„1 und 2 Timotheus; Titus; Philemon“, Hilfen für das Schriftstudium: Neues Testament, 2024
Hilfen für das Schriftstudium
1 und 2 Timotheus; Titus; Philemon
In den Briefen, die wir als 1 Timotheus, 2 Timotheus und Titus kennen, finden sich Anweisungen des Paulus an die Führer der Kirche. Er legt dar, welche Voraussetzungen Bischöfe und Diakone erfüllen müssen. Er weist die Führer der Kirche warnend darauf hin, dass schwierigen Zeiten bevorstünden, und gibt Rat, wie die Heiligen zu schützen seien. Paulus erklärt Timotheus, dass die heiligen Schriften die Quelle der wahren Lehre und Unterweisung sind. Paulus hat das Gefühl, dass sein Leben zu Ende geht, und beschreibt seine Bemühungen, treu bis ans Ende auszuharren. Er ist sich sicher, dass er ewiges Leben erlangen wird. Paulus schreibt auch an Philemon und fordert ihn auf, seinen Sklaven Onesimus als Bruder im Evangelium anzunehmen.
Material
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Hintergrund und Kontext
Wer war Timotheus?
Timotheus war einer der engsten Freunde des Paulus. Er war der Sohn eines griechischen Vaters und einer jüdischen Mutter. Aus den heiligen Schriften geht hervor, dass seine Mutter Eunike dem Zeugnis des Paulus für Jesus Christus Glauben schenkte. Timotheus‘ Mutter und seine Großmutter Loïs halfen ihm, seinen Glauben und seine Liebe zu den heiligen Schriften zu vertiefen. Timotheus war Paulus während dessen zweiten Mission ein Missionsgefährte. Auch danach war Timotheus ein treuer Missionar und Führer der Kirche.
Die Briefe des Paulus an Timotheus und Titus werden oft als Pastoralbriefe bezeichnet, weil sie Ratschläge des Paulus an Hirten oder Führer der Kirche enthalten. Pastor kommt von dem lateinischen Wort für Hirte.
Für wen wurde der erste Brief an Timotheus geschrieben und zu welchem Zweck?
Paulus schrieb diesen Brief, als Timotheus ein Führer der Kirche in Ephesus war. Einige Mitglieder scheinen Timotheus’ Fähigkeiten angezweifelt zu haben, weil er noch sehr jung war. Paulus schrieb, um ihm seine Pflichten zu erklären und um ihm Mut zu machen. Dieser Brief wurde wahrscheinlich zwischen 62 und 66 n. Chr. geschrieben, als Paulus in Mazedonien war.
Paulus nannte Timotheus einige Richtlinien, anhand derer dieser dann würdige Bischofs- und Diakonsanwärter auswählen könne. Diesen Richtlinien ist zu entnehmen, dass die Führer der Kirche die Aufgabe haben, sich um die zeitlichen und geistigen Bedürfnisse der Mitglieder zu kümmern. Paulus sprach auch die Askese an – die verbreitete Irrlehre, man könne dank strenger Enthaltsamkeit größere Geistigkeit erlangen. Um diesem und anderen irrgläubigen Einflüssen entgegenzuwirken, riet Paulus Timotheus, gesunde Lehre zu verkünden.
Was hatte Paulus über falsche Lehrer zu sagen?
Hier und in seinem Brief an Titus warnte Paulus vor falschen Lehrern, die Mythen („Fabeleien“) und endlose Genealogien („Geschlechterreihen“) verbreiten wollten. Ein Bibelwissenschaftler hat geschrieben: „Wenn Heilige der Letzten Tage das Wort Genealogie hören, denken sie an Familienforschung, aber das meinte Paulus nicht damit. Gegen Ende dieses Briefes wies Paulus Timotheus an, ‚[sich von] Widersprüchen der fälschlich sogenannten Erkenntnis [fernzuhalten]‘ (1 Timotheus 6:20). Daher war Paulus besorgt darüber, dass einige Christen spezielle Erkenntnis für sich beanspruchten und lehrten, was zu ‚Widersprüchen‘ oder, anders ausgedrückt, zu Auseinandersetzungen führte. Die Warnung vor Mythen und Genealogien mag ein Verweis auf spekulative Erzählungen und Genealogien in der jüdischen apokryphen Literatur sein (siehe Titus 1:14; 3:9).“
Was bedeutet das, was Paulus über Frauen und Eva sagt?
