2025
Bin ich mit dem Erretter ebenso befreundet wie er mit mir?
Februar 2025


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Bin ich mit dem Erretter ebenso befreundet wie er mit mir?

Freundschaften kommen und gehen bisweilen, doch die Beziehung zum Erretter kann in alle Ewigkeit bestehen.

Die Verfasserin hält lächelnd ein Bild von Christus hoch

Freunde und Freundinnen sind für mich wie ein Lebenselixier.

Gern lasse ich mich von ihnen zum Lachen oder Lächeln bringen oder sogar zu Tränen rühren (im positiven Sinne natürlich).

Im Laufe der Jahre habe ich jedoch gemerkt, dass beileibe nicht alle Freundschaften gleichwertig sind.

Eine Freundschaft allerdings erweist sich als vollkommen, unfehlbar und ewig: unsere Beziehung zu Jesus Christus.

Für mich ist er stets mein bester Freund. Doch wie soll ich ihm eine bessere Freundin und Jüngerin sein? Was erwartet er in dieser Hinsicht von mir?

Er steht uns in guten wie in schlechten Zeiten bei

Unzählige Male hat mich etwa eine liebe Freundin in schwierigen Zeiten aufgemuntert. Doch es gab auch Freundinnen, die von mir erwarteten, dass ich ihre Lasten trage, aber nicht bereit waren, mich bei meinen Schwierigkeiten zu unterstützen.

Niemand ist vollkommen (auch ich nicht), und sicherlich gab es hin und wieder Zeiten, da meine Freundinnen oder ich es hätten besser machen können – einander mehr hätten lieben und unterstützen können.

Doch genau das ist doch die Garantie, die unserer Bündnisbeziehung zum Erretter zugrunde liegt: Wenn wir unsere Bündnisse halten, die uns an ihn binden, ist er uns ein vollkommener Freund – in guten wie in schlechten Zeiten und sowieso bei allem zwischendrin (siehe Johannes 15:14).

Darauf weist uns Präsident Nelson ja hin: „Wenn auch alles sonst und jeder andere in dieser Welt, dem Sie vertrauen, scheitern sollten – Jesus Christus und seine Kirche werden Sie nie im Stich lassen.“

Was für eine schöne Verheißung!

Es gibt Freunde, die geben mehr, als sie zurückbekommen. Genau diese Art Freund ist der Erretter.

Unentwegt streckt er mir die Hand entgegen. Ich sollte jedoch daran denken, auch ihm die Hand entgegenzustrecken. Als seine Jüngerin bin ich ihm gegenüber vielleicht nicht immer so treu, wie ich es sein sollte, und da muss ich mich noch mehr anstrengen. Wenn uns die Beziehung zu ihm wirklich wichtig ist, vertiefen sich unsere Hingabe und unsere Bindung an ihn.

Der Heiland kennt uns in jeder Hinsicht

Wir alle lernen neue Leute kennen und sind wahrscheinlich ungern bereit, ihnen sogleich umfassend Einblick in unser wahres Wesen zu gewähren. Lange Zeit ist es mir etwa schwergefallen, meine Probleme, meine Selbstzweifel oder sogar bloß meine abweichende Meinung Freunden gegenüber anklingen zu lassen. Ich konnte nicht einschätzen, wie sie reagieren würden, wenn sie mein wahres Ich samt all meinen Fehlern zu Gesicht bekämen.

Der Erretter hingegen wünscht sich, dass wir so zu ihm kommen, wie wir sind. Er versteht alles, womit wir uns abmühen, und weiß daher, wie er uns beistehen kann (siehe Alma 7:11,12).

Präsident Jeffrey R. Holland, Amtierender Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel, hat darauf hingewiesen: „[Der Erretter] wünscht sich, dass wir zu ihm kommen, ihm nachfolgen und uns von ihm Mut zusprechen lassen. In der Folge möchte er, dass wir dann unseren Mitmenschen tröstend beistehen. Wie zögerlich auch unsere Schritte hin zu ihm sind (obwohl sie doch eigentlich gar nicht zögerlich sein sollten) – seine Schritte auf uns zu sind niemals zögerlich.“

Der Erretter kennt und liebt uns. Wie jeder wahre Freund spornt er uns an, besser zu werden und mit seiner Hilfe über uns hinauszuwachsen.

Auch wir können ihn kennenlernen und mehr über ihn erfahren, indem wir uns mit seinen Lehren befassen, Gott im Tempel verehren, Bündnisse eingehen und halten und zu unserem Vater im Himmel beten.

Er liebt uns vollkommen

In Johannes 15:13 steht: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Jedes Mal, wenn ich dies lese, dringt mir die umfassende Reichweite des Sühnopfers des Erretters ins Herz.

Dass Jesus Christus bereit war, für mich zu leiden und für mich sein Leben hinzugeben, ist Beweis der vollkommenen Liebe, die er für jeden von uns empfindet.

Liebe ist nun mal für mich das Herzstück jeglicher Freundschaft.

Jede Umarmung, jedes gemeinsame Lachen, jede Träne, die wir miteinander vergießen, sind Teil jener Nächstenliebe, welche „die reine Christusliebe“ (Moroni 7:47) ist. Wie könnten wir uns also besser seine Liebe zu uns vor Augen halten und ihm im Gegenzug Liebe erweisen, als dadurch, dass wir bestrebt sind, allen ein Freund zu sein? (Siehe Johannes 15:12.)

Eine immerwährende Beziehung

Auch wenn manche Beziehungen kommen und gehen, so besteht und gedeiht unsere Bündnisbeziehung zu Jesus Christus doch für immer, wenn wir ihm nur nachfolgen und bis ans Ende ausharren (siehe Lehre und Bündnisse 14:7).

Mir liegt viel an meinen Freunden und Freundinnen – und vor allem habe ich meinen Erretter sehr gern. Das macht mich glücklich.

Ich hoffe, wir verstehen immer besser, wie wichtig ihm die Beziehung zu uns ist und wie sehr er sich für sie einsetzt und sie schätzt. Lassen Sie uns daher darüber nachdenken, wie wir ihm im Gegenzug noch mehr Liebe entgegenbringen können. Wie bei jeder guten Freundschaft schenkt die unumstößliche Beziehung zu ihm Freude und Sinn. Sie trägt dazu bei, dass wir andere gern an dieser Freude teilhaben lassen.