2025
Gott passt auf mich auf
Für eine starke Jugend, September 2025


Nur online: Stimmen von Jugendlichen

Gott passt auf mich auf

Ein Jugendlicher

Foto von Christina Smith

Einige Wochen nach meiner Missionsberufung befielen mich völlig unerwartet schwere Depressionen. Mir fehlte jede Energie, jegliche Motivation – und am erschreckendsten war, dass ich voller Wut war. Ich war wütend auf meine Familie, meine Freunde, auf Gott und auf mich selbst. In diesem Zustand war ich nicht in der Lage, die Ziele zu erreichen, die ich mir gesetzt hatte.

Ich hatte das Gefühl, dass Gott überhaupt nichts Gutes mehr für mich bereithielt. Die meiste Zeit meines Lebens hatte ich es immer schön gefunden, für meine Freunde und für meine Familie da zu sein. Ich hatte oft überlegt, wie ich sie aufbauen und ihr Leben bereichern könne. Außerdem hatte ich mir ja gerade vorgenommen, auch die nächsten zwei Jahre meines Lebens in den Dienst meiner Mitmenschen zu stellen. Mein Leben drehte sich also rund um den Dienst am Nächsten, und jetzt, so meinte ich, konnte Gott nicht einmal einen einzigen Menschen dazu bewegen, mal nachzufragen, wie es mir ging? Ich hatte den Eindruck, ich sei ihm völlig egal.

Das stimmte natürlich überhaupt nicht. Gott sorgte sich sehr wohl um mich – mehr, als ich überhaupt begreifen konnte. Er gab mir alles, was ich brauchte: viele gute Gewohnheiten, wodurch ich mit dem Evangelium verbunden blieb; eine tolle, liebevolle Familie, die mich aufmunterte und unterstützte, aber auch antrieb, Veränderungen vorzunehmen und mich zu verbessern. Und Gott segnete mich mit wunderbaren Freunden, die mir (was sie vielleicht gar nicht wussten) die Kraft gaben, die ich brauchte, um weiterzumachen.

Auch wenn ich es inmitten dieser schwierigen Zeit nicht erkannte, passte Gott eben doch auf mich auf. Als ich im Tempel war und das Endowment erhielt, wurde mir klar, dass Gott sich buchstäblich von Anbeginn der Zeit um mich gekümmert hat. Jeder Aspekt seines Plans ist darauf ausgerichtet, dass ich eines Tages die Fülle celestialer Freude erfahren kann. Das Kronjuwel dieses Plans war das Opfer seines einziggezeugten Sohnes – ein vollkommenes Geschenk, das niemals zurückgezahlt werden kann.

Ich bin Gott zutiefst dankbar! Ich bin so dankbar für meinen Erretter und für das Opfer, das er vollbracht hat, damit ich den Sorgen und dem Leid entfliehen kann, die ich in dieser Welt empfinde. Jesus Christus lebt, und er möchte, dass auch wir leben!

Nathan M., 18, Utah

schauspielert und singt gern, außerdem machen ihm Laufen, Radfahren und Gewichtheben Spaß