Hilfen für das Schriftstudium
Exodus 35 bis 40; Levitikus 1; 4; 16; 19


Hilfen für das Schriftstudium

Exodus 35 bis 40; Levitikus 1; 4; 1619

Durch Mose gebietet der Herr den Israeliten, in der Wüste ein Offenbarungszelt zu bauen. Das Offenbarungszelt soll ein Heiligtum sein, in dem der Herr unter seinem Volk weilen kann. Die Israeliten beschaffen bereitwillig das für den Bau des Offenbarungszelts benötigte Material, und geschickte Handwerker bauen die einzelnen Bestandteile. Als das Offenbarungszelt fertiggestellt ist, wird es von der Herrlichkeit des Herrn erfüllt. Der Herr offenbart Mose auch, wie die Israeliten ihm die verschiedenen Arten von Opfern darbringen sollen. Diese Opfer weisen auf das Sühnopfer Jesu Christi hin und helfen den Israeliten, auf Jehova zu vertrauen, um Erlösung zu erlangen.

Material

Hinweis: Wird eine Quelle zitiert, die nicht von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage herausgegeben wurde, bedeutet dies nicht, dass diese Quelle oder ihr Verfasser von der Kirche unterstützt wird oder den offiziellen Standpunkt der Kirche vertritt.

Hintergrund und Kontext

Exodus 35 bis 40

Welchem Zweck diente das Offenbarungszelt?

Während der 40 Tage, die Mose auf dem Berg Sinai verbrachte, gebot ihm der Herr, ein Heiligtum oder Offenbarungszelt zu errichten, damit der Herr unter seinem Volk „wohnen“ konnte. Das Offenbarungszelt diente den Israeliten während ihres Wegs durch die Wüste und ins verheißene Land als Zentrum der Gottesverehrung. Da das Offenbarungszelt tragbar war, konnten die Israeliten es auf ihrem Zug durch die Wüste auseinandernehmen und wieder zusammensetzen.

Der Vorhof, das Heiligtum und das Allerheiligste im Offenbarungszelt

Das Offenbarungszelt vor alters, Darstellung von Bradley Clark

Wie die heutigen Tempel war auch das Offenbarungszelt das Haus des Herrn. Die Gegenstände und heiligen Handlungen im Offenbarungszelt vermittelten den Israeliten versinnbildlicht den Weg durchs Leben und zurück in die Gegenwart Gottes.

Das Offenbarungszelt wurde in drei Hauptbereiche unterteilt: den Vorhof, das Heiligtum und das Allerheiligste. Mit jedem Raum wurde sinnbildlich die Nähe zur heiligen Gegenwart Gottes größer.

Darstellung der Gegenstände im Offenbarungszelt

Die folgenden Gegenstände befanden sich in alter Zeit im Offenbarungszelt:

Opferaltar

(Exodus 38:1-7; siehe auch Exodus 29:10-14)

Der Altar im Vorhof wurde für Tieropfer verwendet. Opfer waren ein wichtiger Bestandteil der Gottesverehrung der Israeliten. Tieropfer symbolisierten das Sühnopfer Jesu Christi. Durch Opfer bewiesen die Israeliten in alter Zeit ihre Hingabe an Gott, baten um Vergebung ihrer Sünden und brachten ihre Dankbarkeit zum Ausdruck.

Darstellung eines bronzenen Opferaltars

Becken mit Wasser

(Exodus 38:8; 40:30-32)

Das Becken, eine Wasserschüssel, befand sich zwischen dem Opferaltar und dem Eingang des Offenbarungszeltes. Hier wuschen sich die Priester die Hände und Füße, bevor sie in das Offenbarungszelt gingen oder am Opferaltar amtierten. Dies erinnerte die Israeliten daran, dass sie rein sein mussten, wenn sie an heiligen Handlungen teilnahmen und sich darauf vorbereiteten, in die Gegenwart des Herrn einzutreten.

