Für eine starke Jugend
Deine Musik, dein Erretter und sein Opfer
Für eine starke Jugend, April 2026


Deine Musik, dein Erretter und sein Opfer

Ostern ist vielleicht nicht so sehr mit Musik verknüpft wie Weihnachten, aber du kannst dieses Fest dennoch mit Musik bereichern.

Jesus Christus beim Abschiedsmahl

Am Donnerstagabend, nur wenige Stunden bevor er der Obrigkeit ausgeliefert werden sollte, um verhört und gekreuzigt zu werden, musste Jesus Christus noch viel Wichtiges unterbringen. Er nahm das Paschamahl zu sich und führte das heilige Abendmahl ein (siehe Matthäus 26:26-28; Lukas 22:19,20). Er gab seinen Jüngern wichtige Lehren mit auf den Weg. Er wusch ihnen die Füße. Er betete für sie (siehe Johannes 13 bis 17).

Aber es gab noch eine letzte Sache, die er an jenem Abend mit seinen Jüngern machte, bevor sie dann zum Garten Getsemani aufbrachen – etwas, was wir vielleicht manchmal vergessen.

Er sang ein Loblied (siehe Matthäus 26:30; Markus 14:26).

Wir wissen nicht genau, was Jesus und seine Jünger sangen, aber es war Brauch, dass die Juden das Paschafest mit Lobgesängen eröffneten und beendeten, insbesondere mit dem Hallel, einer Reihe von Psalmen, die zu solchen Anlässen gesungen wurden (siehe Psalm 113 bis 118). Diese (oder ähnliche) Lobgesänge könnten in diesem Moment eine besondere Bedeutung für ihn gehabt haben. Am Ende des Hallels stehen zum Beispiel diese Worte:

„Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; er ist für mich zur Rettung geworden. …

Ein Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden. …

Gott ist der Herr. Er ließ Licht für uns leuchten. Tanzt den Festreigen mit Zweigen bis zu den Hörnern des Altars! …

Dankt dem Herrn, denn er ist gut, denn seine Huld währt ewig.“ (Psalm 118:14,22,27,29.)

Nach dem Lobgesang (in welcher Form das auch gewesen sein mag) ging Jesus Christus in den Garten. Musik war offenbar Teil seines Lebens und bedeutete ihm etwas.

Welche Rolle spielt Musik in deinem Leben? Was bedeutet sie dir? Und wie kannst du Musik verstärkt zum Gedenken an das Sühnopfer und an die Auferstehung des Erretters nutzen?

Ein Mädchen spielt Ukulele

Musik und du

Viele Menschen sagen, dass Musik sie berührt und sie etwas Besonderes empfinden lässt. Wahrscheinlich hast du das auch schon selbst erlebt. Hast du zum Beispiel schon einmal nach einem Lied gesucht, das deine Stimmung aufbessern sollte? Oder wolltest du damit die Stimmung, in der du gerade warst, noch verstärken?

Du hast sicherlich auch Musik, die dir besonders gut gefällt. Lieblingslieder können sich von Zeit zu Zeit ändern – je nachdem, was dich gerade anspricht. Was gefällt dir an deiner Lieblingsmusik besonders? Es hat wahrscheinlich damit zu tun, was dein Geschmack ist, wie du dich fühlst und woran die Musik dich beim Anhören denken lässt.

Ein Jugendlicher mit Kopfhörern

Denk also darüber nach, was deine Lieblingsmusik in dir hervorruft. Überlege dann, was geschieht, wenn du bewusst nach der besten Musik suchst, um Freude, Frieden, Liebe und Hoffnung zu verspüren.

Musik und Ostern

Was hat das nun mit Ostern zu tun? Hier sind drei Anregungen, wie du Musik einsetzen kannst, um das Sühnopfer und die Auferstehung Jesu Christi noch bewusster zu feiern.

1. Geh ein paar Abendmahlslieder durch

Präsident D. Todd Christofferson, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, hat gesagt: „Wir feiern [die] Auferstehung [Jesu Christi] zu Ostern, aber auch jede Woche, wenn wir beim Abendmahl von den Sinnbildern für sein Sühnopfer … nehmen.“ Er hat auch gesagt, dass zur Gottesverehrung gehört, dass „wir Kirchenlieder singen (nicht nur zuhören, sondern die Lieder auch mitsingen)“.

In gewisser Weise sind die Abendmahlslieder, die wir jede Woche singen, ja Osterlieder. Sie werden normalerweise andächtig gesungen und helfen uns, an den Erretter und sein Opfer zu denken und seine Liebe zu verspüren.

Geh in der Osterzeit also doch ein paar Abendmahlslieder durch. Du kannst die Texte laut lesen oder die Lieder in Gedanken durchgehen. Wenn dir danach ist, kannst du sie auch singen. Du könntest dir auch Aufnahmen im Archiv Kirchenliteratur anhören.

Durch diese Lieder kannst du die Heiligkeit, die Ehrfurcht und die Dankbarkeit spüren, die wir zu Ostern empfinden sollten.

Eine Familie singt und musiziert

2. Sing Osterlieder

Ostern hat auch eine Seite, die nicht so ernst ist, sondern eher für Feiertagslaune sorgt.

Es gibt einige fröhliche Osterlieder, die du freudig und laut zum Lobpreis Gottes singen kannst. Zum Beispiel kennst du rund um Ostern wahrscheinlich Lieder wie „Seht, der Herr ist auferstanden!“ (Gesangbuch, Nr. 128) oder „Christ, der Herr, vom Tod erstand“ (Gesangbuch, Nr. 127), die ja in der Abendmahlsversammlung gesungen werden.

3. Passe deine Musikauswahl in der Zeit vor Ostern dem Anlass entsprechend an

Ostern ist vielleicht nicht so sehr mit Musik verknüpft wie Weihnachten, aber mit der richtigen Musik kannst du trotzdem für Osterstimmung sorgen.

Versuche, im Alltag mehr Musik zu hören, in der es um Christus geht. Die Kirche stellt im Archiv Kirchenliteratur sowie auf verschiedenen Streaming-Diensten genau solche Musik zur Verfügung – sowohl Kirchenlieder als auch andere Musikarten. Auch in der klassischen Musiktradition vergangener Jahrhunderte gibt es viele wunderschöne Stücke, bei denen Christus im Mittelpunkt steht. Komponisten wie Bach, Händel, Rimski-Korsakow, Mahler und andere haben inspirierende Musik über den Erretter geschrieben. Hör doch mal rein! Probiere es einfach aus! Vielleicht bringt diese Musik etwas in dir zum Klingen.

Der auferstandene Jesus Christus

Musik und der Erretter

Wenn man bedenkt, dass der Erretter ein Loblied gesungen hat, bevor er in den Garten Getsemani ging, und weil man weiß, was Musik mit einem macht, fragt man sich vielleicht, wie Christus beim Singen wohl zumute war. Eines ist jedoch ist klar: Wenn du Musik über den Erretter, sein Sühnopfer und seine Auferstehung singst oder anhörst, kannst du tiefe Freude, Liebe, Frieden und Dankbarkeit empfinden.