2025
Vier Tipps für Entscheidungen als Ehepaar
Juni 2025


Speziell für Jungvermählte

Vier Tipps für Entscheidungen als Ehepaar

Herauszufinden, wie man als Ehepaar gemeinsam Entscheidungen trifft, kann ein schwieriger Lernprozess sein. Nachfolgend ein paar Tipps, die euch helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Ein Ehepaar unterhält sich auf dem Sofa

In den ersten zwei Jahren unserer Ehe haben meine Frau und ich viele Entscheidungen getroffen – kleinere Entscheidungen wie etwa bei der Frage, welche Milch zu kaufen sei, bis hin zu größeren Entscheidungen, zum Beispiel als es darum ging, wann wir Kinder in die Welt setzen wollten.

Ganz gleich, wie groß oder klein eine Entscheidung sein mag: Sich zu ihr durchzuringen kann vor allem dann schwierig sein, wenn man gerade erst lernt, sie mit jemand anders zu treffen.

Mit der Zeit und durch viel Übung haben wir gelernt, wie wir mit der Hilfe des Herrn gemeinsam gute Entscheidungen treffen können. Hier sind vier Methoden, die dich und deinen Ehepartner darin unterstützen können, Entscheidungen als Ehepaar zu treffen.

1. Bemüht euch um einen „Geist der Besonnenheit“

Die heiligen Schriften mahnen uns: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2 Timotheus 1:7; Hervorhebung hinzugefügt.)

Macht euch daher bewusst, dass alles nur komplizierter würde, wenn bei einer Entscheidung einer der Beteiligten – oder gar beide – müde, verängstigt oder verärgert ist. Eine Möglichkeit, dir selbst und deinem Ehepartner zu einem besonnenen Geist zu verhelfen, ist das gemeinsame Beten. Bittet den Vater im Himmel um konkrete Führung bei von euch zu treffenden Entscheidungen. Auch wenn er euch nicht immer die Richtung in Form eines brennenden Busches oder einer Säule aus Licht vorgeben mag, lenkt er euer Denken und euer Tun gemäß seinem Zeitplan.

Wenn ihr beide ruhig bleibt, klar denkt und mit dem Heiligen Geist im Einklang seid, fällt es euch viel leichter, gemeinsam Entscheidungen zu treffen.

2. Überstürzt nichts, aber grübelt auch nicht endlos

Selbst wenn ihr beide klar denkt, kann eine voreilige Entscheidung euch daran hindern, die bestmögliche Wahl zu treffen. Seid geduldig miteinander und lasst euch Zeit, die Alternativen durchzugehen, zu beten und über die möglichen Folgen einer Entscheidung nachzudenken, bevor ihr zur Tat schreitet.

Zu langes Warten kann jedoch auch schädlich sein. Sich endlos den Kopf zu zermartern kann zu Ängsten und Zweifeln führen. Anstatt über eine Entscheidung, deretwegen ihr gebetet habt, unentwegt zu grübeln, bestärkt einander darin, voller Zuversicht im Glauben zu handeln. Wenn ihr beide im Einklang miteinander und mit dem Herrn seid, könnt ihr einmütige Entscheidungen treffen.

Elder Carlos A. Godoy von den Siebzigern hat einmal gesagt: „Wenn wir Entscheidungen treffen, die sich auf unser Leben oder das unserer Lieben auswirken können, ohne auch die Folgen gut im Blick zu haben, birgt das Risiken in sich. Wenn wir jedoch die möglichen Folgen dieser Entscheidungen in die Zukunft projizieren, erkennen wir deutlicher, welchen Weg wir in der Gegenwart einschlagen sollen.“

3. Denkt daran: Gute Inspiration beruht auf guter Information

Zur Auswahl seiner Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft führte Präsident Russell M. Nelson mit jedem Mitglied des Kollegiums der Zwölf Apostel ein Interview, denn ihm war „bewusst …, dass gute Inspiration auf guter Information beruht“.

Das Gleiche gilt für uns! Die besten Entscheidungen sind auf Informationen basierte Entscheidungen. Wenn ihr bei einer Entscheidung noch am Abwägen seid, könntet ihr eurem Ehepartner vorschlagen, dass ihr vertrauenswürdige Freunde oder Angehörige um Rat bittet. Wenn ihr beide findet, dass euch das weiterhelfen würde, dann geht auf diejenigen zu und holt deren sachkundiges Wissen ein. Sprecht miteinander über das, was ihr in Erfahrung gebracht habt, und fragt nach, wie der andere darüber denkt.

Der Herr hält uns dazu an, „nach Wissen [zu trachten], ja, durch Studium und auch durch Glauben“ (Lehre und Bündnisse 88:118). Entnehmt eure Informationen und euer Wissen also guten Quellen. Hierzu gehören auch geistige Mittel wie die heiligen Schriften, die Worte der Propheten sowie der Patriarchalische Segen beider Ehepartner. Wenn jeder für sich Informationen einholt, werdet ihr auch beide klare Entscheidungen treffen und zuversichtlich nach vorne blicken können.

4. Nehmt euch Christus als Kompass

Der Herr spendet euch Licht auf eurem Weg, sofern ihr als Ehepartner ihn in eure Entscheidungsfindung einbezieht und im Glauben vorangeht.

Präsident Thomas S. Monson (1927–2018) hat gesagt: „Tag für Tag denken wir darüber nach, ob wir uns nun für dieses oder jenes entscheiden sollen. Wenn wir uns für Christus entscheiden, liegen wir jedoch immer richtig.“

Wählt bei allen zu entscheidenden Fragen den Weg, der es dir und deinem Ehepartner ermöglicht, Jesus Christus näherzukommen. Er soll bei all euren Entscheidungen euer unfehlbarer Kompass sein. Bezieht den Herrn in eure Ehe ein und orientiert euch bei der Suche nach Antworten an seinen Vorgaben. Dann eint er euch und führt euch auf eurem gemeinsamen Lebensweg.