Für eine starke Jugend
Mein Hosanna
Für eine starke Jugend, März 2026


Mein Hosanna

Jeder von uns hat mit etwas zu ringen, was ihn dazu bringt, sich hinzuknien.

Eine Jugendliche

In einer meiner Lieblingsstellen im Neuen Testament geht es um den triumphalen Einzug Jesu Christi in Jerusalem. Die Leute riefen: „Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“ (Matthäus 21:9.) Immer wenn ich das lese, denke ich: Was ist denn nun mein Hosannaruf?

Schon mein ganzes Leben lang stottere ich. Immer wieder mal kam es vor, dass ich echt frustriert und entmutigt war, weil ich mich nicht so ausdrücken konnte, wie ich es wollte. Ich wollte entweder fließend reden können oder nie wieder den Mund auftun. Immer wenn ich vor Zuhörern etwas sagen muss oder möchte – und selbst wenn ich laut bete –, mache ich mir Sorgen. Oftmals habe ich still im Herzen um Geduld, Frieden und Hilfe gefleht. Dies ist mein ureigenster Hosannaruf – meine Bitte um Befreiung.

So wie Christus den Rufen der Leute in Jerusalem Beachtung geschenkt hat, lässt er auch meinen Ruf nie unbeachtet. Zwar hat er das Stottern nicht von mir genommen, aber er stärkt mich auf unerwartete Weise. Er hilft mir, in beängstigenden Augenblicken inneren Frieden zu finden und zu erkennen, dass meine Sprechfähigkeit – obwohl nicht makellos – für ihn doch gut genug ist.

Jeder von uns hat mit etwas zu ringen, was ihn dazu bringt, sich hinzuknien. Manchmal haben wir vielleicht das Gefühl, dass unser Flehen ungehört verhallt. Doch der Herr erhört jeden Hosannaruf. Auf seine vollkommene Weise und gemäß seinem Zeitplan eilt er uns zu Hilfe.

In Getsemani litt Christus für unsere Sünden und spürte, welche Schmerzen wir leiden und wie sehr wir uns abplagen. Er führt und tröstet stets all jene, die sich ihm und dem Vater im Himmel zuwenden. Derselbe Christus, der in Getsemani und am Kreuz für uns gelitten hat, erhob sich aus dem Grab und besiegte den Tod, damit wir Hoffnung haben können. Letztlich ist seine Auferstehung die vollendete Erhörung jedes Hosannarufs.

Die Verfasserin lebt in Kalifornien.

Anmerkung

  1. Hosanna kommt aus dem Hebräischen und bedeutet „Hilf doch, Herr“ oder „Rette uns bitte“ (siehe Schriftenführer, Stichwort „Hosanna“; in englischer Sprache siehe auch die Erklärung im Bible Dictionary unter dem Stichwort „Hosanna“).