Kurse zu den heiligen Schriften
Mose 1; Abraham 3


„Mose 1; Abraham 3“, Altes Testament – Lehrerleitfaden für das Institut, 2026

Photographic illustration of the pre-mortal Jesus Christ (seen from the back) wearing a white robe.   He has His arms extended as he looks at a darkened expanse of space filled with stars.

Im Anfang war das Wort, Darstellung von Eva Timothy

Mose 1; Abraham 3

Jesus Christus sprach im Namen des himmlischen Vaters von Angesicht zu Angesicht mit Mose. Von Jesus Christus erfuhr Mose für sich, dass er ein Sohn Gottes sei und dass der Herr eine Arbeit für ihn habe. Der Herr zeigte Mose auch Welten ohne Zahl und sagte Mose, dass sein Werk und seine Herrlichkeit darin bestehen, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (Mose 1:39). Abraham wurde über die Ordnung der Sterne und den Rat im Himmel unterwiesen. Der Herr erklärte Abraham, dass viele edle und große Geister im vorirdischen Leben vorherordiniert worden sind.

Zusatzmaterial

Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament, „Mose 1; Abraham 3“

Hinweis: In der „Einführung in den Kurs“ erfahren Sie, wie Sie die folgenden wiederkehrenden Lektionselemente einsetzen können.

Icon „Studium“
Das persönliche Studium fördern

Vor dem Unterricht könnten Sie den Schülern eine oder mehrere der folgenden oder auch eigene Anregungen schicken:

  • Mit welchen Bezeichnungen und Merkmalen beschreibt ihr euch am häufigsten selbst? Was erfahrt ihr aus Mose 1:1-11 über eure Identität?

  • Fällt es euch manchmal schwer, den Versuchungen des Satans zu widerstehen? Lest Mose 1:12-22 und denkt darüber nach, wie Jesus Christus euch helfen kann. Ihr könntet euch auch das Video „Ich bin ein Sohn Gottes“ (6:30) ansehen, das im Archiv Kirchenliteratur verfügbar ist.

    6:37
  • Der Herr erklärte Mose, dass sein Werk und seine Herrlichkeit darin bestehen, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (Mose 1:39). Denkt beim Lesen von Mose 1:27-40 darüber nach, was er unternimmt, um eure Unsterblichkeit und euer ewiges Leben zustande zu bringen.

  • Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie es im vorirdischen Leben war? Welche Erkenntnisse könnt ihr aus Abraham 3:22-28 gewinnen?

Icon „Besprechen“
Fragen und Gedankenaustausch

Geben Sie den Schülern Zeit, Fragen zu stellen und von Erkenntnissen und Wahrheiten zu berichten, die sie beim persönlichen Studium von Mose 1 und Abraham 3 entdeckt haben.

Icon „Fertigkeiten üben“
Fertigkeiten üben

Bei Mose 1:12-22 lässt sich die Kompetenz „Auf Gegensätze achten“ aus den Kompetenzen für das Schriftstudium gut anwenden. Abraham 3 könnte in Verbindung mit der Kompetenz „Zum besseren Verständnis Lehren von Führern der Kirche hinzuziehen“ verwendet werden.

Icon „Aufgabenauswahl“
Aufgabenauswahl

Es stehen immer mehrere Aufgaben zur Auswahl. Entscheiden Sie gebeterfüllt, von welcher Aufgabe oder welchen Aufgaben Ihre Klasse am meisten profitiert.

Das Lehren und Lernen verbessern

Den Lernenden helfen, in der Lehre Jesu Christi einen persönlichen Bezug zu finden. „Denken Sie darüber nach, was die Unterrichtsteilnehmer brauchen, und überlegen Sie, inwiefern die Wahrheiten in den heiligen Schriften für ihre Lebenssituation von Bedeutung und von Nutzen sein können. … Ermuntern Sie [die Lernenden], einen Zusammenhang zwischen den Lehren des Erretters und ihrem Leben herzustellen. Sie selbst könnten auch erzählen, inwiefern Sie zwischen dem, was Sie den Lernenden nahebringen, und Ihrem eigenem Leben einen Bezug festgestellt haben. Auf diese Weise kann der Geist die Lernenden individuell wissen lassen, wie viel die Lehre in ihrem Leben bewirken kann.“ (Auf die Weise des Erretters lehren, S. 23.)