Darstellung eines Bronzebeckens, das für die Waschung im Offenbarungszelt verwendet wurde

Tisch mit den Schaubroten

(Exodus 40:22,23; siehe auch Exodus 25:23-30; Levitikus 24:5-9)

Jeden Sabbat legten die Priester zwölf ungesäuerte Brote auf den Tisch mit den Schaubroten. Die Brote sollten die Israeliten daran erinnern, dass Jehova immer für sie sorgte. Wenn die Priester jeden Sabbat neue Brote auf den Tisch legten, aßen sie die alten Brote, was für eine heilige Mahlgemeinschaft mit Gott stand.

Das Wort Schaubrot bedeutet „das Brot der Gegenwart“ und weist somit auf die Gegenwart Gottes im Offenbarungszelt hin. Brot wird in den heiligen Schriften immer wieder als Symbol für Jesus Christus verwendet. Die zwölf Brote symbolisierten außerdem die zwölf Stämme Israels. Die Platzierung der Brote im Heiligtum des Offenbarungszelts erinnerte daran, dass jeder Stamm beständig vor den Herrn gebracht wurde.

Darstellung eines goldenen Tisches mit Schaubrot

Leuchter

(Exodus 37:17-24)

Der Leuchter, auch unter dem hebräischen Namen Menora bekannt, stand im Offenbarungszelt, und zwar gegenüber dem Tisch mit den Schaubroten. In seinen sieben Lampen, die das Heiligtum beleuchteten, brannte reines Olivenöl. Licht ist ein Symbol für Jesus Christus, der „das Licht der Welt“ ist. Das Licht der Lampen kann auch für andere Lichtquellen stehen, mit denen der Herr uns gesegnet hat, darunter der Heilige Geist und die heiligen Schriften. Olivenöl ist unter anderem ein Symbol für Reinheit, den Einfluss des Heiligen Geistes und das sühnende Blut Jesu Christi.

Darstellung eines goldenen siebenarmigen Leuchters

Räucheraltar

(Exodus 37:25-29; 40:26,27)

Der Räucheraltar befand sich vor dem Vorhang, der zum Allerheiligsten führte. An diesem Altar brachte der Hohepriester jeden Morgen und jeden Abend Weihrauch dar. Der Rauch des Weihrauchs stand für die zu Gott aufsteigenden Gebete der Gläubigen.

Darstellung eines goldenen Räucheraltars

Vorhang

(Exodus 36:35; 40:21; siehe auch Exodus 26:31-33)

Der Vorhang trennte das Heiligtum vom Allerheiligsten. Er war aus blau, violett und scharlachrot gefärbtem Leinen gefertigt und mit Kerubimfiguren bestickt. Der Vorhang des Tempels stand für die Trennung zwischen Gott und dem Menschen. Einmal im Jahr, am Versöhnungstag, ging der Hohepriester durch den Vorhang, um das Allerheiligste zu betreten, das die Gegenwart Gottes darstellte.

Im Hebräerbrief heißt es, dass der Vorhang das Fleisch und Blut Jesu Christi symbolisierte. So wie der Vorhang des Tempels dem Hohepriester Zugang zum Allerheiligsten gewährte, verschafft uns nur das Sühnopfer Jesu Christi Zugang zur Gegenwart Gottes.

Darstellung des Vorhangs vor dem Allerheiligsten im Offenbarungszelt

Die Bundeslade

(Exodus 37:1-9; 40:20,21; siehe auch Exodus 25:21,22)

Die Bundeslade war der einzige Gegenstand im Allerheiligsten. Dies war eine große Kiste aus feinem Holz, die mit Gold überzogen war. Der Deckel, die sogenannte Sühneplatte, war aus Gold – auf ihr standen zwei Engel, Kerubim genannt. Die Sühneplatte stellte den Thron Gottes dar. Nachdem der Herr Mose Anweisungen für die Anfertigung der Bundeslade gegeben hatte, verhieß er: „Ich werde dir dort begegnen und dir über der Sühneplatte … alles sagen.“

Die Tafeln, auf denen das Gesetz stand, das Mose auf dem Berg Sinai gegeben worden war, wurden in die Bundeslade gelegt. Im Laufe der Jahre kamen weitere heilige Reliquien hinzu, darunter ein Topf mit Manna, Aarons Stab und eine Schriftrolle mit dem Gesetz. Die Israeliten betrachteten die Lade mit größter Ehrfurcht und sprachen vorgegebene Gebete, bevor die Lade bewegt oder an ihren Platz gestellt wurde.

