Die Kirche in den Medien
Elder Thomas Hengst, Gebiets-Siebziger, spricht am 21.9.2025 in dem Sender Deutschlandfunk Kultur das Wort zum Tage. Er geht darin auf Aussagen von Präs. Russell M. Nelson ein, die er in einer Ansprache bei der Generalkonferenz mit der Aufforderung ausgesprochen hat, Friedensstifter zu sein.
Einmal im Monat treffen sich Frauen der Gemeinde Duisburg in ihrem Gemeindezentrum. Als Dienstprojekt der Frauenhilfsvereinigung stellen sie Nesteldecken für Demenzkranke, Herzkissen für Brustkrebskranke, Krabbeldecken für kleine Kinder sowie größere Decken her. Seit nunmehr zehn Jahren werden die Decken regelmäßig an den Caritasverband gespendet. Aktuell wurden nun 30 Krabbeldecken und 30 größere Decken an die Caritas übergeben. Darüber berichtet der online erscheinende WochenAnzeiger Duisburg.
Der Tod von Präsident Russell M. Nelson am 27.9.2025 findet in den Medien großen Widerhall. Er und sein Wirken werden ausnahmslos mit Respekt und in offener Weise dargestellt. Auch der Deutschlandfunk bringt die Nachricht in einer Sendung.
Über den am 28.9.2025 erfolgten Angriff auf ein Gemeindehaus der Kirche in Grand Blanc Township in Michigan/USA, bei dem ein Mann mit einem Pickup in das Gebäude raste, um sich schoss und das Haus in Brand setzte, berichteten zahlreiche Medien.
Das katholische DOMRADIO.DE sendet am 9.2025 ein Interview mit Matthias Neff, dem Beauftragten für Religions-, Sekten- und Weltanschauungsfragen des Bistums Trier, unter Bezug auf die Aussage von Präs. Trump, der Anschlag auf ein Gemeindehaus unserer Kirche sein ein Angriff auf Christen. Die Frage des Senders, ob es sich dabei um Christen handle, wird von ihm so beantwortet, dass die Mitglieder sich selbst als Christen verstünden, die Kirche aber andere Schriften und Lehrinhalte als Grundlage ihres Glaubens habe, die von den Kirchen der Ökumene nicht als christlich anerkannt werden. Ungeachtet einiger inhaltlicher Fehler sind die Aussagen grundsätzlich tolerant; Herr Neff betont auch, dass es sich nicht um eine Sekte handle.
Unter dem Titel „Mormonen in Österreich: Schwerstarbeit auf Gottes hartem Pflaster“ beschreibt am 30.9.2025 die Wiener Zeitung FALTER den – schwierigen – Dienst der Vollzeitmissionare und -missionarinnen in Österreich. Ihr Einsatzgebiet wird, humorig oder versehentlich, als „Alpinmission“ bezeichnet.
SPIEGELPanorama berichtet am 2.10.2025 über eine Spendenaktion zugunsten der Familie des Täters nach dem Überfall auf das Gemeindehaus in Grand Blanc in Michigan, veranlasst durch ein Mitglied der Kirche.
Einen außergewöhnlichen Artikel gibt der in Zürich erscheinende TagesAnzeiger wieder: Claudia Brühwiler, ausgewiesene USA-Kennerin, stellt darin die Diskrepanz zwischen der ausführlichen und viele Tage anhaltenden Berichterstattung über den Anschlag auf eine katholische Kirche in Minnesota Ende August und die nur kurze Aufmerksamkeit nach dem Überfall auf das Gemeindehaus unserer Kirche dar. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass die Religion der Opfer die geringe öffentliche Anteilnahme erklärt. Auch sie thematisiert, dass viele Menschen, darunter vor allem Evangelikale, die „Mormonen“ nicht als Christen sähen.
Am 15.10.2025 widmen zahlreiche Zeitungen der Nachricht von der Ernennung von Elder Dallin H. Oaks zum Präsidenten der Kirche meist breiten Raum. Neben einer kurzen Vorstellung seiner Person wird fast überall die konservative Haltung zu Fragen von Familie, Ehe und Sexualität betont; auch geschäftliche Aktivitäten der Kirche werden hervorgehoben, wenig dagegen Inhalte der Lehre.
In der Neuen Osnabrücker Zeitung publiziert Eckhard Grönemeyer am 24.10.2025 eine außerordentlich positive Darstellung des Dienstes der Missionare unserer Kirche. Im Rahmen einer ausführlichen Schilderung ihrer Tätigkeit sowie persönlicher Aspekte beschreibt er kennzeichnende Merkmale. Einige Auszüge: „Sie sind immer zu zweit unterwegs. Sehr dezent sprechen sie Menschen an, aber nie aufdringlich. […] An ihrer Kleidung und ihrem Auftreten sind sie schon erkennbar und ihre Gespräche führen sie nur, wenn die Personen gegenüber den Dialog wollen. Mehr Rücksichtnahme geht nicht. […] Sie ‚opfern‘ zwei Lebensjahre ihrer Jugendzeit ihrem Glauben, ihrer Kirche.“ Und ein bemerkenswerter Einschub zu gesellschaftlichen Positionen: „Jetzt gibt es hierzulande die politische Diskussion, ob alle jungen Deutschen, Männer und Frauen gleich, ein soziales Jahr nach Wahl ableisten sollen oder gar müssen. Das Jahr meint derzeit neun Monate, aber ein monatliches Entgelt und sonstige Leistungen werden schon von der Gesellschaft aus der Staatskasse erwartet? Diese Ansprüche haben die Missionare der Mormonen aus den USA nicht, sie opfern ihre Zeit, und zwar ohne Bezahlung für ihren Glauben.“
Die Beiträge recherchierte Klaus-Dieter Rückauer ◼