Stimmen von Heiligen der Letzten Tage
Wann ist die richtige Zeit, eine Mission zu erfüllen?
Seit meiner Arbeitslosigkeit, ab Mitte 2011, kamen vermehrt die Gedanken auf, nun Zeit für eine Mission zu haben. Präsident Monson verkündete mehrmals, dass viel mehr ältere Paare gebraucht würden. An der Pfahlkonferenz vom 2. November 2014 in Windisch hatte meine Frau Kathrin, besonders nach der Ansprache unseres Pfahlpräsidenten Markus Blaser, den Drang verspürt, jetzt doch eine Mission anzutreten. Ich beruhigte sie, dass ich diese Inspiration noch nicht hätte. Schliesslich habe der Herr uns durch den schnellen Verkauf unseres Hauses in Sissach doch gezeigt, dass der Entschluss, nach Luzern zu kommen, von ihm sehr unterstützt wird. Also müsste er, der Herr, uns doch auch spüren lassen, wenn wir Luzern für eine Mission einige Zeit lang verlassen sollten.
Nur drei Tage später, als ich am Morgen nach dem üblichen Vorgehen (Zeitung lesen, Sudoku lösen) das Buch „21 Grundsätze“ von Elder Richard G. Scott zu lesen begann (LDS Books) und auf Seite zehn den ersten Grundsatz las, schweiften meine Gedanken ab und von Kopf bis Fuss durchströmte mich das gute, warme Gefühl, dass wir im nächsten Herbst eine Mission im Kirchendienst antreten sollten.
Unmittelbar nach diesem Gefühl reiften weitere Gedanken aus und ich verspürte dabei eine grosse Freude oder eine innere Akzeptanz!
Für mich bestand kein Zweifel, dass dies nun der Auftrag durch den Geist des Herrn war, der mir gemäss meiner Äusserung Kathrin gegenüber von vor drei Tagen auf diese Weise mitgeteilt hatte, es sei an der Zeit, jetzt eine Mission zu organisieren. Das ist wohl auch der entscheidende Punkt: Nicht aus Pflicht, sondern aus Freude und Liebe zum Herrn und den Mitmenschen eine Missionszeit zu erfüllen. Uns stehen also ein grosses Abenteuer und einige Vorbereitungen bevor.