Darstellung der goldenen Bundeslade

Exodus 35:19; 38:21; 39:27

Inwiefern unterschieden sich die Priestertumspflichten von Aaron und seinen Söhnen von denen anderer Leviten?

Als der Herr mit Mose auf dem Berg Sinai sprach, erklärte er, dass Aaron und seine Söhne „als Priester“ dienen sollten. Aus neuzeitlicher Offenbarung geht hervor, dass Aaron und seine Söhne das Aaronische (oder Levitische) Priestertum empfingen. Andere Männer aus dem Stamm Levi empfingen zwar das Aaronische Priestertum, aber nur Aaron und seine Nachkommen wurden zu Priestern bestimmt. Aaron wurde außerdem zum ersten Hohepriester oder präsidierenden Beamten des Levitischen Priestertums ernannt. Die höheren Ämter im Levitischen Priestertum, die Aaron und seine Söhne innehatten, ermächtigten sie, bei den heiligen Handlungen, die im Offenbarungszelt vollzogen wurden, zu amtieren.

Mose legt Aaron die Hände auf

Mose beruft Aaron zum geistlichen Dienst, Darstellung von Harry Anderson

Exodus 39; 40:12-15

Warum gebot der Herr Mose, Aaron und seine Söhne zu waschen, zu salben und zu bekleiden?

Die zeremonielle Waschung und Salbung und das zeremonielle Anlegen heiliger Gewänder bereiteten Aaron und seine Söhne darauf vor, bei den heiligen Handlungen im Offenbarungszelt zu amtieren. Die Waschung symbolisierte geistige Reinigung. Als Mose Aaron und seine Söhne mit heiligem Öl salbte, setzte er sie ein, ihre besonderen Aufgaben im Dienst Gottes zu erfüllen.

Die israelitischen Priester trugen vier grundlegende Kleidungsstücke: Beinkleider (Unterkleider), einen Gürtel, eine Mitra und einen Leibrock. Aaron und die Hohepriester nach ihm trugen vier weitere Gegenstände: einen Mantel, eine Brusttasche, ein Efod und ein goldenes heiliges Diadem auf der Kopfbedeckung. Wie die Kleidung, die man heutzutage bei den heiligen Handlungen des Tempels trägt, war auch die Kleidung der israelitischen Priester heilig und hatte ein tiefe Bedeutung. Der wichtigste Punkt dabei ist, dass viele Aspekte der Kleidung der Hohepriester auf Jesus Christus hindeuteten, den „erhabenen Hohepriester“.

Im Folgenden findet sich eine Beschreibung der verschiedenen Kleidungsstücke des Hohepriesters:

Darstellung der verschiedenen Kleidungsstücke des Hohepriesters

Efod

(Exodus 39:2-4)

Ein Efod war eine Art Schürze, in deren Material Gold eingewebt war. Es hatte zwei Schulterriemen, auf denen jeweils ein Onyxstein saß, und auf jedem der Steine waren die Namen einer Hälfte der Stämme Israels eingraviert.

Gürtel

(Siehe Exodus 39:5)

Der Gürtel war eine bestickte Schärpe, die um die Taille gewickelt wurde.

Brusttasche

(Siehe Exodus 39:8-21)

Eine Brusttasche war ein besticktes Stück Stoff, das über dem Efod auf der Brust des Hohepriesters befestigt wurde. Sie wurde „Brusttasche des Rechtsentscheids“ genannt. An der Vorderseite waren zwölf verschiedenfarbige Steine befestigt, auf denen jeweils der Name eines der Stämme Israels eingraviert war. Die Urim und Tummim wurden ebenfalls in die Brusttasche gesteckt.

Mantel

(Siehe Exodus 39:22-26)

Der Mantel bestand aus einem Stück nahtlosen blauen Stoffes und reichte über das Efod hinaus bis zu den Knien. Er war am unteren Saum mit goldenen Glöckchen und Stoffgranatäpfeln verziert.

