Kurse zum Evangelium
Kapitel 11: Menschen helfen, Zusagen zu machen und einzuhalten


Lektion 11

Menschen helfen, Zusagen zu machen und einzuhalten

Verkündet mein Evangelium!, Kapitel 11

Der Hirte

„Menschen dabei zu helfen, sich zu Jesus Christus zu bekehren, ist ein zentraler Teil [des] Missionsauftrags.“ (Verkündet mein Evangelium! – eine Anleitung zur Verbreitung des Evangeliums Jesu Christi, Seite 228.) Wir können anderen bei ihrer Bekehrung helfen, indem wir sie auffordern, Zusagen zu machen und sie einzuhalten. Eine wirksame Aufforderung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Zusagen macht und auch einhält.

Auswerten und reflektieren

Gesprächsleiter: Bitten Sie die Lernenden, darüber nachzudenken, wie sie in letzter Zeit etwas angewendet haben, was sie in diesem Kurs gelernt haben. Sie könnten sie bitten, sich zu zweit oder gemeinsam mit der Klasse über ihre Bemühungen auszutauschen.

Aufgabenauswahl

Gesprächsleiter: Wählen Sie gebeterfüllt die Aufgabe oder Aufgaben aus, von denen Ihre Klasse am meisten profitiert. Planen Sie auf jeden Fall genügend Zeit für das Üben und das Anwenden ein.

Option A: Wie kann ich anderen helfen, sich zum Herrn zu bekehren?

Studieren

Gesprächsleiter: Lesen Sie gemeinsam die folgende Aussage von Elder David A. Bednar.

Elder David A. Bednar

Die bevollmächtigten Knechte des Herrn betonen immer wieder, dass einer der Hauptgründe für unser Dasein hier auf Erden darin besteht, dass wir durch das Sühnopfer Christi eine geistige Veränderung und Wandlung erleben. („Ihr müsst von neuem geboren werde“, Liahona, Mai 2007, Seite 20)

  • Was meint ihr, warum ein Hauptzweck unserer Zeit auf der Erde der ist, dass wir uns geistig wandeln, also bekehren?

Gesprächsleiter: Sie könnten die folgenden unvollständigen Sätze als Überschriften an die Tafel schreiben:

Zum Herrn bekehrt zu sein bedeutet, …

Wir können uns zu Jesus Christus bekehren, indem wir …

Bitten Sie die Teilnehmer, darüber nachzudenken, wie sie diese beiden Sätze beenden würden. Sie könnten sie auch um Antworten bitten. Erklären Sie, dass ihnen die folgende Lernaufgabe helfen kann, besser zu verstehen, was Bekehrung bedeutet und wie man sich bekehrt. Zeigen Sie dazu die folgenden Anweisungen:

Bearbeite die folgende Aufgabe. Markiere, was du darüber erfährst, 1.) was es bedeutet, zum Herrn bekehrt zu sein, und 2.) wie Bekehrung stattfindet.

  1. Lies den Abschnitt „Umkehr, Zusagen und Bekehrung“ in Kapitel 11 von Verkündet mein Evangelium! (Seite 227f.).

  2. Befasse dich mit mindestens zwei der folgenden Schriftstellen: Johannes 3:3-5; Mosia 5:2; Mosia 27:25,26; Alma 5:12-14.

Gesprächsleiter: Geben Sie den Teilnehmern ausreichend Zeit und lassen Sie sie anschließend erzählen, was sie herausgefunden haben. Sie könnten die Lernenden bitten, ihre Antworten unter der jeweiligen Überschrift an die Tafel zu schreiben.

Sie könnten auch die folgenden Fragen besprechen:

  • In welchem Zusammenhang stehen Umkehr, Zusagen und Bündnisse mit der Bekehrung?

  • Warum ist Bekehrung eurer Meinung nach letztlich nur durch Jesus Christus und sein Sühnopfer möglich?

  • Was hat euch geholfen, eure eigene Bekehrung zu Jesus Christus zu vertiefen?

