2025
Von Frauen für Frauen
September 2025


Panorama

Von Frauen für Frauen

St. Gallen (KDR): Rund 100 FHV-Schwestern des Pfahles St. Gallen engagierten sich am 8. März 2025, dem Internationalen Tag der Frau, für ein Dienstprojekt zugunsten von Frauenhäusern in Chur, St. Gallen, Winterthur sowie der Notunterkunft für Kinder in St. Gallen. Dabei wurden 400 Taschen bemalt und grosszügig mit Hygieneartikeln befüllt. Sie werden in den kommenden Monaten an Frauen und Kinder abgegeben, die meist wegen häuslicher Gewalt ihr Daheim verlassen und in oben genannten Institutionen Schutz finden.

Silvia Vetsch, Vertreterin des Frauenhauses St. Gallen, schilderte zu Beginn des Anlasses eindrücklich die Not der Frauen und Kinder, die vor physischer und/oder psychischer Gewalt fliehen. Sie legte dar, dass diese Menschen oft alles hinter sich lassen, was ihr Leben ausmacht, wie ihre Wohnung, Freundschaften, die Nachbarschaft, das Vereinsleben, die Schule, kurz: das ganze ihnen vertraute Umfeld. Viele Frauen streben einen Neuanfang an, wo sie angstfrei in Sicherheit leben können. Durchschnittlich bleiben Frauen 35 Tage im Frauenhaus.

Jede von der FHV zusammengestellte Hygienetasche enthielt Duschgel, Zahnbürsten, Shampoo und vieles anderes, was die Frauen normalerweise aus der eigenen Tasche berappen müssen. Über das Notwendige hinaus wurden von Hand Karten mit standardisierten, erbauenden Botschaften geschrieben und zusammen mit einem kleinen Parfüm hübsch verpackt dem Set beigelegt. Mit grossem Aufwand wurde jede der Stofftaschen individuell mit Farbe verschönert.

Der Wunsch und die Hoffnung ist, dass Frauen in Not nicht nur ein klein wenig Erleichterung erfahren dank der geschenkten Produkte, sondern dass sie sich gesehen und geliebt fühlen – von Frauen, denen sie zwar nie begegnen werden, die aber an sie gedacht und freudig und mit viel Liebe die Arbeit verrichtet haben, die für das Erstellen der 400 Taschen erforderlich war.

Die FHV des Pfahles St. Gallen dankt den Frauenhäusern sowie der Notunterkunft für Kinder für die sehr angenehme, unkomplizierte Zusammenarbeit und für die Gelegenheit, Gutes zu tun – Gutes zu tun für Frauen, die hier, jetzt in unseren Nachbarschaften leben und jedes Zeichen der Liebe und Wertschätzung brauchen können. Dank gebührt auch Schwester Christiane Lauener für das Entwickeln der Idee und den Gebietsautoritäten der Kirche Jesu Christi, welche durch eine grosszügige Geldspende das Projekt in diesem Umfang möglich gemacht haben.