Leibrock

(Siehe Exodus 39:27)

Der Leibrock war ein Kleidungsstück aus feinem Leinen, das bis zu den Knien oder darunter reichte. Das hebräische Wort, das mit „Byssus“ übersetzt wird, weist darauf hin, dass der Leibrock weiß war, eine Farbe, die in den heiligen Schriften mit Reinheit in Verbindung gebracht wird.

Mitra (Turban)

(Siehe Exodus 39:28)

Eine Mitra war eine Kopfbedeckung aus Leinen.

Heiliges Diadem

(Exodus 39:30,31)

Ein heiliges Diadem war eine goldene Platte, die dem Hohepriester auf die Stirn gesetzt und mit blauer Spitze am Turban befestigt wurde. Die goldene Platte wurde mit der Inschrift „Heilig dem Herrn“ versehen.

Exodus 40:34-38

Wofür stehen die Wolke und das Feuer über dem Offenbarungszelt?

Siehe „Exodus 14:19-20; 24. Was war der Zweck der Wolken- und Feuersäule?“

Levitikus

Was ist das Buch Levitikus?

Das Wort Levitikus kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Dinge, die die Leviten betreffen“. Dieses Buch enthält Anweisungen an die Leviten zu ihren Priestertumspflichten, zum Beispiel Tieropfer und andere Riten, die im Offenbarungszelt stattfanden. Das Buch Levitikus enthält auch die Anweisungen des Herrn an ganz Israel. Aus diesen Anweisungen erfahren wir etwas über die Gesetze, Riten, Zeremonien und Feste, die Israel lehrten, rein und heilig zu leben und sich von der Welt abzuheben.

Ein zentraler Gedanke im Buch Levitikus ist die Versöhnung – das entsprechende hebräische Wort (in der King-James-Bibel mit „atonement“ übersetzt, dem englischen Wort für „Sühnopfer“) kommt in keinem anderen Buch der Bibel so häufig vor in Levitikus. Das Wort Versöhnung (bzw. „atonement“ oder „Sühnopfer“) ist von einem hebräischen Wort übersetzt, das „bedecken“ oder „wegwischen“ bedeutet. Die Bräuche nach dem Gesetz des Mose wiesen Israel auf die Versöhnung durch das Sühnopfer Jesu Christi hin, der letztlich alle, die ihm nachfolgen, reinigen und erlösen sollte.

Levitikus 1 bis 7

Was war der Zweck der Opfer, die das Gesetz des Mose vorschrieb?

Das Gesetz des Opferns begann mit dem Gebot des Herrn an Adam und Eva, „die Erstlinge ihrer Herden dem Herrn als Opfer darzubringen“. Später, als der Herr das Gesetz des Mose einführte, nahmen die Opfergaben an Vielfalt und Häufigkeit zu. Die ersten sieben Kapitel des Buches Levitikus enthalten Anweisungen zu den verschiedenen Opfern, die Israel darbringen sollte.

Wie die Opfer in früheren Zeiten wiesen auch diese Opfergaben Israel auf Jesus Christus und sein Sühnopfer hin. Zum Beispiel erforderte ein Brandopfer, dass ein erstgeborenes und fehlerfreies männliches Tier geopfert wurde, und bei den meisten Opfergaben musste das Blut eines Tieres vergossen werden. In Bezug auf diese Opfer hat Präsident Russell M. Nelson gesagt, dass Jesus Christus „der Erstgeborene, das Lamm Gottes und fehlerfrei [war]. Sein Opfer wurde durch Blutvergießen vollbracht.“ Außerdem sollten Brandopfer vollständig auf dem Altar verbrannt werden, was Israel an das vollständige und unbegrenzte Opfer erinnerte, das Jesus Christus vollbringen würde.

Ein Mann bringt zwei levitischen Priestern ein Lamm als Opfergabe

Ein Lamm wird zu den Priestern ans Offenbarungszelt gebracht, Darstellung von Robert T. Barrett

Das Gesetz des Opferns sollte den Israeliten nicht nur den Weg zu Jesus Christus weisen, sondern ihnen auch helfen, heiliger zu werden. Die Israeliten brachten dem Herrn freiwillig kostbare, lebenswichtige Gegenstände dar und stellten damit ihre Hingabe an Gott unter Beweis. Durch ihre Opfergaben konnten die Israeliten Vergebung für ihre Sünden erlangen, Gott ihre Dankbarkeit zeigen und ihre Bündnisbeziehung zu ihm stärken.