Mose 1:1-11

Inwiefern kann das Verständnis meiner wahren Identität meinem Leben mehr Sinn verleihen?

Schreiben Sie dies an die Tafel: Wer bin ich? Bitten Sie die Schüler, zu erklären, wie unterschiedlich man diese Frage beantworten könnte. Sie können die Antworten auch an die Tafel schreiben.

  • Wie kann sich die Art und Weise, wie ihr euch seht, auf euer Leben und eure Entscheidungen auswirken?

Erklären Sie: Als Mose mit dem Herrn sprach, erfuhr er wichtige Wahrheiten darüber, wer er war. (Es könnte wichtig sein, darauf hinzuweisen, dass Jesus Christus in Mose 1 im Namen des himmlischen Vaters spricht. Die Vollmacht, im Namen des himmlischen Vaters zu sprechen, wird als Übertragung göttlicher Vollmacht bezeichnet [siehe „Mose 1:2-8. Wer sprach zu Mose?“ in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament].)

Bitten Sie die Schüler, Mose 1:1-11 zu lesen und zu markieren, was Mose gelernt hat und wie sie diese Wahrheiten auch auf sich selbst beziehen können.

  • Welche Wahrheiten hat Mose über sich selbst erfahren und inwiefern kann euch dies verständlich machen, wer ihr wirklich seid? (Die Schüler könnten Wahrheiten wie diese nennen: Ich bin ein Sohn oder eine Tochter des himmlischen Vaters. Er kennt meinen Namen, und er hat eine Arbeit für mich.)

  • Inwiefern könnte der Glaube an diese Wahrheiten beeinflussen, wie ihr über euch selbst denkt? Inwiefern könnte er beeinflussen, wie ihr eure Mitmenschen seht? Wie könnte er beeinflussen, wie ihr Gott seht?

Damit die Schüler besser verstehen, wie bedeutsam ihre Identität als Kind Gottes ist, besprechen Sie mit ihnen diese Aussage von Präsident Russell M. Nelson:

Präsident Russell M. Nelson

Würde der Herr heute Abend direkt zu euch sprechen, würde er euch, so meine ich, als Erstes vor Augen führen, wer ihr wirklich seid. Liebe Freunde, jeder von euch ist im wahrsten Sinn des Wortes ein Geistkind Gottes. Seit ihr das Lied „Ich bin ein Kind von Gott“ [Gesangbuch, Nr. 202] gelernt habt, singt ihr ja diese Worte. Aber ist euch diese ewige Wahrheit auch ins Herz eingeprägt? Rettet diese Wahrheit euch in der Stunde der Versuchung?

Ich fürchte, ihr habt diese Wahrheit schon so oft gehört, dass sie eher nach einem Slogan klingt als nach göttlicher Wahrheit. Und doch – wie ihr darüber denkt, wer ihr wirklich seid, wirkt sich auf so gut wie jede eurer Entscheidungen aus. („Entscheidungen für die Ewigkeit“, Andacht für junge Erwachsene in aller Welt, 15. Mai 2022, Archiv Kirchenliteratur)

  • Was findet ihr an dieser Aussage von Präsident Holland besonders wichtig? Warum?

  • Warum wirkt es sich wohl „auf so gut wie jede eurer Entscheidungen aus“, wenn ihr daran denkt, dass ihr ein Kind Gottes seid?

Sie könnten die Schüler bitten, sich eine Situation zu vergegenwärtigen, als das Wissen um ihre wahre Identität als Kind Gottes eine ihrer Entscheidungen beeinflusst hat. Lassen Sie einige Schüler von ihren Erfahrungen berichten. Die Schüler könnten auch an eine Entscheidung denken, die sie – jetzt oder in der Zukunft – treffen müssen, und aufschreiben, wie sich die heute gelernten Wahrheiten auf diese Entscheidung auswirken könnten. Ermuntern Sie sie, ihren geistigen Eingebungen entsprechend zu handeln.