Wir wissen nicht, was Paulus dazu bewogen hat, die Frauen anzuweisen, „sich still belehren [zu lassen]“ und „nicht … über ihren Mann [zu herrschen]“. Möglicherweise sollte damit ein bestimmtes Problem oder ein Streit in Ephesus, wo Timotheus lebte, bereinigt werden. Daher wäre es unklug, diese spezielle Anweisung allgemein anzuwenden.
Um seine Anweisung bezüglich der Frauen zu untermauern, wies Paulus darauf hin, dass Eva im Garten eine Übertretung begangen hatte, als sie von der verbotenen Frucht aß. Das griechische Wort in Vers 14, das mit „übertreten“ (parabasis) übersetzt wird, ist auf verschiedene Weise interpretiert worden, unter anderem als „überschreiten“. Möglicherweise wollte Paulus sagen, dass einige Frauen in Ephesus ihre Grenzen überschritten haben, ebenso wie Eva ihre Grenzen „überschritten“ hatte, als sie von der Frucht aß.
Ungeachtet der Absicht des Paulus haben seine Worte zu einer negativen Sicht der Rolle Evas beim Fall beigetragen. Diese Sichtweise wird durch die heiligen Schriften der Wiederherstellung nicht gerechtfertigt. Lehi hat beispielsweise erklärt, dass der Fall Adams und Evas vermehrte Entscheidungsfreiheit, Familien und die Aussicht auf ewige Freude mit sich gebracht hat. Im Buch Mose geben Adam und Eva Zeugnis für die Bedeutung des Falls im Erlösungsplan. Und in seiner Vision von der Geisterwelt sah Präsident Joseph F. Smith unter den Rechtschaffenen in der Geisterwelt „unsere herrliche Mutter Eva“.
Die Bedeutung von Evas Rolle beim Fall wird auch von neuzeitlichen Propheten und Aposteln bestätigt. Präsident Dallin H. Oaks hat erklärt: „Eva war es, die als erste die Grenzen von Eden überschritt, um den Zustand der Sterblichkeit einzuleiten. Ihre Tat, wie immer sie beschaffen war, war formell eine Übertretung, aber in ewiger Hinsicht eine herrliche Notwendigkeit, die das Tor zum ewigen Leben auftat.“ Wie Präsident Russell M. Nelson dargelegt hat, „war es unsere herrliche Mutter Eva, die eine sehr weitsichtige Vorstellung vom Plan unseres himmlischen Vaters hatte und daraufhin den sogenannten ‚Fall‘ einleitete. Ihre weise und mutige Entscheidung, die von Adam unterstützt wurde, brachte den göttlichen Plan des Glücklichseins voran.“
Angesichts der heiligen Schriften der Wiederherstellung und der Worte neuzeitlicher Propheten und Apostel haben wir allen Grund, uns darüber zu freuen, welche Rolle Eva dabei gespielt hat, den Erlösungsplan des himmlischen Vaters voranzubringen.
Neuzeitliche Propheten haben erklärt, dass die Stimme und die Führungsstärke von Frauen im Erlösungswerk des Herrn unverzichtbar sind. Präsident Russell M. Nelson hat zu den Frauen der Kirche gesagt: „Wir … brauchen Ihre Kraft, Ihre Bekehrung, Ihre Überzeugung, Ihre Fähigkeit zu führen, Ihre Weisheit und Ihre Stimme. Das Reich Gottes ist ohne Frauen, die heilige Bündnisse eingehen und diese dann halten, Frauen, die mit der Macht und Vollmacht Gottes sprechen, nicht vollständig und kann es auch gar nicht sein!“
Welche Rolle spielten Bischöfe in der Urkirche?
