Kurse zu den heiligen Schriften
Genesis 1 und 2; Mose 2 und 3; Abraham 4 und 5


„Genesis 1 und 2; Mose 2 und 3; Abraham 4 und 5“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2026

Jehova erscheint Mose

Mose sieht Jehova, Darstellung von Joseph Brickey

Genesis 1 und 2; Mose 2 und 3; Abraham 4 und 5

Auf Weisung des himmlischen Vaters erschuf Jesus Christus die Erde in sechs Zeitabschnitten, am siebten ruhte er. Gott erschuf Adam und Eva als sein Abbild. Er gebot ihnen, sich zu mehren und die Erde zu füllen.

Zusatzmaterial

Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament, „Genesis 1 und 2; Mose 2 und 3; Abraham 4 und 5“

Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern eine oder mehrere der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Wir können viel über Jesus Christus lernen, wenn wir uns seine Rolle als Schöpfer vor Augen führen. Befasst euch mit einem der Schöpfungsberichte in Genesis 1, Mose 2 und Abraham 4. Ihr könntet auflisten, was ihr darin über Jesus Christus erfahrt.

  • Wenn ihr Genesis 1:26,27, Mose 2:26,27 und Abraham 4:26,27 lest, denkt bitte darüber nach, was es bedeutet, dass wir als Abbild Gottes erschaffen wurden. Inwiefern wirkt sich eure Erkenntnis dieser Wahrheit auf euch aus?

  • Durch viele Einflüsse wird heutzutage die Bedeutung von Ehe und Familie herabgemindert. Wenn ihr euch mit Mose 2:27,28 und 3:18-24 befasst, denkt darüber nach, warum Ehe und Familie im Erlösungsplan des himmlischen Vaters eine zentrale Rolle spielen.

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Genesis 1 und 2, Moses 2 und 3 und Abraham 4 und 5 entdeckt haben.

Icon „Fertigkeiten üben“
Fertigkeiten üben

Bei Genesis 1, Mose 2 und Abraham 4 lässt sich die Kompetenz „In den heiligen Schriften und im Archiv Kirchenliteratur forschen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut anwenden.

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Das Lehren und Lernen verbessern

Geistigen Eingebungen zu den Bedürfnissen der Lernenden folgen. Der Herr weiß, was Ihre Schüler brauchen. Wenn Sie für Ihre Schüler beten und sich geistig vorbereiten, kann er Ihnen geistige Eindrücke geben, die Ihnen zeigen, wie Sie Ihren Schülern am besten helfen können. Vertrauen Sie darauf, dass der Heilige Geist Ihnen alles zeigen wird, was Sie tun sollen (siehe 2 Nephi 32:5).

Genesis 1; Mose 2; Abraham 4

Wie wirkt es sich auf meine Gefühle für den Schöpfer aus, wenn ich die Schöpfung verstehe?

Sie können ein Bild von einer schönen Landschaft oder von etwas anderem, was Gott erschaffen hat, zeigen, wenn die Schüler in den Klassenraum kommen. Die Schüler könnten sich auch zu zweit über ein Bild oder eine Beschreibung von etwas austauschen, was Gott erschaffen hat und ihnen viel bedeutet.

Sonnenuntergang am Meer
Herbstlandschaft im Grand-Teton-Nationalpark

Weisen Sie darauf hin, dass die Beschäftigung mit der Schöpfung sowohl unserer Liebe zu Jesus Christus, der die Erde erschaffen hat, und zu Gottvater, der Frau und Mann als sein Abbild geschaffen hat, als auch unserer Ehrfurcht vor ihnen mehr Tiefe verleihen kann. Sie könnten eine Tabelle wie die folgende zeigen und die Schüler bitten, sie abzuzeichnen. Bitten Sie sie, sich mit Genesis 1, Mose 2 oder Abraham 4 zu befassen und dabei für jede Spalte der Tabelle entsprechende Antworten zu finden. (Um den Schülern bei der Beantwortung der Fragen zur Schöpfung zu helfen, die sie vielleicht haben, könnten Sie sie bitten, sich mit den Einträgen zu den entsprechenden Kapiteln in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament zu befassen.)

