Panorama
Interreligiöse Andacht zum Volkstrauertag
Arnsberg-Holzen: Anlässlich des Volkstrauertages am 17. November 2024 wurden Bischof Gerhard David (Gemeinde Unna) und seine Frau Gabriele vom Gemeindeteam der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes in Arnsberg-Holzen als Sprecher zu einer interreligiösen Andacht eingeladen. Diese wurde gemeinsam von Christen der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gestaltet.
Gerhard David und seine Frau Gabriele sind im September 2022 von der Gemeinde Duisburg in die Gemeinde Unna verzogen. Das Ehepaar wohnt in Arnsberg-Holzen im Hochsauerlandkreis. Holzen ist ein kleiner Stadtteil mit 2.000 Einwohnern. Im Juli 2024 wurde Bruder David zum Bischof der Gemeinde Unna berufen. Im privaten Umfeld pflegen Bischof David und seine Frau gern den interreligiösen Dialog. So laden sie auch gern regelmäßig andere Christen zu Bibelstunden zu sich nach Hause ein und genießen in freundschaftlicher Atmosphäre die vielen Gemeinsamkeiten der verschiedenen Konfessionen.
Schon in der Vorbereitung der Andacht zum Volkstrauertag hat Bischof David angeregt, den Fokus weg von der tiefen Trauer hin zu Hoffnung und Frieden zu lenken.
In den Beiträgen von Heike Wegener und Andre Wegener wurde der Opfer der Kriege in der Vergangenheit und Gegenwart gedacht sowie der Wunsch nach Frieden und Gerechtigkeit ausgedrückt. Sie legten den Schwerpunkt darauf, dass sich jeder für Frieden einsetzen kann. Andre Wegener: „Wir müssen etwas ändern. Frieden fängt im Kleinen an: bei mir! Wenn wir Frieden ernst nehmen, dann kann der Volkstrauertag ein Hoffnungstag sein.“
Gabriele David trug eine Geschichte von einem Seestern vor (nach einer Erzählung von Loren Eiseley, „The Star Thrower“). Sie bekräftigte, dass jeder etwas verändern kann, so wie der Junge in der Geschichte einen einzelnen Seestern gerettet und für ihn etwas verändert hat.
Bischof David und seine Frau Gabriele nannten praktische Beispiele, was jeder in seinem Alltag tun kann, um Frieden zu finden und Friedensstifter zu werden. Ihre Botschaft: „Frieden stiften ist eine Entscheidung. … Wir haben es in der Hand, ob wir uns für Streit oder Versöhnung entscheiden. … Entscheiden wir uns ein für alle Mal, ein Friedensstifter zu sein. ... Stiften wir ab heute Frieden.“
In den in der Andacht vorgetragenen Fürbitten standen die Opfer der derzeitigen Kriege, Tote und Lebende, im Mittelpunkt.
Umrahmt wurde die Andacht von der Schützenbruderschaft St. Johann-Evangelist Holzen 1824.
Vikar Stephan Kersting entließ die Gläubigen mit einem Segen.
Heike und Andre Wegener hatten Seesterne gebacken, die an die Teilnehmer verteilt wurden.
Im Anschluss gedachte die Schützenbruderschaft St. Johann-Evangelist Holzen 1824 namentlich der in den großen Kriegen Gefallenen des Ortes und legte am Ehrenmal einen Kranz nieder.