Aus Neu für junge Erwachsene
3 Fragen, die du dir am Konferenzwochenende stellen kannst
Fragen wie diese lenken dein Augenmerk auf das, was Gott dir mitteilen möchte
Als Jünger Jesu Christi und Mitglieder seiner Kirche können wir bei der Generalkonferenz Antwort auf die drängendsten Fragen des Herzens finden.
Wie oft habe ich das bereits erlebt!
Andererseits gibt es auch Zeiten, da habe ich keine Ahnung, welche Fragen ich denn überhaupt stellen oder wie ich die Konferenz maßgeschneidert auf mich beziehen kann.
Wir sollen natürlich Herz, Sinn und unser Zuhause bereitmachen, um an diesem heiligen Wochenende unseren Führungsverantwortlichen zu lauschen. Doch was ist, wenn wir nicht so recht wissen, welche Fragen wir stellen sollen?
In so einem Fall können dir diese drei Anregungen zur gewünschten Führung verhelfen:
1. Was mache ich bereits gut?
Rückt die Konferenz näher, kann es leicht passieren, dass man sich auf das konzentriert, was man eben nicht richtig macht. Die Worte der Führerinnen und Führer der Kirche sollen dich jedoch nicht entmutigen, denn dem Vater im Himmel und Jesus Christus liegt ja daran, dir Mut zu machen. Die Ansprachen sollen dir deine Stärken vor Augen führen, sodass du auf ihnen aufbauen und das Licht des Erretters in deinen Alltag bringen kannst.
Elder Patrick Kearon vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Mit seinem großen Plan des Glücklichseins beabsichtigt der Vater, dass Sie hier und jetzt und in der Ewigkeit glücklich sind. Es geht nicht darum, Ihr Glück zu verhindern und Ihnen stattdessen Kopfzerbrechen und Angst zu bereiten.“
Was machst du also bereits gut? Was macht dir Freude? Wie schenkst du anderen Freude?
Wie kommst du deiner Berufung nach, auch wenn du kaum Zeit hast? Hegst du vielleicht den Wunsch, dich öfter mit den heiligen Schriften zu befassen, selbst wenn es nicht immer regelmäßig der Fall ist? Wahrscheinlich trägt deine tägliche Umkehr dazu bei, dass du das Sühnopfer des Erretters besser verstehst und erkennst, wie er dir hilft, „nach und nach zu gedeihen“ (Mosia 21:16). Vielleicht hattest du ja unlängst Geduld mit jemandem, der zu dir nicht gerade nett war.
Bestimmt machst du vieles besser, als du meinst!
Es gibt immer Raum für Fortschritt und Verbesserung. Wenn du nun am Wochenende zuhörst, konzentriere dich auf deine Stärken und darauf, wie du Freundlichkeit, deine Talente und Fähigkeiten einsetzen kannst, um segensreich zu wirken und mehr wie der Erretter zu werden.
2. Was kann ich meinem Alltag noch hinzufügen? Was soll ich daraus streichen?
Wenn man sich stundenlang Aufforderungen anhört und herausfinden will, wie man die nun alle umsetzt, kann einen das deprimieren. Unsere Führungsverantwortlichen bitten dich jedoch nicht, all diese Änderungen gleichzeitig und sofort vorzunehmen.
Vielmehr hat Präsident Russell M. Nelson festgestellt: „Das Evangelium Jesu Christi ist ein Evangelium der Umkehr. Dank des Sühnopfers des Erretters stellt sein Evangelium eine Einladung an uns dar, uns immer weiter zu verändern, uns weiterzuentwickeln und reiner zu werden. Es ist ein Evangelium der Hoffnung, der Heilung und des Fortschritts. Daher ist das Evangelium eine Botschaft der Freude! Unser Geist freut sich über jeden kleinen Schritt vorwärts.“
Konzentriere dich bei den Konferenzansprachen am besten darauf, was du deinem Alltag noch an Gutem hinzufügen und was du Schritt für Schritt eliminieren kannst. Vielleicht möchtest du weniger Zeit in den sozialen Medien und mehr Zeit mit Schriftstudium verbringen. Oder mehr Zeit im Tempel und weniger Zeit auf dem Sofa?
Wenn du den Vater im Himmel im Gebet um Führung und Hilfe bittest, zeigt er dir, welche kleinen, einfachen Schritte du setzen kannst, die letztlich große Veränderungen bewirken und dich glücklicher machen.
3. Was möchte mir der Vater im Himmel jetzt gerade vermitteln?
Manchmal wollen wir vom Vater im Himmel bei jeder Entscheidung eine spezifische Anleitung – Schritt für Schritt. Der Vater im Himmel weiß so viel mehr als wir selbst. Er kennt unsere Herzenswünsche und auch die Wunder, die wir ersehnen. Anstatt ihn aber um einen detaillierten Plan zu bitten, kannst du dich am Konferenzwochenende vielleicht auf das Wesentliche konzentrieren, was er dir jetzt gerade sagen möchte.
Achte auf Wörter, Formulierungen und Themen, die in den Versammlungen wiederholt auftauchen. Schreib sie auf und bete darum, dass du erkennst, was genau er dir mitteilen möchte.
Elder Dieter F. Uchtdorf vom Kollegium der Zwölf Apostel hat zu den jungen Erwachsenen ja unlängst gesagt: „Glaubt daran, dass euer Leben unendlich viel besser verläuft, wenn ihr darauf baut, dass Gott eure Schritte lenkt. Er weiß Sachen, die ihr gar nicht wissen könnt, und er hat eine Zukunft für euch im Sinn, die ihr nicht einmal erahnen könnt.“
Mit welchen Fragen du auch zur Generalkonferenz gehst – sei versichert, dass der Vater im Himmel zu dir sprechen möchte. Schenkst du ihm deine Zeit, dein Herz und vorbehaltlos deine Aufmerksamkeit, bist du wahrscheinlich überrascht von dem, was er dir zu sagen hat.