Emotionale Widerstandskraft entwickeln: Carolee Scowcroft
Andacht der Frauenhilfsvereinigung 2026: Eine weltweite Zusammenkunft von Frauen
Sonntag, 8. März 2026
Ich habe wirklich das Gefühl, auf den Schultern meiner Vorfahren zu stehen. Ihre Geschichten berühren mich sehr. Ich habe einen Urgroßvater, der fast sein ganzes Ohr verlor, als er von einem Wagen fiel. Seine Mutter wusch es – hoffentlich –, legte es wieder an und verband es. Durch Glauben wurde dieses Ohr wieder so gut wie neu. Ich denke an ihren Glauben und die Gebete, die sie für ihren Sohn gesprochen hat.
Außerdem denke ich an eine Großmutter von mir, die während der Weltwirtschaftskrise alleine vier Kinder großzog und sich überlegen musste, wie sie für sie sorgen konnte. Es gab niemanden, der ihr Geld anbot, doch sie wurde eine erfolgreiche Geschäftsfrau und tat viel Wunderbares. All meine Vorfahren haben mich beeinflusst, und ich bin ihnen sehr dankbar dafür, wie viele Segnungen sie mir ermöglicht haben.
Ich habe, wie Sie alle, schon mit seelischen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Ich habe gelernt, dass Herausforderungen der Plan sind – so wie Christus der Weg ist. Wenn wir das erkennen, anstatt dagegen anzukämpfen, wenn wir lernen, inmitten unserer Herausforderungen Freude zu empfinden und für sie dankbar zu sein, sind wir viel glücklicher. Wir können dann lernen, wie wir anderen helfen können, wenn sie Herausforderungen durchleben.
Ich habe auch gelernt, dass mal der eine, mal der andere von uns Herausforderungen hat. Wenn wir aus einer Herausforderung etwas lernen, sind wir in die Lage, mit mehr Einfühlungsvermögen jemandem zu helfen, der eine ähnliche oder eine andere Herausforderung durchlebt.
Ich habe ganz sicher ein Zeugnis davon, dass wir all unsere Herausforderungen gemeinsam mit unserem Erretter bewältigen können. Er kann uns direkt etwas verspüren lassen oder uns jemanden senden – eine unsere FHV-Schwestern, einen Sohn oder eine Tochter, jemanden, der uns nahesteht und beisteht und uns hilft, diese Erfahrung zu bewältigen.