Hinweis: Je nachdem, wie sich das Gespräch entwickelt, könnte es hilfreich sein, auf Folgendes hinzuweisen: Als Mose dem Satan entgegentrat, verlieh es ihm Macht, seine wahre Identität als ein Sohn Gottes zu kennen (siehe Mose 1:13). Sie könnten gemeinsam Mose 1:12-22 lesen und die Schüler davon erzählen lassen, wie das Wissen um seine göttliche Identität Mose geholfen hat.

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Mose 1:12-22

Wie kann mir der Erretter helfen, den Versuchungen des Satans zu widerstehen?

Sie könnten gemeinsam diese Aussage von Präsident Russell M. Nelson besprechen:

Präsident Russell M. Nelson

Der Kampf mit der Sünde findet tatsächlich statt. Der Widersacher vervielfacht seine Bemühungen, Zeugnisse zu zerrütten und das Werk des Herrn zu behindern. Er rüstet seine Gefolgsleute mit mächtigen Waffen aus, um uns davon abzuhalten, an der Freude und Liebe des Herrn teilzuhaben. („Wir können besser handeln und besser sein“, Liahona, Mai 2019, S. 68)

  • Was sind einige der „mächtigen Waffen“, die der Satan heutzutage gegen junge Erwachsene einsetzt? (Sie könnten die Antworten der Schüler an die Tafel schreiben.)

Bitten Sie die Schüler, über ihre eigenen Bemühungen nachzudenken, den Versuchungen des Satans zu widerstehen. Ermuntern Sie sie, sich um Führung durch den Heiligen Geist zu bemühen, um Wahrheiten zu erkennen, die ihnen mehr Kraft dafür verleihen können, Versuchungen zu meiden und ihnen zu widerstehen.

Rufen Sie den Schülern in Erinnerung: Als Mose von Angesicht zu Angesicht mit dem Herrn sprach, erfuhr er, dass er ein Sohn Gottes war und dass Gott eine Arbeit für ihn hatte (siehe Mose 1:1-11). Nach diesem heiligen Erlebnis „kam der Satan, ihn zu versuchen“ (Mose 1:12).

Bitten Sie die Schüler, Mose 1:12-24 zu lesen und darauf zu achten, was Mose getan hat, um den Versuchungen des Satans zu widerstehen. Sie können sie auch bitten, darauf zu achten, was für einen Gegensatz Mose zwischen dem Herrn und dem Satan bemerkt hat. (Weitere Anregungen dazu, wie Sie den Schülern helfen können, diese Kompetenz anzuwenden, finden Sie unter „Auf Gegensätze achten“ in den Kompetenzen für das Schriftstudium.)

Stellen Sie Fragen wie die folgenden, um die Schüler dazu anzuregen, zu erzählen, was sie aus diesen Versen gelernt haben:

  • Was in diesen Versen könnte euch helfen, wenn ihr mit Versuchungen konfrontiert seit? (Sie können die Antworten der Schüler zusammenfassen, indem Sie eine Wahrheit wie diese an die Tafel schreiben: Wir können Gottes Hilfe erhalten, um den Einfluss des Satans zu überwinden, wenn wir unsere Identität als Kind Gottes verstehen und im Gedächtnis behalten, uns an vergangene geistige Erlebnisse erinnern und Gott um Kraft anrufen.)

  • Welche weiteren Möglichkeiten gibt es, Gottes Macht in Anspruch zu nehmen, um den Einfluss des Satans zu überwinden? (Sie könnten die Schüler bitten, Schriftstellen oder Aussagen von Führern der Kirche herauszusuchen, die bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Beispiele für solche Schriftstellen sind 1 Nephi 15:23,24, Helaman 5:11,12 und Lehre und Bündnisse 10:5.)

Sie können einige Schüler erzählen lassen, was ihnen geholfen hat, die Versuchungen des Satans zu meiden und ihnen zu widerstehen. (Weisen Sie sie darauf hin, dass sie nichts allzu Persönliches preisgeben sollten.)

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken, wie die Wahrheiten, mit denen sie sich befasst haben, ihnen helfen könnten, ihren eigenen Versuchungen zu widerstehen. Ermuntern Sie sie, sich ein Ziel zu setzen und aufzuschreiben, das auf dem Gelernten beruht sowie auf geistigen Eingebungen, die sie vom Heiligen Geist erhalten haben mögen.

