Kurse zum Evangelium
Fertigkeitsübung 10: Gesunde Denkmuster entwickeln


Fertigkeitsübung 10

Gesunde Denkmuster entwickeln

Lächelndes Mädchen

Unsere Gedanken können eine mächtige Wirkung auf uns haben – sowohl zum Guten als auch zum Schlechten. Wenn wir gesunde Denkmuster entwickeln, können wir unsere Lebenseinstellung verbessern und sind besser imstande, das Werk des Herrn zu tun.

Gesprächsleiter: Fassen Sie sich in den Abschnitten „Definieren“ und „Vorführen“ möglichst kurz, damit die Lernenden genügend Zeit zum Üben haben.

Definieren

Gesprächsleiter: Stellen Sie das Thema für diese Übung vor, indem Sie Folgendes vermitteln. Sie könnten auch Lehre und Bündnisse 6:36 gemeinsam lesen. Fragen Sie die Lernenden, wie es sich auf ihr Leben auswirken kann, wenn sie den in diesem Vers enthaltenen Rat des Herrn befolgen.

Unsere Gedanken haben Einfluss darauf, wie wir uns fühlen und wie wir handeln. Negative Gedanken können zu Mutlosigkeit, Selbstzweifeln, Angst, Wut und Hoffnungslosigkeit führen. Positive Gedanken hingegen können Optimismus, Zuversicht und Hoffnung hervorbringen.

Gesunde Denkmuster können wir zum Beispiel dadurch entwickeln, dass wir unsere negativen Gedanken aufschreiben und so umformulieren, dass sie:

  • mehr Hoffnung vermitteln

  • zutreffender sind

  • Glauben an Jesus Christus zum Ausdruck bringen

Gesprächsleiter: Sie können diese drei Leitlinien an die Tafel schreiben.

Vorführen

Gesprächsleiter: Führen Sie diese Fertigkeit vor, indem Sie einige der folgenden Beispiele zeigen und besprechen. Die Beispiele stammen aus dem Abschnitt „Setzen Sie negativen Gedanken etwas entgegen“ in der Eingewöhnungshilfe „Das Leben als Missionar“ (Seite 20). Sie könnten verschiedene Teilnehmer bitten, die einzelnen Beispiele vorzulesen.

Meine negativen Gedanken

Meine Umformulierung für eine positivere Denkweise

Es ist mir zuwider, so früh aufstehen zu müssen.

Das muss mir nicht gefallen. Ich glaube, ich kriege das hin. Wenn ich erst einmal aufgestanden bin und mich bewege, fühle ich mich wahrscheinlich besser. Ich kann im Gebet Gott um Hilfe bitten.

Ich überstehe den Tag nie.

Bisher habe ich jeden Tag überstanden, und den heutigen Tag überstehe ich auch. Das Einzige, was für mich gerade jetzt zu tun ist, ist das, was direkt vor mir liegt, und zwar ein Schritt nach dem anderen. Wenn ich auf den Erretter blicke, hilft er mir, diesen Tag zu überstehen.

Diese Lektion war eine Katastrophe.

Manche Lektionen laufen besser, andere weniger gut. Es ist gut, dass ich mich verbessern möchte. Ich weiß, dass Gott zufrieden ist, wenn ich mein Bestes gebe. Vielleicht kann mir mein Mitarbeiter/meine Mitarbeiterin helfen, besser zu werden.

Gesprächsleiter: Fragen Sie die Lernenden, ob sie die drei Leitlinien in den Beispielen erkannt haben. Sie könnten dazu auch Fragen wie diese besprechen:

  • Was ist euch an diesen Beispielen besonders aufgefallen?

  • Wie könnte sich diese Denkweise auf euer Leben auswirken?

Üben

Gesprächsleiter: Lassen Sie die Lernenden diese Fertigkeit zu zweit üben. Zeigen Sie die folgenden Anweisungen:

Formuliere die folgenden negativen Gedanken in Aussagen um, die hoffnungsvoller und zutreffender sind und Glauben an Jesus Christus zeigen:

  • „Das können alle besser als ich. Ich gehöre hier einfach nicht hin.“

  • „Ich kann nicht mit Fremden sprechen. Davor habe ich viel zu viel Angst!“

  • „Ich gehe immer so planlos vor.“

Gesprächsleiter: Bitten Sie einige Freiwillige, zu erzählen, wie sie einen der negativen Gedanken umgeschrieben haben. Zur weiteren Übung können Sie die Lernenden bitten, ein paar negative Gedanken aufzuschreiben, die sie schon einmal hatten. Geben Sie ihnen Zeit, diese Gedanken so umzuformulieren, dass sie hoffnungsvoller, zutreffender und glaubensvoller sind.

Anwenden

Gesprächsleiter: Helfen Sie den Lernenden mit dieser Aufgabe, diese Fertigkeit anzuwenden:

Nimm dir in den nächsten sieben Tagen Zeit, einige deiner negativen Gedanken aufzuschreiben. Formuliere sie so um, dass sie hoffnungsvoller und zutreffender sind und deinen Glauben an Jesus Christus zeigen. Achte darauf, welche Wirkung diese Vorgehensweise auf dich hat.