2025
So kannst du deine Gemeinde zu deiner Familie machen
Juli 2025


Aus Neu für junge Erwachsene

So kannst du deine Gemeinde zu deiner Familie machen

Wenn du Freundschaft und Verbundenheit suchst, dann schau dich einfach in deiner Gemeinde um!

Zwei lächelnde Frauen in einem Gemeindehaus

Verbundenheit und Freundschaft pflegen – das scheint manchmal außer Reichweite.

Aber ob du nun dauerhafte Freundschaften schließen, geistige Kraft empfangen oder deine Talente einbringen möchtest: Du kannst dazu beitragen, dass deine Gemeindefamilie zu einem stützenden Netzwerk wird.

Elder David L. Buckner von den Siebzigern hat gesagt: „In meinen Augen ist die Erklärung des Erretters ‚ihr seid meine Freunde‘ ein Weckruf, edlere und heiligere Beziehungen unter allen Kindern Gottes aufzubauen, ‚damit wir eins seien‘ [3 Nephi 19:23]. Dies tun wir, indem wir gemeinsam nach Gelegenheiten Ausschau halten, für Einigkeit zu sorgen und allen ein Gefühl der Zugehörigkeit zu vermitteln.“

Ganz zweifellos können wir in unserer Gemeindefamilie edlere und heiligere Erlebnisse und Beziehungen schaffen!

Vor diesem Hintergrund seien hier drei Möglichkeiten genannt, wie du mit den Mitgliedern deiner Gemeinde eine familiäre Gemeinschaft aufbauen kannst.

1. Geh auf die Mitglieder zu

Wenn du dich in deiner Gemeinde einsam fühlst, geht es anderen wahrscheinlich ebenso. Verbundenheit ist das Heilmittel gegen Einsamkeit. Geh deshalb auf andere Mitglieder zu und knüpfe Kontakte. Wenn du an Versammlungen und Aktivitäten in der Kirche teilnimmst, achte auf jene, die ebenfalls einsam zu sein scheinen. Nutze die App „Tools“, um dir die Namen der Mitglieder deiner Gemeinde einzuprägen und um festzustellen, wer nicht allzu oft an Aktivitäten teilnimmt. Nimm mit ihnen Kontakt auf und lade sie ein, mit dir zur Kirche zu kommen. Schon ein Lächeln oder eine Geste kann dazu führen, dass jemand spürt: Hier gehöre ich dazu.

Präsident Henry B. Eyring, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, hat gesagt: „Aus Erfahrung kennen wir die Freude, die uns erfüllt, wenn wir einig sind. Der Vater im Himmel kann uns diese jedoch nicht einzeln gewähren. Die Freude der Einigkeit, die er uns so gern geben möchte, kann man nicht allein verspüren. Wir müssen gemeinsam danach trachten und uns dafür bereitmachen.“

Geh, während du auf andere zugehst, immer auch auf den Vater im Himmel zu. Bitte ihn um Hilfe bei deinen Bemühungen, in der Gemeinde Anschluss zu bekommen und diejenigen zu finden, die zu der Familie werden können, die du brauchst. Mit der Zeit können sich aus deinen Kontakten dauerhafte Freundschaften entwickeln.

2. Diene dem Nächsten

Der Dienst am Nächsten verbindet uns auf besondere Weise miteinander. Durch diesen Dienst werden wir mehr wie Christus, der ja immer seinen Mitmenschen gedient hat. Bonnie L. Oscarson, ehemalige Präsidentin der Jungen Damen der Kirche, hat erklärt: „Der Vater im Himmel hat vielleicht dafür gesorgt, dass diejenigen, die uns brauchen, in nächster Nähe sind, weil er weiß, dass wir am besten geeignet sind, ihnen in ihrer Not zu helfen.“

Du bist nicht zufällig in deiner Gemeinde. Der Vater im Himmel kennt die Bedürfnisse und Talente all seiner Kinder und hat die Mitglieder deiner Gemeinde zu einem bestimmten Zweck zusammengeführt. Wenn du dich den Mitgliedern deiner Gemeinde aktiv zuwendest, stellst du vielleicht fest, dass jemand dich und deine dir eigenen Gaben braucht.

Der aufrichtige Dienst am Nächsten öffnet dir in der Gemeinde die Tür zu einer Beziehung, die von Liebe, Vertrauen und Unterstützung geprägt ist.

3. Such dir einen Mentor

Mentoren gibt es in vielerlei Formen. Ein Mentor kann dir etwa helfen, die Höhen und Tiefen des Daseins als junger Erwachsener zu meistern. Denk an jemanden aus deiner Gemeinde, zu dem du aufschaust oder den du bewunderst. Welche Erfahrungen oder Eigenschaften, die du auch gern hättest, zeichnen denjenigen aus? Was kannst du von ihm lernen?

Elder Ronald A. Rasband vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Jemand, der mehr Erfahrung hat und dem man vertraut, dient als nützlicher Führer und Berater von jemandem, der weniger Erfahrung hat. Er prägt dessen Denken und bringt ihm Grundsätze nahe, die ihn als Diener Gottes leistungsfähiger, stärker, klüger und wertvoller machen.“

Wenn du diesbezüglich über Menschen aus deinem Umfeld nachdenkst, bete, damit du erkennst, wer für dich als Mentor in Frage käme. Sobald du dich entschieden hast, vereinbare einen Termin mit dem Betreffenden. Bereite Fragen vor oder Ziele, an denen du arbeiten möchtest, und frag ihn, ob er bereit wäre, dich zu beraten und dir beim Erreichen deiner Ziele zu helfen.

Eins mit Christus sein

Elder Quentin L. Cook vom Kollegium der Zwölf Apostel hat bekräftigt: „Eins mit Christus zu sein ist der Inbegriff wahrer Zugehörigkeit.“

Ganz gleich, worin du dich von den anderen Mitgliedern der Gemeinde unterscheiden magst: Als bündnistreue Weggefährten könnt ihr daran arbeiten, miteinander und mit Christus eins zu sein.