Ein guter Dienst per Handy
Ich bin meinem Freund so dankbar für die Nachricht, die er mir geschickt hat, und ich bin froh, dass ich der Eingebung gefolgt bin, selbst Nachrichten zu verschicken.
Illustration von Michael Mullan
Vor ein paar Jahren fuhren meine Mutter, meine Schwester und ich zu meinem Onkel, um dort das Jahr ausklingen zu lassen. Einen Tag vor unserer Abreise löschte ich alle Apps, die mit sozialen Medien zu tun haben, weil sie meine Geistigkeit stark beeinträchtigten. Ich wusste, dass es das Beste war, mich von sozialen Medien fernzuhalten, aber ich fühlte mich ein wenig einsam und ausgeschlossen. Nach unserer Abreise nahm tagelang niemand Kontakt zu mir auf, und ich hatte das Gefühl, dass sich niemand wirklich für mich interessierte.
Am Neujahrstag fühlte ich mich immer noch einsam und war traurig. Doch dann erhielt ich unerwartet eine Nachricht von einem Freund, der mir ein frohes neues Jahr wünschte. Wir hatten eigentlich nicht so viel miteinander zu tun, aber seine Nachricht bedeutete mir sehr viel – sie bedeutete, dass jemand an mich dachte.
Dann hatte ich eine Eingebung: Warum sollte ich nicht an alle meine Freunde eine Nachricht schicken? Ich machte mich sofort an die Arbeit, wünschte jedem Einzelnen ein frohes neues Jahr und schrieb ihnen, wie dankbar ich für sie bin. Vielleicht brauchte einer von ihnen ja auch gerade jemanden, der auf ihn zugeht. Plötzlich fiel es mir leichter, die Musik im Hintergrund wahrzunehmen. Ich bemerkte auch die glücklichen Gesichter meiner Cousins und Cousinen. Ich spürte den Heiligen Geist und fühlte mich den ganzen Tag über glücklich.
Ich bin meinem Freund so dankbar für die Nachricht, die er mir geschickt hat, und ich bin froh, dass ich der Eingebung gefolgt bin, selbst Nachrichten zu verschicken. In diesem Fall half es mir, auf andere zuzugehen, als ich das Gefühl hatte, dass jemand auf mich zugehen sollte. Ich weiß, dass diese Worte von Präsident M. Russell Ballard (1928–2023) wahr sind: „Wenn wir dem Herrn und unseren Mitmenschen dienen, finden wir Frieden, Freude und Glücklichsein im Leben.“
Mosiah kommt aus Lagos in Nigeria. Seitdem dieser Artikel verfasst wurde, hat er seinen Missionsdienst in der Elfenbeinküste-Mission Abidjan Ost angetreten.