Was ich über den Schöpfer erfahre oder für ihn empfinde

Was ich über das, was er alles erschaffen hat, erfahre oder dafür empfinde

Was ich über den Schöpfer erfahre oder für ihn empfinde

Was ich über das, was er alles erschaffen hat, erfahre oder dafür empfinde

Teilen Sie die Schüler dann in Zweier- oder Kleingruppen ein. Bitten Sie die Schüler, einander einige ihrer Antworten mitzuteilen. Die Schüler könnten auch der Klasse einige ihrer Erkenntnisse mitteilen. (Sie könnten in eigenen Worten Wahrheiten wie diese nennen: Auf Weisung des himmlischen Vaters hat Jesus Christus die Erde erschaffen. Die Schöpfung war durchdacht und erfolgte geordnet. Wir sind als Abbild Gottes erschaffen. Gott verkündete, dass alles, was er erschaffen hatte, sehr gut war.)

  • Wie kann es sich auf eure Gefühle für Gott, Jesus Christus und alles, was Gott erschaffen hat, auswirken, wenn ihr an diese Wahrheiten denkt?

Sie könnten die Schüler bitten, Schriftstellen herauszusuchen, die ihr Verständnis von der Rolle Jesu Christi als Schöpfer und ihre Dankbarkeit dafür vertiefen. Sie können die Studienhilfen im Archiv Kirchenliteratur nutzen, um Schriftstellen zu finden (siehe „In den heiligen Schriften und im Archiv Kirchenliteratur forschen“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium). Sie können ihnen auch vorschlagen, sich mit einigen der folgenden Schriftstellen zu befassen:

Nachdem die Schüler genügend Zeit hatten, könnten sie sich zu zweit, in kleinen Gruppen oder gemeinsam als Klasse darüber austauschen, was sie gelernt haben. Sie könnten ihnen auch Fragen wie diese stellen:

  • Was lernt ihr aus der Rolle des Erretters als Schöpfer über ihn und seine Fähigkeiten?

  • Was habt ihr über die Beweggründe des Erretters, seine Liebe oder seine Macht, euch zu helfen, gelernt oder diesbezüglich empfunden?

Sie könnten das Video „We Lived with God“ (4:00, in englischer Sprache) zeigen und die Schüler bitten, über ihre Gefühle für Jesus Christus nachzudenken. Die Schüler könnten auch Gefühle oder Eindrücke aufschreiben, die sie vom Heiligen Geist erhalten haben.

4:0

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Genesis 1:26,27; Mose 2:26,27; Abraham 4:26,27

Warum ist es wichtig, daran zu denken, dass ich als Gottes Abbild erschaffen wurde?

Bitten Sie die Schüler, über einen Aspekt des menschlichen Körpers nachzudenken, der sie in Erstaunen versetzt, und sich darüber auszutauschen. Sie können auch das Video „God‘s Greatest Creation“ (2:51; in englischer Sprache) zeigen.

2:49

Sie könnten sich miteinander über eine Frage wie diese austauschen:

  • Welche Gedanken oder Gefühle habt ihr in Bezug auf Gott, wenn ihr an den menschlichen Körper und seine vielen Funktionen denkt?

Bitten Sie die Schüler, Genesis 1:26,27, Mose 2:26,27 oder Abraham 4:26,27 zu lesen sowie die nachstehende Aussage aus „Die Familie – eine Proklamation an die Welt“. Bitten Sie sie, darüber nachzudenken, was diese Lehren über die Bedeutung ihrer Erschaffung offenbaren.

Alle Menschen – Mann und Frau – sind als Abbild Gottes erschaffen. Jeder Mensch ist ein geliebter Geistsohn oder eine geliebte Geisttochter himmlischer Eltern und hat dadurch ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung. („Die Familie – eine Proklamation an die Welt“, Archiv Kirchenliteratur)

  • Was versteht ihr durch diese Lehren besser in Bezug auf euch selbst? (Die Schüler könnten eine Wahrheit wie diese herausarbeiten: Weil wir als Abbild Gottes erschaffen sind, haben wir ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung.)

