Sauberes Wasser, klare Hoffnung
Für die siebzig Einwohner von Trlica, einer roma-ägyptischen Siedlung mit zehn Häusern im gebirgigen Norden Montenegros, war das Leben hart, vor allem im Winter. Die in die Jahre gekommenen Häuser hatten verzogene, morsche oder beschädigte Türen, Fenster ohne Dichtung und nur Lehm- oder Betonböden. Einer der beiden kommunalen Wasserspeicher zur Versorgung der Siedlung war nicht mehr nutzbar und der verbleibende hatte kein Chlorierungssystem, sodass die Einwohner Wasser zum Trinken und Kochen abkochen mussten. Der Wasservorrat ging regelmäßig zur Neige, wenn einige Familien zu viel verbrauchten.
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erkannte die dringliche Notlage und tat sich mit der Regierung vor Ort und der deutschen humanitären Hilfsorganisation Help zusammen, um dauerhafte Veränderungen herbeizuführen. Die Kirche spendete isolierte Türen und Fenster, Fußböden sowie Spülbecken und Küchenschränke für alle zehn Häuser. Vor allem aber wurde die Installation von zehn separaten Wasserspeichern finanziert, die jeweils mit Chlorierungssystemen ausgestattet wurden. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Haushalt Zugang zu sauberem Trinkwasser hat.
Dieses Projekt hat nicht nur dazu beigetragen, die Infrastruktur zu verbessern. Die Familien sind jetzt unabhängig, was ihre Ressourcen angeht. Zum ersten Mal ist nun jeder Haushalt für seinen Wasservorrat selbst verantwortlich. Und das Ergebnis? Ein Gefühl von Stolz und Eigenverantwortung hat sich eingestellt. Eine Bewohnerin, Ljerlja Kajtafaj, sagt: „Jetzt haben wir es warm und alles ist schön.“ Strahlend vor Stolz erklärt sie, dass sie jetzt jeden Monat für ihren Strom bezahlt – ein kleines, aber machtvolles Symbol für Eigenständigkeit.
Die Wandlung in Trlica ist ein Beweis dafür, dass die Kirche sich dem Aufruf des Erretters verschrieben hat: „Du sollst deinen Nächsten lieben.“ (Matthäus 22:39.) Die Kirche geht sowohl auf materielle als auch auf geistige Bedürfnisse ein und hilft damit dem Einzelnen und der Gesellschaft, sich aus Armut und Not zu befreien.
Diese Initiative steht auch im Einklang mit Ziel 6 für nachhaltige Entwicklung, das die Vereinten Nationen sich gesetzt haben: sauberes Wasser und Sanitärversorgung; und sie hallt wider, warum am 22. März der Weltwassertag, der internationale Tag des sauberen Wassers, begangen wird. Dieser Tag erinnert uns daran, dass der Zugang zu sauberem Wasser nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein Menschenrecht und eine Grundlage für Würde, Gesundheit und Chancen ist.
Wenn wir darüber nachdenken, welch ein Segen sauberes Wasser ist, vergessen wir nicht, dass kleine gute Taten sich wie kleine Wellen ausbreiten und das Leben und die Gesellschaft verändern können. Ob wir nun für einen humanitären Hilfsfonds spenden, uns in der Nachbarschaft engagieren oder einfach nur freundlich zu jemandem sind – jeder von uns kann zum Werk des Herrn beitragen.
Möchten Sie etwas verändern? Schauen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft oder in Ihrem Umfeld um und suchen Sie nach Möglichkeiten, zu helfen, oder rufen Sie JustServe.org auf, um Gelegenheiten zum Dienen in Ihrer Nähe zu finden. Sauberes Wasser verändert das Leben der Menschen – und das können Sie auch.