2025
Eine Lektion über Gottes Liebe
Für eine starke Jugend, Oktober 2025


Eine Lektion über Gottes Liebe

Der Vater im Himmel lässt zu, dass wir Herausforderungen haben, damit wir stärker werden. Das bedeutet aber nicht, dass er uns nicht liebt.

Eine Jugendliche

Fotos von Niel Kabiling

Bildung ist mir sehr wichtig. Ich mache mir viel Druck, gute Noten zu bekommen, und gebe mein Bestes, um gut abzuschneiden. Aber das gelingt mir nicht immer.

Einmal war ich ein paar Tage nicht im Unterricht, weil ich an einem Kunstwettbewerb meiner Schule teilgenommen hatte. Ich versäumte dadurch eine Menge Stoff. Als ich wieder normal in die Klasse ging, konnte ich dem Unterrichtsgespräch kaum folgen. Meine Noten wurden schlechter.

Es frustrierte mich, dass ich den Lehrstoff nicht verstand, und ich begann, meinen Selbstwert in Frage zu stellen. Ich glaubte, dass ich wegen meiner schlechten Noten nicht gut genug war, und weinte viel. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.

Schließlich betete ich und bat den Vater im Himmel, er möge mir dabei helfen, meine Schwierigkeiten zu akzeptieren und zu bewältigen.

Eine Jugendliche betet

Gott kennt meine Herausforderungen

Gleich nachdem ich gebetet hatte, bekam ich eine Nachricht von meiner Freundin Shiella. „Hey, alles klar bei dir?“, fragte sie. „Wie geht es dir?“

Ich erzählte Shiella, was mich bedrückte. Sie ist an einer anderen Schule, aber wir sind im gleichen Jahrgang und haben deshalb die gleichen Fächer. Sie half mir, den versäumten Unterrichtsstoff zu verstehen.

Zwei Mädchen bei den Hausaufgaben

Ich wusste, dass der Vater im Himmel sah, wie unglücklich ich war – er schickte Shiella zu mir, um mich zu trösten. Mir wurde dadurch klar, dass der Vater im Himmel sich anderer Menschen bedient, um uns zu zeigen, dass ihm wirklich sehr viel an uns liegt.

Junge Damen

Dadurch habe ich auch gelernt, dass ich nicht in allem erfolgreich sein muss. Wenn wir vor Herausforderungen stehen, kann uns der Vater im Himmel helfen, stärker zu werden. Solche Situationen bedeuten nicht, dass er uns nicht liebt. Ich habe gelernt, dass es besser ist, etwas zu versuchen und zu scheitern, als nichts zu tun, denn aus dem Scheitern kann ich lernen. Jetzt bin ich mit meinen Noten zufrieden, weil der Vater im Himmel mir geholfen hat, diese Schwierigkeit zu meistern.

Eine Jugendliche bei den Hausaufgaben

Ein Werkzeug in Gottes Hand

Viele Jugendliche in meiner Gemeinde haben, so wie ich, Schwierigkeiten in der Schule. Einige sind inaktiv, weil sie sonntags an Gruppenprojekten oder Schulaktivitäten teilnehmen, oder sie bleiben lange auf, um Hausaufgaben zu machen, und gehen dann nicht in die Kirche, damit sie sich ausruhen können.

Ich habe in meiner Gemeinde eine Berufung in der JD-Klasse und gehe jeden ersten und vierten Sonntag mit den Missionaren oder anderen Jugendlichen los, um weniger aktive Jugendliche zu besuchen. Ich gebe ihnen Zeugnis, dass wir stärker werden, wenn wir uns dem Vater im Himmel und Jesus Christus nähern, und dass sie uns helfen, unsere Probleme zu bewältigen. Sich von ihnen abzuwenden ist nicht die Lösung.

Einmal haben wir einen Jungen Mann besucht. Bevor wir gingen, haben wir ihn gefragt, ob er das Schlussgebet sprechen möchte. Im Gebet dankte er dann dem Vater im Himmel für unseren Besuch. Er war so glücklich und dankbar, dass wir uns die Zeit genommen hatten, nach ihm zu sehen.

Ich war auch dankbar, denn das stärkte mein Selbstwertgefühl. Mir wurde klar, dass andere sich über meinen Besuch freuen und dass ich ihnen helfen kann. Ich kann ein Werkzeug in Gottes Hand sein, indem ich anderen zeige, dass sie nicht allein sind.

Jesus Christus heilt Menschen

Er heilte sie alle, Darstellung von Michael Malm

Ein Scheitern definiert nicht, wer ich bin

Wenn du etwas mal nicht geschafft hast, bist du vielleicht entmutigt, aber ein Scheitern bedeutet nicht, dass du nicht gut genug bist. Der Vater im Himmel und Jesus Christus können dir helfen, körperlich, geistig und psychisch stärker zu werden.

Wann immer wir uns einsam fühlen, ist Jesus Christus da. Wir können ihn nicht immer sehen, und manchmal meinen wir, er wäre nicht da, aber das stimmt nicht. Auch wenn du das Gefühl hast, weit von ihm entfernt zu sein: Jesus Christus hat immer die Arme ausgestreckt, um dich zu empfangen. Wann immer du zu ihm kommst, ist er da. Er nimmt dich so an, wie du bist, und er richtet dich auf.

Im Gebet kannst du dem Vater im Himmel sagen, wie du dich fühlst, und ihn um Hilfe bitten. Ich weiß, dass er solche Gebete erhört. Wenn ich bete, spüre ich Trost – als würde mich jemand umarmen. Ich spüre dann, dass ich alles schaffen kann. Mit Gott kann ich alles schaffen.

Die Verfasserin lebt in Cebu in den Philippinen.