)

  • Was ist euch beim Lesen dieser Verse an Lot und seiner Familie aufgefallen? Was ist euch in Bezug auf den Herrn aufgefallen?

Erklären Sie, dass der Erretter im Neuen Testament anhand der Geschichte von Lots Familie darüber spricht, wie es beim Zweiten Kommen sein wird (siehe Lukas 17:28-32). Bitten Sie die Schüler, Lukas 17:32 zu lesen und auf die Warnung des Erretters zu achten. Regen Sie an, dass die Schüler diesen Vers in ihren heiligen Schriften markieren.

  • Welche wichtigen Schlüsse können wir aus dem Bericht über Lots Frau ziehen? (Die Schüler könnten eine Wahrheit wie diese nennen: Der Herr gebietet uns, vor Schlechtigkeit zu fliehen und ihr ganz und gar zu entsagen.)

  • Auf welche Weise könnte jemand versucht sein, auf Sünden oder schlechte Einflüsse „zurückzublicken“, die zuvor Teil seines Lebens waren?

  • Wie kann der Erretter uns helfen, vergangene Fehler hinter uns zu lassen und im Glauben vorwärtszugehen?

Zur Vertiefung des Unterrichtsgesprächs könnten Sie diese Aussage von Präsident Jeffrey R. Holland vorlesen:

Präsident Jeffrey R. Holland

Seien Sie­ … nicht überrascht, wenn der Sog der Vergangenheit stark ist. Dazu können alte Freunde und alte Gewohnheiten gehören – starke Gewohnheiten, die vielleicht in Ihrem Verhalten fest verwurzelt sind, wie etwa die Abhängigkeit von Tabak, Alkohol oder Drogen, Pornografie, Spielsucht, sexuelle Übertretungen oder Unehrlichkeit, um nur einige zu nennen. Solche Verhaltensweisen haben Sie damals vom Einfluss des Heiligen Geistes getrennt und sie wären noch schädlicher, wenn Sie heute zu ihnen zurückkehren würden. Doch die Macht Ihrer Bündnisse ist stärker als die Macht der Versuchung. Lassen Sie nicht zu, dass die Angst vor Übertretungen der Vergangenheit Ihren Entschluss schwächt, umzukehren und sich davon abzuwenden. Denken Sie daran: Gott hat verheißen, dass er Sie aus der Hand derer retten wird, die Sie hassten, und aus der Gewalt des Feindes erlösen wird [siehe Psalm 106:10]. („Was jedes neue Mitglied wissen sollte – und woran sich jedes langjährige Mitglied erinnern sollte“, Liahona, Oktober 2006, S. 14)

Vielleicht möchten Sie die Schüler bitten, still für sich über die folgende Frage nachzudenken und ihre Antwort aufzuschreiben:

  • Was kann ich tun, um Sünden oder schlechte Einflüsse hinter mir zu lassen?

Sie könnten einige Schüler bitten, Zeugnis dafür zu geben, dass sie mit der Hilfe des Herrn Sünde und schlechten Einflüssen entsagen können.

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Genesis 22:1-19

Was kann ich von Abraham und Isaak über den Vater im Himmel und Jesus Christus lernen?

Bitten Sie die Klasse, über bedeutende Opfer nachzudenken, die andere für sie gebracht haben. Sie könnten einige Schüler bitten, davon zu erzählen.

  • Was empfindet ihr für diejenigen, die ein Opfer für euch gebracht haben?

Sie könnten das folgende Bild von Abraham und Isaak zeigen und einen Schüler bitten, das Dargestellte für die Klasse zusammenzufassen.

Abraham trifft Vorbereitungen, Isaak zu opfern

Abraham und Isaak, Darstellung von Harold Copping

  • Warum war das Gebot, Isaak zu opfern, wohl eine besonders schwere Glaubensprüfung für Abraham?

Weisen Sie darauf hin, dass dieser Bericht über Abraham und Isaak einen hohen Symbolgehalt hat. Sie könnten die Schüler bitten, Jakob 4:5 zu lesen und darauf zu achten, was der Prophet Jakob aus dem Buch Mormon über die Symbolik dieses Berichts gesagt hat. (Mehr zum Thema Symbolik finden Sie unter „Symbolik in den heiligen Schriften verstehen“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium.)

Geben Sie den Schülern Zeit, Genesis 22:1-19 zu lesen und auf Einzelheiten zu achten, die symbolisch etwas über den Vater im Himmel und Jesus Christus aussagen. Sie könnten sich diese Symbole und Parallelen in ihren heiligen Schriften notieren.

Wenn die Schüler fertig sind, bitten Sie einige von ihnen, der Klasse zu erzählen, welche Symbole oder Vergleiche sie beeindruckt haben und warum. Sie könnten auch Fragen wie diese stellen:

  • Inwiefern hilft euch der Bericht über Abraham und Isaak, den Vater im Himmel und Jesus Christus mehr zu schätzen?

  • Welche Wahrheiten habt ihr aus diesem Bericht über den Vater im Himmel und Jesus Christus gelernt? (Hier ein Beispiel für eine Wahrheit, die die Schüler herausarbeiten könnten: Der Vater im Himmel hat uns durch das bereitwillige Opfer seines Sohnes Jesus Christus seine vollkommene Liebe gezeigt.)

Sie können das folgende Bild zeigen und einen Schüler bitten, die Aussage von J. Anette Dennis vorzulesen:

Jesus trägt sein Kreuz
J. Anette Dennis

Als Gottvater seinen einziggezeugten Sohn als Opfer für uns darbrachte, wurde Jesus Christus selbst zum höchsten Symbol für die unsterbliche Liebe, die der Vater im Himmel für einen jeden von uns empfindet. („Zieht den Herrn Jesus Christus an“, Liahona, Mai 2024, S. 10)

  • Inwiefern zeigt das Opfer Jesu Christi die Liebe unseres himmlischen Vaters?

Geben Sie den Schülern die Gelegenheit, über die Liebe des himmlischen Vaters und Jesu Christi nachzudenken. Spielen oder singen Sie dazu das Lied „In Lieb und Gnad vom Himmelsthron“ (Gesangbuch, Nr. 114) oder ein anderes Lied, in dem es um die Liebe Gottes geht. Die Schüler könnten Begriffe oder Formulierungen aus dem Lied nennen, die ihnen besonders aufgefallen sind.

Bitten Sie die Schüler zum Abschluss, darüber nachzudenken, was sie bei dieser Lernaktivität durch den Heiligen Geist gelernt oder verspürt haben. Geben Sie ihnen etwas Zeit, ihre Gedanken, Gefühle oder geistigen Eindrücke aufzuschreiben.

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