Tieropfer nahmen mit dem Tod Jesu Christi ein Ende; sein Sühnopfer war das „große und letzte Opfer“. Präsident M. Russell Ballard hat erklärt: „Nach dem letzten Opfer, dem des Erretters, wurden an diesem Gesetz zwei Änderungen vorgenommen: Erstens wurde anstelle des Opfers das Abendmahl als heilige Handlung eingeführt, und zweitens stand im Mittelpunkt nun nicht mehr das Opfertier, das dem Menschen gehört, sondern der Mensch selbst. Das Opfern hat sich sozusagen von der Gabe auf den Geber verlagert.“ In unserer Zeit ist den Nachfolgern Jesu Christi geboten, zum Gedenken an den Erretter vom Abendmahl zu nehmen. Uns ist auch geboten, dem Erretter „als Opfer ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist darzubringen“.

Levitikus 16

Was war der Versöhnungstag?

Der Versöhnungstag (auf Hebräisch Jom Kippur) war für die Israeliten im Altertum der bedeutendste heilige Tag des Jahres. Es war ein Tag des Fastens und der Erneuerung, an dem der Hohepriester symbolisch „für die Israeliten von allen ihren Sünden Versöhnung erwirkte“.

Dieser Tag war einzigartig, denn nur bei diesem Anlass durfte der Hohepriester das Allerheiligste, den heiligsten Bereich des Offenbarungszeltes, betreten. Zuvor kleidete er sich in weißes Leinen und brachte für das Volk verschiedene Tieropfer dar. Dann betrat er das Allerheiligste und besprengte die Sühneplatte der Bundeslade mit Blut von den Opfern. Danach legte der Hohepriester einem männlichen Ziegenbock, dem Sündenbock, die Hände auf und bekannte die Sünden der Kinder Israel. Diese Handlung übertrug die Sünden des Volkes sinnbildlich auf den Ziegenbock, der dann in die Wüste geschickt wurde.

Die Riten am Versöhnungstag hatten eine wichtige symbolische Bedeutung. Beispielsweise war der Hohepriester, der das Blut des Opfers durch den Vorhang trug, ein Hinweis auf Jesus Christus, den „erhabenen Hohepriester“, der durch den Schleier ging, um durch sein Sühnopfer für uns Fürsprache einzulegen. Das Blut der geschlachteten Tiere, mit dem die Sühneplatte besprengt wurde, kann auch für das Blut Jesu Christi stehen, dessen Blut „für die Vergebung [unserer] Sünden vergossen wurde“. Und der Sündenbock, der „alle … Sünden [Israels] mit sich in die Einöde tragen“ würde, kann für Jesus Christus stehen, der „unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen“ hat, ja, sogar „die Schuld von uns allen“.

Mehr dazu

Das Offenbarungszelt

  • „Die Wohnstätte Gottes in alter Zeit“, Liahona, März 2018, S. 26f.

  • „The Menorah“, Ensign, Dezember 2018, S. 36f.

Das Gesetz des Opferns

  • M. Russell Ballard, „Das Gesetz des Opferns“, Liahona, März 2002, S. 10–20

  • David Rolph Seely und Jo Ann H. Seely, „Sacrifice: In Similitude of the Savior“, Online-Artikel in englischer Sprache, Liahona, September 2022, Archiv Kirchenliteratur

Medien

Videos

7:18
11:31

Bilder

Menschen bringen Opfergaben, um Mose beim Bau des Offenbarungszelts zu helfen

Die Kinder Israel bringen Opfergaben für das Offenbarungszelt, Darstellung von Corbert Gauthier

Darstellung des Offenbarungszelts in der Wüste
Darstellung des Offenbarungszelts aus alter Zeit mit den heiligen Gegenständen
Ein Priester aus der Zeit des Alten Testaments, der ein Lamm als Opfer darbringt, und ein Bild von Jesus Christus am Kreuz

