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5 Wahrheiten, die dich stärken, um von Pornografie loszukommen
Jesus Christus kann uns helfen, Suchtverhalten zu überwinden und rechtschaffene Wünsche zu entwickeln
Ich hatte nie vor, mir Pornografiekonsum oder Selbstbefriedigung zur Gewohnheit zu machen, aber als Teenager führte meine Neugier – zusammen mit dem, was ich im Internet sah – schließlich dazu, dass genau das passierte. Obwohl ich mich schämte, war es schwer, diese Gewohnheiten zu durchbrechen, besonders wenn ich einsam, gestresst oder traurig war.
Während ich dagegen ankämpfte, erkannte ich fünf machtvolle Wahrheiten, die mir Mut machten und mir halfen, eine bessere Selbstbeherrschung, mehr Liebe und größeren Glauben an Jesus Christus zu entwickeln.
1. Sexualität ist etwas Heiliges
Mir half die Erkenntnis, dass Sexualität etwas Wunderbares und Heiliges ist und nichts, wofür man sich schämen muss. Dank unserer gottgegebenen sexuellen Gefühle und Wünsche möchten wir ja gern Kinder in die Welt setzen und erfahren in der Ehe tiefe Freude, Liebe und Einssein mit dem Partner. Gott gebietet uns, unsere Sexualität nur in der Ehe auszuleben, damit wir diese erhebende Kraft in ihrer ganzen Fülle erfahren können.
Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt, dass sexuelle Beziehungen „nicht dafür vorgesehen [sind], dass man einfach der Neugier freien Lauf lässt, ein Verlangen befriedigt oder sich selbstsüchtig Entspannung oder Vergnügen verschafft“, sondern dass darin „unser göttliches Wesen und Potenzial in höchstem Maße zum Ausdruck [kommen] und sie … eine Möglichkeit [sind], wie Mann und Frau ihre seelische und geistige Bindung stärken können“.
Das Verlangen, in der ehelichen Beziehung Liebe zum Ausdruck zu bringen, ist ein rechtschaffener Wunsch. Und es ist „normal, dass man [Frauen ebenso wie Männer] sexuelle Gefühle hat und sexuelle Erregung spürt“. Doch der Satan versucht, unsere Wünsche gegen uns auszuspielen. Er führt uns in Versuchung, unsere Sexualität in eine Richtung zu lenken, die uns weg von unseren göttlichen Zielen und hin zu schädlichen Verhaltensweisen führt.
2. Rechtfertigung bringt keinen inneren Frieden
Die Welt behauptet, Selbstbefriedigung und Pornografie seien harmlos oder sogar gesund. Manchmal habe ich versucht, mein Verhalten mit derlei Ansichten zu rechtfertigen. Ich redete mir ein: „Es betrifft doch nur mich, also schadet es niemandem.“
Ich stellte jedoch fest, dass es mir keinen inneren Frieden brachte, mein Verhalten zu rechtfertigen. Stattdessen fühlte ich mich leer, unglücklich und in meinen Gewohnheiten gefangen. Ich erkannte, dass mein Verhalten – und ich wusste ja, dass es im Widerspruch zu Gottes Geboten stand – mich daran hinderte, Gott nahe zu sein und echte Freude zu finden.
3. Jesus Christus stärkt dich
Auch wenn ich meine Gewohnheiten ändern wollte, schien es mir manchmal unmöglich. Doch ich fand Hoffnung, als ich mich Jesus Christus zuwandte.
Ich erkannte, dass er denjenigen gegenüber, die schwach, verletzt oder belastet sind, Mitgefühl empfindet. Er vergrößerte meinen Wunsch nach Umkehr und Freiheit und gab mir Kraft, bessere Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ich oft stolperte, half er mir, Schritt für Schritt die Ketten abzuschütteln, die mich herunterzogen (siehe 2 Nephi 1:23).
Ich fing an, meine schlechten Gewohnheiten durch etwas zu ersetzen, was mich wirklich erfüllte. Beispielsweise verbrachte ich Zeit mit meinen Lieben, entfaltete meine Talente und befasste mich mit dem Evangelium. Kraft fand ich auch im Gespräch mit meinem Bischof und anderen Menschen, die mir zur Seite standen.