Üben

Gesprächsleiter: Mithilfe der folgenden Aufgabe können die Lernenden üben, die Wahrheiten, mit denen sie sich in der vorherigen Lernaufgabe befasst haben, zu erklären. Zeigen Sie die folgenden Anweisungen und geben Sie den Teilnehmern Zeit, zu antworten. Sie könnten die Teilnehmer einzeln oder zusammen mit einem Partner arbeiten lassen und jedem Teilnehmer oder jeder Zweiergruppe ein bestimmtes Fallbeispiel zuweisen und sie dann jemanden unterweisen lassen, der sich mit einem anderen Fallbeispiel beschäftigt hat.

Wähle eines der folgenden Fallbeispiele aus. Bereite eine Antwort für die Person in dem Fallbeispiel vor, indem du die untenstehenden Fragen beantwortest.

  1. Christina hat nie einer Kirche angehört. In letzter Zeit verspürt sie den Wunsch, Gott näherzukommen. Sie fragt sich aber, wo sie überhaupt anfangen soll.

  2. Johannes wird von den Missionaren unterwiesen. In einer der Lektionen erklären die Missionare Johannes, dass zur Umkehr gehört, dass man sich Gott zuwendet und sich von seinen Sünden abwendet. Johannes antwortet: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich das kann. Ich bin nun mal so, wie ich bin.“

  3. Jasmin stellt fest, dass es anderen offenbar leichter fällt, die Gebote zu halten, und dass sie ein stärkeres Zeugnis haben als sie. Sie fühlt sich mutlos, wenn sie sich mit anderen vergleicht.

  • Was aus den heiligen Schriften oder der Anleitung Verkündet mein Evangelium! könnte hier helfen?

  • Was könntest du über den Vater im Himmel und Jesus Christus sagen?

  • Welche Aufforderung könntest du aussprechen?

Gesprächsleiter: Geben Sie den Lernenden ausreichend Zeit und bitten Sie sie dann, sich zu zweit oder in kleinen Gruppen über ihre Antworten auszutauschen.

Ein Ziel setzen

Gesprächsleiter: Geben Sie den Teilnehmern Zeit, über das Gelernte nachzudenken und sich Ziele zu setzen. Dazu können Sie ihnen folgende Hilfestellung geben:

Setze dir ein Ziel, das sich auf das bezieht, womit du dich heute befasst hast. Suche dir von den folgenden Anregungen eine aus oder überlege dir selbst etwas.

  • Schreibe deine persönliche, fortdauernde Bekehrungsgeschichte auf. Nenne konkret, wie Gott Veränderungen in deinem Leben bewirkt hat.

  • Frage einen Freund oder Angehörigen, wie er sich zu Jesus Christus bekehrt hat.

  • Schreibe drei Möglichkeiten auf, wie du dich um Hilfe von Jesus Christus bemühen kannst, um deine eigene Bekehrung zu vertiefen.

Mein Ziel
  • Ich werde … (was du tun willst).

  • Ich erreiche mein Ziel, indem ich … (ein einfacher Plan).

Gesprächsleiter: Wenn die Lernenden eine Gruppe von Gleichaltrigen haben, mit der sie sich im Laufe des Kurses über ihre Ziele austauschen, geben Sie ihnen Zeit, darüber zu sprechen, wie sie sich vor dem nächsten Unterricht gegenseitig unterstützen oder an ihre Ziele erinnern wollen.

Option B: Wie können wirksame Aufforderungen Menschen helfen, zu Jesus Christus zu kommen?

Studieren

Gesprächsleiter: Zeigen Sie die folgenden Fragen und bitten Sie die Lernenden, sie zu zweit zu besprechen. Sie können gern auch von einer Erfahrung aus Ihrem eigenen Leben berichten.

  • Welche Aufforderung, die du erhalten hast und der du gefolgt bist, hat dir geholfen, Jesus Christus näherzukommen?

  • Wie hätte es für dich anders laufen können, wenn du diese Aufforderung nicht erhalten hättest?