Links: Darstellung eines Priesters aus der Zeit des Alten Testaments, der ein Opfer darbringt; rechts: Die Kreuzigung, Darstellung von Harry Anderson

Bleistiftzeichnung eines Ziegenbocks

Der Sündenbock, Darstellung von Ted Henninger

Anmerkungen

  1. Exodus 25:8. Das hebräische Wort, das mit „wohnen“ übersetzt wird, bezieht sich auf einen vorübergehenden Wohnsitz. Das Offenbarungszelt wurde vermutlich nicht als dauerhafte Wohnstätte Gottes verstanden, sondern als Ort, an dem er weilen konnte, während er mit seinem Volk sprach (siehe Daniel L. Belnap, „‚That I May Dwell among Them‘: Liminality and Ritual in the Tabernacle“, in: Ascending the Mountain of the Lord: Temple, Praise, and Worship in the Old Testament, Hg. David Rolph Seely et al., 2013, S. 14).

  2. Siehe Schriftenführer, Stichwort „Offenbarungszelt“, Archiv Kirchenliteratur

  3. Siehe „Die Wohnstätte Gottes in alter Zeit“, Liahona, März 2018, S. 26f. Der Vorhof, das Heiligtum und das Allerheiligste können uns an das telestiale Reich, das terrestriale Reich und das celestiale Reich erinnern (siehe Chad H Webb, in: „Auf das Dienen und die Gottesverehrung im Tempel vorbereiten“, Andacht für junge Erwachsene in aller Welt, 18. Februar 2024, Archiv Kirchenliteratur; Aaron P. Schade und Matthew L. Bowen, The Book of Moses: from the Ancient of Days to the Latter Days, 2021, S. 398ff.).

  4. Diese Opfer werden in Levitikus 1 bis 7 erläutert.

  5. Siehe Mose 5:5-7

  6. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Sacrifices“; siehe auch „Levitikus 1 bis 7. Was war der Zweck der Opfer, die das Gesetz des Mose vorschrieb?“

  7. Siehe Exodus 30:18-21; 40:30-32

  8. Siehe „Die Wohnstätte Gottes in alter Zeit“, S. 26; siehe auch Jesaja 1:16; 52:11; 3 Nephi 27:19,20

  9. Siehe Kenneth L. Barker et al., Hg., NIV Study Bible: Fully Revised Edition, 2020, S. 143, Anmerkung zu Exodus 25:30

  10. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Shewbread“; siehe auch Levitikus 24:8,9. Die Brote stellten wahrscheinlich ein heiliges Mahl dar, das dem Herrn dargebracht wurde (siehe Richard Neitzel Holzapfel et al., Jehovah and the World of the Old Testament: An Illustrated Reference for Latter Day Saints, 2009, S. 106).

  11. Tremper Longman III. und Mark L. Strauss, The Baker Expository Dictionary of Biblical Words, 2023, „Bread“, S. 118

  12. Siehe Adele Berlin und Marc Zvi Brettler, Hg., The Jewish Study Bible, 2. Auflage, 2014, S. 158, Anmerkung zu Exodus 25:23-30

  13. Siehe Lukas 22:19; Johannes 6:35; Lehre und Bündnisse 20:77

  14. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Shewbread“

  15. Siehe Levitikus 24:2-4. Die Zahl Sieben hat im Alten Testament eine heilige Bedeutung und wird oft mit Ganzheit oder Vollkommenheit in Verbindung gebracht (siehe „The Menorah“, Ensign, Dezember 2018, S. 37).

  16. Johannes 8:12. Der Leuchter war einem Mandelbaum nachempfunden. In der jüdischen Tradition wird die Menora oft mit dem Baum des Lebens und dem brennenden Busch in Verbindung gebracht – beides Symbole für die Gegenwart Gottes (siehe „The Menorah“, S. 37).

