2025
Ein Marathon der Familienerinnerungen
April 2025


Panorama

Ein Marathon der Familienerinnerungen

Dortmund: Der Pfahl Dortmund der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage machte es möglich, dass von Freitag, dem 1. März 2024, 17 Uhr, bis Samstag, dem 2. März 2024, 17 Uhr, unermüdlich den Lebenswegen unserer Vorfahren nachgespürt werden konnte.

Nicht nur Mitglieder der Kirche, sondern auch eine große Zahl von Teilnehmern aus zwei Ahnenforscher-Gemeinschaften aus der Region nutzten die Gelegenheit dieser Zusammenkunft im Rahmen eines 24-stündigen Forschungsmarathons. Unter der Schirmherrschaft des Ahnenforscher-Stammtischs Unna, der Genealogisch-heraldischen Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund und dem FamilySearch-Center Dortmund tauschte man Erfahrungen aus und hörte von aufbauenden Erlebnissen. Nancy Myers, Georg Palmüller und Marco Gosewinkel als Mitarbeiter im FamilySearch-Center, Wolfgang Riebe als Hoher Rat für Genealogie und Wilfried Unverricht als Leiter des FamilySearch-Centers Dortmund halfen dabei, dass diese Aktivität stattfinden konnte.

Diese außergewöhnliche Initiative, deren Ursprung auf die kreativen Köpfe Nancy Myers und Georg Palmüller vom Unnaer Ahnenforscher-Stammtisch zurückgeht, beide Mitarbeiter des FamilySearch-Centers, fand in den Räumen des FamilySearch-Centers und des Pfahls Dortmund statt. Unendliche Möglichkeiten, Informationen über verstorbene Familienmitglieder aus alten Kirchenbüchern und weiteren Forschungsquellen zu sammeln, boten sich an Computern und durch Online-Übertragungen auf einer großen Leinwand.

Die Bedeutung der Ahnenforschung wurde in diesem 24-stündigen Marathon durch die gleichzeitig stattfindende größte Messe zur Familiengeschichte, der RootsTech, und durch dort gegebene inspirierende und ermutigende Ansprachen auch von Generalautoritäten betont; die Rootstech-Messe wurde in Salt Lake City und online veranstaltet. Diese globale Plattform dient als Katalysator für die weltweite Gemeinschaft der Ahnenforscher, um sich zu vernetzen und von dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren.

Die Erinnerung an die Lebenswege unserer Vorfahren zu bewahren, ist nicht nur eine kulturelle Verpflichtung, sondern stärkt auch die lebende Familie. Durch die gewonnenen familiengeschichtlichen Erkenntnisse werden die Verbindungen zwischen den Generationen gestärkt, und die Vorfahren erwachen durch die Beschäftigung mit ihrer Geschichte zu neuem Leben.

Die Veranstaltung im FamilySearch-Center begleitete ein virtueller Forschertreff auf Zoom, der die Teilnahme von 140 Interessierten aus der ganzen Welt ermöglichte. Mehr als 20 Ahnenforscher versammelten sich zeitweise vor Ort. Es ist bewegend zu sehen, wie die Suche nach den eigenen Wurzeln Menschen aus verschiedenen Kontinenten in einem gemeinsamen Streben vereint.

Nach 24 Stunden ununterbrochener Forschung, sowohl vor Ort im Center als auch virtuell auf Zoom, waren die Beteiligten sichtlich erschöpft. Dennoch spiegelte sich auf ihren Gesichtern nicht nur Müdigkeit, sondern vor allem eine tiefe Freude und Befriedigung über die neu gewonnenen Erkenntnisse zur eigenen Familiengeschichte wider. Dieser Marathon der Erinnerungen hat nicht nur historische Pfade erhellt, sondern auch die Brücken zwischen den Generationen gestärkt und globale Gemeinschaften in einem gemeinsamen Streben vereint.

Es ist wunderbar, was sich heute in der Familienforschung tut. Die Entwicklung der Technik, die es möglich macht, dass man eine fast unüberschaubare Menge von Quellen nutzen kann, ist atemberaubend. Uns werden Wege eröffnet, auf die man vor wenigen Jahren gar nicht hoffen konnte. Die Hand des Herrn Jesus Christus ist erkennbar und der Geist des Herrn wirkt auf so viele Menschen wie nie zuvor. So viele ergänzen den weltweiten Stammbaum bei FamilySearch und fügen Familien zusammen! Es ist eine Freude, in diesem Werk tätig sein zu dürfen.