Gesprächsleiter: Um den Lernenden zu helfen, sich mit wirksamen Aufforderungen zu befassen, können Sie ihnen die unten aufgeführten Anweisungen geben. Sie könnten die Klasse in Zweiergruppen aufteilen und jeder Gruppe eine der folgenden Optionen zuweisen. Oder Sie bitten jeden Teilnehmer, für sich allein eine oder mehrere der Schriftstellen zu lesen, die im Kasten „Schriftstudium“ auf Seite 229 unter „Grundsätze zum Aussprechen von Aufforderungen“ aufgeführt sind.

Erfahre, wie du Aufforderungen aussprechen kannst, indem du dich mit Folgendem aus Kapitel 11 in Verkündet mein Evangelium! befasst:

  1. Die beiden Absätze und die Aufzählungspunkte unter der Überschrift „Aufforderungen und Einladungen aussprechen“ (Seite 228)

  2. „Grundsätze zum Aussprechen von Aufforderungen“ (Seite 229)

Gesprächsleiter: Wenn die Teilnehmer fertig sind, lassen Sie sie zusammenfassen, was sie gemeinsam mit ihrem Partner gelernt haben. Anschließend könnten Sie diese Fragen mit der ganzen Klasse besprechen:

  • Was habt ihr darüber gelernt, wie wichtig es ist, Einladungen und Aufforderungen auszusprechen, wenn wir das Evangelium Jesu Christi verkünden?

  • Welche Einladungen oder Aufforderungen können wir aussprechen, um anderen zu helfen, zu Christus zu kommen?

Gesprächsleiter: Als Teil des Unterrichtsgesprächs könnten Sie die Videos „Wie man einlädt, ‚zu kommen und zu sehen‘“ (1:17) oder „Wie man einlädt, ‚zu kommen und zu helfen‘“ (1:03) zeigen. Beide Videos sind auf ChurchofJesusChrist.org verfügbar:

Sie können auch diese Aussage von Elder Gary E. Stevenson vorlesen:

Elder Gary E. Stevenson

Es gibt Unzähliges, wozu wir andere einladen oder ermuntern können, etwa zu einer Abendmahlsversammlung oder einer Gemeindeaktivität „zu kommen und zu sehen“ oder sich online ein Video anzuschauen, in dem das Evangelium Jesu Christi erklärt wird. „Kommt und seht!“ kann die Ermunterung sein, das Buch Mormon zu lesen oder während der Tage der offenen Tür einen neuen Tempel vor dessen Weihung zu besichtigen. („Lieben, weitergeben, einladen“, Liahona, Mai 2022, Seite 86)

Üben

Icon „Arbeitsblatt“ Gesprächsleiter: Um den Lernenden Gelegenheit zu geben, das Aussprechen von Aufforderungen zu üben, könnten Sie das Arbeitsblatt „Aufforderungen aussprechen“ verteilen. Geben Sie den Teilnehmern Zeit, das Arbeitsblatt allein oder zu zweit zu bearbeiten.

Aufforderungen aussprechen

Die folgenden Grundsätze können dir helfen, wirksame Aufforderungen auszusprechen:

Sei freundlich und drücke dich konkret und klar aus. Formuliere deine Aufforderung in Form einer „Wirst du“-Frage. Siehe beispielsweise „Aufforderungen freundlich und klar formuliert aussprechen“ in Kapitel 11 (Verkündet mein Evangelium!, Seite 230).

Geben Sie Zeugnis für Segnungen. Gib Zeugnis, dass Gott diejenigen segnet, die dieser Aufforderung folgen. Du könntest darüber sprechen, welche Segnungen du selbst empfangen hast. Näheres dazu findest du unter „Segnungen verheißen“ und „Zeugnis geben“ in Kapitel 11 (Verkündet mein Evangelium!, Seite 231f.).

