Elija streitet gegen die Baalspriester, Darstellung von Jerry Harston
1 Könige 12 und 13; 17 bis 22
Während einer Hungersnot bittet der Prophet Elija eine Witwe in Sarepta, ihm ihr letztes Essen zu geben. Er verheißt ihr, dass ihr Öl und ihr Mehl während der Dürre nicht zur Neige gehen werden. Die Witwe handelt im Glauben, und Elijas Verheißung geht in Erfüllung. Elija fordert die Baalspriester zu einem Wettstreit heraus, um zu beweisen, dass der Gott Israels der einzige wahre Gott ist. Als Antwort auf Elijas Gebete sendet der Herr Feuer vom Himmel, um den Wettstreit für sich zu entscheiden. Später spricht der Herr mit sanfter, leiser Stimme zu Elija.
Zusatzmaterial
Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament, „1 Könige 12 und 13; 17 bis 22“
Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.
Das persönliche Studium fördern
Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern eine oder mehrere der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:
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Was in deinem Leben macht es erforderlich, dass du auf den Herrn vertraust? Denke beim Studium von 1 Könige 17 darüber nach, was du von Elija und der Witwe von Sarepta lernen kannst, um dein Gottvertrauen zu stärken.
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Viele Israeliten zur Zeit Elijas wollten sowohl Jehova als auch dem falschen Gott Baal dienen. Denke beim Lesen von 1 Könige 18 darüber nach, welche Gründe heutzutage jemand wohl zögern lassen, dem Herrn nachzufolgen. Was erfährst du in diesem Kapitel über den Herrn, was Menschen helfen könnte, die zögern, Jesus Christus nachzufolgen?
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Wie kannst du trotz des Chaos und der Ablenkungen in der Welt Gottes Stimme hören? Denke darüber nach, während du dich mit 1 Könige 19:9-12 befasst.
Fragen und Gedankenaustausch
Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von 1 Könige 12 und 13 und 17 bis 22 entdeckt haben.
Fertigkeiten üben
Bei der Lernaufgabe zu 1 Könige 17 lässt sich die Kompetenz „Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut anwenden. Sie könnten die Kompetenz „Fragen stellen, die zu eifrigem Lernen anregen“ als Teil der Lernaufgabe zu 1 Könige 19:9-12 üben.
Aufgabenauswahl
Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert. Sie können auch Ihre Schüler um Vorschläge bitten.
Das Lehren und Lernen verbessern
Bei den Schülern christliche Eigenschaften beobachten. Um den Schülern zu helfen, mehr wie Jesus Christus zu werden, können wir sie auf christliche Eigenschaften hinweisen, die wir in ihnen sehen. Dadurch erkennen sie den Fortschritt, den sie bereits gemacht haben. Weitere Anregungen dazu, wie Sie Inspiration erlangen können, um den Schülern zu helfen, mehr wie Jesus Christus zu werden, finden Sie im Abschnitt „Den Lernenden helfen, sich bewusst darum zu bemühen, mehr wie Jesus Christus zu sein“ (Auf die Weise des Erretters lehren, S. 9).
Wie kann mir Vertrauen in den Herrn helfen, wenn sich das Leben unsicher anfühlt?
Sie könnten die folgende Frage an die Tafel schreiben und sie der Klasse stellen. Sie können auch die Antworten der Schüler an die Tafel schreiben.
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Nennt Beispiele für unsichere Situationen, in denen junge Erwachsene großes Vertrauen in den Herrn setzen müssen?
Fordern Sie die Schüler auf, über schwierige Situationen nachzudenken, mit denen sie gerade konfrontiert sind, insbesondere solche, in denen es ihnen schwerfällt, dem Herrn zu vertrauen, weil sie nicht wissen, wie die Sache ausgehen wird. Ermuntern Sie sie, beim heutigen Studium auf Wahrheiten zu achten, die ihnen helfen können, mit mehr Zuversicht auf den Herrn zu vertrauen, auch wenn die Zukunft ungewiss erscheint.
