3 Möglichkeiten, wie wir den Satan zurückweisen und uns für Jesus Christus entscheiden können
Wenn ihr versteht, was sich im vorirdischen Leben zugetragen hat, könnt ihr hier und jetzt gute Entscheidungen treffen
Illustration von Dean MacAdam
Als der Vater im Himmel seinen Plan für unser ewiges Glück und unseren ewigen Fortschritt erläuterte, versprach er, uns zur Hilfe einen Erretter zu schicken. Als der Vater im Himmel fragte: „Wen soll ich senden?“ (Abraham 3:27), sagte Jesus Christus, „[des Vaters] Geliebter und Erwählter von Anfang an“ (Mose 4:2): „Hier bin ich, sende mich!“ (Abraham 3:27.) Er stellte keine Forderungen, er wollte lediglich den Willen unseres Vaters tun (siehe Mose 4:2).
Dann kam Luzifer. Auch er sagte: „Sende mich.“ (Mose 4:1.) Luzifer war jedoch selbstsüchtig und nicht bereit, für uns Opfer zu bringen. Gottes Ehre, Macht und Herrlichkeit wollte er für sich selbst haben (siehe Mose 4:1). Luzifer wollte unsere Entscheidungsfreiheit vernichten. Wie er das angehen wollte, ist nicht ganz klar. Aber wir wissen, dass wir ohne Entscheidungsfreiheit niemals Fortschritt machen und wie der Vater im Himmel werden könnten. Luzifer lehnte sich also im Grunde gegen den Vater im Himmel auf und verwarf dessen Plan.
Luzifers Auflehnung löste im Himmel einen Kampf aus; er wurde hinabgeworfen und wurde zum Satan (siehe Mose 4:3,4). Ein Drittel der Scharen des Himmels folgte ihm (siehe Lehre und Bündnisse 29:36). Doch wir übten unsere Entscheidungsfreiheit aus und folgten Jesus Christus nach.
Der Kampf, der im Himmel seinen Anfang genommen hat, geht heute noch weiter. Der Satan und seine Anhänger versuchen unablässig, uns zu bekämpfen. Hier sind drei Möglichkeiten, wie wir die Taktiken und Strategien des Satans durchschauen, seine Fallen umgehen und uns unser Leben lang für Jesus Christus entscheiden können.
1. Lasst nicht zu, dass Verbitterung siegt
Vor Jahren habe ich einmal versucht, meine Schulfreunde zu überreden, ihre Hausaufgaben nicht zu machen, weil ich meine nicht gemacht hatte. Ich war im Unrecht, aber ich dachte, wenn wir alle Ärger bekämen, würde ich mich irgendwie besser fühlen. Mein schlechtes Verhalten erinnert mich an die Haltung des Satans uns gegenüber. Weil er selber elend ist, will er uns die Möglichkeit verderben, das ewige Leben zu erlangen.
Wegen seiner Verbitterung handelt der Satan so sinnentleert, dass er – obwohl er ja weiß, dass er letztlich scheitern wird – verzweifelt versucht, „die Werke der Finsternis [auszubreiten]“ (Helaman 6:28), um möglichst vielen von uns Schaden zuzufügen.
Wir haben uns nicht für den bitteren Plan des Satans entschieden. Wir können unsere Entscheidungsfreiheit nutzen, um weiterhin Jesus Christus nachzufolgen und die bitteren, minderwertigen und einschränkenden Verlockungen des Satans zurückzuweisen. Der Erretter hat sein Leben hingegeben, damit wir zu dem werden können, was in uns steckt, und die Süße des ewigen Lebens erleben.
2. Lasst Angst nicht die Oberhand gewinnen
Manchmal frage ich mich, warum ein Drittel der Geistkinder Gottes seinen Plan verworfen hat. Dem Satan ist bekannt, dass sowohl Angst als auch Zweifel den Glauben wirkungsvoll schwächen. Er kann uns dazu verleiten, unseren Wert anzuzweifeln, oder uns einreden, dass wir durch das Sühnopfer Jesu Christi nicht wirklich rein werden können. Oder er bringt uns dazu, dass in uns Angst vor der Umkehr oder davor, dem Plan Gottes zu folgen, die Oberhand gewinnen.
In Prüfungen und Schwierigkeiten können wir uns dafür entscheiden, auf Gottes Plan und auf Jesus Christus zu vertrauen. Der Erretter hat alles ertragen, damit er Stärkung für uns sein kann, wenn wir uns unserer Angst stellen. Durch ihn können wir sie schließlich überwinden.
3. Nehmt alles an, was der Erretter euch anbietet
Dem Vater im Himmel und Jesus Christus liegt allein daran, uns zu erheben und stark zu machen. Wer sonst möchte uns helfen, das Allerbeste aus uns zu machen? Wer sonst möchte uns alles geben, ohne irgendetwas zurückzubehalten? Wir können an allem teilhaben, was der Vater hat! Nur durch Jesus Christus wird uns all das angeboten.
Angesichts der Selbstlosigkeit und erlösenden Macht des Erretters möchte ich ihm gern nachfolgen. Jesus Christus ist derjenige, der für den vollkommenen Plan in der Tat vollkommen eintritt. Wenn wir uns für ihn entscheiden, hilft er uns, den Widersacher zu besiegen, dem Plan des himmlischen Vaters zu folgen und unsere göttliche Bestimmung zu erreichen.