Panorama
Christus im Mittelpunkt
Wie können wir noch besser auf die Geburt Jesu aufmerksam machen?“ – Das war die Frage, die sich die Präsidentschaft des Zweiges Ebnat, Pfahl St. Gallen, stellte, als die letzte Vorweihnachtszeit näher gerückt war. Dabei ging es nicht darum, was die
Kirchenmitglieder in ihren Heimen tun könnten. Vielmehr konzentrierte sie sich auf das Gemeindehaus, das in ihren Verantwortungsbereich fällt.
Diskutiert wurde dabei der Vorschlag, dort eine Weihnachtskrippe aufzustellen. Das heißt: Personen, die im Zusammenhang mit der Geburt des Erretters im Neuen Testament erwähnt werden, als Krippenfiguren so zu platzieren, dass sie die
Gottesdienstbesucher an jenes bedeutende Ereignis
erinnerten.
Kaum angedacht, kamen auch schon Bedenken auf: Was werden wohl jene sagen, die seit Jahren an einen Weihnachtsbaum gewöhnt sind und plötzlich keinen vorfinden? Ein weiterer Vorschlag war die Mischung aus beidem: Krippe und Baum.
Am Ende jedoch entschied man sich für eine Krippe. Zweigpräsident Paul Boos sagte dazu: „Ausschlaggebend war dabei auch die Frage: Welche Botschaft senden wir als Erwachsene an unsere Kinder, wenn wir in einem Gotteshaus eine Krippe, einen Baum oder beides aufstellen? Oft verbinden diese nämlich mit Weihnachten zunächst nur einen geschmückten Baum und schöne Geschenke und dann erst Jesus.“
So kam es, dass er und seine Ratgeber einen Versuch wagten. Sie kauften Krippenfiguren, besorgten Bastel-
material und bauten mit etwas fremder Hilfe eine Krippe. Inspirieren ließen sie sich dabei von Modellen, die sie in anderen christlichen Kirchen gesehen hatten. Danach stellten sie diese im Eingangsbereich des Gemeindehauses auf, rechtzeitig zum ersten Adventssonntag, indem sie im Hintergrund christliche Weihnachtslieder abspielen ließen.
Doch wie wurde die Krippe dann aufgenommen? – Fast alle Gottesdienstbesucher bestaunten sie: die handgefertigten Figuren, den galaktischen Nachthimmel auf der Rückwand, die sorgfältig ausgewählte Beleuchtung und so fort. Manche meinten sogar, sie sei ein Kunstwerk. Den gewohnten Weihnachtsbaum hingegen vermisste kaum jemand. „Der ist gar nicht nötig“, sagte einer, „und würde von Jesus nur ablenken.“
Fazit: Die Botschaft war bei den Kirchgängern angekommen. Jesus und seine Geburt rückten ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. Und wenn die Eltern ihre Kinder nicht zur Heimfahrt aufgefordert hätten, wären diese vor der Krippe noch länger stehen geblieben.