Damit die Schüler die Bedeutung ihres göttlichen Wesens und ihrer göttlichen Bestimmung besser verstehen, teilen Sie das Arbeitsblatt „Unsere Identität und Bestimmung“ aus. Bitten Sie die Schüler dann, es in kleinen Gruppen zu besprechen. Anschließend können Sie die Schüler bitten, der Klasse von einigen ihrer Erkenntnisse zu berichten.

Arbeitsblatt „Unsere Identität und Bestimmung“

Sie können einige Schüler davon erzählen lassen, wie sich die Kenntnis ihrer göttlichen Identität und Bestimmung auf sie auswirkt. Sie könnten auch das Video „Running Toward the Light“ (Minute 11:00 bis 15:19; in englischer Sprache) anschauen. Bitten Sie die Schüler, darauf zu achten, wie sich Elder Peter M. Johnsons Leben änderte, als er erfuhr, dass er ein Kind Gottes ist.

17:34

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Mose 2:27-38; 3:18-24

Warum sind Ehe und Familie im Erlösungsplan des himmlischen Vaters von zentraler Bedeutung?

Sie könnten die folgende Aussage aus der Proklamation zur Familie und das nachstehende Fallbeispiel vorlesen. (Sie können die Einzelheiten des Fallbeispiels so anpassen, dass sie für Ihre Schüler relevanter sind.)

Wir, die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, verkünden feierlich, dass die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott verordnet ist und dass im Plan des Schöpfers für die ewige Bestimmung seiner Kinder die Familie im Mittelpunkt steht. („Die Familie – eine Proklamation an die Welt“, Archiv Kirchenliteratur)

Gideon hört in der Kirche und bei anderen Veranstaltungen zum Evangelium viele Botschaften über die Bedeutung von Ehe und Familie. Am Anfang hat es ihn nicht so gestört, aber je älter er wird, desto mehr ist er es leid, so viel darüber zu hören. Er kann sich nicht wirklich vorstellen, zu heiraten oder Kinder zu haben. Wenn Gideon in der Kirche hört, dass die Familie im Erlösungsplan des himmlischen Vaters im Mittelpunkt steht, fragt er sich, was das für ihn bedeutet.

  • Aus welchen Gründen möchte er vielleicht nicht heiraten und Kinder haben?

Bitten Sie die Schüler, zu überlegen, welche Fragen zum Thema Ehe und Familie sie vielleicht haben. Erklären Sie, dass das, was der Vater im Himmel nach der Schöpfung getan hat, die zentrale Rolle von Ehe und Familie in seinem Plan verdeutlicht. Bitten Sie die Schüler, sich bei ihrem Studium um Führung durch den Heiligen Geist zu bemühen, um Hilfe bei ihren Fragen zu bekommen.

Lesen Sie gemeinsam Mose 2:27,28, 3:18-24 und Lehre und Bündnisse 49:15-17. Bitten Sie die Schüler, auf Wahrheiten zu achten, die die zentrale Rolle von Ehe und Familie im Erlösungsplan des himmlischen Vaters verdeutlichen. (Die Schüler könnten auch die Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament heranziehen, um die Verse, mit denen sie sich in Mose 2 und 3 befassen, besser zu verstehen.)

Bitten Sie die Schüler, einige Wahrheiten über Ehe und Familie zu nennen, die sie bei ihrem Studium entdeckt haben. Diese Wahrheiten könnten Sie dann an die Tafel schreiben. Die Schüler könnten in eigenen Worten Wahrheiten wie diese nennen:

  • Gott hat Mann und Frau geboten, als Ehepartner Kinder zu haben (siehe Mose 2:28).

  • Mann und Frau sollen in der Ehe eins sowie gleichwertige Partner sein (siehe Mose 3:18,24).

  • Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist von Gott verordnet (siehe Lehre und Bündnisse 49:15).

  • Die Erde wurde geschaffen, um einen Ort zu bereiten, wo Gottes Kinder in eine Familie geboren werden und sich gemeinsam weiterentwickeln können (siehe Lehre und Bündnisse 49:16,17).

Im Rahmen des Unterrichtsgesprächs über diese Wahrheiten können Sie auch das Video „Today‘s Family: Elder Andersen on Children“ (2:35; in englischer Sprache) oder das Video „Renaissance of Marriage“ (2:36; in englischer Sprache) zeigen.

2:35
2:38

Sie könnten auch Fragen wie diese stellen:

  • Wie kann es sich auf eure Entscheidungen auswirken, wenn ihr euch die zentrale Rolle von Ehe und Familie im Plan des himmlischen Vaters vor Augen führt?

  • Was meint ihr, inwiefern es euch hilft, mehr wie der Vater im Himmel zu werden, wenn ihr euch an die Maßstäbe haltet, die er in Bezug auf Ehe und Familie aufgestellt hat?

Räumen Sie ein, dass aus den verschiedensten Gründen viele Menschen keine ideale Ehe oder Familie haben. So eine Lage kann zu Kummer, Enttäuschung, Verwirrung oder Sorgen führen. Um diese Belange anzusprechen, könnten Sie fragen:

  • Was könntet ihr jemandem sagen, der bisher keine positiven Erfahrungen mit Ehe und Familie gemacht hat? (Bei Bedarf können Sie diese Aussage von Elder D. Todd Christofferson verwenden:)

Elder D. Todd Christofferson

Wenn wir die grundlegenden Wahrheiten in Bezug auf Ehe und Familie verkünden, wollen wir damit nicht über die Opfer und Erfolge derjenigen, die dieses Ideal gegenwärtig nicht verwirklicht haben, hinwegsehen oder diese abwerten. Manchen von Ihnen bleibt die Segnung der Ehe aus verschiedenen Gründen verwehrt, wie etwa aus Mangel an geeigneten Partnern, gleichgeschlechtlichen Neigungen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder schlicht einer Versagensangst, die zumindest im Augenblick den Glauben überlagert. Vielleicht waren Sie einmal verheiratet, doch dies ist nun vorbei, und Sie müssen alleine bewältigen, was zwei gemeinsam kaum schaffen. Manche von Ihnen sind verheiratet, können jedoch keine Kinder bekommen, obwohl Sie es sich sehnlichst wünschen und darum flehen.

Trotz alledem hat jeder Gaben, hat jeder Talente, kann jeder zur Entfaltung des göttlichen Plans in jeder Generation beitragen. Viel Gutes, viele entscheidende Dinge – manchmal sogar alles, was im Moment notwendig ist – können in weniger idealen Lebensumständen erreicht werden. Sehr viele von Ihnen geben Ihr Allerbestes. Wenn Sie, die Sie die schwersten Lasten des Erdenlebens zu tragen haben, Gottes Plan zur Erhöhung seiner Kinder verteidigen, stehen wir alle voll hinter Ihnen. Mit Zuversicht bezeugen wir, dass im Sühnopfer Jesu Christi alle Entbehrungen und Verluste derjenigen, die zu ihm kommen, vorweggenommen wurden und letztendlich wiedergutgemacht werden. Niemand ist von vornherein dazu bestimmt, nur einen Bruchteil von dem zu empfangen, was der Vater für seine Kinder bereithält. („Warum heiraten? Warum eine Familie gründen?“, Liahona, Mai 2015, S. 52f.)

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie die Wahrheiten, mit denen sie sich befasst haben, in die Tat umsetzen können. Ermuntern Sie sie, sich um Inspiration vom Vater im Himmel zu bemühen oder geistige Eingebungen aufzuschreiben, die sie bereits vom Heiligen Geist erhalten haben. Geben Sie Zeugnis für die zentrale Rolle der Familie im Plan des himmlischen Vaters.

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