In 1 Timotheus 3:1 spricht Paulus über das Amt oder die Stellung eines Bischofs. In dieser Schriftstelle bezieht sich „Bischof“ auf jemanden, der einer Gemeinde vorsteht. Paulus nennt denen, die als Bischof tätig sind, Anforderungen an ihr Amt und gibt ihnen Rat. Aus den heiligen Schriften der Wiederherstellung erfahren wir, dass Bischof ein mit einer Ordinierung verbundenes Amt im Aaronischen Priestertum ist.
Welche Rolle spielten Diakone in der Urkirche?
Das Wort Diakon ist von einem griechischen Wort abgeleitet, das „geistlicher Diener“ bedeutet. Das Amt des Diakons scheint ein vorbereitendes Amt gewesen zu sein, da Paulus Neubekehrten erlaubt hat, als Diakon, nicht aber als Bischof berufen zu werden. Weitere Voraussetzungen für Diakone ähneln denen für Bischöfe, zum Beispiel dürfen auch Diakone nur „Männer einer einzigen Frau“ sein. Aus den heiligen Schriften der Wiederherstellung erfahren wir, dass Diakon ein mit einer Ordinierung verbundenes Amt im Aaronischen Priestertum ist.
Was hat Paulus über körperliche Betätigung gelehrt?
Paulus erklärte, dass körperliche Betätigung und Training im Vergleich zur Entwicklung göttlicher Eigenschaften nur von begrenztem Wert sind. Mit anderen Worten: Körperliches Training ist zwar von einigem Wert, aber geistiges Training ist uns jetzt und in der Ewigkeit ein Segen.
Dieser Gegensatz muss für die Mitglieder der Kirche in Ephesus besonders von Belang gewesen sein. Leichtathletik und Sport hatten in der römischen Kultur einen hohen Stellenwert. Ähnlich wie heute könnte die körperliche Fitness überbewertet und bis zum Extrem getrieben worden sein. Paulus verkündete, dass das Studium des Evangeliums, das Nachdenken und die Entwicklung geistiger Gaben einen höheren Stellenwert haben sollten.
Für wen wurde der zweite Brief an Timotheus geschrieben und zu welchem Zweck?
Paulus schrieb diesen Brief während seiner zweiten Gefangenschaft in Rom. Er wollte Timotheus damit stärken und Mut machen. Paulus glaubte, dass er nicht mehr viel Zeit hatte, und er wollte Timotheus, den er „seinen geliebten Sohn“ nannte, gern wiedersehen. Zum Schluss des Briefes bat Paulus darum, dass Timotheus und Markus ihn aufsuchen und ihm ein paar Gegenstände mitbringen, die er in Troas zurückgelassen hatte. Chronologisch gesehen ist 2 Timotheus offenbar der letzte Brief des Paulus im Neuen Testament.
Was vermittelte Paulus mit den Metaphern vom Soldaten, dem Athleten und dem Bauern?
Paulus bediente sich der Metapher eines treuen Soldaten, eines siegreichen Athleten und eines tüchtigen Bauern, um zu veranschaulichen, dass man ausharren muss, damit man ewige Herrlichkeit erlangen kann. Er schloss seinen Brief, indem er sich mit einem siegreichen Athleten und Soldaten verglich. Er habe „den guten Kampf gekämpft“. Der mit „kämpfen“ übersetzte griechische Begriff bedeutet „sich anstrengen“. Das Wort kann sich auf die Teilnahme an einem Sportwettkampf oder auch an einem militärischen Konflikt beziehen. Weil Paulus bis ans Ende treu gewesen war, erwartete er einen „Kranz der Gerechtigkeit“. Der Kranz könnte sich auf einen Siegerkranz beziehen, der den Siegern bei antiken griechischen Sportwettkämpfen überreicht wurde.