Um den Schülern den Kontext von 1 Könige 17 zu verdeutlichen, könnten Sie oder ein Schüler den folgenden Absatz zusammenfassen:
Der Prophet Elija lebte zu einer Zeit im Nordreich Israel, in der Schlechtigkeit und Götzendienst weit verbreitet waren. Er nutzte die Macht Gottes, um zu verhindern, dass Regen fiel, was zu jahrelanger Dürre und Hungersnot führte. Der Herr sorgte für Elija und wies ihn an, sich an einem Bach zu verstecken, wo Raben ihn ernährten. Der Herr gebot Elija dann, ins Land Sarepta zu gehen, wo eine Witwe für ihn sorgen würde (siehe 1 Könige 17:1-9). In viele Handlungen Elijas in diesem Bericht können wir Sinnbilder für Jesus Christus erkennen. (An dieser Stelle lässt sich die Kompetenz „Jesus Christus in den Mittelpunkt stellen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut vorstellen.)
Geben Sie den Schülern Zeit, 1 Könige 17:10-24 zu lesen und ihre Antworten auf die folgenden Fragen zu notieren:
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Was hat Elija getan oder gesagt, was euch an Jesus Christus erinnert?
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Was erfahrt ihr aus dem Beispiel der Witwe darüber, was geschieht, wenn man auf den Herrn vertraut?
Nachdem die Schüler genügend Zeit zum Lesen hatten, könnten sie sich zu zweit oder in kleinen Gruppen über ihre Antworten auf diese Fragen austauschen. Ein paar Schüler könnten ihre Erkenntnisse auch der ganzen Klasse mitteilen. Hier ein Beispiel für eine Wahrheit, die sie vielleicht herausarbeiten: Wenn wir unser Vertrauen in den Herrn setzen, segnet er uns und steht uns bei.
Bitten Sie die Schüler, sich mit einigen der folgenden Schriftstellen zu befassen. Bitten Sie sie, Wahrheiten aus diesen Versen zu nennen, aus denen hervorgeht, wie wichtig es ist, auf den Herrn zu vertrauen. Sie könnten auch darüber sprechen, inwiefern die Wahrheiten, die in den Schriftstellen vermittelt werden, in der Geschichte von Elija und der Witwe in 1 Könige 17 deutlich werden.
Lenken Sie die Aufmerksamkeit der Schüler auf die Liste an der Tafel, die Sie zu Beginn der Lernaufgabe erstellt haben, und stellen Sie ein paar Fragen wie diese:
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Woran kann es in solchen Situationen liegen, dass es uns schwerfällt, unser Vertrauen in den Herrn zu setzen?
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Wie kann man in solchen Situationen sein Vertrauen auf den Herrn zeigen?
Bitten Sie die Schüler, sich einen Moment Zeit zu nehmen und eine Situation aufzuschreiben, in der sie oder jemand, den sie kennen, dem Herrn völlig vertrauen oder sich auf ihn verlassen mussten, ohne zu wissen, wie die Sache ausgehen würde. Sie könnten auch beschreiben, welche Segnungen des Herrn sie bei diesem Erlebnis erfahren haben. Sie könnten dann einige Freiwillige bitten, der Klasse von ihrem Erlebnis zu berichten.
Sie könnten ein Glas mit etwas Öl und ein anderes Glas mit etwas Mehl zeigen. Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie sie dem Beispiel der Witwe von Sarepta folgen und selbst in schwierigen Situationen ihr Vertrauen in den Herrn setzen können. Bitten Sie sie, ihre Gedanken und Eindrücke aufzuschreiben.
Was steht meiner Hingabe an den Herrn im Weg?
Sie könnten zunächst diese Aussage von Präsident Thomas S. Monson vorlesen und Sie die dazugehörigen Frage besprechen:
Wo einst die Maßstäbe der Kirche und die der Gesellschaft weitgehend in Einklang waren, trennt uns nun eine weite Kluft – und sie wird immer breiter. („Die Macht des Priestertums“, Liahona, Mai 2011, S. 66)
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Welche Beispiele fallen euch ein, die die Aussage von Präsident Monson veranschaulichen?