  17. Siehe „The Menorah“, S. 37; Psalm 119:105; Lehre und Bündnisse 11:13

  18. Siehe Schriftenführer, Stichwort „Öl“, Archiv Kirchenliteratur; D. Todd Christofferson, „Bleibt in meiner Liebe!“, Liahona, November 2016, S. 50

  19. Siehe Psalm 141:1,2; Offenbarung 5:8; 8:3,4

  20. Kerubim sind Figuren, die himmlische Wesen darstellen und in den heiligen Schriften als Hüter heiliger Stätten dargestellt werden (siehe „Genesis 3:24; Mose 4:31. Was sind Kerubim?“).

  21. Siehe Guide to the scriptures „Veil“, Gospel Library

  22. Siehe Levitikus 16:2

  23. Siehe Hebräer 10:19,20

  24. Siehe Johannes 14:6; Mosia 3:17. Als der Erretter gekreuzigt wurde, riss der Vorhang im Tempel entzwei, was dafür stand, dass das Sühnopfer des Erretters allen Glaubenstreuen den Weg geöffnet hatte, in die Gegenwart des Vaters einzugehen (siehe Matthäus 27:51; Markus 15:38; Lukas 23:45; siehe auch Patrick Kearon, „Gottes Absicht ist es, Sie nach Hause zu bringen“, Liahona, Mai 2024, S. 88f.).

  25. Siehe Exodus 26:33,34

  26. Kerubim sind, wie oben erwähnt, Figuren, die himmlische Wesen darstellen.

  27. Siehe Numeri 7:89; Bible Dictionary, Stichwörter „Ark of the Covenant“, „Mercy Seat“. In einigen Schriftstellen wird die Sühneplatte als Fußschemel Jehovas bezeichnet (siehe 1 Chronik 28:2; Psalm 132:7).

  28. Exodus 25:22; siehe auch Exodus 29:43

  29. Siehe Exodus 25:16

  30. Siehe Exodus 16:33; Numeri 17:25; Deuteronomium 31:9; Hebräer 9:4; siehe auch Holzapfel et al., Jehovah and the World of the Old Testament, S. 107

  31. Siehe Numeri 10:35,36

  32. Exodus 28:3

  33. Siehe Lehre und Bündnisse 84:18,24-27; 107:1-6. Der Herr gab das Aaronische Priestertum, weil die Israeliten das höhere Gesetz, das unter der Vollmacht des Melchisedekischen Priestertums vollzogen wurde, nicht befolgten.

  34. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Aaronic Priesthood“

  35. Obwohl Aaron der Hohepriester war, „präsidierte [Mose] über Aaron, denn Mose trug das Melchisedekische Priestertum“ (Boyd K. Packer, „Das Aaronische Priestertum“, Der Stern, April 1982, S. 63). Nach der Zeit Aarons wurde der Hohepriester aus den erstgeborenen Nachkommen Aarons und seiner Söhne ausgewählt (siehe Schriftenführer, Stichwort „Hoher Priester“, Archiv Kirchenliteratur).

  36. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Aaronic Priesthood“

  37. Siehe Psalm 51:4; Jesaja 1:16

  38. Siehe Schriftenführer, Stichwort „Salbung“, Archiv Kirchenliteratur; siehe auch Carol Frogley Ellertson, „The Sanctifying Power of True Ritual Worship“, in: The Gospel of Jesus Christ in the Old Testament, Hg. D. Kelly Ogden et al., 2009, S. 101

  39. Siehe Exodus 28:40-43

  40. Siehe Exodus 39:1-31; siehe auch Holzapfel et al., Jehovah and the World of the Old Testament, S. 106

  41. J. Anette Dennis, Erste Ratgeberin in der Präsidentschaft der Frauenhilfsvereinigung der Kirche, hat gesagt: „Diejenigen der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die sich dafür entschieden haben, im Haus des Herrn Bündnisse mit Gott zu schließen, tragen beim Gottesdienst im Tempel heilige zeremonielle Oberbekleidung – symbolisch für die Kleidung, die vor alters bei Tempelritualen getragen wurde. Auch tragen wir das Garment des heiligen Priestertums, und zwar beim Gottesdienst im Tempel und im Alltagsleben.“ („Zieht den Herrn Jesus Christus an“, Liahona, Mai 2024, S. 11.) Mehr über die heilige Kleidung, die heutzutage bei den heiligen Handlungen des Tempels verwendet wird, ist unter „Heilige Tempelkleidung“, ChurchofJesusChrist.org zu finden.