Trotz Fortschritten war ich manchmal entmutigt oder fühlte Scham, aber ich versuchte, auf Jesus Christus und sein Sühnopfer zu vertrauen. Ich musste Glauben daran ausüben, dass Gottes Gnade trotz meiner Schwäche ausreichend war (siehe Ether 12:27).
Elder J. Devn Cornish, ein emeritierter Generalautorität-Siebziger, hat gesagt: „Wenn Sie sich wirklich bemühen, wenn Sie Falsches nicht schönreden und sich nicht auflehnen, wenn Sie immer wieder umkehren und um die Gnade, also um die Hilfe Christi flehen, dann sind Sie ohne jeden Zweifel ‚gut genug‘, nämlich annehmbar für den Herrn.“
4. Du kannst „von Liebe erfüllt“ sein
Der Prophet Alma hat gesagt: „[Zügle] deine Leidenschaften …, damit du von Liebe erfüllt seist.“ (Alma 38:12.) Zügeln bedeutet auch lenken, kontrollieren oder einschränken.
Ich stellte fest, dass ich mich leer fühlte, wenn ich meinen sexuellen Gefühlen unkontrolliert nachgab oder in keiner rechtschaffenen Weise damit umging. Doch wenn ich meine sexuellen Gefühle zügelte und meine Energie auf rechtschaffene Ziele richtete, wurde ich von Liebe erfüllt.
Als Alleinstehende fand ich Kraft, indem ich mich auf meinen rechtschaffenen Wunsch konzentrierte, meine Sexualität eines Tages im Rahmen einer ewigen Ehe auszuleben. Wenn ich Versuchungen ausgesetzt war, versuchte ich, daran zu denken, dass das, was ich wirklich wollte, dauerhafte Liebe war und keine vorübergehende Befriedigung. Ich fand auch Heilung und Freude, indem ich Beziehungen zu anderen Menschen aufbaute und meine Beziehung zum Vater im Himmel, zu Jesus Christus, zu meiner Familie und zu meinen Freunden stärkte.
Schließlich lernte ich den Mann kennen, den ich später heiratete. Gemeinsam waren wir bestrebt, das Gesetz der Keuschheit zu halten und uns auf die Tempelehe vorzubereiten. Unsere Motivation entsprang unserer Liebe zum Herrn, unserer Liebe zueinander und dem Wunsch nach einer glücklichen, gesunden und ewigen Beziehung.
Wir halten unser Ehebündnis auch heute in Ehren und genießen dadurch die Fülle der Segnungen unserer gottgegebenen Sexualität. Unsere Hingabe füreinander und gegenüber Jesus Christus lässt uns Erfüllung, Einssein und Freude erfahren.
5. Der Erretter schenkt uns Hoffnung und Heilung
Es kann schwierig sein, das Gesetz der Keuschheit zu halten und schädliche Gewohnheiten zu vermeiden – vor allem, wenn man sich einsam fühlt oder darauf wartet, heiraten zu können.
Aber der Erretter hat die Macht, uns dabei zu helfen, dass wir Versuchungen überwinden und Heilung erfahren. Präsident Russell M. Nelson hat bezeugt: „Jesus Christus hat Ihre Sünden, Ihre Schmerzen, Ihren Kummer und Ihre Schwächen auf sich genommen. Sie müssen sie nicht allein tragen! Er wird Ihnen vergeben, wenn Sie umkehren. Er wird Sie mit dem segnen, was Sie brauchen. Er wird Ihre verwundete Seele heilen.“
Gott möchte, dass du sexuelle Erfüllung und Freude erlebst – auf die von ihm vorgesehene Weise. Er hilft dir, auf dem Weg der Bündnisse voranzugehen. Er ist voller Mitgefühl und kann dir helfen, deine Schwierigkeiten zu überwinden, und er kann dir deine rechtschaffenen Wünsche erfüllen.