5 Schriftstellen aus dem Alten Testament, die auch heutzutage noch eine Rolle spielen
Diese Verse sind schon Tausende von Jahren alt, aber trotzdem nicht veraltet – sie sind zeitlos
Illustrationen von Melissa Manwill Kashiwagi
In dieser Zeit, in der es so viele unterschiedliche Ansichten gibt, sind wir uns wahrscheinlich alle einig, dass 3000 Jahre Weltgeschichte schon eine wirklich lange Zeit sind.
Ungefähr so lange ist es her, dass Gottes Propheten Wahrheiten verkündeten, die auch heute noch von großer Bedeutung sind – und vielleicht sogar eine besondere Rolle spielen.
Hier sind fünf Schriftstellen aus dem Alten Testament, auf die das zutrifft. Wenn du überlegst, was heutzutage in der Welt vor sich geht – oder vielleicht auch nur in deiner Schule oder zuhause –, dann wird dir vielleicht bewusst, wie viel Weisheit diese Worte aus alten Zeiten für das 21. Jahrhundert in sich bergen.
1 „Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“ (Deuteronomium 6:5.)
Das kommt dir vielleicht bekannt vor. Das ist es, was Jesus Christus als „das wichtigste und erste Gebot“ im Gesetz bezeichnet (siehe Matthäus 22:37,38). Und dafür gibt es einen Grund. Wenn wir bestrebt sind, Gott zu lieben – und ihn voll und ganz zu lieben –, legen wir die Grundlage für ein Leben voller Freude und Sinn.
Unser Vater im Himmel liebt uns. Ihn – und seinen geliebten Sohn Jesus Christus – zu lieben, kann für uns, seine Kinder, immer selbstverständlicher werden, je besser wir ihn kennenlernen. Wir zeigen ihm unsere Liebe, indem wir seine Gebote halten (siehe Johannes 14:15).
2 „Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. … Du [sollst] nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Levitikus 19:17,18.)
Auch das kommt dir vielleicht bekannt vor. Diese Schriftstelle in Levitikus enthält das, was der Erretter als das zweite große Gebot im Gesetz bezeichnet, nämlich unseren Nächsten zu lieben (siehe Matthäus 22:37-39).
Es kommt nicht nur darauf an, was man anderen antut oder nicht – auch wenn das durchaus sehr wichtig ist. Doch was wir denken und fühlen, war dem Herrn schon immer wichtig. Hass und Groll dürfen keinen Platz in unserem Herzen haben. Dann leben wir glücklicher, und es bringt uns und anderen Segnungen.
3 „Du sollst deinem notleidenden und armen Bruder … deine Hand öffnen.“ (Deuteronomium 15:11.)
Dieses Gebot ist eine Art Erweiterung des Gebotes, unseren Nächsten zu lieben. Und auch dies ist keinesfalls aus der Mode gekommen. In allen Zeitaltern haben Propheten es wiederholt. Im Laufe der Jahrhunderte gab der Herr seinem Volk verschiedene Programme und Verfahren, um den Armen und Bedürftigen zu helfen. (Zum Beispiel gibt es heute das Fastopfer, Wohlfahrts- und Eigenständigkeitsprogramme, Betreuungsarbeit und andere Hilfsmittel.) Aber die Grundlage der Lehre ist immer gleich geblieben: Hilf den Armen und Bedürftigen (siehe Matthäus 25:34-40).
4 „Wehe denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen.“ (Jesaja 5:20.)
Der Satan ist der Meister des Lügens und Verdrehens. Das heißt: Er wird versuchen, etwas besser oder schlechter klingen zu lassen, als es wirklich ist, um seine Zwecke zu erreichen. Und seine Absichten zielen immer darauf ab, die Menschen dazu zu bringen, nicht an Gott und seinen Plan zu glauben und Gottes Gebote zu brechen. Natürlich hat es schon immer Menschen gegeben, die bereit waren, dem Drehbuch des Widersachers zu folgen und zu versuchen, die Bezeichnungen für Gut und Böse zu verdrehen.
Um diese Verwirrung zu vermeiden, halten wir am Wort Gottes in den heiligen Schriften und an den Worten der neuzeitlichen Propheten und Apostel fest und bemühen uns, dem Heiligen Geist zu folgen.
5 „[Gott] hat Wohlgefallen daran, gütig zu sein. … Er wird sich unser wieder erbarmen … Du wirst in die Tiefen des Meeres werfen alle ihre Sünden.“ (Micha 7:18,19.)
Einige Menschen, die das Alte Testament lesen, sagen, dass Gott härter zu sein scheint und mehr auf Gerechtigkeit und Zorn aus ist. Doch er ist derselbe Gott, den wir heute verehren. Er ist vollkommen gerecht und barmherzig. Ja, er hat Wohlgefallen daran, barmherzig zu sein. Er möchte uns vergeben und möchte deshalb, dass wir umkehren. Er sucht nicht nach Möglichkeiten, uns zu verurteilen, sondern bietet uns immer wieder Mittel und Wege an, die uns zu ihm nach Hause bringen.
Wir nehmen Gottes barmherzige Wesenszüge an, indem wir Umkehr als eine freudebringende und befreiende Möglichkeit betrachten. Wir nehmen das Sühnopfer Jesu Christi an und bemühen uns um die Gnade und Vergebung, die er uns ermöglicht.