2025
Drei Tipps, wie du mit Veränderungen im Leben umgehen kannst
Juni 2025


Fertigkeiten fürs Leben

Drei Tipps, wie du mit Veränderungen im Leben umgehen kannst

Im Leben junger Erwachsener gibt es beständig Veränderungen. Hier einige Anregungen, wie du dennoch inneren Frieden finden kannst.

Ein Mann steht in einem dunklen Raum vor einer geöffneten Tür

Plötzliche Änderungen im täglichen Trott – ob nun erwünscht oder unerwartet – bringen mich total durcheinander.

Veränderungen können schwierig sein (selbst positive Veränderungen!), und wir jungen Erwachsenen sind in dieser Lebensphase dem Wandel vielleicht öfter ausgesetzt als sonst jemand. Ob es um Partnersuche und Ehe, die Rückkehr von Mission, neue Berufungen, Umzug, Aus- und Weiterbildung oder Job, Kinderbetreuung oder das Schließen von Bündnissen geht – wir sind bemüht, in einer sich ständig wandelnden Welt mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen.

Präsident Thomas S. Monson (1927–2018) hat einmal gesagt:

„Sicher hat jeder schon einmal den bekannten Spruch gehört: ‚Nichts ist so beständig wie der Wandel.‘

Unser Leben lang müssen wir mit Veränderungen zurechtkommen. Manche sind uns willkommen, manche nicht.“

Zuweilen mag uns der bunte Strauß an Veränderungen in diesem Lebensabschnitt vielleicht beunruhigen und unsere Orientierung ein wenig beeinträchtigen. Zum Glück gibt es aber einiges, was wir tun können, um trotz allem inneren Halt, Trost und Sicherheit zu finden:

1. Mache einen Schritt nach dem anderen

In meinem Leben haben mir Veränderungen schon öfter arg zugesetzt und mich wirklich durcheinandergebracht.

Was meine Anpassungsfähigkeit anging, stellte ich hohe Erwartungen an mich selbst. Wenn dann die Zeit verging, ohne dass ich wieder in die Spur zurückfand, war ich entmutigt. Ich habe jedoch gelernt, dass beim Umgang mit Veränderungen dem Prinzip der „kleinen Schritte“ große Kraft innewohnt.

Der Vater im Himmel kann uns helfen, uns an Neues anzupassen – selbst dann, wenn es schlicht darum geht, sich mit kleinen Schritten an Veränderungen heranzutasten.

Wir müssen uns nicht unter Druck setzen, uns über alles auf einmal klarwerden zu wollen. Stattdessen können wir einen Schritt nach dem anderen gehen! Schließlich wird ja „durch Kleines und Einfaches … Großes zustande gebracht“ (Alma 37:6). Gewöhne dich an den neuen Normalzustand und sei währenddessen geduldig und mitfühlend mit dir selbst.

2. Sei optimistisch

Manchmal kann Wandel mit Gefühlen von Verlust, Deplatzierung oder anderen Belastungen einhergehen. Keine Lebenslage bleibt auf Dauer unverändert.

Elder Dieter F. Uchtdorf vom Kollegium der Zwölf Apostel hat sogar bekräftigt: „Es liegt in der Natur alles Irdischen, zu altern, zu verfallen, sich abzunutzen oder schal zu werden. Aber göttliche Freude ist ewig, denn Gott ist ewig.“

Zwar bin ich meistens Optimistin, mein überängstliches Gehirn analysiert eine Situation jedoch gern und zieht dann – insbesondere vor oder nach einer großen Veränderung im Leben – die schlimmstmöglichen Schlussfolgerungen. Ich weiß jedoch, dass der Vater im Himmel stets mein Bestes im Sinn hat. Daher halte ich mir vor Augen, dass alles gut ausgehen wird – was auch immer geschieht.

Was die Zukunft angeht, haben wir allen Grund, optimistisch zu sein. Selbst wenn etwas nicht so läuft, wie wir es erwartet haben: Dank Jesus Christus ist Freude immer in Reichweite.

3. Konzentriere dich auf deine Bündnisse

Auch wenn mein Leben ständigem Wandel unterliegt – ich schöpfe Sicherheit aus dem Wissen, dass meine Bündnisse sich nicht ändern.

Sie sind ewig.

Ich weiß, dass Gott seine Verheißungen mir gegenüber erfüllt und mir zusichert, seine Macht werde mich befähigen, mich allem zu stellen, was auf mich zukommt. Ja, Veränderungen im Leben können uns den Boden unter den Füßen wegziehen. Doch wenn wir unseren Bündnissen treu bleiben, können wir den Halt finden, nach dem wir suchen.

Elder Ulisses Soares vom Kollegium der Zwölf Apostel hat erklärt, dass uns eine besondere Art von Zuversicht durch etwas zuteilwerden kann, was er als „Vertrauen in Bündnisse“ bezeichnet. Er sagte: „Dieses Vertrauen ist eine stille und doch feste Zuversicht, dass wir die Segnungen empfangen, die Gott all denen verheißt, die ihre Bündnisse halten, und ist in den schwierigen Umständen unserer Zeit dringend nötig.“

Dank der segensreichen Tempelbündnisse können wir über eine feste Grundlage verfügen, innerlich ruhig bleiben und die Kraft haben voranzugehen, uns anzupassen und uns auf die sich ständig wandelnde Welt einzustellen.

Das Gewohnheitstier in uns mag sich wohl danach sehnen, dass alles stets vorhersehbar und sicher ist. Die Wahrheit ist jedoch: Veränderung ist unausweichlich – und so soll es auch sein! Sie macht eben einen Teil unseres Lebenswegs aus. In welcher Lebensphase wir auch sein mögen: Dank Jesus Christus können wir trotz Änderungen, die uns vielleicht kalt erwischen, weiterhin Freude verspüren, Fortschritt machen und optimistisch sein.