Für eine starke Jugend
Wie kann ich mein bestes Ich werden und aus meinem Leben das Beste machen?
Für eine starke Jugend, Januar 2026


Nur online: Ein Apostel antwortet

Wie kann ich mein bestes Ich werden und aus meinem Leben das Beste machen?

Was in geistiger Hinsicht am meisten zählt, bleibt unverändert: unsere geistige Identität, unsere Zugehörigkeit durch Bündnisse und die Art und Weise, wie wir unsere Entscheidungsfreiheit nutzen

Nach einer Ansprache, die am 11. April 2023 bei einer Andacht an der Brigham-Young-Universität gehalten wurde

Eine Jugendliche

Im Lauf der Jahre haben mich Verbindungen, die unsere physische Welt verändern, mehr und mehr fasziniert. Verbindung und Wandlung – beides ist auch für jeden von uns das Allerwichtigste bei der Lebensgeschichte unseres besten Ichs. Unsere Zugehörigkeit durch Bündnisse verbindet uns mit den Beziehungen, die uns am meisten verändern können. Dazu gehören unsere Beziehung zu Gott, unsere Beziehung zueinander und unsere Beziehung zu unserem besten Ich.

Physische oder digitale Verbindungen können unsere äußere Umgebung verändern.

Doch so sehr sich unsere äußere Umgebung auch verändern mag, bleibt das, worauf es in geistiger Hinsicht am meisten ankommt, doch unverändert. Von allem, was um unsere Aufmerksamkeit buhlt, bleibt das, was letztlich am meisten zählt, unverändert: wer wir geistig sind (unsere geistige Identität), zu wem wir gehören (Zugehörigkeit durch Bündnisse) und wie wir unsere gottgegebene Entscheidungsfreiheit nutzen, um die Geschichte unseres besten Ichs zu entdecken und voranzubringen.

Wer wir sind

Unsere tiefgreifendste persönliche Wandlung findet statt, wenn sich Geist und Körper vereinigen (etwa bei der Auferstehung), um eine unsterbliche Seele zu werden. In Lehre und Bündnisse erfahren wir: „Die Elemente sind ewig, und Geist und Element, untrennbar verbunden, empfangen eine Fülle der Freude.“

Die geistige Wandlung, die wir uns am meisten wünschen, vollzieht sich, wenn wir in Jesus Christus geistig von neuem geboren werden; sie vollzieht sich in unseren Taten, unserer Einstellung und unserem Wesen.

Die Beziehungen in der Familie sollen bewirken, dass wir uns miteinander verbinden und uns wandeln.

Keine Generation ist besser vorbereitet als eure, einen großen Beitrag dazu zu leisten, Gottes Familie – die Familie der gesamten Menschheit – zusammenzubringen.

Es zählt immer jeder Einzelne.

Jeder von euch ist selbstverständlich einzigartig. Es gibt viele Komponenten – unseren Namen, unsere Traditionen und sogar unser Essen –, die etwas zu unserer Persönlichkeit beitragen. Aber wie Präsident Russell M. Nelson es wunderbar formuliert hat, entsteht unsere dauerhafte geistige Identität erst dann, wenn wir uns als „ein Kind Gottes, ein Kind des Bundes und einen Jünger Jesu Christi“ betrachten.

Jesus Christus

Zu wem wir gehören

Wir verstehen, wer wir sind, wenn wir verstehen, zu wem wir gehören.

Dass in der Welt Streit, Gewalt, Ungleichheit und Ungerechtigkeit herrschen, rührt zum Großteil daher, dass wir einander nicht als Brüder und Schwestern, als Kinder des himmlischen Vaters begreifen und nicht als solche behandeln.

Die Geschichte unseres besten Ichs nimmt ihren Lauf, wenn wir uns für die Zugehörigkeit durch Bündnisse entscheiden, das heißt, dass wir durch Bündnisse mit Gott und miteinander zueinander gehören.

Jede menschliche Philosophie, die vermittelt: „Ich erwähle mich selbst“, verblasst im Vergleich zu der unendlich großen und herrlichen Verheißung, dass wir lernen können, unseren Mitmenschen auf die Weise des Erretters ein Segen zu sein, und dass wir alles empfangen können, was Gott, unser ewiger Vater, hat.