Hier ein Beispiel für eine Aufforderung, die diesen Leitlinien entspricht:

Der Herr hat denen, die das Gesetz des Zehnten halten, große Segnungen verheißen. Er hat mich persönlich und meine Familie gesegnet, weil wir dieses Gesetz befolgen. Ich verheiße dir, dass Gott dich segnen wird, wenn du Glauben an Jesus Christus ausübst und den Zehnten zahlst. Wirst du nach deiner Taufe das Gesetz des Zehnten befolgen?

Übe anhand der folgenden Schritte, eine Aufforderung zu formulieren und auszusprechen.

  1. Überlege, was du tun kannst, um jemanden einzuladen, Jesus Christus näherzukommen. Denk dabei an jemanden, den du kennst, oder stell dir jemanden vor, mit dem du als Missionar über das Evangelium sprichst.

  2. Der Betreffende kann sich beispielsweise mit den Missionaren treffen, täglich im Buch Mormon lesen, mit dir in die Kirche gehen oder zum Vater im Himmel beten. Weitere Beispiele findest du unter „Aufforderungen und Einladungen, die Sie aussprechen können“ in Lektion 1 bis 3 des dritten Kapitels (Verkündet mein Evangelium!, Seite 38, 55, 72).

  3. Schreibe auf, was du sagen wirst, um die Aufforderung auszusprechen. Denke daran, immer freundlich zu sein und dich konkret und klar auszudrücken. Gib auch Zeugnis für die Segnungen, die wir empfangen können, wenn wir nach diesem Grundsatz leben.

Gesprächsleiter: Geben Sie die Lernenden nach dem Ausfüllen des Arbeitsblatts Zeit, mit einem Partner zu üben, eine Einladung oder Aufforderung auszusprechen. Sie könnten dies zunächst einmal vormachen, bevor die Teilnehmer sich darin üben. Wenn die Zeit es zulässt, können Sie die Lernenden bitten, mit wechselnden Partnern zu üben.

Ein Ziel setzen

Gesprächsleiter: Geben Sie den Teilnehmern Zeit, über das Gelernte nachzudenken und sich Ziele zu setzen. Dazu können Sie ihnen folgende Hilfestellung geben:

Setze dir ein Ziel, das sich auf das bezieht, womit du dich heute befasst hast. Suche dir von den folgenden Anregungen eine aus oder überlege dir selbst etwas.

  • Übe mit einem Familienmitglied oder Freund, der diesen Kurs nicht besucht, diese Aufforderung auszusprechen.

  • In der Rubrik „Das Evangelium verbreiten“ im Archiv Kirchenliteratur findest du Beispiele für Einladungen oder Aufforderungen, die du an deine Familie oder Freunde richten kannst. Setze das um, wozu du dich inspiriert fühlst.

  • Lade einen Freund ein, mit dir zur Kirche oder zu einer Aktivität der Kirche zu gehen. Halte dich bei dieser Einladung an die eingeübten Grundsätze.

Mein Ziel
  • Ich werde … (was du tun willst).

  • Ich erreiche mein Ziel, indem ich … (ein einfacher Plan).

Gesprächsleiter: Wenn die Lernenden eine Gruppe von Gleichaltrigen haben, mit der sie sich im Laufe des Kurses über ihre Ziele austauschen, geben Sie ihnen Zeit, darüber zu sprechen, wie sie sich vor dem nächsten Unterricht gegenseitig unterstützen oder an ihre Ziele erinnern wollen.

Für die nächste Unterrichtsstunde

Gesprächsleiter: Wenn Sie bereit sind, im nächsten Unterricht Lektion 12 durchzunehmen, möchten Sie die Teilnehmer vielleicht bitten, zur Vorbereitung das Heft Das Leben als Missionar: So gewöhnt man sich ein durchzugehen. Sie könnten ihnen einen Link zu diesem Material schicken oder ihnen zeigen, wo es im Archiv Kirchenliteratur zu finden ist (Archiv> Handbücher und Berufungen > Missionsberufungen > Das Leben als Missionar: So gewöhnt man sich ein).