Was verkündete Paulus über die Gefahren in den Letzten Tagen?
In diesen Versen prophezeite Paulus von der Schlechtigkeit in den Letzten Tagen. Er beschrieb die Bedingungen als „schwer“. Die folgende Übersicht bietet Hilfestellung bei Wörtern oder Formulierungen, die von heutigen Lesern vielleicht weniger verstanden werden:
|
Schwieriges Wort oder Formulierung |
Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
|---|---|
Schwieriges Wort oder Formulierung selbstsüchtig | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung Lästerer | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung lieblos | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung unversöhnlich | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung unbeherrscht | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung rücksichtslos | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung dem Guten abgeneigt | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung verwegen | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung hochmütig | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Schwieriges Wort oder Formulierung gewisse Frauen | Bedeutung des/der griechischen Begriffe(e) |
Was meinte Paulus mit „gewisse Frauen“?
In seiner Warnung vor den Letzten Tagen hob Paulus auch eine Gruppe hervor, die er als „von Sünden beherrscht[e] und von Begierden aller Art umgetrieben[e]“ Frauen bezeichnete. Der griechische Begriff bedeutet „schwach oder auch Nichtigkeiten zugewandt“. Offenbar wurden diese Frauen in Ephesus von falschen Lehrern beeinflusst. Dies könnte ein sozialer Bezug aus der Zeit des Paulus sein, der in unserer Zeit seinen kulturellen Kontext verloren hat und daher schwer zu verstehen ist.
Für wen wurde der Brief an Titus geschrieben und zu welchem Zweck?
Titus hatte griechische Eltern und war durch Paulus zum Evangelium bekehrt worden. Nach seiner Bekehrung begleitete Titus Paulus auf dessen dritter Missionsreise. Er half mit, Spenden für die Armen in Jerusalem zu sammeln, und wurde persönlich damit betraut, mehr Einigkeit in die Zweige in Korinth zu bringen. Paulus schrieb an Titus, um ihn in seinem Auftrag zu bestärken, die Kirche auf der griechischen Insel Kreta zu führen. Titus stieß auf Widerstand von Abtrünnigen und falschen Lehrern. Paulus schrieb den Brief an Titus wahrscheinlich zwischen 63 und 65 n. Chr., nachdem er 1 Timotheus geschrieben hatte.
Was war damit gemeint, jemanden einen Kreter zu nennen?
Paulus wies darauf hin, dass das Volk der Insel Kreta einen schlechten Ruf hatte. Es war dafür bekannt, sich auf unehrliche Weise Geld zu beschaffen. Auch antike Schriftsteller berichteten, dass die Menschen auf Kreta habgierig waren. Das Wort Kreter bezeichnete fortan einen unehrlichen Menschen.
Wie werden wir durch den Heiligen Geist erneuert?
Paulus verwendet das griechische Wort für „Neugeburt“ oder „Erneuerung“, wenn er über die Gabe des Heiligen Geistes spricht. Bei der Taufe geht man eine Bündnisbeziehung zu Christus ein und wird ein neues Wesen. Wie ein Neugeborenes einen Namen erhält, nehmen auch diejenigen, die sich taufen lassen, einen neuen Namen auf sich – den Namen Jesu Christi – und werden durch den Geist erneuert, wenn sie sich bemühen, so zu leben wie er.
Für wen wurde der Brief an Philemon geschrieben und zu welchem Zweck?
Philemon war ein griechischer Bekehrter, der möglicherweise in Kolossä lebte. Er gestattete es den Mitgliedern, sich bei sich zu Hause zu versammeln, er war also möglicherweise einer der Führer im Zweig der Kolosser. Philemon besaß einen Sklaven namens Onesimus, der – möglicherweise als Geflohener – zu Paulus gereist war und von Paulus zu Jesus Christus bekehrt worden war. Paulus schickte Onesimus zu Philemon zurück und bat ihn, Onesimus nicht zu bestrafen, sondern ihn „nicht mehr als Sklaven, sondern … als geliebten Bruder“ zurückzunehmen. Paulus schrieb im Gefängnis an Philemon, gab aber nicht an, wo sich dieses befand. Er könnte den Brief zwischen 55 und 59 n. Chr. geschrieben haben.
