„27. April bis 3. Mai. Heilig dem Herrn: Exodus 35 bis 40; Levitikus 1; 4; 16; 19“, Komm und folge mir nach! – Für zuhause und für die Kirche: Altes Testament 2026, 2026
„27. April bis 3. Mai. Heilig dem Herrn“, Komm und folge mir nach: Altes Testament 2026
Rio-de-Janeiro-Tempel in Brasilien
27. April bis 3. Mai: Heilig dem Herrn
Exodus 35 bis 40; Levitikus 1; 4; 16; 19
Der Auszug aus Ägypten – so wichtig er auch war – erfüllte doch nicht alle Absichten, die Gott für die Kinder Israel hatte. Auch ein gutes Leben im verheißenen Land war nicht das, was Gott letztendlich für sie bezweckte. All dies waren lediglich Schritte, die zu dem führen sollten, was sich Gott wirklich für sein Volk wünschte: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.“ (Levitikus 19:2.) Wie wollte Gott denn sein Volk heilig machen, wo es doch über Generationen hinweg ein Leben in Gefangenschaft geführt hatte? Er gebot ihnen, in der Wüste eine Stätte der Heiligkeit zu errichten – ein Offenbarungszelt. Er gab ihnen Bündnisse und Gesetze, nach denen sie ihr Handeln ausrichten und die ihr Herz verändern sollten. Und er gebot ihnen, Tieropfer darzubringen, um sie zu lehren, dass ein Sühnopfer für ihre Sünden notwendig war. All dies sollte ihren Sinn, ihr Herz und ihr Leben auf den Erretter ausrichten. Er ist der wahre Weg zum Heiligsein – er war es für die Israeliten, und er ist es auch für uns. Wir alle haben uns schon einmal in der Gefangenschaft der Sünde befunden. Wir alle sind aufgefordert, die Sünde hinter uns zu lassen und Jesus Christus nachzufolgen, der verheißen hat: „Ich bin imstande, euch heilig zu machen.“ (Lehre und Bündnisse 60:7.)
Eine Übersicht über das Buch Levitikus finden Sie im Schriftenführer unter dem Stichwort „Levitikus“.
Anregungen für das Lernen zuhause und in der Kirche
Exodus 35 bis 40; Levitikus 19
Der Herr möchte, dass ich heilig werde
In Exodus 35 bis 40 werden die Bemühungen der Israeliten zur Errichtung eines Heiligtums beschrieben, in dem sie heilige Handlungen verrichten sollen, um zu einem heiligen Volk zu werden. Achte beim Lesen dieser Kapitel darauf, welche Gegenstände sein Volk in das Offenbarungszelt stellen sollte. Wofür könnten diese Gegenstände stehen? Was vermitteln sie dir darüber, wie man heiliger werden kann? Stell dir vor allem die Frage, inwiefern diese Gegenstände auf den Erretter hinweisen. Eine Tabelle könnte hilfreich sein:
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Gegenstand |
Wofür er stehen könnte |
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Gegenstand Lade des Bundeszeugnisses (Exodus 37:1-9; 40:20,21) | Wofür er stehen könnte (siehe Exodus 25:20-22; Schriftenführer, Stichwort „Bundeslade“) |
Gegenstand Rauchopferaltar (Exodus 40:26,27; siehe auch Exodus 30:1,6-8) | Wofür er stehen könnte (siehe Offenbarung 8:3,4) |
Gegenstand Leuchter (Exodus 37:17-24) | Wofür er stehen könnte (siehe Matthäus 5:14-16; Johannes 8:12) |
Gegenstand Brandopferaltar (Exodus 38:1-7; siehe auch Exodus 27:1; 29:10-14) | Wofür er stehen könnte (siehe Schriftenführer, Stichwort „Opfer“) |
Gegenstand Wasserbecken (Exodus 30:17-21) | Wofür er stehen könnte (siehe 2 Chronik 4:6; Jesaja 1:16; Jeremia 33:8) |
Natürlich werden wir nicht einfach nur dadurch heilig, dass wir uns an heiligen Stätten aufhalten. In Levitikus 19 finden wir Gesetze und Gebote, die der Herr aufgestellt hat, damit die Israeliten heiliger werden konnten. Was findest du in diesen Geboten, das auch dir helfen kann, dich um mehr Heiligkeit zu bemühen? Was willst du tun, um diese Grundsätze umfassender in die Tat umzusetzen? Welche Eingebungen hast du dazu?
