Ein auf den Erretter ausgerichtetes Osterfest
und ein auf Ostern ausgerichtetes Leben
Wir alle können uns die Macht des Erretters zunutze machen, um getröstet zu werden und uns zu ändern.
Fotos von Janae Bingham
Im Seminar sprachen wir darüber, was Ostern wirklich bedeutet und wie wir es feiern sollen. Es geht nicht bloß um Süßigkeiten und Osterhasen – es geht um den Erretter. Ich fragte mich: „Welche Ostertraditionen kann ich zuhause einführen, die den Erretter mehr in den Mittelpunkt stellen?“
Ich baue gern mit LEGO®. Im Archiv Kirchenliteratur fand ich ein Bild vom Erretter. Das habe ich in eine Bauanleitung umgewandelt. Ich arbeitete an dem Lego-Bild und hörte mir dabei die Generalkonferenz an. Als ich fertig war, hängte ich das Bild bei mir zuhause auf.
Jesusfiguren für alle
Außerdem kaufte ich für Ostern eine große Kiste mit Jesusfiguren. Zuerst wollte ich die überall in der Schule verstecken. Aber als die Leute in der Schule die Schachtel sahen, wollten sie gleich eine Figur daraus haben. Sogar ein paar Lehrer wollten welche und auch Mitschüler, von denen ich das nie gedacht hätte. Also gab ich jedem eine, den ich traf.
Der Erretter hatte kein Problem damit, mit jedem zu reden, selbst mit Außenseitern, die zu seiner Zeit gesellschaftlich verachtet waren. Er war mit ihnen befreundet. Er verbrachte Zeit mit ihnen. Er aß mit ihnen. Beim Verteilen der Figuren lernte ich, kontaktfreudiger zu sein, wie der Erretter es war. Ich habe auch verstanden: Ganz gleich, was du deiner Meinung nach angestellt hast – es gibt in deinem Leben immer Platz für Jesus Christus.
Durch den Erretter kann ich mich ändern
Mein ganzes Leben lang habe ich mich gefragt, wie ich mir das Sühnopfer des Erretters zunutze machen kann. Aber damals zu Ostern habe ich kapiert, dass die sühnende Gnade des Erretters in mir wirksam wird, wenn ich mein Leben ändere, um mehr so wie er zu werden. Und wenn ich jeden Tag versuche, Kleinigkeiten zu ändern, dann werde ich allmählich besser.
Ein paar Jahre lang hatte ich Probleme mit Pornografie. Nach einer Seminarstunde fühlte ich mich gedrängt, mit meinem Bischof zu sprechen. Als ich schließlich dem Bischof und meinen Eltern davon erzählt hatte, fiel es mir viel leichter, dieses Problem zu überwinden, denn es ist wirklich schwer, sowas alleine durchzustehen.
Ich fing an, jeden Tag zu beten und in den heiligen Schriften zu lesen, und ich bemühte mich, in der Schule netter zu sein. Das half mir, weil ich mich mehr auf den Erretter als auf meine Sünden konzentrierte. Ich wandte mich mehr ihm zu und nicht mehr den Sachen, mit denen ich mich vorher beschäftigt hatte.
Dank des Sühnopfers Jesu Christi habe ich mein Problem mit der Pornografie überwunden. Ich bin mehr so geworden, wie Gott mich braucht. Jetzt kann ich das Abendmahl segnen, weil der Erretter mich verändert und rein gemacht hat. Ich bin dankbar, dass ich würdig bin, zum Segen meiner Mitmenschen das Priestertum auszuüben.
Mein persönlicher Bezug zu Ostern
Dieses Jahr hatte ich im Seminar ein wirklich cooles Erlebnis, als wir über das Sühnopfer des Erretters sprachen. Mir kam der Gedanke, dass er, während er litt, sein Leiden jederzeit hätte beenden können. Aber dann stellte ich mir vor, wie er dachte: „Nein, ich muss weitermachen. Ich muss das für Ben tun. Er braucht das.“ Für mich hat dieser Gedanke eine Verbindung zwischen meiner Beziehung zum Erretter und zum Osterfest hergestellt.
Nächstes Jahr werde ich zu Ostern wahrscheinlich an einem weiteren Lego-Bild von Jesus arbeiten. Ich möchte auch noch mehr Jesusfiguren verteilen. Auf jeden Fall werde ich weiter über das Leiden Christi und sein Sühnopfer für mich nachdenken. Dank ihm kann ich von meinen Sünden umkehren und eines Tages zu ihm und zum Vater im Himmel zurückkehren.
Ich weiß, dass der Erretter für jeden von uns ganz persönlich gelebt hat und gestorben ist und dass er weiß, wer wir sind und was wir brauchen. Wenn wir uns wirklich bemühen, können wir uns die Macht des Erretters zunutze machen, um getröstet zu werden, uns zu ändern und bessere Menschen zu werden.
Der Verfasser lebt in Idaho.