Stimmen von Heiligen der Letzten Tage
So wie Tomaten in der Sonne gedeihen, so wächst auch unser Glaube
Darmstadt (AM): Anfang des Jahres planten wir als Gemeinde, ein Tomatenfest zu feiern, eine Möglichkeit, zusammenzukommen und uns gemeinsam an den verschiedenen Früchten aus unseren eigenen Zuchten zu erfreuen. Da dies aufgrund des Umbaus im Gemeindehaus nicht in dem erwünschten Rahmen möglich ist, möchte ich an dieser Stelle meine Gedanken zu meiner Tomatenernte äußern.
Dabei dachte ich an uns, die Mitglieder der Gemeinde. Wir sind alle gemeinsam Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hier im Darmstädter Großraum, so wie die Tomaten alle Mitglieder meines Gartens sind. Wie die Tomaten sehen wir alle unterschiedlich aus, gehören aber gemeinsam zur Familie Gottes.
Tomaten sind nicht nur ein Symbol für Gesundheit und Vitalität, sondern können auch als Metapher für die Freuden eines christlichen Lebens dienen. So wie Tomaten in der Sonne gedeihen und ihre volle Reife erreichen, so wächst auch unser Glaube an Jesus Christus unter der Führung und dem Licht Gottes (siehe Alma 32:28).
Unser christliches Leben sollte geprägt sein von Liebe, Gemeinschaft und dem Streben nach einem höheren Zweck. Ähnlich wie Tomatenpflanzen, die sorgfältige Pflege und Aufmerksamkeit benötigen, um zu wachsen und Früchte zu tragen, erfordert der christliche Glaube Hingabe, Gebet und die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen.
Die Freude, die wir in unserem Glauben finden können, kann mit der Freude verglichen werden, die wir empfinden, wenn wir die Früchte unserer Arbeit genießen können (siehe Mosia 2:22). Diese Freude ist tief und erfüllend, da sie aus einer Quelle der Liebe und des Lebens stammt, die weit über das Materielle hinausgeht.
Tomaten sind auch ein Symbol für Fülle und Überfluss. In den heiligen Schriften wird oft von der Fülle des Lebens gesprochen, die Gott seinen Gläubigen verspricht. Diese Fülle zeigt sich nicht nur in materiellen Segnungen, sondern auch in geistigen und emotionalen Reichtümern, die das Leben eines Christen bereichern.
Im Gleichnis vom guten Hirten erklärte Jesus: „Ich bin gekommen, damit [wir] das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10:10.)
Ich hoffe, ihr schafft es, an vielen Tagen eures Lebens Freude darüber zu empfinden, dass Jesus Christus auf die Erde kam, um den Preis für unsere Rückkehr zum Vater zu zahlen. Ich hoffe, ihr spürt oft den Wunsch, eurem himmlischen Vater ähnlicher zu werden. Wenn es euch im Moment nicht so geht, dann überlegt, was ihr opfern könnt, um mehr im Licht Gottes zu wachsen. Das Licht Gottes findet sich in allem Göttlichen, in euren Gebeten, in eurem Lesen der Heiligen Schriften und dem Nachdenken über sie, im Besuch der Versammlungen der Kirche und dem gemeinsamen Sprechen über die Freuden des Evangeliums, im einander Helfen, im Stützen von müden Schultern.
Die Freude über mein Leben, die ich heute empfinde, verdanke ich keinem Einzelereignis, sondern vielen kleinen Lichtblicken, die mir geholfen haben, mich in die richtige Richtung zu entwickeln.
Je mehr wir es schaffen, im Licht Gottes zu verweilen, umso reifer kann die Frucht unseres Lebens werden und umso mehr kann der größte Gärtner von allen unseren Geist hegen und pflegen..