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Mose 1:27-40

Was haben das Werk und die Herrlichkeit Gottes mit mir zu tun?

Sie könnten dieses Bild zeigen und die darauffolgende Frage besprechen:

Ein Mann, der in den Nachthimmel hinaufschaut
  • Welche Gefühle oder Fragen hattet ihr, als ihr über die Unermesslichkeit dessen, was Gott erschaffen hat, nachgedacht habt?

Erklären Sie: Als Mose mit dem Herrn von Angesicht zu Angesicht sprach, hatte er eine Vision von dem, was der Herr erschaffen hatte. Bitten Sie die Schüler, Mose 1:27-30 zu lesen und darauf zu achten, was der Herr Mose zeigte und wie Mose darauf reagierte.

  • Welche Fragen stellte Mose dem Herrn, nachdem er diese unglaubliche Vision gesehen hatte? (Sie könnten an dieser Stelle die beiden Fragen des Mose aus Vers 30 an die Tafel schreiben.)

Lassen Sie die Schüler Mose 1:31-39 lesen und herausarbeiten, wie der Herr die Fragen des Mose beantwortet. (Die Schüler können auch die Einträge zu diesen Versen in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament heranziehen, um das, was der Herr den Mose lehrte, besser zu verstehen.)

Anschließend sollen sich die Schüler zu zweit oder in kleinen Gruppen darüber austauschen. Sie können die folgenden Fragen zeigen und die Schüler sich darüber austauschen lassen:

  • Was lernt ihr aus diesen Versen über den Vater im Himmel und Jesus Christus, und was empfindet ihr für sie, wenn ihr diese Verse lest?

  • Wie könnt ihr die Worte des Herrn am Ende von Vers 35 auf euch beziehen?

  • Wie kann es eure Entscheidungen und euren Umgang mit anderen beeinflussen, wenn ihr an das Werk und die Herrlichkeit des himmlischen Vaters denkt (siehe Vers 39)?

Wenn die Schüler ihr Gespräch beendet haben, bitten Sie einige von ihnen, der Klasse von ihren Erkenntnissen zu erzählen. Helfen Sie ihnen gegebenenfalls, einige der folgenden Wahrheiten aus diesen Versen herauszuarbeiten: Auf Weisung des himmlischen Vaters hat Jesus Christus Welten ohne Zahl erschaffen.Obwohl schon so unfassbar viele Welten erschaffen wurden, kennt der Herr jeden von uns persönlich.Das Ziel des himmlischen Vaters besteht darin, unsere Unsterblichkeit und unser ewiges Leben zustande zu bringen.

Zeigen Sie gegebenenfalls diese Aussage von Elder Dieter F. Uchtdorf:

Elder Dieter F. Uchtdorf

Wir erheben unsere Stimme, um unseren großzügigen und vergebungsbereiten Gott zu preisen. … Das erhabene Ziel all seines Wirkens besteht darin, uns – seinen Kindern – zu helfen, in unserem Streben nach Unsterblichkeit und ewigem Leben erfolgreich zu sein. („Tägliche Wiederherstellung“, Liahona, November 2021, S. 79)

Bitten Sie die Schüler, darüber nachzudenken oder sich darüber auszutauschen, auf welche Weise der Herr aktiv daran arbeitet, ihnen zu helfen, in ihrem Streben nach ewigem Leben erfolgreich zu sein. Sie können sie auch bitten, darüber nachzudenken, wie sie noch enger mit dem Herrn zusammenarbeiten könnten, um dazu beizutragen, sein Werk und seine Herrlichkeit sowohl für sie selbst als auch für andere zustande zu bringen. Ermuntern Sie sie, geistige Eingebungen aufzuschreiben, die sie vom Heiligen Geist erhalten haben mögen.

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Abraham 3

Wozu wurde ich auserwählt?

Bitten Sie die Schüler, über folgende Aufforderung von Wendy W. Nelson nachzudenken: „Stellt euch … vor, wie es sich gerade jetzt auf euer Leben auswirken würde, wenn ihr euch zehn Minuten eures vorirdischen Lebens ansehen dürftet.“ („Hoffnung Israels“, Andacht für Jugendliche in aller Welt, 3. Juni 2018, Archiv Kirchenliteratur.)

