2025
Freude verbreiten in Kenia
Für eine starke Jugend, September 2025


Freude verbreiten in Kenia

Als Robert das Evangelium kennenlernte, wollte er unbedingt allen seinen Bekannten davon erzählen – ausnahmslos allen!

Jugendlicher

Fotos von Leslie Nilsson und Eric D. Snider

Seit seiner Taufe im August 2024 hat der achtzehnjährige Robert L. aus Kenia mehr als 50 Freunde in die Kirche gebracht und 25 von ihnen getauft.

So lauteten jedenfalls die Zahlen, als wir vor einigen Monaten mit ihm sprachen. Seitdem sind sie wahrscheinlich weiter gestiegen.

Robert, ein Mitglied des Zweiges Bukuru im Distrikt Kisumu, lernte die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Anfang 2024 kennen, als er einen Amerikaner traf, der in Kenia humanitäre Arbeit leistete.

„Ich habe gar nicht erwartet, dass sich mein Leben verbessern würde“, erzählt Robert. „Meine Eltern hatten kein Geld, sie konnten mich nicht zur Schule schicken.“ (In Kenia kostet sogar die staatliche Schule Geld.)

„Ich wusste aber, dass der Vater im Himmel mir helfen würde. Ich begann zu beten und das Neue Testament zu lesen. Dann traf ich meinen Paten.“

Sein „Pate“ war ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, und er war Robert in zweierlei Hinsicht ein Segen: Er ermöglichte es ihm, zur Schule zu gehen, und, was noch wichtiger war, er erzählte ihm vom Evangelium (wie auch ein anderer junger Mann, der sich kurz zuvor der Kirche angeschlossen hatte). Etwa sechs Monate später ließ Robert sich taufen.

Jugendliche

Robert L. aus Kenia hat schon Dutzende von Menschen zur Kirche eingeladen – Nachbarn, Schulkameraden, Sportfreunde … einfach alle!

Gutes weitergeben

Natürlich wollte Robert anderen von seinen neuen Segnungen erzählen. Er konnte zwar niemandem die Schulbildung bezahlen, aber er konnte anderen vom Evangelium erzählen!

Er begann, Leute zur Kirche einzuladen – Nachbarn, Schulkameraden, Sportfreunde – einfach jeden, den er kannte. „An einem Sonntag kam ich mit etwa fünf Freunden, an einem anderen mit zehn Freunden in die Kirche“, berichtet er. „Dann habe ich die Missionare zu ihnen geschickt, damit sie die Erkenntnis erlangen können, dass diese Kirche wahr ist, und damit sie das erleben können, was ich erlebt habe.“

Es dauerte nicht lange, bis sich einige von Roberts Freunden taufen lassen wollten. Sie baten ihn, als Täufer zu fungieren.

Die Kirche wächst in Afrika schnell – und das liegt zum Teil an Mitgliedern wie Robert, die Jesus Christus gerne nachfolgen. In einer Woche hat Robert zehn Leute getauft, in der nächsten Woche elf und in der darauffolgenden Woche „nur“ vier.

Jugendliche

Robert lädt Freunde zu seinem Zweig der Kirche ein, der sich in einem Zelt auf einer Wiese trifft

Mehr als ein Dutzend dieser neu getauften Freunde waren letztes Jahr im Dezember mit ihm auf einer FSY-Tagung in Kenia, darunter ein Freund, der bereits einen seiner Freunde getauft hatte.

Ist da nicht eine tolle Dynamik entstanden? Jetzt geht alles wie von selbst!

Den Geist verspüren

Der siebzehnjährige Fredrick A. berichtet, als sein Freund Robert ihn zur Kirche einlud, habe er den Geist so stark gespürt, dass er ihn nicht leugnen konnte.

„Als ich in die Kirche kam, kam der Geist Gottes auf mich herab“, erzählt Fredrick. „Jemand gab mir das Buch Mormon, und ich begann es zu lesen. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich immer meinen Zweigpräsidenten und bete.“

Jugendliche

Robert (links) erzählte seinem Freund Fredrick vom Evangelium; die beiden verbindet immer noch eine gute Freundschaft

Gift M., 18, ist ein weiterer Freund, den Robert getauft hat. „Ich bin glücklich, zur wahren Kirche zu gehören – der einzig wahren Kirche im Universum“, sagt Gift mit einem Lächeln.

Jugendlicher

Gift freut sich schon darauf, auf Mission zu gehen

Jugendliche

Viele der Menschen, die Robert zur Kirche eingeladen hat, haben sich für die Taufe entschieden und laden andere ebenfalls zur Kirche ein

Es gibt noch viel zu tun

Robert hat vor, nach dem Schulabschluss eine Vollzeitmission zu erfüllen (genauso wie Gift und Fredrick). Warum will er das, wenn er doch offensichtlich schon weiß, wie man das Evangelium weitergibt?

„Ich will unbedingt auf Mission gehen, um mehr Erfahrungen zu sammeln und mehr zu lernen“, sagt Robert. „Das stärkt dann meinen Glauben und verhilft mir zu einer noch besseren Einstellung. Das ist es, was Gott von mir möchte.“

Jugendliche

Robert ist noch nicht fertig damit, anderen vom Evangelium zu erzählen. Er plant, auf Mission zu gehen. „Das ist es, was Gott von mir möchte“, sagt er.