Siehe auch Henry B. Eyring, „Heiligkeit und der Plan des Glücklichseins“, Liahona, November 2019, S. 100–103; Video: „Die Wohnstätte“, Archiv Kirchenliteratur
Die Wohnstätte
Geistliche Musik verwenden. Musik hat eine große Macht – sie kann den Einfluss des Heiligen Geistes fördern und den Glauben an Jesus Christus stärken. Die Botschaften der Lieder aus dem Gesangbuch bekräftigen oft die Lehren in den heiligen Schriften. Ein Kirchenlied wie „Mehr Heiligkeit gib mir“ (Gesangbuch, Nr. 79) kann zum Beispiel einige Botschaften aus Levitikus 19 bekräftigen. Es hilft uns auch, darüber nachzudenken, was es bedeutet, heiliger wie der Erretter zu werden, oder wie er uns gerade jetzt hilft, heiliger zu werden.
Der Herr möchte, dass ich bereitwillig Opfer bringe
Die Beziehung der Kinder Israel zu Jehova lässt sich in dem Jahr nach dem Auszug aus Ägypten wohl nur als wankelmütig bezeichnen. Und doch: Achten Sie in Exodus 35:4-35 und 36:1-7 darauf, wie die Israeliten auf das Gebot, ein Heiligtum zu errichten, reagiert haben. Was lernen Sie hier von den Israeliten, wie Sie dem Herrn besser dienen könnten?
Er bittet Sie vielleicht nicht um Edelmetalle, Stoffe oder Holz für das Offenbarungszelt. Was hat der Herr Ihnen gegeben, und welches Opfer erwartet er von Ihnen? Wann hat Ihr Herz Sie angetrieben, etwas zum Werk des Herrn beizutragen?
Siehe auch Themen und Fragen, „Opfer“, Archiv Kirchenliteratur
Die Kinder Israel, deren Herz sie dazu bewogen hatte (siehe Exodus 35:5), brachten für das Offenbarungszelt eine Abgabe; Illustration von Corbert Gauthier, © Lifeway Collection/lizenziert von goodsalt.com
Die Tempelverordnungen wurden schon in alter Zeit gegeben
Exodus 40:12-14 bezieht sich auf heilige Handlungen vor alters, die auch heute noch im Haus des Herrn vollzogen werden. Im Folgenden finden Sie einige weitere Verse, die vermitteln, inwiefern diese heiligen Handlungen Zeugnis für Jesus Christus geben:
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Waschung: Psalm 51:4; Ezechiel 36:25-27
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Anlegen heiliger Gewänder: Jesaja 61:10; Matthäus 22:11-14; Offenbarung 19:7,8
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Salbung: Lukas 4:18,19; Apostelgeschichte 10:38
Dank des Sühnopfers Jesu Christi kann mir vergeben werden
Vieles im Buch Levitikus mag uns seltsam erscheinen: Tieropfer, Rituale, bei denen Wasser und Blut eine Rolle spielen, und Gesetze, die das Leben bis ins kleinste Detail regeln. Doch diese Rituale und Gesetze waren dazu da, Grundsätze zu vermitteln, mit denen auch wir vertraut sind: Umkehr, Heiligkeit und das Sühnopfer des Erretters. Um solche Grundsätze beim Lesen von Levitikus 1:1-9 sowie 4 und 16 zu erkennen, könnten Sie über Fragen wie diese nachdenken:
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Welche Wörter oder Formulierungen erinnern mich an Jesus Christus und sein Sühnopfer?
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Was erfahren wir aus diesen Opfern über das Opfer des Erretters?
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Was habe ich mit den Menschen gemeinsam, die diese Opfer gebracht haben?