  42. Hebräer 4:14. Inwiefern die Kleidung der Priester und des Hohepriesters auf Jesus Christus hinweist, findet sich bei Alonzo L. Gaskill, „Clothed in Holy Garments: The Apparel of the Temple Officiants of Ancient Israel“, in: Ascending the Mountain of the Lord: Temple, Praise, and Worship in the Old Testament, Hg. David Rolph Seely et al., 2013, S. 85–104.

  43. Siehe Gaskill, „Clothed in Holy Garments“, S. 92

  44. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Ephod“

  45. Exodus 28:15

  46. „Wenn der Hohepriester im Offenbarungszelt amtierte, trug er Israel symbolisch auf der Brust, dargestellt durch die Steine auf der Brusttasche, sowie auf den Schultern, dargestellt durch die Namen auf den beiden Onyxsteinen.“ (Holzapfel et al., Jehovah and the World of the Old Testament, S. 106.)

  47. Siehe Exodus 28:30. Mehr über die Urim und Tummim findet sich unter „Abraham 3:1. Was sind die Urim und Tummim?“

  48. Siehe Gaskill, „Clothed in Holy Garments“, S. 90

  49. Siehe Gaskill, „Clothed in Holy Garments“, S. 87f.; siehe auch Alma 5:21,24,27; Mormon 9:6

  50. Berlin und Brettler, The Jewish Study Bible, S. 193

  51. Siehe Levitikus 11:44,45; 19:2; 20:26; 21:6 als Beispiele dafür, dass der Herr verkündet hat, dass Israel heilig werden soll.

  52. Longman und Strauss, The Baker Expository Dictionary, S. 971, Eintrag 3722

  53. Siehe Johannes 3:16,17; 2 Nephi 11:4; 25:24-27; Jakob 4:5; Mosia 16:14,15

  54. Mose 5:5

  55. M. Russell Ballard, „Das Gesetz des Opferns“, Liahona, März 2002, S. 15

  56. Mehr über diese Opfergaben findet sich in den folgenden Quellen: Bible Dictionary, Stichwort „Sacrifices“; Edward J. Brandt, „The Priesthood Ordinance of Sacrifice“, Ensign, Dezember 1973, S. 50f.

  57. Russell M. Nelson, „Das Sühnopfer“, Der Stern, Januar 1997, S. 33

  58. Siehe Exodus 29:18; Levitikus 1:9; Alma 34:9,10,12,14

  59. Siehe Schriftenführer, Stichwort „Opfer“, Archiv Kirchenliteratur

  60. Siehe Levitikus 1:3

  61. Siehe Brandt, „The Priesthood Ordinance of Sacrifice“, S. 53

  62. Siehe Brandt, „The Priesthood Ordinance of Sacrifice“, S. 50f.; David Rolph Seely und Jo Ann H. Seely, „Sacrifice: In Similitude of the Savior“, Online-Artikel in englischer Sprache, Liahona, September 2022, Archiv Kirchenliteratur

  63. Alma 34:14

  64. M. Russell Ballard, „Das Gesetz des Opferns“, S. 16

  65. 3 Nephi 9:20. Elder Neal A. Maxwell hat gesagt: „Ein wirkliches, persönliches Opfer [hat nie] darin bestanden …, ein Tier auf den Altar zu legen. Vielmehr besteht es in der Bereitschaft, das Tier in uns auf den Altar zu legen und es von den Flammen verzehren zu lassen! Und so besteht das Opfer … in einem reuigen Herzen und einem zerknirschten Geist [siehe Lehre und Bündnisse 59:8].“ („Verzichtet auf alles, was ungöttlich ist“, Der Stern, Juli 1995, S. 62.)

  66. Levitikus 16:34

  67. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Fasts“

  68. Siehe Bible Dictionary, Stichwort „Scapegoat“

  69. Hebräer 4:14

  70. Siehe Hebräer 8 bis 10; siehe auch Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, S. 121

  71. Lehre und Bündnisse 27:2

  72. Levitikus 16:22

  73. Jesaja 53:4,6; siehe auch Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, S. 121