2025
Die Idee eines „Einladungsmonats“
Januar 2025


Panorama

Die Idee eines „Einladungsmonats“

Salzburg (RHS): Mitglieder laden ihre Freunde zum Besuch der Abendmahlsversammlung ein – eine Selbstverständlichkeit in der Kirche, würde man sagen. Und doch kann es hilfreich sein, eine solche Einladung im Rahmen eines besonderen Programms auszusprechen!

Dies zeigt seit nunmehr 14 Jahren der österreichische Pfahl Salzburg. Hier werden seitens der Pfahlpräsidentschaft Jahr für Jahr für den Juni Handzettel als Einladung mit einem jeweils anderen Themenschwerpunkt gestaltet und durch Mitglieder an Familienangehörige und Freunde verteilt. Darin heißt es „Du bist herzlich zu unserem Gottesdienst eingeladen! Willkommen in einem lebendigen Glauben, in dem die Wahrheiten und Grundsätze, die Jesus Christus gelehrt hat, einen direkten und positiven Einfluss darauf haben, wie wir unser Leben leben, wie wir unsere Kinder großziehen, wie wir miteinander umgehen und wie wir Schwierigkeiten und Herausforderungen bewältigen. … Du bist – so wie Du bist – in der Kirche herzlich willkommen. Besucher müssen sich in keiner Weise aktiv einbringen oder etwas spenden. Du kannst Dich einfach zurücklehnen und den Gottesdienst genießen.“

Die von der Pfahlpräsidentschaft für die Juni-Abendmahlsgottesdienste ausgewählten Themen werden in den Gemeinden jeweils Rednern zugewiesen, die ihre Ansprachen möglichst allgemeinverständlich, ohne Rückgriff auf „Kirchenjargon“ und vor allem unter dem Einfluss des Heiligen Geistes halten.

Da es diese Aktion im deutschen Sprachraum offenbar nur an diesem Ort gibt, stellte sich die Frage, wessen Idee der Salzburger „Einladungsmonat“ ursprünglich gewesen war und welchen Zweck er von Beginn an verfolgt hat. Das Geheimnis konnte mit Hilfe des langgedienten Pfahlsekretärs Karl Heinz Merker und des ehemaligen Pfahlpräsidenten Franz Mielacher gelüftet werden: Es handelte sich um eine Initiative der Gebietspräsidentschaft Europa aus dem Jahr 2011. Diese bestand damals aus Präsident Kopischke und seinen Ratgebern Elder Caussé und Elder Teixeira. Bruder Mielacher erinnert sich an die missionarische „Aufbruchsstimmung“, die von der Gebietspräsidentschaft in den Jahren 2010 und 2011 entfacht worden war: „Damals war ich frisch berufen und alles war irgendwie neu, sehr besonders und faszinierend. Wenn ich an die Schulungen und Räte dieser Zeit denke, spüre ich förmlich noch heute die Atmosphäre des Aufbruchs und den Geist von Visionen. Und ich fühlte eine unglaubliche Einigkeit.“

Auch erste Rückmeldungen aus den Gemeinden zeigten eine Steigerung der Anwesenheit in den Abendmahlsversammlungen und eine Zunahme an Bekehrtentaufen. Wenngleich die Erfolge vergleichsweise bescheiden blieben, wie es auch bei guten Initiativen häufig vorkommt, wurde der „Einladungsmonat“ im Pfahl Salzburg wenig später zu einer bleibenden Einrichtung und blieb den Mitgliedern als Gelegenheit erhalten, ihren Freunden und Verwandten von der Kirche zu erzählen. Im Jahr 2023 wurde die Initiative erstmals auch an den Pfahl Wien „exportiert“. Das Thema im Juni 2024 lautete „Der Tempel: Das Haus des Herrn, für mich und meine Familie“.