Der Herr verlangt keine Tieropfer mehr. Dennoch ist das Opfern ein wichtiger Evangeliumsgrundsatz. Um mehr darüber zu erfahren, welche Opfergaben der Herr fordert, können Sie sich mit 3 Nephi 9:19,20 und Lehre und Bündnisse 64:34 befassen. Auf welche Weise bringen Sie Opfer dieser Art dar? Was lernen Sie aus Mose 5:7 darüber, wie Sie Ihre Opfer betrachten sollten?
Siehe auch „Vertiefende Gedanken: Offenbarungszelt und Opfer“
Hilfen für das Schriftstudium
Anregungen für die Unterweisung von Kindern
Gott schenkt mir Gaben, damit ich bei seinem Werk mithelfe
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Am Ende dieses Konzepts finden Sie ein Bild des Offenbarungszelts der Israeliten in der Wüste. Sie können es mit Ihren Kindern ansehen und sie fragen, welches Material man wohl brauchte, um es zu bauen. Dann könnten Sie gemeinsam Exodus 35:20-29 lesen und herausfinden, wie dieses Baumaterial beschafft wurde. Worum bittet der Herr uns? Was können wir zum Aufbau seines Reiches beitragen?
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Sie könnten mit Ihren Kinder Exodus 36:1 lesen und herausfinden, was der Herr Bezalel und Oholiab gegeben hat, damit sie beim Bau des Offenbarungszelts mitwirken konnten. Sie könnten dann darüber sprechen, was der Herr Ihrer Meinung nach Ihren Kindern gegeben hat, damit sie beim Aufbau seines Reiches mithelfen können. Wie können wir diese Gaben nutzen und anderen Gutes tun?
Rom-Tempel in Italien
An heiligen Stätten kann ich die Gegenwart Gottes spüren
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In Exodus 40:17-34 wird aufgezählt, was zum Offenbarungszelt der Israeliten gehörte. Suchen Sie mit Ihren Kindern in diesen Versen danach und auch in dem Bild vom Offenbarungszelt am Ende dieses Konzepts. Besprechen Sie, was jeder Teil des Offenbarungszeltes über den Erretter und den Vater im Himmel aussagt. Zum Beispiel kann uns die Bundeslade an die Gebote Gottes erinnern, der Altar an das Opfer Jesu Christi und so weiter.
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Welche heiligen Stätten haben wir heute, die uns helfen, Jesus Christus näher zu sein? Im Rahmen dieses Gesprächs könnten Sie sich gemeinsam das Video „Temples“ (in englischer Sprache; Gospel Library) ansehen. Sie könnten auch ein Lied über heilige Stätten singen, etwa „Ich freu mich auf den Tempel“ (Liederbuch für Kinder, S. 99) oder „Holy Places“ (Gospel Library). Erzählen Sie einander, was Ihnen heilige Orte wie der Tempel bedeuten.
Was ist ein Tempel?
Dank des Sühnopfers Jesu Christi kann mir vergeben werden
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Durch die Tieropfer, die im Alten Testament beschrieben werden, sollten die Kinder Israel etwas über die Vergebung durch Jesus Christus lernen. Überlegen Sie, wie auch Ihre Kinder mehr über Vergebung lernen können, wenn sie etwas über diese Opfer lesen. Sie könnten Bilder von Jesus Christus in Getsemani und am Kreuz zeigen (siehe Bildband zum Evangelium, Nr. 56, 57), während Sie mit den Kindern Levitikus 1:1-4 lesen. Helfen Sie ihnen, Wörter oder Formulierungen zu finden, die sie an das Opfer Jesu Christi erinnern.
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Sie könnten auch gemeinsam 3 Nephi 9:19,20 lesen, um herauszufinden, was wir anstelle von Tieren opfern sollen. Was bedeutet es, dem Herrn ein reuiges Herz und einen zerknirschten Geist als Opfer darzubringen? Antworten dazu finden Sie auch im Schriftenführer unter dem Stichwort „Reuiges Herz“ (Archiv Kirchenliteratur).
Weitere Anregungen finden Sie in der aktuellen Monatsausgabe der Zeitschrift Unser Freund.