Erklären Sie, dass auch der Prophet Elija zu einer Zeit lebte, in der sich die Maßstäbe der Gesellschaft von denen des Herrn unterschieden. Während der Herrschaft von König Ahab und Königin Isebel im Nordreich Israel wollten viele Israeliten neben Jehova auch falsche Götter wie Baal verehren. Elija forderte Hunderte falscher Propheten zu einem Wettstreit auf dem Berg Karmel heraus, in dem sich zeigen sollte, ob Baal oder Jehova der wahre Gott war (siehe 1 Könige 18:17-21). Vor dem Wettstreit sprach Elija zum Volk.
Bitten Sie die Schüler, 1 Könige 18:21 zu lesen und darauf zu achten, welche Frage Elija den Israeliten gestellt hat. Anschließend könnten Sie fragen:
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Wie würdet ihr Elijas Worte in diesem Vers zusammenfassen? (Bei Bedarf können die Schüler den Eintrag zu 1 Könige 18:21 in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament lesen.)
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Welche Wahrheit können wir aus Elijas Frage an das Volk ableiten? (Die Schüler nennen vielleicht eine Wahrheit wie diese: Wir können nicht Gott und gleichzeitig falschen Göttern und schlechten Einflüssen folgen.)
Vielleicht möchten Sie auch die folgende Aussage von Elder D. Todd Christofferson vorlesen und besprechen:
Heute würde Elija vielleicht sagen:
Entweder gibt es Gott, unseren Vater im Himmel, oder es gibt ihn nicht. Doch wenn es ihn gibt, dann betet ihn an.
Entweder ist Jesus Christus der Sohn Gottes, der auferstandene Erlöser der Menschheit, oder er ist es nicht. Doch wenn er es ist, dann folgt ihm nach. …
Damit wir im Glauben an Christus fest und standhaft bleiben, muss uns das Evangelium Jesu Christi tief ins Herz und in die Seele dringen. Das Evangelium ist dann nicht nur einer von vielen Einflüssen in unserem Leben, sondern der prägende Schwerpunkt unseres Lebens und unseres Charakters. („Im Glauben an Christus fest und standhaft“, Liahona, November 2018, S. 30f.)
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Auf welche Weise versuchen die Menschen heutzutage, Gott und gleichzeitig falschen Göttern und schlechten Einflüssen zu folgen?
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Was wisst ihr über Gott, was euch dazu bewegen kann, ihn und sein Evangelium zum „prägenden Schwerpunkt“ eures Lebens zu machen?
Bitten Sie die Schüler, 1 Könige 18:22-39 zu lesen und darauf zu achten, was sich zwischen Elija und den Baalspriestern zugetragen hat. (Die Schüler könnten auch den Eintrag zu 1 Könige 18:22-46 in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament lesen.) Sie könnten Fragen wie die folgenden stellen, um die Schüler anzuregen, von ihren Erkenntnissen zu berichten:
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Warum hat Elija wohl so viel Wasser über das Opfer und den Altar gegossen?
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Was lehrt euch dieser Bericht über die Macht Gottes?
Zum Abschluss könnten Sie gemeinsam das Lied „Who’s on the Lord’s Side?“ (in englischer Sprache) singen oder den Text lesen (Hymns, Nr. 260). Bitten Sie die Schüler, zu überlegen und aufzuschreiben, wie sie sich noch stärker der Nachfolge Christi verschreiben können.
Wie kann ich die Stimme des Herrn auch dann hören, wenn das Leben chaotisch und voller Ablenkungen zu sein scheint?
Vielleicht möchten Sie zu Beginn die folgende Aussage von Elder Gary E. Stevenson vorlesen:
Im Lauf meines geistlichen Dienstes habe ich festgestellt, dass sich im Allgemeinen jeder danach sehnt zu wissen, wie man die Eingebungen des Heiligen Geistes erbittet und erkennt. („Eingebungen des Geistes“, Liahona, November 2023, S. 43)
Warum fällt es uns manchmal schwer, zu verstehen, wie wir die Eingebungen des Heiligen Geistes erbitten und erkennen können?