Die Geschichte unseres besten Ichs geht bei weitem über engstirniges Eigeninteresse und einer verzerrten Vorstellung hinaus, die vor allem aufs Erdenleben fixiert ist. Diese Geschichte umfasst unser Glaubensvermächtnis und unser Vertrauen darauf, dass Gott weiß, wer wir sind, und dass wir ihm wichtig sind, bei kleineren und bei größeren Belangen. Natürlich ist keiner von uns vollkommen. Wir alle machen hin und wieder Fehler und entfernen uns von ihm. Aber sein Licht leuchtet immerdar. Bitte wandelt doch jegliches Gefühl der Überlegenheit oder auch Schuldgefühle, die euch von Gott oder seiner wiederhergestellten Kirche trennen mögen, um und begreift sie als Einladung, zu Jesus Christus zu kommen und erneut seine Liebe zu erfahren.

Gott interessiert sich immer dafür, welchen Weg wir einschlagen. Demütig geben wir unser Bestes, weil wir wissen, dass Vollkommenheit durch Jesus Christus entsteht. Wenn wir auf Gott vertrauen, verlassen wir die perfektionistische Tretmühle dieser Welt und ihren Sirenengesang, dass wir unzulänglich und niemals gut genug wären. Wenn wir auf Gott vertrauen, finden wir Frieden, Hoffnung und einen Weg, weiterzugehen. Unsere Taten haben Folgen. Gott interessiert sich sehr wohl dafür, was wir tun.

Gottvater und unser Erretter Jesus Christus wissen immer ganz genau, was für uns das Beste ist, und haben stets unser Bestes im Sinn. Auf unserem Lebensweg entdecken wir vieles, was wir unterwegs brauchen. Das ist ein Zeichen dafür, dass jemand, der uns liebt, schon genau gewusst hat, dass wir an dieser Stelle vorbeikommen würden.

Manchmal wünschen wir uns, dass Gott uns mehr sagt; manchmal wünschen wir uns, dass er uns lieber weniger sagt. Gewöhnlich jedoch tut er uns seine ewige, allwissende Liebe durch den Heiligen Geist kund, und zwar dadurch, dass er uns zu einem bestimmten Zeitpunkt das gibt, wovon er weiß, dass es zu unserem größten Segen ist.

Wie wir unsere gottgegebene Entscheidungsfreiheit nutzen

Wenn wir grundlegende Voraussetzungen für das Lernen erfüllen – so wie sie auch im Haus des Herrn zu finden sind –, entstehen daraus machtvolle Verbindungen und Wandlungen, die unser Leben verändern.

Bitte entdeckt diese Voraussetzungen für euch selbst: Herzensreinheit, ein klares Ziel, Demut sowie kluge Beharrlichkeit und Priorisierung bei all unseren Unternehmungen. All dies lässt uns besser erkennen, worauf es ankommt, als wenn wir kategorisieren, was wir sonntags denken und tun wollen und was wir von montags bis samtags denken und tun wollen.

Bei allem, was wir tun, setzen wir Jesus Christus an die erste Stelle. Tatsächlich ist er unsere Priorität: Bei allem, was wir tun, setzen wir Jesus Christus immer an die erste Stelle. Er ist unser Fokus: Bei allem, was wir tun, setzen wir Jesus Christus an die erste Stelle.

In künftigen Tagen zählt der Herr darauf, dass ihr seine Wahrheit freundlich verkündigt und gläubig und demütig mithilfe der Macht seiner Wahrheit den Mund auftut.

Ein Jugendlicher

Die Nächstenliebe dauert für immer fort

Äußerlichkeiten ändern sich, aber die Nächstenliebe, die reine Christusliebe, dauert für immer fort.

Mögen wir, liebe Brüder und Schwestern, daher „mit der ganzen Kraft des Herzens zum Vater“ beten, dass wir von dieser Liebe – der reinen Christusliebe – erfüllt werden, „die er all denen zuteilwerden lässt, die wahre Nachfolger seines Sohnes Jesus Christus sind“. Diese Nächstenliebe stellt sich ein, wenn wir erkennen, wer wir sind und zu wem wir gehören, und wenn wir die Geschichte unseres besten Ichs voranbringen.

Ich gebe mein festes Zeugnis, dass die ewigen Wahrheiten im Buch Mormon, die erhöhenden Bündnisse im Haus des Herrn, die Zeugnisse der Propheten und Apostel und vor allem die erhabene Gabe des Heiligen Geistes uns mit Jesus Christus verbinden und in ihm wandeln, während wir die Geschichte unseres besten Ichs schreiben.