Speziell für Jungvermählte
So kann die gemeinsame Teilnahme am Institut euch als Ehepaar stärken
Die Teilnahme am Institut mit meinem Mann hat dazu beigetragen, dass wir uns geistig stärker verbunden fühlen, besser miteinander kommunizieren und mehr Hingabe füreinander entwickelt haben
„Warum sollte ich das Institut besuchen, wo ich doch verheiratet bin?“
Das ist eine berechtigte Frage. Als ich noch Single war und aufs College ging, half mir das Institut, mein Zeugnis zu stärken, Freundschaften zu schließen, nette Männer kennenzulernen, mit denen ich ausgehen konnte – und obendrein erhielt ich eine kostenlose Mahlzeit! In dem Sommer, als mein Mann Johnny und ich anfingen, eine feste Beziehung zueinander aufzubauen, nahmen wir gemeinsam an Institutskursen teil.
Damals war uns aber nicht klar, inwiefern diese Kurse dazu beitragen würden, die Grundlage für unsere Ehe zu legen.
Jetzt, wo wir verheiratet sind, haben wir andere Gründe, weshalb wir am Institut teilnehmen − aber es ist nach wie vor eine wertvolle Sache. Präsident Russell M. Nelsons Frau Wendy hat bekräftigt: „Eine starke, glückliche Ehe zu schaffen ist nicht einfach. … Aber ihr werdet Freude darin finden!“
Eine Ehe, die auf Christus ausgerichtet ist, erfordert Arbeit – aber die Freude, gemeinsam im Evangelium zu lernen und zu wachsen, ist unermesslich.
Die gemeinsame Teilnahme am Institut war entscheidend dafür, dass unsere Ehe gedeihen konnte. Hier sind drei Aspekte, wie sie eure Ehe stärken kann:
1. Bessere Kommunikation
Gute Kommunikation ist entscheidend für eine gesunde Ehe, und das Institut hat uns geholfen, besser miteinander zu kommunizieren. Wir tauschen uns über unsere Gedanken aus, stellen Fragen und sprechen über die Lektionen. Daraus ergeben sich gute Gespräche über unser Zeugnis, unsere Ziele und unsere Zukunft – und es vertieft gleichzeitig unsere emotionale Verbindung. Eine stärkere Verbundenheit kann auch in anderen Bereichen der Ehe hilfreich sein, etwa bei der Konfliktbewältigung, wenn man Einfühlungsvermögen aufbringen muss und bei der Stärkung der Partnerschaft insgesamt.
Elder Marvin J. Ashton (1915–1994) vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt: „Wenn wir einander wahre Liebe und wahres Verständnis entgegenbringen wollen, müssen wir uns dessen bewusstwerden, dass Kommunikation mehr ist als ein bloßer Austausch von Worten. Kommunikation ist das überlegte Mitteilen von Gefühlen, Gedanken und Sorgen.“
2. Pflege der geistigen Intimität
Geistige Intimität entsteht, wenn wir gemeinsam mit unserem Ehepartner beten, in den heiligen Schriften lesen, vom Abendmahl nehmen und in den Tempel gehen – kurz gesagt: wann immer wir etwas tun, was den Geist in unser Leben einlädt. Und das Institut ist ein Ort, wo wir genau das tun können!
Wenn wir uns gemeinsam mit dem Evangelium befassen, werden wir dazu angeregt, über unsere Erfahrungen nachzudenken und darüber, wie wir die gelernten Grundsätze anwenden können. So können wir uns geistige Ziele setzen, an denen wir gemeinsam arbeiten – etwa unsere Berufungen groß zu machen oder öfter in den Tempel zu gehen.
In Mosia 18:21 werden wir aufgefordert, unsere „Herzen in Einigkeit und gegenseitiger Liebe verbunden“ zu haben. Das Institut kann uns helfen, Einigkeit in Herz und Sinn und in Christus zu entwickeln.
Nutzt das, was ihr beim Institut lernt, um offener über geistige Themen zu sprechen, um Möglichkeiten zu finden, wie ihr Gott näherkommen könnt, und um den Heiligen Geist in eure Ehe einzulassen.
3. Stärkere Entschlossenheit, die Bündnisse zu halten
Das Institut hilft Johnny und mir, bewusst an unsere Tempelbündnisse zu denken. In den Lektionen geht es um ewige Grundsätze, die uns daran erinnern, was wir einander und Gott versprochen haben. Wenn wir über unsere Bündnisse nachdenken, fällt es uns leichter, Entscheidungen zu treffen, mit denen wir diese Versprechen in Ehren halten. Präsident Nelson (1924–2025) hat gesagt: „Es [ist] in geistiger Hinsicht am sichersten, wenn Sie innerhalb Ihrer Tempelbündnisse leben!“
Es ist leicht, sich vom Alltag ablenken zu lassen – aber das Institut kann uns helfen, den Blick auf Jesus Christus und unsere Tempelbündnisse gerichtet zu halten.
Überlegt, wie euch die Teilnahme am Institut helfen kann, eure Bündnisse in Ehren zu halten. Vielleicht möchtet ihr euch bewusst Zeit nehmen, um darüber zu sprechen, wie sich die Lektionen auf eure Ehe und eure einander und Gott gegebenen Versprechen beziehen lassen. Denkt darüber nach, wie ihr diese Bündnisse im Alltag halten könnt, und nutzt das Institut, um diese Versprechen noch entschlossener zu halten.
Ein machtvolles Werkzeug für die Ehe
Das Institut kann eure geistige und emotionale Weiterentwicklung fördern und eure gegenseitige Treue stärken. Präsident Nelson hat bezeugt: „Wenn ihr am Institut teilnehmt, spürt ihr vermehrt, wie sehr der Vater im Himmel euch liebt. … Die Teilnahme am Institut hilft euch, nach dem Evangelium zu leben und mehr Freude zu verspüren – und zwar jetzt.“
Dass wir uns Zeit für das Institut nehmen, stärkt unsere Ehe, und ich weiß, dass das auch bei euch funktionieren kann. Ob ihr nun frisch verheiratet seid oder schon seit einigen Jahren: Das Institut kann ein machtvolles Werkzeug sein, um eine Beziehung zueinander aufzubauen, die auf Christus ausgerichtet ist.