Nur online: Stimmen von Jugendlichen
In einem Video übers Boxen gab ich Zeugnis
Im Rahmen eines Abschlussprojekts für meinen Englischunterricht in der 12. Klasse beschloss ich, über das Evangelium zu sprechen. Unser Lehrer hatte uns die Aufgabe gegeben, eine überzeugende Rede über etwas, was uns am Herzen liegt, zu schreiben und zu halten. Wir konnten weitgehend selbst festlegen, worüber wir sprechen und wie wir es vortragen wollten.
Ich wählte als Thema: Wie wir durch Gott und das Sühnopfer Christi jede Herausforderung meistern können. Das wollte ich mit etwas verbinden, was ich ebenfalls liebe: dem Boxen. Schon seit Jahren bin ich ganz begeistert dabei, zu trainieren und Boxkämpfe auszutragen. Es macht mir Freude, mich darin zu verbessern. Ich muss aber auch so manchen K.-o.-Schlag einstecken, und das tut weh. Ich falle hin und kann nicht mehr aufstehen.
Für das Projekt beschloss ich, ein Motivationsvideo zu drehen, in dem ich das Leben mit einem Boxkampf vergleiche. Ich machte von meiner Rede eine Sprachaufnahme. Ich erklärte, dass wir im Leben manchmal im übertragenen Sinne einen Schlag ins Gesicht bekommen, zu erschöpft sind, um weiterzumachen, an unseren Fähigkeiten zweifeln und uns fragen, ob es sich überhaupt lohnt, einen Versuch zu wagen. Ich bezeugte, dass der Vater im Himmel einen Plan für jeden von uns hat und dass wir durch Christus alles, was sich uns in den Weg stellt, überwinden können. Ich weiß wirklich, dass ich ohne Christus nichts bin. Dank ihm kann ich das erreichen, was ich mir nie hätte vorstellen können!
Ich gab mir sehr viel Mühe, damit die Kameraaufnahmen, meine Worte und vor allem mein Zeugnis meine innersten Gefühle herüberbrachten.
Bevor ich der Klasse mein Projekt vorstellte, war ich ziemlich nervös. Leider wird einem draußen in der Welt ja erzählt, christliche Werte seien altmodisch und nicht mehr wichtig. Ich machte mir Gedanken, wie sich das wohl auf meine Note auswirken würde und was meine Mitschüler von meinem Vortrag halten würden. Aber ich hatte ja die Bestätigung erhalten, dass das, was ich vorbereitet hatte, wirklich etwas Gutes war! Es ging nicht bloß darum, eine gute Note zu bekommen, sondern darum, Zeugnis für das abzulegen, wovon ich überzeugt war.
Als ich der Klasse das Video zeigte, spürte ich erneut, dass dies dem Willen des Vaters im Himmel entsprach. Nach der Videovorführung bekam ich zu meiner Überraschung Applaus. Mir wurden einige Zettelchen zugesteckt, auf denen Mitschüler geschrieben hatten, was sie von meinem Projekt hielten. Auf vielen dieser Zettel stand so was wie: „Ehre sei Gott“ oder „Gott ist gut“. Viele meiner Klassenkameraden erzählten mir, dass sie beim Anschauen des Videos etwas ganz Besonderes verspürt hatten.
Als mir die Note mitgeteilt wurde, freute ich mich riesig: Ich hatte die volle Punktzahl bekommen! Mein Lehrer dankte mir für mein Zeugnis und dafür, dass ich mir die Zeit genommen hatte, es auf diese Weise mitzuteilen.
Ich bezeuge, dass wir in beunruhigenden Zeiten leben: Die Welt nennt das Gute böse und das Böse gut. Aber es gibt immer noch viel mehr Gutes als Böses! Ich weiß: Wenn wir mutig und unerschrocken über unseren Glauben sprechen und Zeugnis geben, werden nicht nur wir selbst gesegnet, sondern auch unsere Mitmenschen.
Leonardo G. R., 18, Alberta, Kanada
boxt und zeichnet gern, treibt Sport, ist gern in der freien Natur und verkündigt das Evangelium – immer und überall! (Zurzeit ist er in Mesa in Arizona auf Mission.)