Liahona
20 Anregungen für die Osterzeit
Liahona, März 2026


„20 Anregungen für die Osterzeit“, Liahona, März 2026

20 Anregungen für die Osterzeit

Ob altbekannt oder völlig neu – wir können eine Menge Osterbräuche einführen, die auf Christus ausgerichtet sind

Darstellung von verschiedenen Gegenständen und Aktivitäten rund um Ostern

Illustrationen von Christina McMaster

In seiner Ansprache bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 2023 stellte Elder Gary E. Stevenson vom Kollegium der Zwölf Apostel folgende Frage: „Wie können wir die Lehre von der Auferstehung Jesu Christi und die damit verbundene Feier – die Ostergeschichte – ebenso überlegt und tiefsinnig und mit schönen religiösen Traditionen gestalten wie die Geburt Jesu Christi – die Weihnachtsgeschichte?“

Mitglieder in aller Welt bemühen sich nun vermehrt darum, die Osterzeit besser auszugestalten. Hier sind – für den Einzelnen sowie für Gruppen und Gemeinden – ein paar einfache, sinnvolle, auf den Erretter ausgerichtete Aktivitäten, die das Osterfest bereichern und ihm tiefere Bedeutung können.

Anregungen für den Einzelnen und die Familie

  1. Fertigen Sie eine Kette aus Papierstreifen mit Schriftstellen oder Aussagen über Christus an und denken Sie in den vier Wochen vor Ostern jeden Morgen über eine davon nach.

  2. Ereignisse in den heiligen Schriften, die mit Ostern zusammenhängen, lassen sich oft gut durch Gegenstände darstellen. Manche Leute lassen zum Beispiel zur Feier der Auferstehung Christi bunte Drachen steigen. Halten Sie Ausschau nach Gegenständen, die Ihnen in der Osterzeit den Erretter in Erinnerung rufen.

  3. Das Basteln von Osterkarten ist eine kreative Art, wie wir das Licht Jesu weitergeben können. Vielleicht möchten Sie die selbstgebastelten Karten Freunden oder Nachbarn schenken, um die Sie sich kümmern.

  4. Zu seinem Gedenken bedienten sich die Nachfolger Christi bei seinem Begräbnis wohlriechender Gewürzmischungen (siehe Johannes 19:39,40). Die Verwendung von Gewürzen bei der Zubereitung von Ostergerichten kann uns diesen heiligen Augenblick ins Gedächtnis rufen.

  5. Christus brachte sein Leben damit zu, anderen zu dienen. Wir können zu Ostern an ihn denken, indem wir das Gleiche tun. Jedes Familienmitglied kann einen Zettel mit dem Namen eines anderen ziehen und in der Karwoche versuchen, demjenigen heimlich etwas Gutes zu tun.

  6. Manche greifen als Symbole für Frieden und das Sühnopfer Christi auf Ölbaumzweige und Olivenöl zurück. Mitglieder der Kirche könnten solche Zweige zum Dekorieren oder das Öl bei der Zubereitung von Mahlzeiten einsetzen und sich so an den Frieden erinnern, den uns der Erretter anbietet.

  7. Manche Aspekte der Ostergeschichte sind besonders erhaben, und wir können uns in der Karwoche Zeit nehmen, um uns in Ruhe mit ihnen zu befassen und über sie nachzusinnen.

  8. Ostern ist ein Fest der Dankbarkeit für all das, was Jesus Christus für uns getan hat. Nehmen Sie sich zu Ostern Zeit, aufzuschreiben, wofür Sie dem Erretter dankbar sind, und bringen Sie die Zettel dann an der Wand an oder gestalten Sie ein Poster.

  9. In manchen Teilen der Welt fällt Ostern in den Frühling, wo die Natur wieder zum Leben erwacht, sodass die Jahreszeit selbst für die Auferstehung Christi steht. Machen Sie einen Spaziergang in der Natur und erfreuen Sie sich an der Symbolik.

  10. Lamm ist ein traditionelles Ostergericht, das für Jesus Christus als das Lamm Gottes steht. Christus erfüllte die Verheißung, auf die das Paschafest hinwies: die Befreiung des Volkes durch ein Opfer (siehe Exodus 12; Johannes 1:29). Ein Lammgericht zu Ostern ist eine Möglichkeit, wie man in der Familie daran denken kann, dass uns der Erretter durch sein Sühnopfer von Sünde befreit.

Kamera, Notenzeichen und sonstige Gegenstände

Anregungen für die Gemeinde und den Pfahl

  1. Fasten und Beten sind machtvolle Mittel, durch die wir mit Christus in Verbindung treten können. Überlegen Sie, ob Sie in der Karwoche nicht als Gemeinde für ein aktuelles Anliegen in Ihrem Umfeld fasten wollen.

  2. In der Weihnachtszeit werden gerne Krippenspiele nachgestellt. Unsere Achtung vor den Ereignissen rund um Ostern verbietet es uns, die Passion nachzuspielen; Gemeinden könnten jedoch eine Andacht abhalten, bei der Lehren des Erretters aus der Karwoche besprochen werden und die Bedeutung all dieser Ereignisse hervorgehoben wird.

  3. Dank der Auferstehung Christi ist Ostern eine Zeit der Erneuerung. Wenn Sie als Gruppe jemandem helfen, sein Haus oder seinen Garten auf Vordermann zu bringen, kann das eine hilfreiche Erinnerung an diesen Aspekt von Ostern sein.

  4. In manchen Gebieten der Welt werden zu Ostern Freudenfeuer angezündet, die symbolisieren, dass Licht die Finsternis vertreibt. Ein Feuer oder eine Kerze können dafür stehen, dass der Erretter als Licht der Welt Tod und Sünde überwunden hat.

  5. Sie können sich im Unterricht mit dem Text von Osterliedern befassen. Arbeiten Sie aus jeder Strophe die Lehren heraus sowie das Zeugnis, das darin zum Ausdruck kommt.

  6. Lassen Sie von den Mitgliedern Kunstwerke oder Fotografien zum Thema Ostern ausstellen.

  7. Jesus hat viele Namen und Titel, und jeder davon offenbart etwas über seinen Charakter. Als Gemeinde zusammenzukommen und eine Ausstellung mit Kunstwerken zu diesen Namen und Titeln zu organisieren, ist eine großartige Möglichkeit, zu Ostern verschiedene Eigenschaften und Aufgaben Christi in den Mittelpunkt zu rücken.

  8. Sie können eine neue Ostertradition begründen, bei der Sie Gott durch Musik verehren, indem Sie mithilfe von Schriftstellen und Gesang dazu anregen, über das Opfer und die Liebe des Erretters nachzusinnen. Die Gemeinde oder der Pfahl kann zusammenkommen, um gemeinsam Osterlieder einzustudieren, zu singen und Schriftstellen über Ostern zu lesen.

  9. Dank Jesus Christus kann die Familie ewig sein. Eine Aktivität zum Thema Familienforschung oder eine Tempelfahrt führt den Mitgliedern zu Ostern diesen Grundsatz vor Augen.

  10. Malereien mit Straßenkreide sind eine unterhaltsame Aktivität für alle Altersgruppen. Ein interreligiöses Kreidekunstprojekt zu Ostern könnte eine kreative Möglichkeit sein, Zeugnis für Christus zu geben sowie das eigene Zeugnis zu stärken.