Herzenswärme, Handwerk und Hilfe – ein Weihnachtsdorf
Wetzikon: Am Samstag, dem 22. November 2025, verwandelte sich das Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Wetzikon in ein lebendiges Weihnachtsdorf. Zwischen 11 und 20 Uhr strömten rund 900 Besucherinnen und Besucher in die festlich dekorierten Räume. Der Anlass, der auf dem Handzettel bereits stimmungsvoll angekündigt worden war, bot Marktstände, einen Samichlaus (Schweizer Name für Sankt Nikolaus), eine Bastelwerkstatt, Live-Musik und einen Familienpostenlauf – ein vielfältiges Programm, das Familien wie Einzelpersonen gleichermassen ansprach.
Handwerk, Kreativität und monatelange Vorbereitung
An zahlreichen Stände wurden liebevoll gefertigte Strickwaren, Kerzen, Süssigkeiten, Holzarbeiten, Spielzeug und viele weitere handgemachte Besonderheiten präsentiert. Hinter jedem dieser Artikel standen viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Mitglieder aus mehreren Gemeinden des Pfahles St. Gallen hatten über Monate hinweg gestrickt, gebastelt, geplant und dekoriert.
Diese gemeinsame Vorbereitung wurde sichtbar in der Vielfalt und Qualität der angebotenen Produkte. Die Stände waren Ausdruck echter Hingabe und zeigten, wie viel Freude entsteht, wenn eine Gemeinschaft etwas für andere erschafft.
Ein Angebot für Familien – Freude und Begegnung
Der Samichlaus liess Kinderaugen leuchten, während die Bastelwerkstatt kleine Kunstwerke hervorbrachte, die stolze Kinder mit nach Hause nahmen. Der Familienpostenlauf führte Gross und Klein durch abwechslungsreiche Stationen, die Spiel, Geschick und Wissen miteinander verbanden.
Diese Programmpunkte schufen eine Atmosphäre, in der Familien Zeit miteinander verbrachten, lachten und gemeinsam etwas erlebten – ein zentraler Gedanke des Weihnachtsdorfes.
Köstlichkeiten und Begegnungen
Für das leibliche Wohl war mit Raclette, frisch gegrillten Würsten, Waffeln, Crêpes und einem reichhaltigen Kuchenbuffet grosszügig gesorgt. Diese kulinarischen Angebote luden viele Besucherinnen und Besucher zu Gesprächen ein. Nicht nur Mitglieder, sondern auch zahlreiche Nachbarn und Neugierige aus der Region fanden den Weg ins Gemeindehaus – viele von ihnen zum ersten Mal.
Musik, die Herzen berührt
Musikalisch wurde das Weihnachtsdorf von den Embley Sisters aus dem Zweig Landquart sowie durch weitere Gesangsbeiträge der Gemeinden bereichert. Ihre Darbietungen schufen eine warme, besinnliche Atmosphäre, die an die wahre Bedeutung der Adventszeit erinnerte und viele Herzen berührte.
Leitung und tatkräftiges Engagement
Organisiert wurde der Anlass von Carolyn Uchtdorf und Agi Locher, unterstützt von einem engagierten Team aus mehreren Gemeinden des Pfahles St. Gallen. Ihr Einsatz über viele Monate hinweg – vom Stricken über das Basteln bis hin zur Dekoration und Ablaufplanung – war im gesamten Weihnachtsdorf spürbar.
JustServe und das Kinderhospiz Flamingo – gelebte Nächstenliebe
Der Anlass stand ganz im Zeichen des Dienens. Im Geist von JustServe, einer Initiative der Kirche, die Menschen ermutigt, sich lokal ehrenamtlich einzubringen, wurden alle Einnahmen dem neuen Kinderhospiz Flamingo in Fällanden/Greifensee gewidmet. Dieses Hospiz, das im Januar eröffnen wird, begleitet Familien mit schwerstkranken Kindern und bietet ihnen Entlastung und Unterstützung in herausfordernden Lebensphasen.
Rainer Züst von der Stiftung Kinderhospiz Schweiz nahm die symbolische Spende persönlich entgegen. Durch eine zusätzliche grosszügige private Spende konnte der gesammelte Betrag sogar verdoppelt werden – ein fünfstelliger Beitrag, der dem Hospiz zum Start eine wertvolle Hilfe sein wird.
Ein Tag der Dankbarkeit und der offenen Türen
Bischof Daniel Ramsay fasste den Geist des Tages treffend zusammen:
„Dass so viele Menschen aus der Nachbarschaft und der Region unser Gemeindehaus besucht haben, viele davon zum ersten Mal, berührt uns sehr. Dieser Tag hat gezeigt, wie Gemeinschaft funktioniert – offen, herzlich und mit Blick auf das Wohl anderer.“
Das Weihnachtsdorf in Wetzikon war mehr als eine Veranstaltung. Es war ein Moment echter Gemeinschaft und gelebter Solidarität und ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass ein Gemeindehaus zu einem Ort des Dienens und der christlichen Nächstenliebe werden kann – erfüllt von Herzenswärme, Handwerk und Hilfe.