  • Wenn ihr euch im vorirdischen Dasein sehen könntet, welche konkreten Einzelzeiten über euch selbst würdet ihr dann hoffen zu erfahren?

  • Was könnte das in eurem Leben wohl bewirken?

Erklären Sie, dass in Abraham 3 Abrahams Vision vom vorirdischen Leben festgehalten ist. Fordern Sie die Schüler auf, sich bei ihrem Studium um Führung durch den Geist zu bemühen, damit sie besser verstehen, wer sie waren, bevor sie auf die Erde kamen.

Befassen Sie sich gemeinsam mit Abraham 3:22-28. Die Schüler sollen darauf achten, was Abraham über Gottes Geistkinder im vorirdischen Dasein erfahren hat. (Sie können die Schüler auch bitten, sich mit den Einträgen zu diesen Versen in den Hilfen für das Schriftstudium: Altes Testament zu befassen.)

Sie könnten zur Unterstützung auch Fragen wie die folgenden stellen, während die Schüler davon berichten, was sie herausgefunden haben:

  • Was habt ihr aus diesen Versen über das vorirdische Leben erfahren? (Neben anderen Wahrheiten könnten die Schüler Folgendes nennen: Gott hat seine „edlen und großen“ Geistkinder schon vor ihrer Geburt dazu erwählt, Führer in seinem Reich auf Erden zu werden.)

  • Wie definiert der Herr eurer Meinung nach „edel und groß“?

Um den Schülern verständlich zu machen, dass sie im vorirdischen Dasein zu denjenigen gehörten, die auserwählt wurden, auf Erden bestimmte Aufgaben zu erfüllen, lesen Sie die folgende Aussage von Elder Steven R. Bangerter vor. (Sie könnten auch den Ausschnitt seiner Ansprache „Zum Dienen vorherordiniert“ von Minute 2:13 bis 5:28 anschauen.)

11:30
Elder Steven R. Bangerter

Vor eurer Geburt hat Gott einen jeden von euch dazu ernannt, im Erdenleben bestimmte Missionen zu erfüllen. Wenn ihr würdig bleibt, ermöglichen euch die Segnungen jenes vorirdischen Ratschlusses in diesem Leben allerlei Gelegenheiten, darunter Gelegenheiten zum Dienst in der Kirche und zur Mitwirkung am wichtigsten Werk, das heute auf der Erde stattfindet: der Sammlung Israels. Diese vorirdischen Verheißungen und Segnungen bezeichnet man als Vorherordinierung. „Die Lehre von der Vorherordinierung gilt für alle Mitglieder der Kirche.“ [Themen und Fragen, „Vorherordinierung“, Archiv Kirchenliteratur.] Die Vorherordinierung garantiert nicht, dass ihr bestimmte Berufungen oder Aufgaben bekommt. Solche Segnungen und Gelegenheiten ergeben sich in diesem Leben, wenn ihr eure Entscheidungsfreiheit rechtschaffen ausübt, genau wie eure Vorherordinierung in eurem vorirdischen Leben aus Rechtschaffenheit resultierte. („Zum Dienen vorherordiniert“, Liahona, Mai 2024, S. 57)

Bitten Sie die Schüler, sich darüber auszutauschen, was ihnen an dieser Aussage besonders aufgefallen ist. Sie können sie auch dazu anregen, übungsweise einander zu erklären, was Vorherordinierung bedeutet und warum diese Lehre so wichtig ist.

Zum Abschluss können Sie den Schülern Zeit geben, gebeterfüllt über eine oder mehrere der folgenden Fragen nachzudenken und ihre Gedanken dazu aufzuschreiben:

  • Geben meine Entscheidungen mir die Möglichkeit, die Aufgaben zu erfüllen, die der Herr mir übertragen hat oder übertragen möchte?

  • Wie kann ich dem Beispiel Jesu Christi folgen und die Arbeit zu tun, für die Gott mich auserwählt hat?

  • Was kann ich tun, um daran zu denken, dass der Vater im Himmel mich kennt und mich auserwählt hat?

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