Führungswechsel im Zürcher Oberland
Wetzikon (KDR): Reorganisation – das war das Stichwort für den Anlass, dem die Mitglieder in Wetzikon, Pfahl Sankt Gallen, jüngst entgegenfieberten. Dort erfuhren sie am 19. Oktober 2025, dass man Daniel Ramsay zum neuen ehrenamtlichen Bischof berufen hatte. Damit ist er der zehnte Vorsteher der Kirchengemeinde, die vor 150 Jahren im Zürcher Oberland entstanden war. Vor 25 Jahren bezog sie ihr eigenes Versammlungshaus. Heute zählt sie knapp 200 eingetragene Mitglieder.
Die letzten fünf Jahre leitete Peter Locher die Gemeinde. Als er sich von ihr in dem Führungswechsel-Gottesdienst verabschiedete, sprach er über die Liebe, die Jesus seinen Aposteln gezeigt hatte – vor allem beim letzten Abendmahl, als er ihnen die Füße wusch. Danach kam Rocco Maglio zu Wort: Er habe in Wetzikon 21 Jahre lang vier Bischöfe als Ratgeber unterstützt. Sein besonderer Beitrag seien dabei 380 Butterzöpfe als Brot für das sonntägliche Abendmahl gewesen. Joel Schluchter, zweiter entlassener Ratgeber, meinte: Es sei gut, jungen Leuten Verantwortung zu übertragen, um Führungserfahrungen sammeln zu können.
Ihm folgte der neue Bischof, Daniel Ramsay. Er gehört seit 30 Jahren zur Gemeinde Wetzikon und diente zuletzt als Pfahl-Junge-Männer-Leiter. „Ich betrachte es als meine wichtigste Aufgabe, die Jugend zu fördern“, betonte er. Anschließend sprach Giovanni Lotito, sein erster Ratgeber: Er sei völlig überrascht gewesen, als man ihn zu diesem Amt berufen habe. Er freue sich aber darauf, viel Neues dazu lernen zu können. Der zweite Ratgeber, Jorim Maglio, dankte seiner Familie, insbesondere seinem Vater dafür, dort stehen zu können, wo er heute stehe. Zuletzt brachten auch noch die Ehefrauen der zwei Bischöfe ihre Gedanken vor: Agnes Locher schätze es, in Gottesdiensten wieder neben ihrem Mann sitzen zu können. Und Pamela Ramsay habe sich bereits auf die Veränderungen eingestellt, die auf ihren Mann zukommen würden.
Pfahlpräsident Todd Cheney – begleitet von seinen Ratgebern Sandro Kriesch und Simon Sunke – hatte das Schlusswort. Er regte die Anwesenden dazu an, die kleinen, alltäglichen Wunder in ihrem Leben zu erkennen. Zudem überreichte er Daniel Ramsay einen sogenannten „Sorgenfresser“, ein Plüschtier mit einem Reißverschlussmund, und erklärte ihm: „Wenn’s schwierig wird, die Sorgen auf ein Stück Papier schreiben und dort hineinstecken.“