Für eine starke Jugend
Tipps für das Ende und den Anfang
Für eine starke Jugend, Februar 2026


Tipps für das Ende und den Anfang

Diese vier Punkte solltest du beachten, wenn Veränderungen anstehen

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Im Sommer vor meinem letzten Jahr an der Highschool zog meine Familie aus dem nördlichen Virginia in der Nähe von Washington, D. C., in eine Kleinstadt in Kalifornien. Diese Veränderung war nicht leicht für mich. Ich war davon ausgegangen, zusammen mit meinen Freunden den Abschluss an der Highschool zu machen. Mit 17 dachte ich nun, mein ganzes Leben wäre mit einem Schlag vorbei.

Es dauerte eine Weile, bis ich mich damit abfinden konnte, dass das Leben eben Enden und Anfänge hat – manchmal sind sie aufregend und manchmal angsteinflößend. Ob man nun an einen neuen Ort zieht, mit einer neuen Schule beginnt, eine Arbeit annimmt, auf Mission geht oder vor einem anderen wichtigen Ereignis steht: Man kann es schaffen, selbst wenn alles Vertraute für immer vorbei zu sein scheint.

Bleib geistig verankert

Veränderungen gehören zum Leben, aber manches ändert sich nie – komme, was da wolle. Und an diesen Dingen sollten wir immer festhalten. Präsident M. Russell Ballard (1928–2023) hat sie als Lebensanker bezeichnet.

„Wird der Anker richtig gesetzt“, so Präsident Ballard, „hält er selbst bei rauer See sogar einen Ozeanriesen sicher an seinem Platz.“ Weiter führte er aus: „Ebenso wie das Schiff einen Anker braucht, damit es nicht … abdriftet, so braucht auch der Mensch geistige Verankerungen, damit er standhält.“

Mach die Beziehung zum Vater im Himmel und zu Jesus Christus zu deinem festen geistigen Anker. Ihre Liebe zu dir ist beständig. Du wendest dich ihnen zu, wenn du täglich betest, in den heiligen Schriften liest, anderen dienst und zur Kirche gehst – selbst wenn du in einer neuen Gemeinde oder einem neuen Zweig bist. Wenn du ihnen nahe bleibst, fühlst du dich verankert, ganz gleich, was geschieht.

Lerne, dich zurechtzufinden

Du kannst einschneidende Ereignisse im Leben entweder als negativ betrachten oder aus der neuen Situation das Beste machen. Letzteres wird dir dein Leben lang von Nutzen sein. Hier sind einige Hilfen:

Eine Jugendliche schreibt in ihr Tagebuch
  • Führe Tagebuch: Wenn du deine Gedanken aufschreibst, lassen sich Probleme und Gefühle leichter bewältigen. Das Tagebuchschreiben lässt dich auch vermehrt Gottes Hand in deinem Leben erkennen und dankbar dafür sein.

  • Ein Jugendlicher im Wald
  • Bleib in Bewegung: Bewegung kann die Stimmung heben und den Kopf frei machen. Schon ein kurzer Spaziergang tut gut. Draußen kannst du dich außerdem an der Schönheit von Gottes Schöpfung erfreuen. Das hilft dir wahrscheinlich, alles ein wenig positiver zu sehen.

  • Eine Jugendliche malt
  • Sei kreativ: Inspirierende Musik und Kunst können dir helfen, dich auszudrücken. Erbauliche kreative Möglichkeiten wie diese tragen dazu bei, dass du Herz und Sinn für geistige Eingebungen und neue Erfahrungen öffnest.

  • Zwei Jugendliche gehen spazieren und unterhalten sich
  • Sprich mit jemandem: Bei Wendepunkten im Leben stehst du nicht alleine da. Eltern, Führungsverantwortliche der Kirche oder gute Freunde können helfen. Sich zu öffnen kann schwer sein, aber wenn man darüber spricht, wie einem zumute ist, hilft das auf jeden Fall. Also wende dich an andere! Und denk daran: Du kannst immer beten.

Kapsle dich nicht ab

Veränderungen können auch eine Chance sein – kapsle dich also nicht ab! Tritt einem Verein bei, nimm am Seminar teil, betätige dich ehrenamtlich oder fang mit einer neuen Sportart an. Wenn du neue Möglichkeiten klug ausschöpfst, stärkt das dein Selbstvertrauen und lässt dich sehen, wozu du fähig bist.

Es ist nicht immer leicht, neue Menschen kennenzulernen. Aber wenn du deine Komfortzone verlässt, lernst du, dich mit anderen auszutauschen, und fühlst dich neuen Situationen eher gewachsen. Denk bei der Suche nach neuen Freunden daran, dass du selber so ein Freund sein sollst, wie du dir einen erhoffst. Dich freundlich um andere zu kümmern, kann zu wertvollen Beziehungen führen.

Gib nicht auf!

Mein letztes Jahr an der Schule war nicht einfach. Ich fühlte mich oft einsam. Aber in dieser Zeit habe ich gelernt, wie wichtig es ist, gute Freunde zu finden, die mich unterstützen und meinen Glauben respektieren. Das hilft mir seither immer wieder.

Veränderungen und Umstellungen führen oft dazu, dass wir Fortschritt machen – was ja ein wichtiger Bestandteil im Plan des himmlischen Vaters ist. Selbst wenn es nicht ganz so läuft, wie du es dir erhoffst, kann der Vater im Himmel dich – vor allem durch schwierige Erfahrungen – fordern und fördern, sodass sich Wachstum, Stärke und tieferer Glaube einstellen und du auf all das Unglaubliche vorbereitet wirst, das er für dich bereithält.

Und denk daran: Du bist nicht allein! Der Erretter versteht jeden Übergang, jedes Ende und jeden Anfang. Wenn du mit ihm wandelst, liegen deine besten Tage immer vor dir.