Bei dieser Lernaufgabe könnten die Schüler die Kompetenz „Fragen stellen, die zu eifrigem Lernen anregen“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium üben. Bitten Sie die Schüler, eine oder mehrere ihrer Fragen dazu aufzuschreiben, wie man Eingebungen des Geistes erbittet und erkennt. Ermuntern Sie sie, beim Studium auf Wahrheiten zu achten, die ihnen helfen, ihre Fragen zu beantworten.
Erklären Sie: Nachdem Elija die falschen Propheten des Baal besiegt hatte, wollte Ahabs Frau Isebel Elija töten lassen. Er floh aus dem Land Israel und wanderte viele Tage, bis er den Berg Horeb erreichte, der auch als Berg Sinai bekannt ist.
Bitten Sie die Schüler, 1 Könige 19:9-12 und den Eintrag zu diesen Versen in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament zu lesen und darauf zu achten, was sich ereignete, als Elija zu dem Berg kam. Im Anschluss könnten Sie dazu auch Fragen wie diese stellen:
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Was können wir aus diesem Bericht darüber lernen, wie der Herr mit uns kommuniziert? (Helfen Sie den Schülern, eine Wahrheit wie diese herauszuarbeiten: Der Herr spricht oft durch die sanfte, leise Stimme des Geistes zu uns.)
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Warum ist es wohl wichtig zu wissen, dass der Herr oft mit sanfter, leiser Stimme zu uns spricht? Inwiefern spiegelt dies sein Wesen und seine Eigenschaften wider?
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Wie können wir unsere Fähigkeit verbessern, die leisen Eingebungen des Heiligen Geistes zu erkennen?
Geben Sie den Schülern Zeit, sich mit den Fragen zu befassen, die sie zu Beginn der Lernaufgabe aufgeschrieben haben. Sie könnten die heiligen Schriften, Aussagen von Führern der Kirche oder andere Hilfsmittel aus dem Archiv Kirchenliteratur durchsuchen, um Antworten auf ihre Fragen zu finden. Hier Beispiele für Quellen, die sie verwenden könnten: Schriftenführer, Stichwort „Offenbarung“, Archiv Kirchenliteratur; Themen und Fragen, „Offenbarung“, Archiv Kirchenliteratur; Elder Gary E. Stevensons Ansprache „Eingebungen des Geistes“, Liahona, November 2023, S. 42–45.
Nachdem die Schüler Zeit hatten, nach Antworten zu suchen, sollen sie sich darüber austauschen, was sie herausgefunden haben – zuerst zu zweit oder in Kleingruppen und dann als ganze Klasse. (Weisen Sie die Schüler auf Folgendes hin: Auch wenn sie noch keine Antworten gefunden haben, können sie weiterhin nach Antworten suchen, indem sie beten, sich mit Vertrauenspersonen beraten und andere gottgegebene Quellen nutzen.)
Sie könnten auch Fragen wie diese besprechen:
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Welchen Rat würdet ihr anderen jungen Erwachsenen geben, die ähnliche Fragen haben?
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Wie kann es eure Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus stärken, wenn ihr euch bemüht, geistige Eingebungen zu erkennen und danach zu handeln?
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Welche Beispiele fallen euch dazu ein, wie der Herr in letzter Zeit durch die sanfte, leise Stimme des Geistes zu euch gesprochen hat? (Weisen Sie die Schüler darauf hin, dass sie nichts erzählen sollen, was zu persönlich ist.)
Bitten Sie die Schüler, aufzuschreiben, welche Schritte sie unternehmen möchten, um Offenbarung vom Heiligen Geist besser zu erkennen oder zu empfangen. Geben Sie Zeugnis für die Wahrheiten, die heute besprochen wurden.