Ein verlorenes Schaf, eine verlorene Münze und ein verlorener Sohn
Drei Gleichnisse über die Liebe Gottes
Einige jüdische Führer sahen, wie Jesus mit Menschen sprach und aß, die sie für Sünder hielten. Diese Führer fanden es falsch, dass Jesus mit Sündern aß. Jesus erzählte den Führern drei Gleichnisse. Sie sollten verstehen, dass er jedem helfen möchte, umzukehren, und dass er sich freut, wenn jemand umkehrt.
Das erste Gleichnis handelte von einem Mann, der 100 Schafe besaß. Eines seiner Schafe verirrte sich.
Der Mann ließ die anderen 99 Schafe zurück und machte sich auf die Suche nach dem verlorenen Schaf. Er suchte so lange, bis er es gefunden hatte.
Als er sein verlorenes Schaf endlich wiederfand, war er überglücklich! Er trug das Schaf auf den Schultern nach Hause und erzählte seinen Freunden und Nachbarn davon, damit sie sich mit ihm freuen konnten. Jesus sagte: So freut sich auch der Vater im Himmel, wenn jemand von seinen Sünden umkehrt und zu ihm zurückkehrt.
Im zweiten Gleichnis ging es um eine Frau, die zehn Silbermünzen hatte. Als sie eine verlor, zündete sie eine Kerze an und fegte ihr Haus auf der Suche nach der verlorenen Münze. Sie suchte so lange, bis sie sie gefunden hatte.
Als sie ihre verlorene Münze endlich wiederfand, war sie überglücklich! Sie erzählte ihren Freunden und Nachbarn davon, damit sie sich mit ihr freuen konnten. Jesus sagte: So fühlen sich die Engel im Himmel, wenn jemand von seinen Sünden umkehrt.
Im dritten Gleichnis ging es um einen Mann, der zwei Söhne hatte. Der jüngere Sohn wollte nicht mehr bei seinem Vater leben. Er bat seinen Vater: Gib mir schon jetzt meinen Teil vom Erbe. Dann verließ der Sohn sein Zuhause und zog in ein fernes Land.
Der Sohn traf einige sehr schlechte Entscheidungen. Er verschwendete das Geld, das sein Vater ihm gegeben hatte.
Er hatte sein ganzes Geld aufgebraucht und war nun sehr hungrig. Niemand wollte ihm etwas zu essen geben. Schließlich fand er Arbeit als Schweinehirte. Der Sohn war so hungrig, dass er das Schweinefutter essen wollte. Er wusste, dass er zu seinem Vater zurückkehren musste.
Aber der Sohn war sich nicht sicher, ob sein Vater ihn wieder aufnehmen würde. Er wollte seinen Vater fragen: Kann ich einer deiner Diener sein?
Als der Sohn nach Hause ging, sah sein Vater ihn schon von Weitem kommen. Der Vater freute sich so sehr, dass er auf seinen Sohn zueilte.
Der Vater nahm seinen Sohn in die Arme und küsste ihn. Er befahl seinen Dienern, die besten Kleider für seinen Sohn zu bringen und ein Festmahl vorzubereiten. Alle sollten feiern und sich freuen, weil sein Sohn nach Hause gekommen war.
Die ganze Zeit über hatte der ältere Sohn auf dem Feld gearbeitet. Als er ins Haus zurückkehrte, hörte er Musik und Tanz. Er fragte einen Diener, was los war. Der Diener erzählte ihm: Dein jüngerer Bruder ist nach Hause gekommen, und deshalb feiern wir ein Fest.
Der ältere Bruder war wütend. Sein Vater lud ihn zum Fest ein, aber er wollte nicht hingehen. Er erklärte seinem Vater: Ich habe dir viele Jahre gedient, aber niemand hat jemals ein Festmahl für mich veranstaltet. Der Vater sagte ihm: Alles, was mein ist, ist auch dein. Es ist gut, sich zu freuen, wenn jemand umkehrt und nach Hause zurückkehrt.