Mosaik mit römischen Sklaven
Was wissen wir über die Sklaverei zur Zeit des Neuen Testaments?
Die Gemeinden, in denen Paulus lehrte und an die er schrieb, setzten sich oft aus sowohl Herren als auch Sklaven zusammen. Die Sklaverei war ein akzeptierter Teil der Gesellschaft, in der Juden und Christen in alter Zeit lebten. Einige Sklaven wurden von ihren Herren freigelassen oder konnten genug Vermögen anhäufen, um ihre eigene Freiheit zu erkaufen. Einige Sklaven kamen in den Genuss von Bildungsmöglichkeiten und wurden zu vertrauenswürdigen Beratern und Geschäftspartnern ihrer Herren. Für die meisten war die Sklaverei jedoch erniedrigend und ausbeuterisch. Einige von Paulus’ Mitarbeitern waren Sklaven gewesen.
Paulus sprach sich in seinen Briefen weder für noch gegen die Institution der Sklaverei aus. Er forderte die christlichen Sklaven auf, ihren Herren zu gehorchen, und ermahnte die christlichen Herren, ihre Sklaven freundlich zu behandeln. Paulus glaubte, dass in Jesus Christus alle vereint werden können, denn bei ihm gebe es „nicht Sklaven und Freie“.
In neuzeitlicher Offenbarung hat der Herr verkündet, dass „es nicht recht [ist], dass irgendjemand in der Knechtschaft eines anderen sei“.
Inwiefern war die Bitte des Paulus an Philemon ein Verstoß gegen die römischen Gepflogenheiten?
Onesimus war möglicherweise ein entlaufener Sklave. Nach römischem Recht waren entlaufene Sklaven der Gnade ihrer Besitzer ausgeliefert. Gefangene Sklaven konnten mit einem Brandzeichen auf der Stirn versehen, geschlagen, zu schwerer Arbeit geschickt und gezwungen werden, eiserne Halsbänder zu tragen.
Sollte Onesimus also ein entlaufener Sklave gewesen sein, dann bestand die Bitte des Paulus an Philemon darin, Onesimus nicht die übliche Strafe für einen entlaufenen Sklaven aufzuerlegen. Stattdessen forderte Paulus Philemon auf, ihn als geliebten Bruder und gemeinsamen Diener Jesu Christi anzunehmen. Onesimus’ Name bedeutet „nützlich“ oder „gewinnbringend“. Paulus erklärte Philemon, dass Onesimus einst nutzlos gewesen sei. Jetzt aber, als Jünger Christi, konnte Onesimus sowohl Philemon als auch Paulus beim Erlösungswerk von Nutzen sein.
Mehr dazu
Die Rolle der Frauen in der Kirche
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Themen und Fragen, „Frauen in der Kirche“, Archiv Kirchenliteratur
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M. Russell Ballard, „Die entscheidende Rolle der Frau“, Liahona, März 2021, Seite 9ff.
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Jean B. Bingham, „Das Werk Gottes vereint vollbringen“, Liahona, Mai 2020, Seite 60–63
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Ulisses Soares, „In Partnerschaft mit dem Herrn“, Liahona, November 2022, Seite 42–45
Der Bischof
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Quentin L. Cook, „Der Bischof – Hirte der Herde des Herrn“, Liahona, Mai 2021, Seite 56–60
Medien
Videos
„I Have Kept the Faith“ (1:53; in englischer Sprache)
„The Last Days“ (2:21; in englischer Sprache)
„The Office of Bishop“ (1:20; in englischer Sprache)
Bilder
Paulus schreibt im Gefängnis einen Brief, Darstellung von Paul Mann